VERTIGO MONSTER - INVISIBLES 1

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    • Es geht großartig weiter! Der zweite Band ist eine konsequente Steigerung und der dritte und vierte werden auch ganz super. Und ja: der erste Band gefiel mir auch. Bei der dritten Serie (also dem hoffentlich erscheinenden Band 5) könnte es Verständnisprobleme geben. Das englische Trade hat mich jedenfalls seinerzeit an meine Sprachgrenzen gebracht.
      Wir müssen unser Dasein so weit,als es irgend geht, annehmen; alles, auch das Unerhörte, muß darin möglich sein. Das ist im Grunde der einzige Mut, den man von uns verlangt: mutig zu sein zu dem Seltsamsten, Wunderlichsten und Unaufklärbarsten, das uns begegnen kann. (Rilke)
    • gina_michi schrieb:



      Offensichtlich hat Dir der Band 1 ebenfalls gefallen. Ich hoffe es geht mit dem 2. Band auf diesem Niveau so weiter und fällt nicht nach und nach ab. Eine Restangst deshalb besteht bei mir nämlich, weil die Serie auf 5 Bände a´ 324 Seiten angelegt ist und daher wohl nach dem "Gesetz der Serie" zwangsläufig etwas abfallen wird.


      nicht zwangsläufig, in dem fall schon. aber erst zum ende hin.

      aber morrison bringt praktisch nie einen längeren run ordentlich zu ende. :D



      Mein Name ist Jochen. Ich mag es, zu kochen.
    • Ja, tatsächlich.Ich gebe Dir recht! Mit Morrison ist das immer so eine Sache. Im Grunde war für mich persönlich bisher seine große Stärke der hervorragende Aufbau einer Story mit einem Spannungsbogen, wie es kaum ein anderer schaffte. Wenn er dies in laufende Serien einbauen kann, wie er es ja bei den X-Men oder JLA gemacht hat und wegen des Fortlaufens der Serie ein endgültiger, runder Abschluss nicht zwingend erforderlich ist, dann ist es stets durchaus akzeptabel gewesen.

      Bei WE 3 klappe diese Strategie mithin leider nicht, weil diese Miniserie von ihm selber abgeschlossen werden musste. Das Ergebnis und der recht schwache Schluss von WE 3 ist ja bekannt.

      Morrison kann sich, zumindest bei den Invinsibles, nunmehr beweisen, dass er es besser kann. Sprich, einen ausgezeichnet aufgebauten Spannungsbogen konsequent bis zum bitteren und gerne auch einmal bösen Ende, durchzuziehen um ihn somit zu einem zufrieden stellenden Abschluss zu führen.
      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)
    • L.N. Muhr schrieb:

      gina_michi schrieb:



      Offensichtlich hat Dir der Band 1 ebenfalls gefallen. Ich hoffe es geht mit dem 2. Band auf diesem Niveau so weiter und fällt nicht nach und nach ab. Eine Restangst deshalb besteht bei mir nämlich, weil die Serie auf 5 Bände a´ 324 Seiten angelegt ist und daher wohl nach dem "Gesetz der Serie" zwangsläufig etwas abfallen wird.


      nicht zwangsläufig, in dem fall schon. aber erst zum ende hin.

      aber morrison bringt praktisch nie einen längeren run ordentlich zu ende. :D

      Animal Man hatte eines der besten Enden die ich in einem Comic je gelesen habe.
    • Tyler Durden schrieb:

      L.N. Muhr schrieb:

      gina_michi schrieb:



      Offensichtlich hat Dir der Band 1 ebenfalls gefallen. Ich hoffe es geht mit dem 2. Band auf diesem Niveau so weiter und fällt nicht nach und nach ab. Eine Restangst deshalb besteht bei mir nämlich, weil die Serie auf 5 Bände a´ 324 Seiten angelegt ist und daher wohl nach dem "Gesetz der Serie" zwangsläufig etwas abfallen wird.


      nicht zwangsläufig, in dem fall schon. aber erst zum ende hin.

      aber morrison bringt praktisch nie einen längeren run ordentlich zu ende. :D

      Animal Man hatte eines der besten Enden die ich in einem Comic je gelesen habe.


      Das Comic ist mir leider nicht bekannt. Ich denke, es ist zu empfehlen, oder?
      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)
    • So, nun habe ich endlich den Band 2 vor mir auf dem Schreibtisch liegen. Ein kleiner "sneak" in die Seiten muss aber erst einmal genügen, denn erst kommen die X-Men 97 dran...

      Ich bin aufgeregt, wie kaum jemals vorher nach einem Comickauf und bin gespannt, wie es weitergeht; in der Hoffnung, dass meine Vorschreiber Recht behalten und es genau so hochklassig fortgesetzt wird. Aber die kurz erhaschten Zeichnungen lassen ja einiges vermuten...
      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)
    • Transzendenz statt leere Trends



      Gelesen: Invisibles: Monster Edition 1 (Heft 1-12), Softcover, Panini Comics
      Von: Grant Morrison (Autor), Yeowell, Thompson, Cramer (Zeichner), Daniel Vozzo (Farben)

      Die "Unsichtbaren" verquickt Spiritualität, Verschwörungen, Philosophie, Psychologie, Metaphysik, New Age, Esoterik, Okkultismus, Sozialkritik und Wahrheitssuche zu einem Cocktail, der einen leicht schwindelig nach Hause torkeln lässt. Wer sich bisher noch nicht in die oben genannten Gefilde getraut hat, erlebt ein böses Erwachen und wird beim Lesen mit Sicherheit von dutzenden imaginären Fragezeichen heimgesucht, die über den brummenden Schädel kreisen. Da ich mich etwas mit diesen Themen "auskenne", kam mir vieles vertraut vor und es gab keine Probleme beim Eintauchen in die Story - obwohl natürlich Morrison-typisch viele Fragen offenbleiben. Der Anfang ähnelt dem 'Pfad des friedvollen Kriegers' von Dan Millman ... nur, dass heimlich eine Prise Zauberpilzpulver in den Drink gemischt wurde: Ein relativ gewöhnlicher Junge erhält spirituelle Lektionen von einem alten Typen; und das nicht zu knapp. Der ungezügelte Drang nach Freiheit, Ego-Zerlegung und Selbsterkenntnis, der hier propagiert wird, erinnert an 'Fight Club' und stellenweise könnte man meinen, die Macher von 'Matrix' hätten sich ordentlich von 'Invisibles' inspirieren lassen. Nach seiner Initiation wird der Junge Teil einer Art spirituellen Untergrund-Gruppe, die im Verborgenen gegen den zwielichtigen Unrat der Moderne agiert - und schon beginnt eine wilde Reise in das geistige und seelische Obskuritätenkabinett unter Morrisons Schädeldecke. Dabei seziert er gekonnt unsere brüchige Realität und durchbricht Raum und Zeit. Ein Comic-Guru, der aber nicht den Kitsch der Esoterik anheimfällt und auch nicht das Geheuchel irgendwelcher Religionen oder Kulte nachäfft. Eher, als hätte man im Labor eine Menschen-Mischung aus Krishnamurti, Terence McKenna und Tyler Durden erzeugt. Grant ist ein herrlicher Mutant; ein regelrechter Spiri-Punk. Die erste Monster Edition von 'Invisibles' ist um Galaxien tiefsinniger als 'The Filth' und viel lebensnaher als 'Nameless'. Leider hat Panini aufgehört, die Serie nach dem zweiten Band fortzuführen. Ich bin auf jeden Fall ultra-gespannt, wie es weitergeht, denn 'Revolution gefällig?' ist anscheinend erst ein Babystep ins Unendliche. Erwähnt sei noch, dass der Zeichenstil mich sehr an an die ersten 'Hellblazer'-Hefte erinnert ... irgendwie wäre es geil gewesen, wenn John Constantine einen Gastauftritt gehabt hätte; denn das Horror- und Mysterygenre bedient 'Invisibles' auch recht fein. Sehr vielseitig, der gute Morrison. Das kommt davon, wenn man seinen Geist aus den Fesseln des Zeitgeistes befreit und sich unbegrenzten Potentialen öffnet - seid auch ihr bereit für die geistige Revolution?

      Psiclops Points: 10/10
      Psiclops reicht zur Lektüre: Grünen Tee
      Impressionen:







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      Ich muss schon wieder die volle Punktzahl raushauen. Etwas anderes verdient dieses Comic nicht. :)