DC: Ein Blick über den Panini-Tellerrand (der US-Story-Spoiler-Thread!) Part 2

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    • Ich könnte mittlerweile sehr gut ohne shared Universe leben. Black Label und abgeschlossene Geschichten für sich. Das shared Universe bringt eine Scheinprogression, die dauerhaft der Geschichten abträglich sind, weil man immer wieder den Metaaspekt miteinbezieht. Siehe weiter oben die Frage nach der Rucka Origin. Ist das auch nur irgendwie relevant, ob das jetzt In-Continuity ist oder nicht. Meiner Meinung nach nicht, ist eine tolle Story und kann gut für sich alleine stehen.

      So muss vom Verlag immer der Eindruck erweckt werden, das es sowas wie eine Timeline gäbe, in der sich die Figuren bewegen und das bereits erzählte muss zu etwas erlebten werden. Widersprüche werden dafür in Kauf genommen, selbst wenn sie noch so absurd sind.

      Gerade das Black Label war ein erster Schritt in eine sehr spannende Richtung und es funktioniert ja auch bisher recht gut. Vielleicht gibt der Erfolg eines eigenständigen Films wie "Joker" auch die nötigen Impulse, das auch in der Comicsparte zu forcieren.
    • DC hat wohl von Marvels Misserfolg nix gelernt, das "Haus der Ideen" hat doch erst vor kurzem div. populäre Helden ausgetauscht und wie gut kam das an? So gut, dass eigentlich alles schnellstmöglich zurückgenommen wurde.
      WIrd bei DC nicht anders sein, gerade bei den genannten Helden wird das einfach nicht lange funktionieren. Noch dazu, wenn das so geballt abläuft, ein Wandel sollte immer langsam und fließend passieren, sonst können sich die Menschen nicht daran gewöhnen. Wenn man auf einen Schlag div. Figuren ersetzt, regt das wieder nur das halbe Internet auf. :whistling:
    • Bucky war 7 Jahre Captain America
      Sam war 3 Jahre Captain America
      Jane war 5 Jahre Thor
      Riri war nie wirkich Iron Man

      All die Serie haben erheblich mediale Aufmerksamkeit erregt, waren wirtschaftlich zumindest kein Flop (Riri hat sich besser verkauft als Slotts Iron Man) und im Falle von Thor wird das als eine der besten Thor Runs aller Zeiten beschrieben.

      DC hat das sowohl mit Wonder Woman (Artemis) und Batman (Azrael) schonmal gemacht und gerade letzteres zählt zu den erfolgreichsten Batman Geschichten.

      EDIT: Und ja, „das Internet“ regt sich auf, so what. Ein Teil derer sind dann die Rassisten und Chauvinisten und der Rest will „neue Geschichten“ ohne Veränderung was absurd ist. Lass sie sich aufregen.
      "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther
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    • Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber DC (und Marvel) würden ohne ein Shared Universe und fortlaufende Kontinuität bei mir nicht funktionieren.
      Ich bin seit 20 Jahren dabei und meine Lieblingsstorys sind im Rückblick die, die stark mit vergangenen Ereignissen und Figuren verknüpft sind, diese weitererzählen und weiterentwickeln.
      Z.B. Starman von Robinson, die Story funktioniert auch gerade so gut, weil Robinson das Ganze in der Vergangenheit der vorhergehenden Starmen begründet. Das gleiche gilt für JSA, allgemein, was johns in seiner Hochzeit gemacht hat (Green Lantern ignoriert nicht Jordans Vergangenheit, Teen Titans erzählt die Geschichte der Young Justice Figuren weiter, die ganzen Events wie Infinite crisis oder Blackest Night, die stark mit der Continuity spielen und ohne gar nicht funktionieren würden). Aktuelle ist die JL Sparte am interessantesten, weil die Serien zusammenhängen und die Geschichte von Metal weitererzählen...
      Und bei Marvel ist es nicht anders. Wann habe ich am meisten gelesen? Nach dem Civil War, als sich viele Serien mit dem Fallout des Crossovers beschäftigt haben (Bucky als Cap, Avengers Initiative, Thunderbolts, etc.). Peter Davids X-Factor, dass alte Figuren nimmt, sie neu interpretiert und weiterentwickelt, der ganze Space Komplex von Abnett und Lannig (Annihilation bis Annihilators), eine über Jahre fortlaufende Story, die mir viele Figuren näher gebracht hat... Aktuell ist Hickmans X-Men ein gutes Beispiel, radikale Veränderung aber eingebettet in vorangegangene und teilweise neu interpretierte Continuity. Wäre das ein Elseworld, wäre der Impact gleich null für mich.

      All das hätte ohne fortlaufendes Universum nicht funktioniert. Es ist die Figurenbindung, die mir fehlen würde, wenn alles (im extremem Fall) ein Elseworld wäre.
      "Look at what they've done... They've murdered so many of us, the world has grown used to it. No more."
    • Ich fände es schön, wenn es mehr Marvel Ultimate Universen gäbe, in dem Sinne, dass man ein Universum hat, das 10 Jahre lang eine fortlaufende Story erzählt, und dann auf einen klaren Endpunkt zusteuert, so MCU mäßig. Von mir aus hätte man dann halt die chaotische Main Continuity, aber dann halt auch irgendwas, was tatsächlich eine schlüssige Geschichte mit tatsächlichen Entwicklungen liefert.
    • SleepyDave schrieb:

      Ich fände es schön, wenn es mehr Marvel Ultimate Universen gäbe, in dem Sinne, dass man ein Universum hat, das 10 Jahre lang eine fortlaufende Story erzählt, und dann auf einen klaren Endpunkt zusteuert, so MCU mäßig. Von mir aus hätte man dann halt die chaotische Main Continuity, aber dann halt auch irgendwas, was tatsächlich eine schlüssige Geschichte mit tatsächlichen Entwicklungen liefert.
      Ich stimme zu. Aber der Fehler es Ultimate Universe war es wohl, dass man keinen echten Endpunkt, kein fixiertes Ziel geplant hatte. Das war nach einiger Zeit genauso ein Ideen an due Wand klatschen und gucken was hängen bleibt wie in den regulären Comics auch.

      Das MCU mit den 11 Jahren bis zum Finale hatte aber auch nur 2 oder 3 Geschichten pro Jahr. Auf Comics übertragen, mit mehreren monatlichen Serien gleichzeitig (sagen wir mal 3 bis 6 in einer Sparte), wäre dann wohl ein Plan von 4 oder 5 Jahren passender.
    • Heatwave schrieb:

      Und bei Marvel ist es nicht anders. Wann habe ich am meisten gelesen? Nach dem Civil War, als sich viele Serien mit dem Fallout des Crossovers beschäftigt haben (Bucky als Cap, Avengers Initiative, Thunderbolts, etc.).
      Das ist ein gutes Beispiel, wie ein shared Universe funktionieren kann. Selbst bei Annihilation wurde der CW thematisiert und zwar als "wie dumm sich wegen so einen Blödsinn zu streiten, wenn grad eine riesige Invasion droht". Da hatten die Geschehnisse des Events unmittelbare Konsequenzen für jede andere Serie. Das war in sich stimmig und auch der fallweise sehr an den Haaren herbeigezogene Terminkalender von Wolverine war verschmerzbar.

      Das passiert heute gar nicht mehr. Da wird auf den Schein des shared Universe gepocht und gleichzeitig laufen alle Serien erstaunlich autark mit der Ausnahme von kleinen Events, die begrenzt Auswirkungen haben. Da kann man es mMn gleich lassen.
    • Holzauge schrieb:

      Heatwave schrieb:

      Und bei Marvel ist es nicht anders. Wann habe ich am meisten gelesen? Nach dem Civil War, als sich viele Serien mit dem Fallout des Crossovers beschäftigt haben (Bucky als Cap, Avengers Initiative, Thunderbolts, etc.).
      Das passiert heute gar nicht mehr. Da wird auf den Schein des shared Universe gepocht und gleichzeitig laufen alle Serien erstaunlich autark mit der Ausnahme von kleinen Events, die begrenzt Auswirkungen haben. Da kann man es mMn gleich lassen.
      Keine Ahnung was Du liest aber die Justice League Serien greifen ineinander. Der verbesserte Luthor und seine Angebote sind zum Teil zentrale Punkte in Batman, Detective Comics und den Superman Serien inkl. Leviathan.
      Verbindungen gibt es durchaus, nicht mehr und nicht weniger wie früher.
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    • Starocotes schrieb:

      Keine Ahnung was Du liest aber die Justice League Serien greifen ineinander. Der verbesserte Luthor und seine Angebote sind zum Teil zentrale Punkte in Batman, Detective Comics und den Superman Serien inkl. Leviathan.
      Verbindungen gibt es durchaus, nicht mehr und nicht weniger wie früher.
      Die JL ja, die ist aber auch ein gemeinsamer Themenkreis. Flash aus der JL hat aber mit dem Flash aus der Einzelserie nur den Namen gleich, das könnten zwei Charaktere sein. Batman, WW, Superman ditto. Die Geschichte mit Luthor ist aber ein Teil eines Events und nicht der normale organische Wesenszug eines shared Universe. Eine Seite, teilweise die Letzte, ohne Handlungsbezug aber mit Luthor drinnen, ist mehr die Wahrung eines Scheins als ein tatsächliches shared Universe. Denk zurück an Post-CW bis Siege. Da waren die Serien der großen Geschichte untergeordnet und wenn eine Serie autark lief, dann wurde das auch innerhalb der Continuity erklärt. Das war ein shared Universe für mich. Aktuell sinds halt ein paar Serien, die so nebeneinander laufen und bei denen behauptet wird, dass es in der gleichen Welt läuft, damit man auch mal Events gemeinsam machen kann.
    • Holzauge schrieb:

      Starocotes schrieb:

      Keine Ahnung was Du liest aber die Justice League Serien greifen ineinander. Der verbesserte Luthor und seine Angebote sind zum Teil zentrale Punkte in Batman, Detective Comics und den Superman Serien inkl. Leviathan.
      Verbindungen gibt es durchaus, nicht mehr und nicht weniger wie früher.
      Die JL ja, die ist aber auch ein gemeinsamer Themenkreis. Flash aus der JL hat aber mit dem Flash aus der Einzelserie nur den Namen gleich, das könnten zwei Charaktere sein. Batman, WW, Superman ditto.
      Also bei Flash bin ich etwas zurücck aber da ging es doch einige Zeit um genau die Forces die in der JL Serie entfesselt wurden. Das Thema das der Pantheon von WW zerstört wurde ist sowohl in ihrer Serie ein wichtiges Thema als auch in der JLD Serie.


      Holzauge schrieb:


      Die Geschichte mit Luthor ist aber ein Teil eines Events und nicht der normale organische Wesenszug eines shared Universe. Eine Seite, teilweise die Letzte, ohne Handlungsbezug aber mit Luthor drinnen, ist mehr die Wahrung eines Scheins als ein tatsächliches shared Universe.
      Das ist aber nicht der Fall. Das Luthor Freeze befähigt hat seine Frau zu retten ist zentral in der aktuellen DC Story, bei der "Invisible Mafia" Geschichte und Leviathan ist das noch komplexer.

      Was aus der Reihe tanzt ist City of Bane und vor allem Doomsday Clock. Hier stimme ich Dir zu, das funktioniert so eigentlich nicht. Wobei ich bei City of Bane froh drum bin, weil das einfach ne tolle Erzählung ist und Doomsday Clock einfach nur ein fast schon lächerlicher Versuch ist an Alan Moore ran zu kommen.
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    • "Wahrung eines Scheins"... Unsinn. Es ist ein DC-Universum; nur halt zurzeit nicht so unnötig aufgeblasen wie bei Marvel, wo noch Serien für sich lesbar sind und wo Cannon noch was bedeutet. Ich bin ganz froh das ich Batman lesen kann ohne mich gezwungen zu fühlen, gleich Events und unbedeutende Nebenstorys dazu kaufen zu müssen, weil ich sonst einen Wendepunkt verpasse. Übrigens; was hier am DC-Konzept kritisiert wird, war auch bei Marvel früher möglichst locker geshared.
    • Neu

      Holzauge schrieb:

      Die JL ja, die ist aber auch ein gemeinsamer Themenkreis. Flash aus der JL hat aber mit dem Flash aus der Einzelserie nur den Namen gleich, das könnten zwei Charaktere sein.
      Ich lese beide Serien unheimlich gerne, aber genau das ist mir auch schon aufgefallen.
      In der JL ist Flash eher der Kasper, wogegen Williamson ihn schon recht tief und emotional schreibt. Alles andere als einen Kasper.
    • Neu

      Laut dem Artikel erst die Crisis (2020), dann die neue Besetzung der Helden (ab Ende 2020).
      Neben Superman und Batman soll auch WW ersetzt werden (noch unbekannt, vermutlich Donna oder Cassie) und die Teen Lantern in Young Justice ersetzt GL.

      Aber alles nicht offiziell, wenn auch von zwei Quellen bestätigt. Dazu könnten es echte Pläne sein, die aber wieder verworfen werden. Time will tell...
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