Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

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    • Titel: Kingsman: The Secret Service
      Autor: Mark Millar
      Zeichner: Dave Gibbons

      Meine Meinung (mal in kurzer Form):

      Unterhaltsamer Agenten-Comic, der wesentlich düsterer ist als die Filmadaption. Es gibt einige gute, witzige Pointen mit den entführten Prominenten, ansonsten hat der Comic aber wenig von der bunten, wenn auch brutalen und teilweise makaberen Leichtigkeit des filmischen Pendants. Darauf muss man sich vielleicht einlassen, atmosphärisch ergibt sich jedenfalls schon ein Unterschied. Wenig gefallen haben mir leider die Zeichnungen, mir waren die Gesichter etwas zu klobig und nichtssagend. Gary "Eggsy" London soll Anfang 20 sein, einen Altersunterschied zu dem mehr als der doppelt so altem Jack London (im Film: Harry Hart) erkennt man aber nicht. Auch in Bezug auf die Kulissen, Kleidung und sonstige Details wirkt Gibbons sehr funktional, wenn auch ordentlich. Der Comic ist leicht zu lesen und bedient sich klassisch beim "hoffnungsloser-Jugendlicher-wird-zum-Superagenten"-Schema. Als Protagonist bleibt Eggsy trotz grundsätzlich sympathischem Auftreten am Ende etwas farblos, oder kommt zumindest über die übliche 0815-Charakterisierung nicht hinaus. Gut gefallen hat mir der Antagonist, und auch wenn Samuel Jackson im Film nochmal eine gute Schippe drauflegt, fand ich seine Motivation sogar recht unterhaltsam.

      Insgesamt hat mir der Film allerdings deutlich besser gefallen. Regisseur Matthew Vaughn hat sich zwar in Bezug auf den grundsätzlichen Handlungsverlauf doch recht nahe am Comic bewegt, aber diesen mit Humor, Action und verdammt gut geschrieben, teilweise stark abgeänderten Figuren samt perfekter Besetzung an den richtigen Stellen aufgepeppt.

      6,5/10
      "Es war ein Ort, am dem sich kein vernünftiger Mensch je aufgehalten hätte, doch ich bin kein vernünftiger Mensch, und da war ich nun."
      Jeder zahlt drauf, Charles Bukowski
    • Jim Hawkins schrieb:

      Titel: Kingsman: The Secret Service
      Autor: Mark Millar
      Zeichner: Dave Gibbons

      Meine Meinung (mal in kurzer Form):

      Unterhaltsamer Agenten-Comic, der wesentlich düsterer ist als die Filmadaption. Es gibt einige gute, witzige Pointen mit den entführten Prominenten, ansonsten hat der Comic aber wenig von der bunten, wenn auch brutalen und teilweise makaberen Leichtigkeit des filmischen Pendants. Darauf muss man sich vielleicht einlassen, atmosphärisch ergibt sich jedenfalls schon ein Unterschied. Wenig gefallen haben mir leider die Zeichnungen, mir waren die Gesichter etwas zu klobig und nichtssagend. Gary "Eggsy" London soll Anfang 20 sein, einen Altersunterschied zu dem mehr als der doppelt so altem Jack London (im Film: Harry Hart) erkennt man aber nicht. Auch in Bezug auf die Kulissen, Kleidung und sonstige Details wirkt Gibbons sehr funktional, wenn auch ordentlich. Der Comic ist leicht zu lesen und bedient sich klassisch beim "hoffnungsloser-Jugendlicher-wird-zum-Superagenten"-Schema. Als Protagonist bleibt Eggsy trotz grundsätzlich sympathischem Auftreten am Ende etwas farblos, oder kommt zumindest über die übliche 0815-Charakterisierung nicht hinaus. Gut gefallen hat mir der Antagonist, und auch wenn Samuel Jackson im Film nochmal eine gute Schippe drauflegt, fand ich seine Motivation sogar recht unterhaltsam.

      Insgesamt hat mir der Film allerdings deutlich besser gefallen. Regisseur Matthew Vaughn hat sich zwar in Bezug auf den grundsätzlichen Handlungsverlauf doch recht nahe am Comic bewegt, aber diesen mit Humor, Action und verdammt gut geschrieben, teilweise stark abgeänderten Figuren samt perfekter Besetzung an den richtigen Stellen aufgepeppt.

      6,5/10
      Interessant.
      Bei mir fällt das Fazit exakt andersherum aus, der Film ist m.E. gut und schwungvoll inszeniert, der Comic ohne die extrem "brutalen und makabren" Elemente dank erwachsenerer Atmosphäre und zahlreicher Anspielungen aber noch interessanter. Zudem mag ich Gibbons klaren Stil seit Green Lantern, Watchmen und Martha Washington sehr.
      Film 6/10 P., Comic 7,5/10 P.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • excelsior1166 schrieb:

      Interessant.
      Bei mir fällt das Fazit exakt andersherum aus, der Film ist m.E. gut und schwungvoll inszeniert, der Comic ohne die extrem "brutalen und makabren" Elemente dank erwachsenerer Atmosphäre und zahlreicher Anspielungen aber noch interessanter. Zudem mag ich Gibbons klaren Stil seit Green Lantern, Watchmen und Martha Washington sehr.
      Film 6/10 P., Comic 7,5/10 P.
      Wenn du mit "zahlreichen Anspielungen" die Cameos von u.a. Hamill, Scott & Co. meinst: Die finde ich tatsächlich sehr gelungen, aber über knapp 180 Seiten gehört für mich dann eben doch noch etwas mehr. Vielleicht hätte ich den Comic auch mit etwas mehr Abstand lesen sollen, denn insbesondere Harry Hart und Valentine finde ich als Figuren im Film deutlich erinnerungswürdiger und charismatischer.
      "Es war ein Ort, am dem sich kein vernünftiger Mensch je aufgehalten hätte, doch ich bin kein vernünftiger Mensch, und da war ich nun."
      Jeder zahlt drauf, Charles Bukowski
    • excelsior1166 schrieb:

      Interessant.
      Bei mir fällt das Fazit exakt andersherum aus, der Film ist m.E. gut und schwungvoll inszeniert, der Comic ohne die extrem "brutalen und makabren" Elemente dank erwachsenerer Atmosphäre und zahlreicher Anspielungen aber noch interessanter. Zudem mag ich Gibbons klaren Stil seit Green Lantern, Watchmen und Martha Washington sehr.
      Film 6/10 P., Comic 7,5/10 P.
      Auch bei mir genau anders rum und auch mit der Bewertung kann ich so leben!

      :bampf:
      Ich suche aus der Serie ASTERIX DIE ULTIMATIVE EDITION (GROSSFORMAT)

      ASTERIX BEI DEN SCHWEIZERN

    • Unbreakable Cosmo schrieb:

      The Unbelievable Gwenpool 18

      Morrison light, aber hey, immerhin Morrison light. Love it.
      Magst du den Bezug Gwenpool - Morrison (welcher? Grant?) mal näher erleuteren. Check nicht was du damit ausdrücken willst.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
      Mein Wildstorm Leserun
    • Animal Man #01-#26
      Grant Morrison, Chas Truog

      Gestern habe ich den Morrison-Run nun endlich abgeschlossen. Ich hatte davor überhaupt keine Ahnung von diesem Charakter, wie übrigens von dem großen Teil des DC-Universums. Auch habe ich bisher keine Story bzw. Run in dieser Form gelesen.
      Buddy Baker ist ein ganz normaler Bürger, mit einer ganz normalen Familie irgendwo in einem amerikanischen Vorort. Was Buddy eigentlich besonders macht, sind seine Superkräfte, die er nach einer Begegnung mit einem abgestürztem Raumschiff, erlangt. Buddy kann nämlich Eigenschaften von Tieren absorbieren und diese in einer bestimmten Zeitspanne (anfangs 30 Minuten) für sich nutzen. Obwohl Buddy diese Superkräfte hat, macht es ihn in einer Welt voller Superhelden, mit weitaus mächtigeren Kräften, zu einer "dritten Geige". Wir tauchen an dem Zeitpunkt in das Geschehen ein, als Buddy am überlegen ist, es doch noch als Superheld zu versuchen und seine Kräfte möglichst effektiv zu nutzen. Dabei denkt er nicht nur an die Gesellschaft, denn Rechnungen müssen schließlich auch irgendwie bezahlt werden. So begleiten wir Buddy in seiner Findungsphase und dürfen ihm über die Schulter schauen, wenn er anfangs die klischeehaften aber nicht so typischen Antihelden bekämpft, sich dann zu etwas Größerem berufen fühlt und schließlich sogar, als seine Welt völlig aus den Fugen gerät und auf den Kopf gestellt wird.

      WOW. So ein Comic habe ich wirklich das erste Mal gelesen. Natürlich fand ich die Story nicht durchgängig top, ich hatte an manchen Stellen etwas Probleme der Handlung zu folgen, bzw. die Handlung als eher nicht so spannend empfunden. Dabei schreibe ich die negativen Eindrücke mir selber zu. Erstens habe ich das Werk mit fast 30 Jahren Verzug gelesen, da geht natürlich einiges an Aktualität und Kontext verloren. Zum Anderen kenne ich mich im DC-Universum zu wenig aus, so dass etliche Verweise und Figuren einfach an mir vorbeigegangen sind. Dafür kann ich aber den Autor nicht verantwortlich machen.
      Grant Morrison hat hier etwas geschaffen, was für mich z.Z. einmalig ist. Mit den letzten beiden Heften setzt er seinem Werk noch eine epische Krone auf. Einfach meisterhaft. Von der Schreibkunst passt in diesem Run alles, die Story ist in sich schlüssig (auch wenn es den einen oder anderen Schwenker gibt), die Charakterentwicklung ist vorbildlich umgesetzt, der Humor, der in den ersten Heften noch mehr Raum einnimmt als in den folgenden, ist super und in meinen Augen gut gealtert, und schließlich die zauberhafte Reflexion, sowohl den Autor, den Charakter, als auch das Werk Comic an sich betreffend. Da wird nicht nur eine Metaebene angesprochen.

      Das Artwork muss man einfach lieben. Auch wenn ich noch nicht seit langer Zeit (zumindest so intensiv) in Comicgefilden unterwegs bin, haut mich dieses klassische Artwork und die klassische Kolorierung um. Das hat bei mir, auch wenn nicht wirklich erklärlich, ein starkes Nostalgie-Gefühl hervorgerufen. Fast wehleidig habe ich die "gute alte Zeit" vermisst, die ich ja so eigentlich nie mitbekommen habe. Komisch.

      Fazit 9/10 Punkten

      Habe hier noch die ersten drei Hefte des neuen Animal Man von Lemire rumliegen. Werde da heute mal reingucken und meine Vergleiche ziehen. Was sagt ihr zu dem neuen Animal Man? (nein, da gibt es kein Topic zu)
    • Joe Kerr schrieb:

      Unbreakable Cosmo schrieb:

      The Unbelievable Gwenpool 18

      Morrison light, aber hey, immerhin Morrison light. Love it.
      Magst du den Bezug Gwenpool - Morrison (welcher? Grant?) mal näher erleuteren. Check nicht was du damit ausdrücken willst.
      Ich meine es geht in die Richtung:

      ZDogg schrieb:

      Animal Man #01-#26
      Grant Morrison, Chas Truog

      Gwen Pool wusste schon immer, dass sie in ein Comic geraten ist. Jetzt kommt sie zurück in ihre eigene Welt aber irgendwas stimmt nicht. Du und ich wissen was, es ist immer noch ein Comic und
      Spoiler anzeigen
      Gwen bemerkt das auch.

      Beim Nachforschen benutzt sie Tricks, die ich von Animal Man kenne. Sie steigt aus dem Panel aus und betrachtet den ganzen Comic nochmal, den du gerade liest um herauszufinden, wo ihr Fehler liegt und solche Geschichten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Unbreakable Cosmo ()

    • Wenn dir Animal Man von Morrison gefallen hat, würde ich dir auch noch Doom Patrol von Morrison (Doom Patrol Vol.2 #19-63) empfehlen, spielt etwa zur gleichen Zeit und ist mit Animal Man für mich das beste Werk von Morrison bis heute...

      Muss ich auch unbedingt mal wieder lesen, obwohl ichs schon so vier- bis fünf mal durch habe... :D
      "Look at what they've done... They've murdered so many of us, the world has grown used to it. No more."
    • Von Morrisons Animal Man gibt es auf deutsch nur die ersten 5 Hefte in der DC Graphic Novel Collection von Eaglemoss. Ist die #95.
      Der Band lohnt sich schon allein wegen der #5 "The Coyote Gospel".


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


      Mein DC Dark Re-Read
    • LaLe schrieb:

      Von Morrisons Animal Man gibt es auf deutsch nur die ersten 5 Hefte in der DC Graphic Novel Collection von Eaglemoss. Ist die #95.
      Der Band lohnt sich schon allein wegen der #5 "The Coyote Gospel".
      Ah, cool, wusste ich gar nicht... Mit der Collection habe ich ja schon geliebäugelt, aber so vieles habe ich davon schon und doppelt kaufen mache ich nur sehr ungern, auch, wenn es schön im Regal aussehen würde...
      "Look at what they've done... They've murdered so many of us, the world has grown used to it. No more."