Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

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    • ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 18)



      Titel: Feuer und Stein – 4 von 4: Predator

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 144 Seiten im Softcover/Paperback

      Inhalt: Predator: Fire and Stone #1-4; Prometheus: Fire and Stone - Omega

      Autoren: Joshua Williamson; Kelly Sue DeConnick

      Zeichner: Christopher Mooneyham; Agustin Alessio

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      „Die beste Predator-Geschichte, die je erzählt worden ist!“ – Bloody Disgusting

      The Good, the Bad and the Ugly Motherf%*@$#!

      Nach einer desaströsen Mission beginnt für die Perses der lange Weg nach Hause. Doch es stellt sich heraus, dass ein blinder Passagier mit an Bord ist – ein Predator. Der Sicherheitsoffizier Galgo Helder muss schwerwiegende Entscheidungen treffen, um sein Überleben zu sichern. Der Predator spielt jedoch sein ganz eigenes Spiel und macht aus Galgo seinen persönlichen Bluthund.

      Dieser Band enthält außerdem die 44-Seitige Abschluss-Story PROMETHEUS: FEUER UND STEIN – OMEGA.

      „Man kann und sollte Feuer und Stein als ein Gesamtwerk betrachten, als knapp 400-seitige Erzählung, die nicht nur die bekannten Elemente dieses Universums aufgreift, sondern sie auch konsequent weiterdenkt.“ – gamona.de



      Just my 2 cents:
      Nach dem tollen Einstieg in die Reihe mit Prometheus, der noch einen Hauch gelungeneren Vorgeschichte Aliens und dem leider etwas abgefallenen dritten Teil Alien vs. Predator steht jetzt das Finale von Feuer und Stein ins Haus - Predator. Man darf gespannt sein, ob die Reihe zur Anfänglichen Stärke zurückfinden kann, oder wie ein laues Feuerchen verglimmt. An der Aufmachung soll es schonmal nicht scheitern, denn das Cover macht echt was her und zeigt sofort, wer hier die Hauptrolle innehat. Dazu lässt die, im Vergleich zu den ersten drei Paperbacks, höhere Seitenzahl hoffen, dass man sich ausreichend Zeit genommen hat um die Story würdig zu Ende zu bringen, statt zu hetzen und zu schludern. Der Band schließt nahtlos an den Vorgänger an…

      Wir befinden uns also zusammen mit dem Meuterer Galgo Helder und dem kläglichen Rest seiner Truppe an Bord der Perseus. Nur mit knapper Not war ihnen die Flucht von der Geryon gelungen, auf der Elden, seine Aliens und die Predators ein wahres Schlachtfest veranstaltet haben. Jetzt glaubt er sich endlich sicher auf dem Weg gen Heimat – Planet Erde. Doch weit gefehlt, denn der gerissenste und erfahrenste unter den titelgebenden Großwildjägern hat sich ebenfalls an Bord geschlichen. Das erste Aufeinandertreffen, mit gewohnt blutigem Ausgang, lässt da natürlich nicht lange auf sich warten. Natürlich haben die Menschen gegen den Predator nicht den Hauch einer Chance und so macht Galgo, was er am besten kann. Er greift zu einer List, also eher einem miesen Trick, verrät seine Freunde und zieht seinen eigenen Kopf mal wieder aus der Schlinge.

      Das gelingt aber nur halb so gut wie gedacht, denn den Predator wird er dennoch nicht los. Statt eines weiteren Gemetzels vollzieht sich aber eine überraschende Wendung, denn der hässliche Weltraumweidmann hat eine weit mächtigere und Prestigeträchtigere Beute ins Auge gefasst, einen Konstrukteur. Selbstredend muss er dazu zurück nach LV-223, hat aber keinen Plan, wie man ein menschliches Raumschiff steuert. So bleibt Galgo und Ahab, wie er den Predator passenderweise nennt, als Ausweg nur noch eine erzwungene Zweckgemeinschaft und Galgo muss gegen seinen Willen den Rückweg zum Horror-Planeten antreten, wo neben all den unsäglichen Schrecken vielleicht auch noch ein paar alte Bekannte auf ihn warten?



      Puuuh, was habe ich gehofft, dass sie mit diesem vierten Band wieder die Kurve kriegen, und ja, es ist bravourös gelungen! Da gibt es ganz ganz viel Licht und ganz wenig Schatten. Augenscheinlichste Stärke des (Vor-)Finales ist das spitzenmäßige Artwork von Christopher Mooneyham. Sein roher, dreckiger Stil passt perfekt zur Geschichte und vor allem zur ultrahässlichen Hauptfigur. Noch nie ist mir ein besser getroffener, Narbenverunstalteter Badass-Predator untergekommen als hier. Passt wirklich perfekt zum Design der ersten beiden Filme und könnte direkt von der Leinwand auf die Seiten gesprungen sein, bestes Predator-Artwork ever. Außerdem ist Ahab wirklich ein wahres Charaktergesicht, und es ist den Künstlern hoch anzurechnen, dass die Interaktion mit ihm ohne verständlichen Text so reibungslos funktioniert.

      Auch die Story mit ihren Wendungen, der Spannung und dem Actiongehalt hat mich vollends überzeugt. Mehr als einmal habe ich mich an eine Mischung zwischen Buddy-Movie und Weltraum-Western erinnert gefühlt, was sich anschließend bei der Lektüre der Kommentare im kleinen Sketchbook-Teil nochmal bestätigt hat. Einzig Galgos Charakterentwicklung ging mir ein bisschen zu holprig von statten. Dafür wird in wunderbar bildhaft erzählten Rückblenden die Motivation des Predators anschaulich verdeutlicht, was mir echt Spaß gemacht hat.



      Hinterher erwartet uns mit Omega noch ein zusammenführender Abschluss der Reihe, der auch den mutierten Androiden Elden wieder integriert, aber diesmal wirklich Franchise-Stimmig mit einem Hauch von Prometheus-Flair. Das passiert in wunderschönem, realistisch gehaltenem Zeichenstil von Agustin Alessio der uns wirklich Bilder zum darin schwelgen auftischt. Auch wenn der Stil für manche Charaktere, vor allem den Predator, etwas unpassend erscheint, umso besser harmoniert das Ganze mit der Landschaft und mit Elden, der hier nochmal eine große Rolle hat. Berücksichtigt man den Fokus der Geschichte passt das also.

      Ein starkes Finale einer ganz starken Reihe, die sich jeder Franchise-Fan auf die Liste packen sollte. Allerdings sind einige Bände nur noch digital verfügbar, in Papierform wohl leider vergriffen. Den kleinen Durchhänger bei Band drei kann ich mit Blick auf das Gesamtwerk locker verschmerzen, der Rest ist auf konstant sehr hohem Niveau. Im direkten Vergleich hat der zweite Teil Aliens die Nase eine Nuance weit vorne.

      Meine Wertung: 8/10

      Zum Glück ein echt gelungenes Finale, das das Gesamterlebnis zu einer runden Sache macht. Jetzt freue ich mich doch wieder sehr drauf demnächst auch nochmal Leben und Tod, den zweiten Franchise-Überspannenden Vierteiler aus dem Alien-Universum zu sichten.

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • Marvel Boy schrieb:

      Zu Gaston fällt mir die Frage ein, hast du die Schwarzen Gedanken gelesen?
      Ja, habe ich. Die Gaston Comics haben wir auch komplett, hat selbst meine Frau gelesen !! :)

      Marvel Boy schrieb:

      Ach, da haben die Franzosen und Belgier doch noch einiges mehr zu bieten.
      Ja, es ging aber um rein Lustiges !!!

      An sonsten habe ich natürlich auch noch andere FB. Comics.
    • HouseOfMystery schrieb:

      Ja, es ging aber um rein Lustiges !!!
      Ja, klar.
      bei den bisher aufgezählten fehlen z.B. noch Lucky Luke, Die Schlümpfe ( wenn man sie denn mag), Albert Enzian, Isnogud, Umpa Pah, Marsupulami, Pichelsteiner, die blauen Boys, Pussy, usw.
      Abgesehen davon ist die grenze bei den frankobelgiern recht fließend von rein lustig zu lustigen Abenteuergeschichten.
    • Marvel Boy schrieb:

      churchi schrieb:

      HIT-GIRL in Kolumbien

      Die Inhaltsangabe hört sich so grausam an wie das Beispielbild aussieht.

      Sieht nicht alles so mies aus, aber das Bild trifft sehr gut was mir missfällt...

      HIT-GIRL in Kanada
      (Hit Girl v2 # 05-08)



      Jeff Lemire & Eduardo Risso


      Und weiter geht die wilde Hatz, dieses mal in das Land der Iceroadtrucker und Grizzlybären. Ohhh Canadaaaaaaa…
      Mindy verschlägt es über die Grenze, ihre Mission gilt einem Drogenkartell das ihre Ware in die USA schmuggelt.

      Das Kartell ist dabei eine Art Familienunternehmen. Die Boss sind Billly Baker Junior und Senior. Kurz gesagt: Kill Bill Reloaded.
      Hit-Girl geht dabei gewohnt subtil vor und tötet erst mal ein paar Gangster um Hinweise auf ihre Ziele zu bekommen.

      Der Humor kommt dabei nicht zu kurz, Mindy flucht dermaßen das selbst ein Droschkenkutscher vor Neid erblassen würde :D
      In der weißen Winterpracht kommt es dann zum ersten Showdown als sie Junior stellen kann.

      Dabei geht aber einiges schief und die Psychogöre ist auf die Hilfe eines in der Wildnis lebenden Einsiedlers angewiesen.
      Für einen kurzen Moment kommen so etwas wie Familiengefühle auf und sie wird an ihren „Big Daddy“ erinnert,
      aber so etwas ist nur was für Pussies und nichts für 12 jährige Killergirls.

      Senior ist richtig sauer und möchte seinen Sohn rächen. Er hetzt nicht nur ein Killerkommando, sondern auch die korrupte Polizei (ja die gibt es auch in Kanada) auf Mindy.
      Dabei gerät ihr neuer Freund ebenfalls in die Schusslinie und Hit-Girl steht vor ein paar gewaltigen Problemen…




      Nach Millar, darf nun Jeff Lemire ran und der macht einen ordentlichen Job. Die Handlung bleibt zwar dünn, aber hier werden die Pointen besser als im letzten Band gesetzt.
      Am liebsten möchte man Mindy den Mund ausschrubben für das was sie da vom Stapel lässt. Großartig :thumbsup:
      Bin ja sowieso ein Fan von Risso, hat mich aber überrascht das er hier so gut funktioniert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von churchi ()

    • Monstress Vol. 1 - Awakening (image)

      In der Steampunk-Fantasywelt von Monstress herrscht ein brüchiger Frieden zwischen den Menschen und ihren Feinden - den Ancients (Mystische Humanoide mit Tierköpfen), den Arcanes (Mensch-Ancient-Hybride, die sich fortpflanzen können und somit als eigene Rasse gelten) und den Katzen. Ja, Katzen. Die sind hier intelligent und haben mehrere Schwänze. Ursache des Konflikts: Lilium, also die mystische Energie, die in den Ancients und in geringeren Mengen auch in den (zahlenmäßig weit mehr verbreiteten und weniger mächtigen) Arcanes steckt. Dumm nur, dass das Lilium, das unter anderem das Leben von Menschen verlängern kann, nur aus toten Arcanes gewonnen werden kann. Was die Menschen also mit Arcanes machten und machen, dürfte reltiv klar sein. Die Geschichte beginnt, als sich die junge Arcane Maika Halfwolf auf eine Rachemission macht.

      Was dem Comic aus meiner Sicht gut gelingt, ist das Worldbuilding. Es ist eine dreckige, brutale Welt mit reicher Vorgeschichte, die sich nach und nach beim Lesen entfaltet: Wer sind die Fraktionen? Wer hat welche Kräfte? Was ist damals in der Schlacht von Constantine passiert, das zum Waffenstillstand führte? Was sind diese seltsamen ätherischen Riesenwesen, die da in der Welt rumgeistern und nur zu beobachten scheinen? Et cetera pp. Dazu gibt's dann am Kapitelende auch noch Hintergrundinfos in Form einer Vorlesung vom Katzenprofessor (oder Professorin). Allerdings bedeutet das auch, dass der erste Band noch nicht richtig in Fahrt kommt, weil eben so viel Aufbau betrieben werden muss. Ebenfalls gut gefallen haben mir die Zeichnungen - ornamental, düster, evokativ (das Lager mit den Arcane-Kinder gleicht nicht zufällig einem KZ), siehe Beispiel vom dt. Verlag Cross Cult unten. Kleinere Schwächen habe ich im Pacing/Plotting (Wieso z.B. taucht plötzlich in der tiefsten Pampa eine Inquisitorin aus dem Gebüsch aus? Wieso gibt es manchmal nicht ganz klare Panelübergänge?) ausgemacht, aber nichts weltbewegendes.

      Fazit: interessanter Auftakt, Potential ist da, Band 2 werde ich mir wohl holen.


    • So endlich Forever Evil abgeschlossen - ich komme langsam vorwärts im New52 Lesestapel :)
      Dabei alles durchgearbeitet, was seitens Panini in Deutschland veröffentlicht wurde ...

      Hefte, Specials und Sonderbände mit den Schurken Origins, Megaband
      Pandora, Phantom Stranger, Constantine, Justice League Dark
      Justice League, Justice League of America, Batman: Arkham War

      -> Schurken Origins: naja ein paar einzelne sind ein wenig interessant, aber der Großteil :thumbdown:
      -> Vorgeschichte, DC Dark-Universe: OK, wesentlich besser als I Vampire ( :speiuebel: ). Ich mag Magie/Grusel/Mystery, aber mit dem Dark Universe werde ich nicht so richtig warm.
      -> Forever Evil Beiwerk in JL + JLA: war ok, Luthor als halbwegs Guter ist gewöhnungsbedürftig
      -> Forever Evil Hauptstory: da ich alternative bzw Spiegeluniversen mag und mit dem Crime Syndicate schon immer was anfangen konnte, war es ok. Aber letzten Endes hätte es auch ein normaler Storyarc in der Justice League Serie sein können.
      -> Batman: Arkham War: GEILE STORY :thumbsup: die hatte was und quasi ohne großen EInfluss von Außen :thumbup: Beste Story des ganzen Forever Evil Arcs!!!!
    • Monstress ist handwerklich schon sehr gut gemacht. Schön gezeichnet und spannend.
      Viele Sachen sind nicht neu, in ihrer Zusammensetzung und ihren Details lesen sie sich trotzdem sehr gut.

      Ein kleines Mädchen mit unglaublichen, erstmal nicht sichtbaren Fähigkeiten, kämpft alleine gegen eine Übermacht. Das gibt es schon seit David und Goliath und erfüllt wohl einen der geheimen Wünsche jedes Lesers.
      Schon Fournir beschrieb 1994 in "Bizu - Die Wolfsmeute" die Geschichte einer Wölfin, die sich in ein Mädchen verwandelte und deshalb gejagt wird.
      Die Gegenüberstellung von Kindchenschema auf der einen Seite und blutigem Gemetzel auf der anderen Seite ist auch ein wesentliches Element dieses Comic.
    • Tom schrieb:

      @MacLeod , gefällt dir das ganze Dark Universe nicht ? Ich fand da eigentlich alles gut bis sehr gut, bis auf "Dial H" (war mir zu abgefahren) und die "Vampire" finde ich auch schrecklich gezeichnet.
      I Vampire ist grausam.
      Ansonsten hatte ich bisher Constantine, JL Dark inkl. Blight, Pandora und PHantom Stranger bis Forever Evil. Zeichnerisch größtenteils besser, bei Constantine hatte ich in den Blight-Bänden leichte Vampire-Deja Vu's. Aber das habe ich erwartet. Ich habe auch den ersten Band der der zweiten Constantine NEW52-Serie hier und da gefallen mir die Zeichnungen auch nicht. Inhaltlich gefällt mir der Hintergrund der Trinity of Sin bisher am besten (wird eigentlich noch gesagt, wofür Question verurteilt wurde oder hab ich das nur überlesen?). Bei JL Dark war der Arc Bücher der Magie/Tod der Magie nicht so schlecht, hat mich aber auch nicht vom Hocker gerissen ...

      Im Lesestapel sind noch die restlichen Bände von Pandora, Phantom Stranger, Constantine und JL Dark; dazu noch Demon Knight, Frankenstein, Swamp Thing und Animal Man. Mal sehen, was noch so kommt :/
      Dial H hatte ich erst gar nicht gekauft. Das ist irgenwie ein Konstrukt, das komplett gaga ist ...
    • Fix und Foxi Magazin 24. Jahrgang Band 6





      Knox:
      Der zerstreute Akadämlicher

      Die Gifticks:
      Gefährliche Bildstörungen, Teil 2/6
      Zeichnungen und Story: Deliège, Piroton

      Die Dixies

      Isabelle:
      Das geheimnisvolle Gemälde..., Teil 3/4
      Zeichnungen und Idee: Will, Delporte, Macherot

      Jo-Jo:
      a) ...geigt ganz zauberhaft
      b) Mit Müll, Mölm und Miesmacherei
      Zeichnungen und Storys: Franquin


      Pauli:
      Einem getauschten Gaul schaut man nicht ins Maul

      Rückseite: Schnieff und Schnuff
      Zeichnungen und Story: Roba


      Gestolpert bin ich über diese Werbung für Actionpuppen aus dem Hause Matchbox:



      Bei der Suche nach diesen Spielzeugpuppen fand ich dann noch diesen TV-Werbespot von Matchbox aus einer Zeit, in der die (Kinder-) Welt noch in Ordnung war und die nach heutigen Maßstäben dermaßen undenkbar ist:

      youtube.com/watch?v=Czfx0BiO99U
      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)