Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

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    • Slaine Band 6: Der gehörnte Gott (Dantes Verlag)

      Nach viel Drama mit der Druckerei bekommen wir nun Band 6 der Reihe doch noch zu lesen, nachdem er ja eigentlich bereits Anfang des Jahres erscheinen sollte. Erfreulicherweise schiebt der Verlag Band 7 schon nach wenigen Tagen hinterher. Somit hat man die Verzögerung auf einen Schlag wieder aufgeholt.

      "Der gehörnte Gott" gilt als eines der absoluten Meisterwerke aus der Schmiede 2000 AD. Häufig können mich die von Kritikern gefeierten Arbeiten ja am Ende nicht wirklich überzeugen. Aktuelles Beispiel wäre für mich Frank Millers Dark Knight, den ich im Rahmen der Batman-Graphic-Novel-Collection zum ersten Mal gelesen habe. Und auch zum letzten Mal. Doch Slaine wird seinem Ruf gerecht: "Der gehörnte Gott" überzeugt durchgehend mit seiner Story, den Dialogen, dem Humor und Pat Mills üblichen, komplett verrückten Ideen. Die Zeichnungen stammen allesamt von Simon Bisley, der mir als Lobo-Fan natürlich ganz besonders ans Herz gewachsen ist. Man räumt ihm auch immer wieder ausreichend Platz für große, epische Bilder ein. Zweifellos eine seiner besten Arbeiten.

      Auf seinen über 200 Seiten bietet dieses Hardcover im Albenformat (für 39 Euro) aber noch mehr als hervorragende Fantasy. Vorwort und Anmerkungen von Pat Mills, Cover-Galerie, Sketchbook sowie ein exklusives Pin-Up von Andreas Butzbach für die deutsche Gesamtedition von Slaine.

      Die Druckqualität und Übersetzung (inklusive vieler Fußnoten und ausführlichem Glossar) beim Dantes Verlag lobe ich, wann immer ich kann. Und das nicht ohne Grund. Mir ist kein anderer Verlag bekannt, der eine solche Sorgfalt an den Tag legt. Auch all diejenigen, die schon die alten Bastei-Ausgaben besitzen, sollten also dringend über einen Neukauf nachdenken.
      Absolute Leseempfehlung:
      jimshooter.com/
    • Csar (der es HASST!) schrieb:

      Ich war letzten Herbst in LA und dort im "Last Bookstore" (shopthelastbookstore.com/produ…okstore-guide-downtown-la), ein wirklich beeindruckendes Labyrinth an Büchern, Magazinen - und siehe da, sie hatten auch Comics. Hab mit dort den Band "A Study in Emerald" von Neil Gaiman und Rafael Albuquerque geschnappt, der günstig (rund 18$ im Hardcover) und dazu noch von beiden signiert (!) war. Im Kern dreht es sich hier um eine Detektivgeschichte mit Sherlock Holmes und Watson, die sich sehr an Lovecraft'schen Einflüssen orientiert. Ein kurzweiliges, gehobenes Vergnügen, das richtig Spaß machte und optisch sehr ansprechend umgesetzt ist. Sollte man mal davorstehen und es nicht kennen - ist eine klare Empfehlung! 8/10
      Hört sich sehr interessant an. Hast mich neugierig gemacht... ^^
      Weiß jemand, ob es schon Pläne gibt, dass der Comic von einem Verlag auf Deutsch veröffentlicht werden soll? Ansonsten würde ich mal in dem entsprechenden Beitag bei Panini nachfragen... :)
      Ich komme zwar grundsätzlich mit meinen durchschnittlichen Englischkenntnissen ganz gut durch US-Comics durch, doch finde das Lesen auf Deutsch angenehmer.

    • Bin gestern endlich mit der Stan Lee Marvel Treasury Edition angefangen und es war bis jetzt einfach toll.
      Hier mal ein kurzer Abriss und Meinung des bisher gelesenen und am Ende hätte ich noch eine Frage an die Kenner des alten Stoffes.

      Captain America Comics 3 (1941): Stans Erstling und ganz nett.
      Mystic Comics 6 (1941): Der Destroyer (nicht der aus Thor) bekämpft Nazis in Hamburg. Ganz interessant
      Captain America Comics 16 (1942): Cap vs Red Skull. Puuhh, der war richtig mies. Vielleicht weil aus heutiger Sicht vieles einfach merkwürdig Anmutet aber da waren ein paar Dinger bei wo ich nur ungläubig den Kopf geschüttelt habe.
      Suspense 29 (1953): Nette kleine Geschichte die zum Nachdenken anstoßen soll.
      Black Knight 1 (1955): Mein Highlight bis zu diesem Zeitpunkt.
      Millie the Model 100 & Life with Millie 10 (1961): Geschichten für junge Mädchen. Ganz nett.
      Amazing Adult Fantasy 9 + 10 (1962): Schöne, kurze Fantasiegeschichten.
      Incredible Hulk 1 (1962): Kennt man. Ist gut :)
      Amazing Fantasy 15 (1962): Debüt von Spider-Man. Wie Hulk, kennt man und ist gut.
      Tales to Astonish 35 (1962): Die Rückkehr des Ant-Man. Mein zweites Highlight bis jetzt.
      Tales of Suspense 39 (1963): Debüt von Iron Man. Ebenfalls ein Klassiker.
      Rawhide Kid 33 (1963): Rawhide Kid vs jesse james. Nette Western Story
      Avengers 1 (1963): Das Debüt der Avengers. Immer noch Klasse.

      Bis hier habe ich erstmal gelesen und soweit bin ich insgesamt sehr freudig gestimmt.
      Meine persönlichen Highlights waren Black Knight 1 und die Ant-Man Story da ich diese bis jetzt noch nicht gelesen habe. Freue mich schon weiter zu lesen.

      Jetzt zu meiner Frage: Bei Avengers 1 ist auf der ersten Seite in der großen gelben Textblase hinter der deutschen Schrift noch deutlich spanischer Text durchzulesen. War das früher im Original auch schon so oder kommt das nur in dieser Edition vor?
      "Hast Du je bei blassem Mondlicht mit dem Teufel getanzt?" :pupsi:

      LordKain´s Kurze und Knackige Rezis :lesen:
    • Da heute auf Arbeit nicht so viel los war, hab ich ein wenig gelesen :D

      Ich habe heute Flashpoint beendet.
      Für mich ein sehr geiles Event. Ich hab auch nur den Batman Sonderband dazu gelesen und ich möchte behaupten, dass ich man die anderen Bände auch nicht brauch.
      Hab sie damals alles gelesen und es hat dieses Mal auch ohne funktioniert.

      Nun bin ich ja in der New52 angekommen und wollte eigentlich nur das erste JL Heft lesen und schwupps, war es doch das ganze erste PB :D
      Ich freue mich mega auf den Re-Read und vor allem auf die Events wie, Forever Evil und Darkseid War.
    • He-Man & Injustice
      X/10

      Ich tue mich sehr schwer damit dieses Heft zu bewerten. Grundlegend habe ich gedacht (und das geht sicher vielen so), es handelt sich dabei sicher nur um ein bedeutungsloses Crossover und eine große Prügelei. Die große Prügelei bekommt man allemal, mit Zusatz, geboten.
      Allerdings noch einiges mehr. Leider. Nämlich massive Spoiler zur aktuellen INJUSTICE Serie.
      Ich werde nicht müde zu betonen, wie grandios die INJUSTICE Serie war. Eine alternative Version des DC Universums, in der keine Kompromisse gemacht
      werden und gleich zu Anfang Gut und Böse komplett die Plätze wechseln. Das erste Jahr (die ersten paar Paperbacks) ist enorm stark und ich kann sie nur jedem empfehlen. Keine andere Serie der Superhelden konnte da mithalten. Auch das zweite Jahr ist noch große Klasse. Danach nimmt es natürlich mit jedem Jahr etwas an Qualität ab (bis hin zu der extrem miesen Harley Quinn Serie vor kurzem).
      „Hier eine kleine Spoilerwarnung“
      In der aktuellen, hierzulande veröffentlichten, INJUSTICE Geschichte taucht gerade eine neue Bedrohung auf - BRANIAC. Da bin ich als treuer Leser natürlich gespannt, wie es mit der zerrütteten Helden&Schurken Konstellation weitergeht und wie sie dieser übermächtigen Bedrohung, trotz aller Ereignisse, gegenübertreten.
      Das Crossover mit He-Man spielt allerdings nachdem die Bedrohung um Braniac bereits angewendet wurde. Es wird alles gezeigt/erzählt, was daraus resultiert. Das, ohne einen Hinweis am Anfang des Crossovers, lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück.
      Schade.
      Hier hätte ich mir einen Hinweis von @paninicomicsde gewünscht.
      Auch bei He-Man sterben Charaktere und werden Handlungen weitergestrickt, von denen man ggf noch nichts weiß.
      Wen das alles nicht kümmert, der kann sich auf eine charmante, altmodische Crossover-Prügelei freuen.

      Mehr hier:
      instagram.com/p/ByFMX6ZiUk5/
    • Black Hammer 2: Das Ereignis

      Genial was Jeff Lemire geschaffen hat.
      Ich bin wirklich verrückt nach den Charakteren . Besonders gut gefällt mir Colonel Weird.
      Herrlich wie er durch die Gegend schwebt und der Geschichte ein Geheimnis gibt. Er scheint wohl mehr zu wissen als seine Familie ahnt und er ist völlig verrückt und unberechenbar.
      Aber auch Barbie, der den Pfarrer liebt , oder die kleine ordinäre Gail, Abe der des Sheriffs Frau vög... herrlich herrlich !!
      Lemire hat tolle Charaktere geschaffen und schafft es mich immer und immer wieder zu überraschen. Genau das liebe ich an guten Stories.
      Das Artwork passt in jedem Fall, auch wenn mir David Rubins Zeichnungen nicht gefallen haben. Dafür die Arbeit mit den Farben.
      Ich habe den Band heute in einem Rutsch durchgelesen und bereue es gerade Band 3 nicht schon vorher bestellt zu haben.

      Highlight das Cover zu Heft 13

      :bats: Mighty Mike !verkauft! :supers:

    • Dog Days of Summer

      Acht wirklich gute Kurzgeschichten, die meist ein sehr überraschendes Ende haben.
      Das gemeinsame Element: In allen Geschichten geht es mehr oder weniger um Tiere.
      Mit dabei sind :
      Krypto, Killer Crock und sogar die Bat Cow, von der ich nie gedacht hätte, dass sie eine eigene Geschichte stemmen kann, und es ist sogar eine der besten geworden.

      Beim Lesen dieser Geschichte stellt sich ein Gefühl ein, dass einem Sommerabend gleicht.
      Wunderschön aber viel zu schnell vorbei.
      Sehr zu empfehlen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Crackajack Jackson ()

    • 80 Jahre Marvel - Die 1940er
      Die Fackel vs. Sub-Mariner
      Puh, ich hatte mich sehr auf den Band gefreut und möchte ihn gerne mögen.
      Das geht leider nicht.
      Bis auf die letzte Geschichte ist das wirklich harte Kost, ich habe eine Woche gebraucht, um mich durch den Band zu quälen.
      Abgesehen von der Eindimensionalität der Geschichten und den auch für diese Zeit unterdurchschnittlichen Zeichnungen bieten sich endlos erscheinende Wiederholungen der immer gleichen Auseinandersetzung. Auch schienen sich die Autoren nicht einig, welche Kräfte/Fähigkeiten/Schwächen die Protagonisten haben, das wechselt permanent.
      Trotz großer (Vor-) Freude ob dieser Veröffentlichung an sich und einer gelungenen Story am Ende bleiben nur 3/10 P. von mir.

      Hit-Girl in Kolumbien (1)
      von Mark Millar und Ricardo Lopez Ortiz
      Der erste Band der neuen Reihe (nicht mehr unter dem Marvel-Logo erschienen) enthält die Hefte No. 1-4 der neuen Hit-Girl-Serie.
      Der Geschichte mangelt es am (zugegebenermaßen brutalen) Charme der Vorgänger, auch wenn sie zum Ende hin durchaus rund und halbwegs originell erscheint.
      Das große Problem bei der Lektüre waren für mich die miserablen Zeichnungen, aber das ist ja immer Geschmacksache.
      M.E. maximal Durchschnittskost, mit 14,99€ für 100 Comicseiten auch zu teuer.
      4,5/10 P.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • Nach längerer Marvel-Pause habe ich nun doch Lust bekommen mal weiter zu lesen. Aufgehört hatte ich irgendwann nach dem Secret Empire und starte nun mit Astonishing X-Men 1 neu durch.

      Das erste TPB war okay. Habe ja schon ewig auf die Rückkehr von Xavier gewartet. Irgendwie hatte ich mir die ganze Nummer etwas spekatulärer vorgestellt und auch gewünscht.

      Bevor es mit Band 2 weitergeht, ist erstmal X-Men Gold 1 & 2 dran. Mit Band 1 habe ich schon angefangen.

      Leider stellt sich beim Lesen sofort wieder das unschöne Gefühl der Wiederholung ein. Nett, dass man sich hier auf alte Charaktere, beliebte Teams und klassiche Schurken konzentrieren will, aber den Sh1t hatte wir doch schon 37 mal!

      Die ewigen Neustarts und die undurchsichtige Lesereihenfolge nerven mich. Sei's drum: Ich will es mögen, und die Ausgaben sind gekauft, also werden sie auch gelesen :fertig: !
    • In den eisigen Weiten Kanadas färbt sich der Schnee rot von Blut…

      ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 31)



      Titel: Hit-Girl in Kanada

      Verlag: Panini (US: Millarworld)

      Format: 100 Seiten im Softcover

      Inhalt: Hit-Girl (2018) #5-8

      Autoren: Jeff Lemire

      Zeichner: Eduardo Risso

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      HIT-GIRL IST IN KANADA
      Jeff Lemire und Eduardo Risso begleiten Mark Millars zwölfjährige Killerin Hit-Girl auf dem zweiten Halt ihrer blutigen Reise!

      EISKALTE KILLER IN KANADA
      ihr brutaler Kreuzzug gegen den verbrecherischen Abschaum dieser Welt führt Hit-Girl nach Kanada. Im eisigen Norden des amerikanischen Kontinents richtet Mindy McCready ihre Knarren und Katanas gegen eine Bande skrupelloser Drogendealer. Inmitten der verschneiten Wildnis muss die blutrünstige Mini-Killermaschine jedoch schnell feststellen, dass die raue Natur in der Heimat der Mounties ebenfalls ein gefährlicher und vor allem ein gnadenloser Gegner sein kann...

      Der ultrablutige zweite Band der krassen neuen Hit-Girl Serie aus Mark Millars und John Romita Jr. KICK-ASS-Universum, inszeniert von den Superstars Jeff Lemire (OLD MAN LOGAN, MOON KNIGHT) und Eduardo Risso (100 BULLETS, BATMAN: KAPUTTE STADT).



      Just my 2 cents:
      Ja, die kleine Mindy ist mir im Verlauf von Kick-Ass 1-3 und Ihrer ersten Solo-Reihe Hit-Girl enorm ans Herz gewachsen und wie ich schon mal erwähnt habe ist sie meines Erachtens im direkten Vergleich mit Kick-Ass selbst der etwas spannendere Charakter. Da passt es ganz gut, dass mir vor einiger Zeit dieser mit 100 Seiten recht überschaubare Paperback ins Haus geflattert kam. Grundsätzlich handelt es sich bei Hit-Girl in Kanada zwar um den zweiten Teil ihrer großen Rundreise, die mit Kolumbien begann und in Kürze in Rom fortgesetzt wird, aber die Bände sind allesamt von verschiedenen Kreativteams erdacht und realisiert und als unabhängig voneinander lesbare One-Shots konzipiert. Davon abgesehen machen Freunde von mir gerade eine Rundreise durch Kanada und schicken regelmäßig grandiose Landschafts- und Tieraufnahmen, ja auch einen Bären haben sie schon live vor die Linse bekommen. Auf Kanada hatte ich jetzt also richtig Lust bekommen.

      In den verschneiten Wäldern Nordkanadas sitzt Mindy im Schnee und fängt, genauso wie das kleine Kinder überall auf der Welt gerne machen, Schneeflocken mit ihrer Zunge ein. Zack, wieder eine erwischt – toll! Anschließend schnappt sie sich ihr Messer und macht sich daran ihren Fuß abzutrennen, der in eine Bärenfalle geraten ist…

      Drei Tage zuvor in Toronto. Little Mindy schlendert lässig in eine Bar und lässt sich selbstverständlich nicht von den Schlägertypen hinauswerfen, die ihr umgehend auf die Pelle rücken. Sie ist auf der Suche nach Billy Baker, einem Drogendealer der Heroin nach New York verkauft. Nach kurzen aber aggressiven Verhandlungen findet sich unter den harten Burschen einer der auspackt. Billy Baker Senior ist aktuell außer Landes, aber der Junior hat schon läuten hören, dass die kleine Hit-Girl hinter ihm her ist und hat sich in Papas Jagdhütte in den Bergen Kanadas geflüchtet. Pah, als ob Mindy das aufhalten würde…



      Was jetzt kommt ist landschaftlich toll, von Señor Risso atmosphärisch und modern gezeichnet, aber auch äußerst stereotypisch und mutet mit dem recht knappen Umfang auch ein wenig wie Fast Food an. Schön ist, dass mit einigen kleinen Rückblenden oder in Diliriumbehafteten Träumen Mindys Seelenleben wenigstens am Rande aufgegriffen und näher beleuchtet wird. Auch der kernige Bergbewohner ist eine äußerst sympathische Nebenrolle. So jemand, der vor Jahren für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert worden wäre, wenn er von einem Typ wie Ernest Borgnine oder George Kennedy oder so gespielt worden wäre. Und es gelingt Jeff Lemire (das ist übrigens mein erster Comic von ihm) sogar dem alten Haudegen auf wenigen Seiten etwas Background zu geben, sodass man ihn echt liebgewinnt.

      Dennoch, Überraschungen werden eigentlich keine geboten, wodurch auch kaum Spannung aufkommt. Klar, Langeweile auch nicht, weil das Ganze dafür einfach viel zu schnell vorbei ist und reichlich Action geboten wird. Diese auf dem Klappentext aber als ultrablutig zu bezeichnen oder im Vorwort sogar so weit zu gehen, dass man eines Besseren belehrt wird, wenn man denkt in Sachen Gewalt schon alles gesehen zu haben finde ich doch ein wenig überzogen, wenn man bedenkt was die letzten Jahre so alles auf dem Markt zu finden ist. Klar, es geht Mindy-typisch heftig Zur Sache und das ist alles andere als zimperlich, aber eine schockierende Gewaltorgie ist das sicher nicht. Also für Freunde von Hit-Girl und/oder Kanadas auf jeden Fall einen Blick wert, aber weit entfernt davon eine Großtat zu sein, sowohl innerhalb des Kick-Ass-Universums als auch allgemein. Dazu mit 15€ für gerade mal 100 Seiten auch nicht ganz günstig, auch weil das gute Stück mit recht wenig Text doch ratz fatz durch ist.

      Meine Wertung: 6/10

      Gestern leider mal wieder überhaupt keine Zeit zum Lesen gehabt, den Band deshalb heute Morgen während des Frühstücks gelesen. Ja, ein ausgedehntes Frühstück reicht um den komplett zu verschlingen. Leider. Ich denke (und hoffe) mal, dass diese Arbeit kein Vorzeigewerk für das Können von Jeff Lemire ist! Werde mich demnächst mal an Essex County, Sweet Tooth und Black Hammer machen und erhoffe mir deutlich mehr.

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • excelsior1166 schrieb:




      Hit-Girl in Kolumbien (1)
      von Mark Millar und Ricardo Lopez Ortiz
      Der erste Band der neuen Reihe (nicht mehr unter dem Marvel-Logo erschienen) enthält die Hefte No. 1-4 der neuen Hit-Girl-Serie.
      Der Geschichte mangelt es am (zugegebenermaßen brutalen) Charme der Vorgänger, auch wenn sie zum Ende hin durchaus rund und halbwegs originell erscheint.
      Das große Problem bei der Lektüre waren für mich die miserablen Zeichnungen, aber das ist ja immer Geschmacksache.
      M.E. maximal Durchschnittskost, mit 14,99€ für 100 Comicseiten auch zu teuer.
      4,5/10 P.
      Ein ähnliches Erlebnis hatte ich mit der Kleinen in Kanada. Allerdings vergebe ich keine halben Punkte und bin ja insgesamt nicht ganz so streng wie Du, hat also für eine knappe 6 gereicht. Bin schwer am Überlegen, ob ich mir die übrigen Ausflüge von Mindy in nächster Zeit besorge, oder meine Lesezeit lieber für Andere Dinge verwende, die bereits auf meinem Lese-K2 auf mich warten...
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Joe Shuster: Vater der Superhelden



      War mal was ganz anderes im Vergleich zu meinem üblichen Lesestoff. Eine biographische Graphic Novel über das Leben des ursprünglichen Zeichners von Superman. Joe Shuster und Autor Jerry Siegel spielten schon seit 1932 mit der Idee Superman herum. Die endgültige Version - der erste moderne Superheld - sollte 1938 die Weltbühne betreten und der Rest ist Geschichte.

      Story:
      Die Graphic Novel beginnt mit einem Polizisten, der Mitte der 1970er einen Obdachlosen von einer Parkbank aufliest. Über einem Teller Suppe erzählt der halb blinde, vom Leben gebeutelte Mann seine Lebensgeschichte...
      Zunächst wird kurz die Kindheit des von russischen Juden abstammenden Shuster behandelt, der in der Highschool schließlich auf Jerry Siegel trifft. Schnell freunden sich die beiden Science-Fiction-Fans an und beginnen bald zusammen verschiedenste Projekte auf den Weg zu bringen. Siegel schreibt Kurzgeschichten, Shuster illustriert und eines Tages haben sie die Idee, die ihnen zu Weltruhm verhelfen wird: Comichefte und ganz speziell die Figur Superman.
      Inspiration holen sie sich aus ihrem eigenen Leben: Den Namen Lois Lane hat Siegel von einem Mädchen aus der Highschool, ihr Aussehen kommt von einer Freundin von Shuster. Während ihre Kreation Wahrheit, Gerechtigkeit und den "american way" verkörpert, sieht es in ihrem Leben nicht immer so rosig aus.
      Schmerzlich lernen sie das Comic-Business von all seinen Seiten kennen...

      Zeichnungen:
      "Interessant" ist hier das passende Wort. Oder die Umschreibung "mal was anderes". Mir gefiel es, auch wenn ich beim ersten Durchblättern mit dem Stil so gar nichts anfangen konnte.
      Ich wurde allerdings relativ schnell damit warm und war später raus einfach vollends überzeugt.

      Fazit:
      Super-interessant. Hätte nicht gedacht, dass mir das dermaßen gut gefallen würde.
      Neben einem Haufen Zeitgeschichte (1920er - 1970er) bekommt man als Bonus am Rande noch die Entwicklung der amerikanischen Superhelden-Szene mit und viele alte Bekannte tauchen auf, z. B. Will Eisner.
      Manche kommen dabei nicht gut weg, etwa Bob Kane (Erfinder von Batman), der - sofern die Fakten sauber recherchiert sind - mehr Anerkennung erhält, als ihm zusteht und später raus nicht sonderlich vorteilhaft dargestellt wird. Auch die Marvel-Ikone Stan "The Man" Lee hat - ähnlich wie in einem Marvel-Film - seinen Kurzauftritt. Genau genommen hat er so viele Auftritte wie in zwei (2!) Marvel-Filmen.

      Insgesamt eine Geschichte darüber, wie übel Menschen anderen Menschen manchmal mitspielen, vor allem - aber nicht nur - wenn es ums Geschäft geht. Joe Shuster, statt Jerry Siegel, war als Perspektiv-Figur die meiner Ansicht nach richtige Entscheidung.

      Es gefiel mir zwar, machte aber auch traurig und nachdenklich. Eben eine Geschichte, die so wohl wirklich nur das Leben selbst schreiben kann - sofern, wie gesagt, der Autor sauber recherchiert hat. Wie viel davon Fakt und wie viel Ausschmückung ist, kann ich leider nicht sagen.
      Trotzdem von mir eine klare Empfehlung für dieses großartige Werk!
      :winkewinke: Mein Comicjahr 2018/2019 :winkewinke:
      Bin seit sechs Jahren im Forum -
      wie jedes Jahr gibt es auch diesmal wieder eine Resumee meines letzten Jahres.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Iop ()