Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

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    • Die Sprechblase 240
      (erstmals im bsv erschienen, 84 Seiten, 9,90€)
      Super! M.E. das beste Comic-Fachmagazin (zumindest wieder seit der Übernahme durch den rührigen und kompetenten Gerhard Förster).
      Hier der Inhalt der aktuellen Ausgabe:
      Hochinformative, gut bebilderte und unterhaltsame Artikel zu den Themen:
      Flash Gordon (Strips und Comicbooks), Spirou-Universum, Perry Rhodan, Micky Mouse - Die ultimative Chronik, Neal Adams (mit Interview von ihm und Denny O'Neil), Nick, John Wayne (Comics, Filme, Wirken), Preacher, Frank Frazetta, Primo Premium, Garth Ennis, religiöse Propaganda-Comics, Helmut Nickel u.v.a.
      Enthaltene Comics: Football-Lehrstunde mit Stan Lee von O. Kammel und
      John Wayne: Der Witwenmord von Al Williamson und Frank Frazetta.
      Dazu gibt's noch Rezensionen, Hinweise zu Neuerscheinungen, Leserbriefe, Interviews, Nachrufe (u.a. Stan Lee und Harlan Ellison) und weitere Kurzinfos.
      Insgesamt wieder eine bunte Mischung der wunderbaren Comicwelt.
      Sehr empfehlenswerte Lektüre!
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • Superior Foes of Spider-Man (Omnibus, 17 US-Hefte)



      Dieser Band enthält die kompletten 17 US-Hefte der "Superior Foes of Spider-Man".

      Überblick:
      Die Sinistren Sechs sind tot, lang leben die Sinistren Fünf...äh, oder...vier?
      OK, von vorne: Die Sinistren Sechs sind eine legendäre Schurkentruppe, die sich einst zusammen tat, da sie alleine keine Chance sahen, Spider-Man zu besiegen.
      Jetzt sind sie weg, der Name ist frei und ein paar Hinterbänkler und D-List-Schurken dachten, sie könnten mal ihr Glück versuchen.
      Mit dabei: Boomerang, Speed Demon, (die neue) Beetle, Overdrive und der Shocker, der sogar einer von den ganz klassischen Spidey-Schurken ist.
      Richtig gezählt: die neuen Sinistren Sechs bestehen aus nur fünf Leuten.
      Warum?
      Ganz einfach: dann muss man die Beute auch nur durch fünf teilen...

      Story:
      Um sich einen Namen zu machen wollen sie Dinge klauen und Spider-Man bekämpfen. Klingt einfach? Nicht, wenn man einer von den fünf Knaller-Typen ist. Ständig kommen die Treffen bei den anonymen Superschurken dazwischen, oder man wird von seinen eigenen Team-Kollegen in den Kofferraum gesperrt und von einer Brücke gestoßen.
      Denn Merke: Wenn die Sinistren Sechs aus fünf Leuten bestehen, muss man durch fünf teilen, wenn die Sinistren Sechs aber nur aus vier Leuten bestehen, dann muss man natürlich nur durch vier teilen.
      Mathe! Es funktioniert wirklich!
      Man muss kein Einstein sein um zu erkennen, dass wenn die Sinistren Sechs nur aus einer Person bestünde, man natürlich mit überhaupt niemanden teilen müsste...
      Naja, aber zunächst geht es wie gesagt darum sich einen Namen zu machen. Also werden im Auftrag der Verbrecher Chamäleon und Owl Diebstähle verübt - ich verrate mal nicht WAS da geklaut werden soll, aber es ist schon abgefahrenes und vielleicht(?) sogar Plot relevantes Zeug dabei.
      Erzählt wird hauptsächlich aus Boomerangs (Überraschung, er ist Australier) Perspektive, der sich doch tatsächlich für den Anführer dieser Inkarnation der Sinistren Sechs hält...
      Machte Spaß zu lesen, wie jeder jeden einfach doppelt und dreifach verarscht und sie doch - aus welchen Gründen auch immer - irgendwie wieder beieinander landen.
      Seeeehr soapig, z. B. bekommen wir auch die Origins aller beteiligten Figuren erzählt, aber Marvel-Comics sind soapig eigentlich immer am besten und Nick Spencer ist der Mann für diese Erzählweise.
      Außerdem: Wenn die Schurken die Sympathieträger sein sollen, dann müssen die tatsächlichen Schurken schon ziiiieemlich mies drauf sein...
      (Analog zu: Wenn einer wie Venom der "Gute" sein soll, wie krass muss dann Carnage drauf sein?)
      Wird es diese Gurkentruppe tatsächlich schaffen, A-List-Superhelden wie Spider-Man oder gar die Avengers (etwa Iron Man?!?!) auf sich aufmerksam zu machen?

      Zeichnungen:
      Weder negativ noch positiv. Sie waren modern, mir gefiel es, aber der Zeichner wird mir - trotz einiger wirklich guter visueller Ideen - nicht im Gedächtnis bleiben.

      Fazit:
      Egal wer, egal welche positiven Dinge über den Comic sagte, die Person hat meiner Ansicht nach immer recht.
      Wirklich gutes Zeug - mit das Beste, was ich je von Marvel lesen durfte. Eine Schande, dass solche Kleinode nicht auf Deutsch übersetzt werden. (Siehe teilweise Squirrel Girl.)
      Erinnerte mich daran, warum manche Menschen völlig zu Recht fürs Geschichten erzählen bezahlt werden.
      Nick Spencer macht hier einen super Job, aber ich mag den Autor sowieso. Auch seine Ant-Man-Reihe war ein großer (kleiner) Spaß.

      (Diese Story wurde schon vor ein paar Jahren veröffentlicht, als gerade die "Superior Spider-Man"-Storyline lief, bzw. überschnitt sich mit deren Ende. Falls das jemandem was sagt. Falls nicht: Auch beinahe wurscht.)
      Iop - Agent of A.W.E.S.O.M.E.

      "The laws of physics can kiss my ass!" - Miss America Chavez
    • Iop schrieb:

      Erzählt wird hauptsächlich aus Boomerangs (Überraschung, er ist Australier)
      Die haben bei Marvel tatsächlich nen Schurken der sich Boomerang nennt und aus Australien kommt? :komisch:


      Marvel Boy schrieb:

      excelsior1166 schrieb:

      Football-Lehrstunde mit Stan Lee von O. Kamme
      Kannst du mehr dazu schreiben, bitte.Braucht man das als Marvel / Lee Fan?
      Dazu empfehle ich mal Ollis Frontline, ist auf seiner Homepage (OKComics) ein Online Comic Magazin, in dem er die Avengers und Spider-Man bringt. Ich find das ist meist auch gut gezeichnet.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
      Read moore comics!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joe Kerr ()

    • Na ja, die Verlage leihen sich doch Figurenideen seit es Superheldencomics gibt. Quer durch alle Verlage, mal ist der der erste, mal der andere. Gute Ideen für Helden und Schurken sind nunmal endlich. Davon ab, finde ich die Idee des Boomerang nicht sonderlich originell und er hat für mich bei Marvel auch immer nur die Rolle des Kanonenfutters gespielt.
    • Marvel Boy schrieb:

      excelsior1166 schrieb:

      Football-Lehrstunde mit Stan Lee von O. Kamme
      Kannst du mehr dazu schreiben, bitte.Braucht man das als Marvel / Lee Fan?
      M.E. "braucht" man es nicht.
      Es ist schlicht eine (mäßig) gezeichnete Kurzgeschichte über Ollis erste persönliche Begegnung mit seinem Idol während seiner Zeit als Praktikant bei Marvel.
      Auf mich hat die Geschichte aber durchaus nett und liebenswert gewirkt, mir hat sie auch als kleine Hommage eines Fanboys gefallen.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...


    • Gelesen: Astro City 1-6, Softcover, Speed Verlag
      Von: Kurt Busiek (Autor), Brent Anderson (Zeichner)

      'Astro City' "Volume One" begeistert von Seite eins an. Als Comic-Embryo kenne ich nur wenige Autoren und Zeichner (bin mich noch am entwickeln) und Kurt Busiek ist mir bisher kein Begriff; doch eins ist sicher: Wer auch immer dieser Mann ist und was auch immer er sonst für Comics initiiert hat - er ist ein verdammt guter Autor. Von dem will ich mehr lesen! Die ersten 3 Softcover beinhalten Kurzgeschichten, die auf Anhieb nur wenig miteinander zu tun haben, außer, dass sie in der legendären Astro City spielen. Ich liebe diese kurzen Dinger; erinnert mich an Fernsehserien wie 'Twilight Zone' oder 'Geschichten aus der Gruft' ... nur halt mit Superhelden-Stories. Verschiedene Personen der Stadt erzählen ihre ganz eigenen Geschichten, was sich immer sehr "nah dran" anfühlt und auf Anhieb fesselt. Mr. Busiek braucht nur 2-3 rechteckige Kästen mit Schilderungen unserer momentanen Hauptperson - und schon "ist man drin"! Sämtliche Szenen sind sehr "auf den Punkt": Es gibt keine Durststrecken oder Lückenfüller. Brent Andersons Talent ergänzt diese Tatsache perfekt - die Zeichnungen sind lebendig und setzen sämtliche Protagonisten perfekt in Szene. Von dem will ich mehr sehen! Garniert wird das Ganze mit einem ganz besonderen Humor, der aber niemals ins Lächerliche abdriftet: Manche Helden sind zwar obskur und albern ... es passiert vielleicht ausgeflippter Stuff in der City ... womöglich zeigt man dem Superhelden-Genre sogar einen kleinen Mittelfinger ... aber 'Astro City' bleibt immer ästhetisch und geschmackvoll genug, um nicht in Clownerei abzudriften. Alles in allem kann ich davor nur meinen nichtvorhandenen Embryo-Hut ziehen und dankbar sein, dass es so geile Comics gibt. Abgedroschene (aber treffende) Phrasen: Erfrischend, sehr professionell umgesetzt und aufregend! Das ist 'Astro City'!

      Psiclops Points: 9/10


      Ja, am Ende etwas emotional. Aber zu Recht. :D

      Das Comic bricht ja teilweise so ein bisschen das Klischee der unannahbaren Superhelden etc. und nimmt sich selbst teilweise nicht sooo bierernst. War das 1995 eigentlich etwas Besonderes, oder gab es da schon genug anderes, was in die gleiche Richtung ging? Und - wie gesagt - es wirkt so, als ob man "mal etwas anderes" machen wollte, was ich ziemlich cool finde. Nicht so der Standard-Superheldenkram.
      „If you believe that your thoughts originate inside your brain, do you also believe that television shows are made inside your television set?“ — Warren Ellis

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Psiclops ()

    • excelsior1166 schrieb:

      Marvel Boy schrieb:

      excelsior1166 schrieb:

      Football-Lehrstunde mit Stan Lee von O. Kamme
      Kannst du mehr dazu schreiben, bitte.Braucht man das als Marvel / Lee Fan?
      M.E. "braucht" man es nicht.Es ist schlicht eine (mäßig) gezeichnete Kurzgeschichte über Ollis erste persönliche Begegnung mit seinem Idol während seiner Zeit als Praktikant bei Marvel.
      Auf mich hat die Geschichte aber durchaus nett und liebenswert gewirkt, mir hat sie auch als kleine Hommage eines Fanboys gefallen.
      Klingt dann irgendwie doch als ob ichs bräuchte. X/ :D
    • Psiclops schrieb:

      Das Comic bricht ja teilweise so ein bisschen das Klischee der unannahbaren Superhelden etc. und nimmt sich selbst teilweise nicht sooo bierernst. War das 1995 eigentlich etwas Besonderes, oder gab es da schon genug anderes, was in die gleiche Richtung ging? Und - wie gesagt - es wirkt so, als ob man "mal etwas anderes" machen wollte, was ich ziemlich cool finde. Nicht so der Standard-Superheldenkram.
      "Astro City" ist IMO auch heute noch Einzigartig. Gab zwar vorher schon Versuche in die Richtung (Moore, Miller & Co) haben die Superhelden auf eine "realistische" Ebene gehoben, ihnen ging es aber um die Dekonstruktion der Figuren. Busiek geht den umgekehrten Weg, er gibt der Welt auch einen realistischen Background und wirft damit auch interessante Fragen auf (funktioniert z.B, ein Rechtssystem wie wir es kennen noch, wenn Wesen mit Superkräften a' Unsichtbarkeit oder Formwandler existieren?), im Gegensatz zu Moore zieht er seinen Charakteren nicht die Unterhosen aus, sondern schafft eine Rekonstruktion des Genres ^^
    • HIT-GIRL in Hollywood
      (The Golden Rage of Hollywood)
      (Hit Girl Season 2 # 01-04) / IMAGE



      Kevin Smith & Pernille Ørum


      Hit-Girl bekommt wieder eine neue Season spendiert, wie zuletzt üblich mit einem frischem Kreativteam.

      Die ganze Story ist dem Thema Kino und Film gewidmet. Bei Kevin Smith als Autor ist das auch kein Wunder. Im ersten Teil schickt er unser Lieblingskillermädel dann quasi auch in die „Stummfilm“ Ära.
      Das Heft kommt dann auch (fast) komplett ohne Sprechblasen und SFX aus. Mindy besucht ihr College und bekommt es mit zwei Jungs zu tun die an der Schule ein Massaker veranstalten wollen.

      Als Hit-Girl kann sie eingreifen und zumindest noch Ärgeres verhindern. Der Kampf wird in die Bibliothek verlagert und dabei macht Mindy eine für sie ziemlich verstörende Entdeckung:



      Es gibt mittlerweile einen Buch-Bestseller über ihr Leben. Als wäre das nicht schon Schlimm genug, soll demnächst eine Blockbuster Verfilmung des Stoffes auf die große Leinwand kommen!


      Mindy möchte da ein Wörtchen mitreden. Klar das der nächste Stop der Welttournee nun Hollywood lautet…

      In der Traumfabrik angekommen besucht sie das Studio das für den Film verantwortlich ist und trifft dort auf Everybody’s Sweetheart Juniper Florence, die sie verkörpern soll.
      Während sie den Drehs beobachtet wird sie auch wieder mit dem Trauma um den Tod ihres Daddys konfrontiert, was ihre Laune nicht gerade verbessert.

      In der Nacht will sie den Produzenten des Films zur Rede stellen. Der schmierige Typ namens Brothsteen der gerne seine Castingcouch ausnützt hat aber bereits größere Probleme.
      Ein maskiertes Rächerduo, Superagent und .. ähmm… Dick-Taker… (die verdammt große Ähnlichkeit zu Mindy hat) haben dem Kerl bereits seine gerechte Strafe zukommen lassen.
      Blöd nur das Hit-Girl über Brothsteen kauert als gerade die Polizei eintrifft…

      Will jetzt nicht noch mehr spoilern, es kommt (natürlich) noch zu genug Chaos und es gibt sogar eine Verbindung zur ursprünglichen Serie.



      Weiß nicht so recht was ich von der Mini halten soll. Die ganze Handlung, die Witze und Dialogen bleiben ungemein platt.
      Wenn ich an den sonstigen Output von Smith denke (und der schwankt IMO qualitativ auch gewaltig) ist das hier eine seiner schlechten Arbeiten.
      Dabei müsste ihm das Thema eigentlich liegen und er könnte sich so richtig austoben :/

      Zwar werden Hollywood Klischees durch den Kakao gezogen und Typen wie Weinstein bekommen ihr Fett weg, aber da ginge eindeutig mehr.

      Finde es auch geschmacklos das reelle Geschehnisse wie die Schießerei an der Columbine Highschool hier veralbert werden. Brauch ich in dem Kontext nicht wirklich :thumbdown:

      Pernille Ørum arbeitet unter anderem auch als Designerin für Disney. Dieser „Prinzessinnen“ Style ergibt einen interessanten Kontrast und das Artwork erinnert irgendwie auch an einen Animationsstreifen.
      Der Stil wird betont durch extrafette Linien und bonbonfarbener Grafiken. Sieht aber auch vieles Ähnlich aus und am Background wird gerne mal gespart. Trotzdem hübsch ^^



      Ach egal. In Hong Kong bin ich dann eh wieder dabei… :whistling:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von churchi ()

    • Ich bin ja eigentlich nicht der freund davon Rezis gleich an mehreren Stellen zu plazieren, aber da der dazugehörige Thread wohl kaum noch frequentiert wird, das ganze hier nocheinmal.

      Marvel Boy schrieb:

      84 + 85 New Gods Teil 1 + 2
      Das war es nun, Kirbys Meisterwerk? Nun nicht ganz, die beiden Bände enthalten nur die Hauptserie New Gods 1-11. Mehr zu den fehlenden Heften im Anhang. Ich vermute das das ganze als Kompletwerk deutlich besser wirkt.
      Durch Teil 1 habe ich mich meist regelrecht durchgequält. Zu einseitig das ganze, dafür das hier ein neues Universum geschaffen werden soll. Höhepunkt der Tiefschläge, Black Racer. Nicht nur das die Figur eine recht unlogische Verbindung mit einem Erdenmenschen eingeht, kommt sie auch noch auf Skiern einschließlich Skistöcken daher. Silver Surfer läßt grüßen? Wohl eher nicht.
      Selbst Kirbys zeichnerische Tätigkeit kann hier nur teilweise überzeugen.
      Insgesamt wirkt alles an dem Band zu bemüht.
      Teil 2 beginnt da deutlich überzeugender mit einem erhellenden Rückblick auf die Vergangenheit. Ja, so macht Kirby in Text und Bild spaß. Das Lesevergnügen hält fast bis zum Ende des Bandes. Hier bekommen wir die Vielschichtigkeit die uns schon in Teil 1 versprochen wurde.
      Vorbei ist der Höhenflug als am Ende nochmal unmotiviert der Tiefflieger Black Racer auftaucht.
      Gänzlich frustriert ist man dann wenn man am Ende des Bandes völlig in der Luft hängengelassen wird.
      Aber da gab es ja noch was, halt nur nicht in deutsch, wie schon geschrieben, siehe Anhang.
      Also, empfehlenswert sind die Bände nur für Kirby Hardcorefans.
      Von daher, ich habe den Kauf und das lesen nicht breut.
      Abschließend noch zu den Bonusgeschichten.
      In Teil 1 gibt es eine Begegnung mit dem Donnergott. Nein, nicht Marvels Thor sonder eine früheres Treffen Kirbys mit der Sagengestalt, hier mystisch gruselig für eine Kurzgeschichte der 50iger.
      Interessant allemale.
      In Teil 2 gibt es dann eine Kriegsgeschichte mit Adolf in einer Gastrolle als Bild an der Wand, aus den 40igern.
      Ziehmlicher Blödsin, aber historisch interessant, das reicht mir doch schon.
      Noch was zum Bonusmaterial, gibt es in Teil 1 immerhin noch die Heftcover, so fehlen diese leider im Teil 2. Auch ansonsten gibt es leider nur wenige Sätze zu den New Gods, wo man doch noch ein paar Seiten ergänzenden Text dringend gebraucht hätte.

      Der erwähnte Anhang.
      Wenn man die Kirby Geschichte um die New Gods wirklich lesen und verstehen will bleibt einem nur der kauf des Jack Kirby’s Fourth World Omnibus mit den Serien und dem Abschlußband The Hunger Dogs.
      Im Omnibis werden alle Hefte der damaligen vier Serien die darin verwickelt waren in der richtigen Reihenfolge gebracht, um das ganze wirklich passend lesen zu können. Der viel später erschinene Hunger Dogs bring dann Kirbys Abschluß des ganzen, ungeachtet dessen das andere DC Autoren anderes mit den Figuren zwischenzeitlich trieben und danach unter ignorieren von Hunger Dogs noch weiter betrieben.

      Inhalt des Omnibus:
      SUPERMAN’S PAL JIMMY OLSEN 133-139 + 141-148
      THE FOREVER PEOPLE 1-11
      THE NEW GODS 1-11
      MISTER MIRACLE 1-18
      NEW GODS (REPRINT SERIES) 1-6
      DC GRAPHIC NOVEL 4 THE HUNGER DOGS
      WHO’S WHO : THE DEFINITIVE DIRECTORY OF THE DC UNIVERSE 2-3 + 6 + 8-18 + 20 + 22 + 25
    • Apparat, Band 2: Vier Singles (Dantes Verlag)

      Enthalten sind vier sehr unterschiedliche Geschichten:

      "Angel trampelt Zukunft" ist reinster Cyberpunk (auch wenn der Begriff im gesamten Band kein einziges Mal fällt), wie ihn ein John Shirley nicht besser hätte hinbekommen können. Durchgedrehte Figuren, durchgedrehte Ideen und eine Handlung, die nicht nur seltsam anmutet, sondern auch genauso seltsam erzählt wird. Und das Ganze dann in einem Zukunftsszenario. Die Zeichnungen stammen von Juan José Ryp, den ich als Valiant-Fan schon lange ins Herz geschlossen habe.

      "Frank Ironwine" handelt von eben diesem. Er ist Cop und soll einen Mord aufklären, ihm wird eine neue Partnerin an die Seite gestellt. Klingt nach Klischee und schon tausendmal gesehen/gehört/gelesen? Warren Ellis umschifft dieses Problem dadurch, dass er eine herrlich kaputte aber gleichzeitig sympathische Hauptfigur erschafft. Auch die Auflösung des Falles gefällt. Insgesamt wesentlich leichter zu verdauen als "Angel trampelt Zukunft". Den Zeichenstift schwang Carla Speed McNeil.

      "Stadt der Aussteiger" erzählt von einer jungen Frau, die zum Militär ging und nun zurückkehrt ins Zivilleben. Eine ruhige Geschichte mit sehr ungewöhnlichen Bildern von Laurenn McCubbin. Ellis zeigt hier sein Gespür für gute Dialoge und interessante Charaktere.

      Das komplette Gegenteil ist "Simon Spector". Der eine oder andere kennt die Story vielleicht schon vom Gratis-Comic-Tag. Spector schluckt Drogen, um Superkräfte zu entwickeln und damit Menschen in Not zu helfen. Dabei geht er äußerst brutal zur Sache. Hier kommt Ellis Vorliebe für klassische Pulps am deutlichsten durch, wie ich finde. Das ganze erinnert wirklich sehr an The Shadow oder The Spider, die ich auch selbst gerne lese. Gelungene Geradeaus-in-die-Fresse-Action ohne unnötige Schnörkel.

      An Bonusmaterial mangelt es dem Band nicht. Für jede einzelne Story hat Ellis ein ausführliches Nachwort verfasst. Außerdem gibt es am Ende nochmal ein zusätzliches Nachwort für den Sammelband.

      Ich persönlich mag sowohl breit erzählte Epen als auch Kurzgeschichten. Anthologien wie "Vier Singles" sind sehr selten geworden (vor allem im Comic-Bereich). Umso schöner sie nun auf deutsch zu lesen. 124 Seiten für 14 Euro in S/W.
      Absolute Leseempfehlung:
      jimshooter.com/