Ich, der Vampir #2

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ich, der Vampir #2



      Vampir Andrew hat versagt. Er findet sich einer Zwischenwelt wieder. Zeitlich müssen Batman, Catwoman, Zatana und Co. die Stadt vor dem auferstandenen Kain retten. Aber auch Andrews alte Flamme will. Aber auch Blutkönigin Mary hat ein Problem mit dem neuen Herrscher …
      Kritik : Nach den Ereignissen des ersten Bandes wird es nun also biblisch. Wer subtilen aber blutigen Horror erwartet , der wird enttäuscht werden. Denn Band 2 setzt in seiner Überdrehtheit noch eine Schippe drauf. Alle anderen bekommen blutig, ironische Action mit einem Superhelden -Team- Up , bei dem es einmal mehr um nichts weiter geht , als das Ende der Welt zu verhindern.

      Lesen ist eine inteligente Methode sich das Denken zu ersparren. - Walter Moers

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Paddywise ()

    • Hm..:kratz:
      Keine Rezis oder Kommentare bisher? Komisch.

      Zur Handlung:
      Die Geschichte geht dort weiter wo JLD aufhörte und zeigt auch erstmal die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Schnell will Madame Xanadu ihr neues "Team" zum neuen Krisenherd, nach Gotham, bringen. Ein kurzer Teleportations-Sprung und schon sind sie in Gotham, wo allerdings schon Vampir-Apokalypse voll in Gange ist und Batgirl sich mit einer Vampir Horde prügeln muss. Deadman und Constantine retten sie, doch sie zeigt sich wenig dankbar und bittet die JLD lediglich die Stadt zu verlassen da sie von Batman bereits erfahren hat, dass dieses Team nur aus kaputten Gestalten besteht.
      Währenddessen befinden sich Batman, Tig und Troughton auf dem Dach eines Hauses und versuchen sich die Vampire vom Hals zu halten.

      Und warum gibt's das ganze Chaos? Nun, weil Andrew Bennett starb konnte Cain, das "Urböse", erwachen. (Ehrlich? Das Urböse?)
      In einem kurzen Rückblick kann man Cains Geschichte sehen und wie schon gefühlte hundert mal ist auch er "älter als das Leben, als die Welt,..." usw. Naja, okay. Man sieht wie er zum ersten Vampir wurde und wie er immer mehr erschuf bis ihn ein Gruppe mystischer Krieger versiegeln konnte. (Es ist nicht deutlich zu erkennen, aber ich meine es handelt sich um dabei um den gelben aus "Demon Knights".)
      Und Andrew wurde zum Siegel selbst.

      Das JLD Team teilt sich auf, Constantine und Deadman gehen ins Jenseits um Andrew zurück zu holen, Xanadu verlässt ihren Körper um eine höhere Macht um Hilfe zu bitten und der Rest gesellt sich zu Tig, Troughton und Batman. Shade flippt mal wieder aus, Blutkönigin Mary stellt sich auf die Seite der JLD und den Vampirjägern, da Cain sie vom Thron gestürzt hat, Cain versorgt seine Armee mit Magie die er einfach von überall her aufsaugt und macht seine Vampire somit fast unzerstörbar, Madame Xanadu bekommt Hilfe von oben wodurch Andrew wiedererwacht und eine unglaubliche Macht bekommt. Schnell zeigt er seine Macht indem er alle Vampire mit einer Handbewegung in Asche verwandelt und wieder auferstehen lässt. Cain, das "Urböse" hat auch keine Chance und ist schnell aus dem Weg. Andrew versöhnt sich mit Mary und macht sich mit "seiner" neuen Vampir Armee auf den Weg um der neue Messias der Vampire zu werden.
      Die JLD ist echt stinkig, weil Xanadu Andrew so eine wahnsinns Macht gegeben hat und alle bis auf Troughton glauben Andrew ist jetzt der neue Über-Ober-Schurke.

      Tig und Troghton machen sich auf den Weg nach Baden-Württemberg um die Van Hellsings zu benachrichtigen und Andrew zeltet in Utah mit einer Riesen-Vampir Armee und versucht sie vom Menschenblut fernzuhalten.
      Nur die Van Hellsings sind sehr fanatisch und kommen in Massen und stürzen sich auf die Vampire. Schnell werden die Vampirkiller getötet, doch dank spezieller ägyptischer Anhänger stehen sie Van Hellsings immer wieder als Zombies auf. Manche der Vampire trinken das Blut von den Zombie Hellsings und werden dadurch auch umgedreht, damit sie auf die Vampire losgehen. Tig und Troughton stoßen in der Schlacht dazu und alles schien mal wieder vorbei. Doch dann tauchen Hawksmoore, Apollo und Midnighter auf. Erst halten sie, warum auch immer, die Vampire und Andrew für die bösen und die Zombies für die guten. Apollo greift Andrew an und schnell ist klar, dass sie eigentlich die Zombies und Zombie-Vampire ausschalten müssen. Wieder scheint eine Riesenschlacht verloren und Andrew entschließt sich kurzerhand alles böse in sich aufzunehmen und alle zu retten. Dabei scheint er sogar den Vampiren das Vampir-sein zu entziehen denn Mary/Blutkönigin ist wieder ein normaler Mensch. Andrew flippt auf einmal aus und verhält sich wie eines der wilden Vampire. Er schnappt sich Tig und beißt sie mit den Worten, sie solle sein erstes Kind werden. Cliffhanger!


      Okay, dieser Band war deutlich schwächer als der erste denn 80% der Geschichte bestehen Endzeit Szenarien und wilden Schlachten. Es gibt dieses mal keine Szene die so schön düster erzählt wird wie es im ersten Band noch oft der Fall war. Dafür gab es eine Menge lustiger Sprüche die lustig waren und einige die nicht lustig waren. Während es im ersten Band durch Constantine nur eine gelungene Anspielung auf Twillight gab, wird diesmal mehrmals Twillight oder Buffy erwähnt :thumbdown:
      Tig die kleine Vampirjägerin ging mir diesmal richtig auf die nerven, weil ich wegen ihrer "Andrew ist der Teufel" Einstellung echt die Nase voll habe und sie noch nicht mal einsehen will, dass diese ganze Cain Sache ihre Schuld ist. Es ist nicht schlecht geschrieben, aber sie hat bei mir alle Sympathie-Punkte verloren und ich hoffe sie stirbt oder wird zur Schurkin. Zweiteres würde mir sehr gefallen. Die Einführung der Van Hellsings ist sehr gut gewesen und ihre Vorgehensweise hat tolles Schurkenpotenzial, aber mit der riesen Selbstmord Aktion und den schnellen Tod des Anführers ist wieder einiges an Hoffnung flöten gegangen. Ich hätte eine langsame Einführung die Organisation sehr gut gefunden.
      Andrews Wandel in diesem Band ist wenig gelungen und seine fixe Idee mit dem Vampir Messias hat der Story gut getan, wurde aber schnell wieder unnötig da besagte Hellsings schnell den ganzen Spannungsbogen zerschlagen haben. Dieser Band ist deutlich zu rasant erzählt und alles was mir im ersten Band gut gefiel ist hier kaum vorhanden. Die Zeichnungen von Andrea Sorrentino sind wieder sehr gut, nur kommen sie diesmal durch das Storytelling leider nicht richtig zur Geltung.
      Ich, der Vampir 2 ist diesmal ein Rasant erzähltes Action-Spektakel mit Vampiren, Magiern, Vampirjäger und Zombies mit einem kleinen Touch Epic und fesselt nicht so sehr wie der erste Band.

      Ich, der Vampir 2
      7/10

      -3-
      ComicHunters-Sammlung
      [Mein Tausch-Thread]


      "Ein Mann wie ein Löwe, der nackt wie Gott ihn erschaffen hat, voller Stolz den Wellen entgegen tritt."
      -Cutty Fram a.k.a. Franky-
    • Cnog hat mit seiner Kritik sicher nicht ganz unrecht, "Ich, der Vampir" ist im zweiten Band beinahe zu einer völlig anderen Serie mutiert und steht dadurch im krassen Kontrast zu "Tainted Love."
      Band 1 war eine düstere, recht bodenständige und extrem atmosphärische Vampir-Story, die sich viel Zeit für die Einführung und Entwicklung ihrer Protagonisten nahm.
      "Die Vampire erheben sich" ist hingegen ein knallbuntes Action-Spektakel, voller Superhelden, Explosionen und Story-Twists, das permanent Vollgas gibt und sich nirgends länger als 5 Minuten aufhält.
      Mögen kann man auch diese Variante durchaus, sie nimmt der Serie allerdings auch etwas von ihrem Alleinstellungsmerkmal und positioniert sie vom Rand des DCUs mitten unter den anderen Helden, Titeln und Serien.

      Meine Meinung:
      Das Panini zwei Hefte der "JLD" in diesen Band gepackt hat, ist durchaus logisch und begrüßenswert. Zum Verständnis der Hauptstory sind sie recht elementar und hätten im zweiten Band ihrer eigenen Serie eher wie ein Fremdkörper gewirkt und nur wenig Sinn gemacht.
      Ausserdem war der Aufstand der Vampire doch überhaupt erst der Grund für die Gründung der JLD (siehe "Justice League Dark #1).
      Das wirkte allerdings schon damals stark konstruiert und tut es heute leider immer noch.
      Zumal das Team von Constantine gegen die Bedrohung nicht wirklich etwas ausrichten kann und Madame Xanadu sowieso alles alleine bewerkstelligen muss.
      Somit wird ihr sowieso schon recht bescheuerter Plan als völlig sinnfrei entlarvt.
      Trotzdem haben die JLD-Hefte Spaß gemacht. Die Differenzen des Teams werden von Milligan weiterhin interessant und witzig aufs Papier gebracht und Sook liefert dem Ganzen überzeugende Bilder.
      Auch wenn sein realistischer Zeichenstil nicht wirklich mit dem von Sorrentino harmonisiert und Constantine viel zu jung und unverbraucht aussieht. Geschmackssache.

      Was beide Autoren (Milligan und Fialkov) auch gut hinkriegen: Eine glaubhafte, hoffnungslose und bedrohliche Stimmung aufzubauen.
      Die Helden sind absolut überfordert, die Gegenseite ist viel zu stark, alles läuft schief und das Scheitern der Guten ist bis zum Ende eine durchaus wahrscheinliche Option. Das hält die Spannungskurve konstant oben.
      Ein bisschen hat mich der erste Teil der Handlung daher an "Day of Judgment" (von Geoff Johnes) erinnert, wo die JLA in den Himmel reisen musste, um Hal Jordan zurück ins Reich der Lebenden zu befördern und so die Welt vor einem drohenden Untergang zu retten.
      Die Rolle von Hal Jordan übernimmt nur diesmal Andrew Bennett und dessen Verhalten ist stellenweise nicht wirklich nachzuvollziehen.
      Andrew wird nach seinem Tod (siehe "Tainted Love") plötzlich zum absoluten Emo-Vampir, versinkt im Selbstmitleid und verrät all seine Ideale - Das war nicht wirklich glaubhaft und diente nur dazu Madame Xanadu eingreifen zu lassen und ihn so in einen Vampir-Jesus zu verwandeln.
      An der Tatsache dass seine Entscheidungen weiterhin äusserst dürftig ausfallen, ändert aber auch dieser Sachverhalt nichts und seine grenzenlose Naivität in Bezug auf den Van Hellsing-Clan wirkt ebenfalls unplausibel.
      Generell wirkt hier einiges ziemlich konstruiert, nur um die Story an bestimmte Punkte zu bringen. Nur leider bleibt dabei häufig die Glaubwürdigkeit und Logik auf der Strecke.

      Als Ausgleich gibt es dafür u.a. einen gelungenen (für comic-verhältnisse fast schon tiefsinnigen) Dialog zwischen Dr. Troughton und "Van Hellsing" über das Thema Moral und wie biegsam dieser Befriff eigentlich ist. "In China essen sie Hunde" lässt grüßen.
      Das Ende fällt dafür wieder weniger überzeugend aus (Deus Ex Machina).
      Generell wollte Fialkov bei "Die Vampire erheben sich" einfach zu viel: Zu viel Handlung, zu viel Figuren (Batman, Batgirl, Justice League Dark, Stormwatch, Cain, Van Hellsing-Clan etc.). Dadurch wird vieles nicht wirklich auserzählt und wirkt eher erzwungen.
      Allerdings ergibt sich dadurch aber auch ein enormes Tempo. Als Leser wird man hier regelrecht mit Input bombardiert.
      Und genau das macht den Band trotz seiner Schwächen zu einer lesenswerten Angelegenheit, die zu keinem Zeitpunkt langweilt und gut unterhält.
      Als Alternative zu den „reinrassigen“ Superhelden-Serien des DCUs funktioniert dieser Band aber nur noch bedingt.

      Über die großartigen Zeichnungen von Sorrentino muss man hier eigentlich nicht mehr viel sagen. Im Gegensatz zu Fialkov bietet er keinen Anlass zur Kritik, übertrifft sich mal wieder selbst und liefert unglaubliche Seiten ab.
      Das Cover ist hingegen erneut äusserst bescheiden ausgefallen (Titten!) und wirft wie schon „Tainted Love“ ein völlig falsches Bild auf "Ich, der Vampir".
      (Trotzdem: 7,5 von 10 Punkte)
      "I try to judge things from a position of ignorance." (Alan Moore)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Doctor Flamenco ()

    • Milohiro schrieb:

      @ Doc, da du Band 1 die gleiche Bewertung gegeben hast, erhoffe ich mir mal, trotz scheinbar starken Veränderung zum ersten Band, dass mich dieser auch wieder umhauen wird :D

      Der erste Band hatte von mir ja eine seltsame "Zwitter-Wertung" (zwischen 7,5 und 8 Punkte) bekommen - Insofern ist "Die Vampire erheben sich" schon etwas schwächer. "Etwas schwächer" heißt allerdings noch lange nicht "schwach".
      Das Crossover mit der JLD hat den Band z.B. deutlich aufgewertet. Wer keinen Bezug zu diesem Team hat, wird das jedoch hächstwahrscheinlich anders sehen.
      Ist eben alles Geschmackssache.
      "I try to judge things from a position of ignorance." (Alan Moore)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Doctor Flamenco ()

    • Doctor Flamenco schrieb:

      Generell wollte Fialkov bei "Die Vampire erheben sich" einfach zu viel: Zu viel Handlung, zu viel Figuren (Batman, Batgirl, Justice League Dark, Stormwatch, Cain, Van Hellsing-Clan etc.). Dadurch wird vieles nicht wirklich auserzählt und wirkt eher erzwungen.

      Ich fand Deine Rezension sehr interessant und werde später noch nochmal in Ruhe antworten. Ich habe mich nur über den oben zitierten Kritikpunkt gewundert. Ich weiß ja, dass Du Frankenstein genauso super fandest wie die meisten von uns. Aber ist das Tempo und die inhaltliche Dichte dort nicht genauso hoch? Vielleicht magst Du Deine Kritik nochmal präzisieren?
      "The thing's hollow. - It goes on forever - and... oh my God... it's full of stars!"

      ~ Dave Bowman, in 2001: A Space Odyssey
    • Aktaion schrieb:

      Ich fand Deine Rezension sehr interessant und werde später noch nochmal in Ruhe antworten. Ich habe mich nur über den oben zitierten Kritikpunkt gewundert. Ich weiß ja, dass Du Frankenstein genauso super fandest wie die meisten von uns. Aber ist das Tempo und die inhaltliche Dichte dort nicht genauso hoch? Vielleicht magst Du Deine Kritik nochmal präzisieren?

      Naja, "Frankenstein" und "I,Vampires" sind zwei grundverschiedene Serien, die sich nur schwer miteinander vergleichen lassen.
      Zudem haben wir es bei "I, Vampires" mit einem durchgänigen Handlungsfaden bzw. einer dauerhaften Bedrohung zu tun, die sich konstant durch alle Hefte zieht. Da sollte eine gewisse Schlüssigkeit/innere Logik schon vorhanden sein. Und je mehr Nebenschauplätze man dabei "aufmacht", desto überladener wirkt das Ganze eben am Ende.
      Bei "Frankenstein" geht es hingegen mehr um das reine Spektakel und weniger um Stringenz - Denn dort bekommen wir es in jedem Heft mit einer neuen Bedrohung/ einem neuen Monster zu tun. Das bei diesem Konzept keine großartigen Vertiefungen drin sind, liegt in der Natur der Sache, kann bei der Serie aber auch nicht wirklich als Negativpunkt ausgelegt werden.
      Wie ich aber schon oben schrieb, ist das enorme Tempo bei "Die Vampire erheben sich" gleichzeitig auch eine stärke des Bandes, den ich mit 7,5 Punkten ja auch alles andere als schlecht bewertet habe.
      "I try to judge things from a position of ignorance." (Alan Moore)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Doctor Flamenco ()

    • Doctor Flamenco schrieb:

      Naja, "Frankenstein" und "I,Vampires" sind zwei grundverschiedene Serien, die sich nur schwer miteinander vergleichen lassen.
      Zudem haben wir es bei "I, Vampires" mit einem durchgänigen Handlungsfaden bzw. einer dauerhaften Bedrohung zu tun, die sich konstant durch alle Hefte zieht. Da sollte eine gewisse Schlüssigkeit/innere Logik schon vorhanden sein. Und je mehr Nebenschauplätze man dabei "aufmacht", desto überladener wirkt das Ganze eben am Ende.
      Ich will mich hier ja auch gar nicht über Wertungspunkte streiten... :)

      Ich stimme Dir darin zu, dass "Frankenstein" bisher ganz eindeutig Anthologie-Charakter hat und beide Serien sich dadurch anders anfühlen. Dass "I, Vampire" einen stärker überspannenden Storybogen hat, bedeutet aber nicht, dass man daririn keine schnelle Verquickung von Charakteren und Ereignissen haben darf. Im Gegenteil kann so etwas ja auch der Geschichte dienen. Um mal etwas konreter zu werden:

      Dass "Rise of the Vampires" zum Teil hektisch daher kommt und Ereignisse sich überschlagen, passt doch bestens zu den Ereignissen. Es geschieht eben so vieles gleichzeitig, dass eine Entschleunigung hier genervt und unnötig retardiert hätte. Die einzige Entschleunigung, die die Story gebrauchen konnte und ja auch an den Nerven zerren sollte, war die Reise von Constantine und Deadman in das Jenseits... Andrews stoisches Beharren griff ja nicht nur Constantine, sondern auch uns Leser an, passte aber auch gut zu Andrews Persönlichkeit - so wie ich sie als Neuling bisher kennengelernt habe. Auch im ersten Band sehnte er sich doch nach Frieden und Karheit, fernab von den Konflikten, die aus seiner Natur erwachsen sind. Ich zitiere mal kurz: (zu Mary) "Wir waren sicher. Wir hatten einander. War das nicht genug?" (Heft #1, Seite 1) und Heft # 6, Seite 1: "Und ich frage mich, wie das ist. Eine klare Vorstellung von Gut und Böse zu haben. Richtig und falsch. Es muss schön sein." Das passt für mich absolut zu derselben Person, die folgende Worte ausspricht, um zu erklären, warum sie das Jenseits nicht verlassen will: "Dieses Fegefeuer ist meine Strafe... und ich bleibe hier." (JLD # 8, Seite 2).

      Mir hat auch die Rolle der dunklen Gerechtigkeitsliga sehr gut gefallen. Ich liebe es, wie dysfunktional die Truppe daherkommt und durch eine seltsame Mischung aus Zwang, Notwendigkeit, offene Drohung und die Mächte des Schicksals zusammengetrieben werden. Dass Xanadus seltsame Vision nicht so recht funktionieren will, wird von Milligan ja auch durch diverse sarkastische Kommentare der anderen Figuren begleitet. Ich finde sowas witzig. ;)

      Die Kritik, die Reihe enthalte zu viel ("zu viel Handlung, zu viel Figuren") kann ich nicht teilen. Batman und Batgirl erfüllen einen sehr simplen Zweck, nämlich einen Kontrast zwischen dem "glatten" DC-Universum und seiner düsteren Seite zu schaffen - einen Kontrast, an dem sogar die zu allem fähigen Mitternachtsdetektive scheitern und eingestehen müssen, dass Flucht die sinnvollste Alternative darstellt.
      Stormwatch fand ich sehr clever genutzt, mit ihrem "neuen" 400 Jahre alten Background, um einen neuen Aspekt von Andrew zutage zu fördern: als das "Dämonenschloss". Dabei stellten MIdnighter und Apollo durch ihre Symbolik sicherlich die sinnvollsten Repräsentanten des Teams dar. Ich hatte nicht das Gefühl, in ein forciertes Crossover hineingelesen zu haben.

      Das Tempo gefiel mir allgemein bestens, weil es auch langsame Momente gab, wie den von Dir bereits erwähnten Dialog zwischen Van Helsing und Troughton. Als Kontrast zu den im Hintergrund stattfindenden Clash zwischen Andrew und Mary (fast komplett ohne Soundeffekte) war das meiner Meinung nach gelungen.

      Um es kurz zu machen: ich war von nichts enttäuscht, sondern nur viel neugieriger auf noch viel mehr.

      Das Heft bekommt von mir 9 (10) Punkten.
      "The thing's hollow. - It goes on forever - and... oh my God... it's full of stars!"

      ~ Dave Bowman, in 2001: A Space Odyssey
    • Ja, die JLD ist auch in den "I, Vampire Parts" zu sehen. Ich finde diese Art der Veröffentlichung für den zweiten Trade komisch, weil DC bei dem Crossover zwischen den Teen Titans, Superboy und Legion Lost auch einen Sammelband, betitelt mit The Culling, rausgebracht hat. Ist nur die Frage ob die TT Trades in dem Fall auch alle Hefte drin hat, trotz Crossover Sammelband...

      Sagt mal, glaubt noch jemand, dass Kain jetzt die Kontrolle über Andrews Körper hat?

      -3-
      ComicHunters-Sammlung
      [Mein Tausch-Thread]


      "Ein Mann wie ein Löwe, der nackt wie Gott ihn erschaffen hat, voller Stolz den Wellen entgegen tritt."
      -Cutty Fram a.k.a. Franky-
    • Den ersten Trade zur JLD muss man nicht gelesen haben um das Crossover zu verstehen. Nur wenn du die Charaktere der JLD besser kennenlernen willst ist es sehr zu empfehlen um von manchen Charakteren das Verhalten besser zu verstehen. Ist, aber wirklich nicht nötig wenn du nur an ich der Vampir interessiert bist.

      -3-
      ComicHunters-Sammlung
      [Mein Tausch-Thread]


      "Ein Mann wie ein Löwe, der nackt wie Gott ihn erschaffen hat, voller Stolz den Wellen entgegen tritt."
      -Cutty Fram a.k.a. Franky-
    • Cnog schrieb:

      Den ersten Trade zur JLD muss man nicht gelesen haben um das Crossover zu verstehen. Nur wenn du die Charaktere der JLD besser kennenlernen willst ist es sehr zu empfehlen um von manchen Charakteren das Verhalten besser zu verstehen. Ist, aber wirklich nicht nötig wenn du nur an ich der Vampir interessiert bist.
      Ich möchte die gesamte DC-Dark. Animal Man, JLD und I Vampire fehlt mir halt. Und ich kann mich nicht so recht entscheiden, was ich mir zuerst hole... Geld hab ich für 2 Bände. :D

      testtesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttest
    • Fand den Band gut wie den ersten. Es ist halt mehr Action und so einen Hauch weniger Story. Die JL Dark gefiel mir hier weitaus besser wie in ihrem ersten Band, freu mich daher scho auf den 2. JL Dark Band. Das Batman und Batgirl auftauchten, seh ich als nur logisch an, wenn sich in Gotham die Vampiere erheben. Wär keiner aus der Batfamilie dabei, würde gemeckert werde, das sowas doch total unlogisch is.

      Was die Zeichnungen betrifft, finde ich beide Stile sehr gut und passend. I Vampire is nach True Blood das beste was die Vampiere zurzeit hergeben.

      Der Nerd: Ein perfekter Liebhaber, mit umfangreichen Wissen über: Comics, Kino, TV und Videospiele.
    • Also wo der Band hier schlechter sein soll,als der erste, möchte ich echt gerne wissen. Meine Fresse, was ein Brett. Die Handlung zieht mächtig an, die Action nimmt zu und Andrews Konflikte werden schön herausgearbeitet. Dass er sich letztlich selber zur Untätigkeit verdammt, aus Angst das falsche zu tun, finde ich dann auch mehr als schlüssig. Die Zeichnungen sind einfach der Oberhammer, der Angriff der Val Helsings ist Oskarverdächtig. Meine Fresse, ist das absolut obergeil in Szene gesetzt, mir fehlen vor Begeisterung echt die Worte.

      Einziger Wermutstropfen ist wieder einmal das crossover. Die JLD ist ebenfalls gut gezeichnet, aber gerade bei dem eingeschobenen Band ist die Stimmung dann erstmal dahin. Langsam bekomme ich da das koten. Bitte, Panini löst so etwas in Zukunft anders. Bei Superboy 2 will auch aus diesem Grund keine rechte Stimmung aufkommen, da fast auf jeder Seite ein anderer Zeichner die Feder schwingt, bei GL war das BB Heft zum Glück am Anfang. Aber hier kommt dann plötzlich der Zeichnerwechsel, der einen wirklich aus der Story und der grandiosen Atmosphäre herausholt. Hätte man hier nicht den dazu passenden JLD" Band parallel veröffentlichen können? Generell hat hier aber DC den schwarzen Peter, die halt mit ihren Crossovers Kohle scheffeln wollen. Optimal ist anders.

      Story: 8/10
      Zeichnungen: (nur I,Vampire) 10/10 Wahnsinn

      testtesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttest
    • Ich der Vampir 2 etwas schwächer als Teil eins aber 9/10 Punkten! Ich liebe die Zeichnungen von diesem Andrea Sorrentino! Und Mary <3 Was für ein geiles Weib ^^ Die Geschichte ist super und ich trauere jetzt schon das Band 3 erst im Herbst kommen wird und die Serie damit ja auch beendet wird?, ;(

      Btw ist ausnahmslos die gesamte Dark Sparte zu empfehlen: JLD, Ich, der Vampir, Animal Man, Swamp Thing - das beste was es an Comics atm gibt!
    • Hab die Serie noch mal zwischen gehabt. Gott, ist die groß.

      Die Zeichnungen gönnten 1:1 als storyboard für einen Film her halten. Der Angriff der van Helsings ist der absolute Höhepunkt. Lesen, Leute lesen.

      Und was heißt #3 wird die letzte, ist die Serie etwa auch schon eingestellt?

      testtesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttest