Der Heckenritter II – Das verschworene Schwert

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    • Der Heckenritter II – Das verschworene Schwert



      Der Heckenritter II – Das verschworene Schwert

      2007 brachte der Panini Verlag den ersten Bands der Geschichte „Der Heckenritter“ von dem amerikanischen Independent-Verlag Dabel Brothers. Die Dabel Brothers hatten sich auf Comic-Adaptionen von Fantasyromanen spezialisiert. Die Kritiken waren für diesen Band äußerst gut, doch die etwas unsichere Lage der Dabel Brothers ließ uns lange auf eine Fortsetzung warten.

      Mittlerweile hat sich Marvel Comics der Serie angenommen, und den zweiten Teil mit Namen „Das verschworene Schwert" herausgebracht. Im ersten Band erlebten wir die Geschichte von Dunk, der Knappe eines älteren Ritters war, und nach dessen Tod seiner Rüstung nahm, um selber als Ritter weiterzumachen. Als ein Heckenritter ist er jedoch nicht so glorreich wie die königlichen Ritter, sondern verdient sich sein Geld als Söldner, und bietet sein Schwert denjenigen an, der am besten dafür bezahlt. Zur Seite steht sein Knappe Egg, den er widerwillig aufgenommen hat. Um sein weiteres Leben zu finanzieren nimmt er an einem Turnier teil. Im Laufe des Turniers jedoch kommt es zu einer handfesten Auseinandersetzung mit dem Sohn des Königs, der eine arme Puppenspielerin nahezu grundlos verprügelt. Um die Ehre wieder herzustellen, verlangt der Königssohn eine Gottesentscheidung in Form eines Kampfes von sieben Mann gegen sieben Mann. Dunk überlebt das Turnier, aber die Verluste sind groß. Am Ende von Band 1 zieht er mit seinem Knappen in den Sonnenuntergang, um sich weiter als Heckenritter durch das Leben zu schlagen...

      Im neuen Band „Das verschworene Schwert“ ist das Duo Dunk und Egg unterwegs, und arbeitet für einen verarmten Adeligen, der in einem Turm ohne Burggraben haust, und Probleme mit seinen Nachbarn hat. Durch einen ebenfalls für seinen Herren arbeitenden Ritter kommt es zu einer Auseinandersetzung mit den Nachbarn, die in einer Dürreperiode den einzigen Fluß des Landes gestaut haben. Doch sind die Nachbarn die mordenden Bestien, von denen sein Herr Dunk berichtet hat? Dunk muß sich entscheiden, für welche Seite her eintreten wird.

      Fazit:
      Schon der erste Band des Heckenritters, den Panini im Februar 2013 nochmal herausgebracht hat, war etwas besonderes. Andere Serien der Dabel Brothers erreichten nicht die Qualität, die man vom Kreativteam George R. R. Martin, Mike Cromwell, Mike Miller und Ben Avery gewohnt war. Das mag auch daran liegen, daß die Originalgeschichte von George R. R. Martin stammt, der die Fantasyreihe “Das Lied von Eis und Feuer“ geschaffen hat. Wem das nichts sagt, dem sei verraten, dass es sich um den Schöpfer der Vorlage für die megaerfolgreiche TV-Serie „Game of Thrones“ handelt.

      Der Heckenritter steht für diese Serie eine Art Vorgeschichte dar. Musste Band 1 sich noch den Vorwurf gefallen lassen, viel von dem Film „Ritter aus Leidenschaft“ kopiert zu haben, so bietet Band 2 hier eine vollkommen eigenständige Handlung. Der rote Faden, den Band 1 vorgegeben hat, wird hier nahtlos weitergeführt. Angesprochene Probleme, wie die Herkunft von Egg, und die dichte Atmosphäre um die adeligen Häuser in jener Fantasywelt werden fortgesetzt. So gibt es viel Hintergrundwissen zu wichtigen Schlachten und der Historie des Landes zu erfahren.
      Was mir am besten gefällt ist allerdings das Team Dunk und Egg. Dunk, der große, ochsenstarke Kerl mit dem Herz am richtigen Fleck und sein smarter, wohlerzogener Knappe Egg, sind großartig charakterisiert, so daß schon ein scheinbar belangloses Gespräch der beiden Spaß macht. Auch Dunks Gefühlswelt in Bezug auf seine Herkunft oder die liebreizenden Damen jener Welt ist stark umgesetzt.
      Die Geschichte ist auch zu verstehen, wenn man (wie ich) Game of Thrones nicht kennt. Nun kann ich nur hoffen, nicht wieder 6 Jahre auf weitere Abenteuer des Heckenritters warten zu müssen. In der Zwischenzeit werde ich mich mit dem Comic „Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer 1“ trösten, welches ebenfalls bei Panini erschienen ist. :pferd:
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