Swamp Thing 2 - familiäre Fäule (finstere spoiler)

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    • Swamp Thing 2 - familiäre Fäule (finstere spoiler)



      Puh, ich bin noch total geflashed und muss mich erst mal sammeln.

      Zum einen fällt sofort aus, dass Panini das Ende des letzten Bandes perfekt gewählt hat. Dieser Band beginnt mit einem großangelegten Angriff der Fäule und bietet einen perfekten, dramatischen opener.
      Die Fäule hat die Saat ihres Königreiches gesät und breitet sich aus. Der Rat der Bäume ist zerstört und es sieht echt finster aus, bis Swamp Thing auftaucht und es schafft, direkt in das Herz des Königreiches vorzustoßen, um Sethe direkt anzugreifen.
      Die Idee, Swampy Flügel zu verpassen ist einfach grandios. Man bekommt den Eindruck eines Engels, der ins verfluchte Land vorstößt. Swamp Thing, das aber gleichzeitig noch Alec Holland in einer Art coexistierenden Symbiose in sich trägt, kämpft sich durch die Horden der un-men durc bis zu Seth.
      Dort lässt dieser die inzwischen fies verwandelte Abby von der Leine, um Swampy entgültig zu vernichten.
      Der Plan geht schief, da Alec es tatsächlich schafft Abby zu erreichen und diese sich gegen ihren Herrn stellt. Mit einem tödlich verletzten Swamp Thing geht es auf die Flucht.
      Es stellt sich heraus, das Swamp Thing die Geister des Rates hat retten können und neue Setzlinge gesät hat. An selber Stelle sucht es die Regeneration, während Abby Wache schiebt.
      Ich möchte nicht zu viel erzählen, aber man wird mit der Rückkehr Anton Arcanes konfrontiert, dem/der Tot/Wiederauferstehung Swamp Things/Hollands,
      dem Aufeinandertreffen mit der Buddyfamily.
      Es wird versucht, die Fäule an ihrer Quelle zu bekämpfen, was mit einem fiesen Cliffhanger endet.
      Die Nullausgabe beschäftigt sich hauptsächlich mit den Schnittpunkten von Arcane und den Avatar des Grüns/Rots bzw Alec Holland.

      Kritik:

      Fett, einfach nur Fett. Der Band saugt einen hinein ins Geschehen und lässt einen nicht mehr los. Zeichnungen und Story sind so dicht und intensiv, dass man das Heft nicht mehr weglegen möchte. Die Zeichenstile wechseln hier und da, auch bedingt durch das crossover, was aber nicht störend ist wie bei anderen Banden, sondern im Gegenteil die Atmosphäre noch vertieft.
      Generell ist das Artwork dieses Bandes nicht weniger als Genial. Das geschehen wird kompromisslos brutal serviert, ohne dass es an irgendeiner Stelle billig oder gewollt wirkt so muß das sein.
      Das Gleichgewicht zwischen Fäule, Rot und Grün wird sehr gut herausgearbeitet, aber auch die Berechtigung und Notwendigkeit aller drei Entitäten.
      Ein absolutes must have, aber ohne dioe Bände Animal 1+2 und Swamp Thing 1 nur wenig zu empfehlen.

      Zeichnungen&Story: 10/10, mit das Beste was ich seit dem relunch lesen durfte.

      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

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    • Swamp Thing 2 – Familiäre Fäule

      Swamp Thing, erdacht von Len Wein und Bernie Whrightson, wurde in den 80ern mit Alan Moore als Autor von einer eindimensionalen Horrorfigur zu einer vielschichtigen Kreatur mit philosophischen Ansätzen.
      Im Rahmen des DC Neustarts wurde nun Scott Snyder mit der Neuinterpretation des Sumpfdings beauftragt. Der Autor, der den meisten von American Vampire und Marvel Noir: Iron Man bekannt sein dürfte, ist einer der Shootingstars bei DC, und als Autor von Batman ebenfalls am Start.

      Rückblick:

      In Band 1 kam es zu einer Wiedergeburt: Alec Holland, der einst der Avatar des „Grün“ (also der symbolisierten Pflanzenwelt) gewesen war, wurde ins Leben zurück geholt. Eine große Gefahr bedroht die Erde, denn die „Fäule“, die sinnbildliche Verwesung und der Tod, ist erstarkt. Ein Revival erfährt auch die Liebe zwischen Swamp Thing und Abby, doch die Freude darüber ist nur von kurzer Dauer, den die Fäulnis hat Abby entführt, um sie zur Königin der Fäulnis zu machen. Abby wollte dies zwar nicht, aber die Veranlagung zur Fäulnis schlummerte schon seit Geburt in ihr...

      Handlung:

      Die Fäule hat die Erde in ihrem Würgegriff. Die Früchte des Feldes verdorren oder verfaulen, zombiefizierte Tiere streifen durch die Wälder, und Insektenplagen biblischen Ausmaßes regnen auf die Menschheit nieder. Tod und Verzweiflung aller Orten, und die die einzige Hoffnung ist Swamp Thing, der eine Metamorphose durchführt. So wird Alec Holland zum Kriegerkönig des Grüns, und zieht mit Flügeln und einem Geweih aus Wurzeln ausgestattet in den Kampf mitten im Herzen der Fäule. Doch die Auseinandersetzung verläuft anders als geplant. Die Fäule stellt Alec einen Gegner entgegen, den dieser nicht bekämpfen will. Es handelt sich um Abby, Alecs Geliebte, die zu einem tödlichen Monster mutiert ist...


      Fazit:

      Die spannende Geschichte aus Band 1 wird hier nahtlos fortgesetzt. Der Hintergrund der Geschichte, den Snyder stark an die von Alan Moores Interpretation von Swamp Thing angelegt hat, wirkt episch und nutzt viele von Moores Ideen wie z.B. das Parlament der Bäume. Sehr schön ist die Vernetzung mit der Serie Animal Man. Dieser ist Avatar des „Rot“, also der Tierwelt, und hat mit dem Angriff der Fäule ebenso viele Probleme wie Swamp Thing. Zeit also für ein Team-up der besonderen Art!
      Um den Kampf zwischen Fäulnis, Rot und Grün in Szene zu setzen, haben dieses Mal eine Vielzahl von Zeichnern zum Stift gegriffen. Yanick Paquette, Marco Rudy und Victor Ibanez und viele andere bereiten der Serie durch die gegensätzlichen Welten (das Grün mit seinen vielen Blumen und Pflanzen, die Fäule mit den blutigen, verottenden Leichen) einen großartigen, erschreckenden Auftritt. Eine solche Ansammlung von zerstückelten, morbiden Kraturen ist mir bislang nur in der aktuellen Animal Man Serie unter die Augen gekommen. Viele Seiten kann man minutenlang betrachten, ohne das es in dem Mosaik aus Kadavern und Gedärm langweilig wird.
      Apropos Animal Man: Man kann Swamp Thing auch ohne Animal Man lesen, aber richtig genial ist es, wenn man beide Serien liest.
      Snyders Swamp Thing ist auf dem besten Weg, ebenso ein Klassiker zu werden wie Alan Moore Interpretation des Sumpf Dings.
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      Comic-Podcast[/center]
    • Also spätestens nach diesem Band war mir klar, wie viel besser die Leute dran sind, die das als Heftserie lesen. Der Cliffhanger am Ende ist so übel, dass es eine echte Folter ist, bis Herbst warten zu müssen. Das liegt aber vor allem auch daran, dass mit diesem Band jetzt die eigentliche Handlung richtig ins Rollen gekommen ist. Im letzten Band wurde sich erst einmal Zeit genommen, alle Figuren einzuführen und sie auf ihr Schicksal vorzubereiten; hier wird man nun direkt zu Anfang in eine Schlacht höllischen Ausmaßes gestürzt, die Swamp Thing - erstanden als eine Art Pflanzenengel - gegen die Kadaverhorden in der Wüste stellt. Der wahre Höhepunkt sind aber die Offenbarungen, die sich einem tödlich geschwächten Swamp Thing kurz darauf eröffnen. Es folgt ein Crossover mit Animal Man, dass die Weichen für die "Tote Welt" stellt, die dann in den beiden Serien im Herbst bekämpft werden muss. Zum Schluss gibt es noch die 0-Ausgabe: Eigentlich war Anton Arcane nämlich auch entscheidend an Hollands erster Wandlung zum Swamp Thing beteiligt.

      Das einzige, was man an dieser toll aufgebauten Ausgabe kritisieren könnte, ist die ureigenste Eigenschaft von Mittelteilen: Die Handlung nimmt richtig Fahrt auf, aber bricht ab, wenn es am Spannensten ist. Für sich genommen ist es eine wahre Freude, weil die Ausmaße der Fäule immer klarer werden. Animal Man und Swamp Thing müssen sich sogar zusammenschließen, um ihrem gemeinsamen Feind überhaupt entgegentreten zu können. Dabei ist es besonders eindrücklich, wie wichtig doch ihre Liebsten für die beiden sind. Schließlich sind nur sie es, für die Buddy und Alec die Bürde auf sich nehmen. Auch die Unterschiede der beiden werden sehr fein herausgearbeitet, obwohl naturgemäß der stoische Alec Holland hier mehr Aufmerksamkeit bekommt als der agile Buddy Baker. Für die, die den Band schon gelesen haben: Man achte nur mal auf die 4 (!!!) Anker, die beide oberhalb des Sumpfes lassen. Also wenn das Finale nicht alles versaut, steht hier ein echter Klassiker aus!

      Ich lese zur Zeit noch nicht Animal Man, mit dem sich in diesem Band erstmals die Wege kreuzen. Allerdings tut das der Geschichte auch keinen großen Abbruch. Weil Buddy Bakers Abenteuer nämlich in diesem Band fortgeführt werden, müssen eher Animal-Man-Leser mal hier vorbeischauen, wenn sie nichts verpassen wollen. Im Herbst findet dann die "Tote Welt" ihren Höhepunkt in den Audgaben 3 beider Serien. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das hier aber auch wirklich der einzige Band, der für beide Figuren wichtig ist. Schade ist insbesondere, dass danach Swampy ein neues Kreativteam bekommt, dass den Schwerpunkt zunächst auf kleinere Geschichten legt. Aber nach diesem atemberaubenden Epos braucht man vielleicht auch mal eine kleine Verschnaufpause.

      Ansonsten gibt es noch anzumerken, dass der eigentliche Zeichner Yannick Parquette hier nur an Teilen der ersten beiden Kapitel beteiligt war (insgesamt nur rund 1/7) und insgesamt 4 verschiedene Zeichner einspringen. Gerade in den gemischten Ausgaben ist das auch nicht so augenfällig, weil auch die anderen Parquettes organische Panelmontagen und überwachsene Artworks adaptieren. Insgesamt heben sich Parquettes wenige Seiten aber doch noch ein bisschen nach oben ab. Trotzdem ist es sehr passend, dass gerade die vergiftete Ruhe im dritten Heft einen anderen Stil bekommen hat. Und Animal Mans Stammzeichner Steve Pugh ist sowieso immer eine Freude!

      P.S.: Wer nach seinem Run hier noch nicht genug von Parquette hat: Als nächster arbeitet er mit Grant Morrisson an Wonder Woman: Earth One. In dieser Graphic Novel (inoffiziell hervorgegangen aus All-Star Wonder Woman) möchte Morrisson besonders die feministischen Wurzeln der Figur fernab der normalen Kontinuität ausleuchten. Erste Bilder zeigen Montagen, die diesmal weniger organisch als nach griechischen Vasenmalereien aussehen. Sehr spannend!

      P.P.S.: Verdammt, ich hab den Band seit Donnerstag. Hab gedacht, ich würde es vielleicht als erster schaffen...
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    • Der Band ist konstant auf tollem Niveau gehalten, aber schwächelt leider etwas im Vergleich zum Ersten.
      Es fehlten mir diese WOW! Momente wie im ersten Band, wo dieses psychotische noch mit reinfloss (z.B. Abbys Bruder, mit der tödlichen Chlorophyll Allergie), ich steh auf so nen Scheiß!

      Und ich muss sagen, die Zeichnungen des Animal Man Zeichner nerven mich schon. Da kann die Story noch so gut sein...
      Auch stört mich wie sie Sethe abserviert haben, zack zack... hätte man schöner machen können, aber na ja.

      Momente die mir natürlich richtig gut gefallen haben, waren als Alec Abby die Sprösslinge des Rats zeigt, da war ich ja schon insgeheim froh, dass er die gerettet hat / neu angepflanzt, war schön gemacht :)

      Alles in allem bin ich natürlich auf den dritten Band mit dem Crossover gespannt und immer noch der Meinung, dass Swamp Thing a) einer DER Gewinner der New 52 ist (immernoch) und b) noch einiges an Potential hat, ähnlich wie Green Lantern, die nur noch Gas geben, aber noch lange kein Ende der Fahnenstange erreicht ist!
    • Nachdem ich den 1. Band wirklich gut fand, hat mich der 2. Band doch relativ entäuscht. Was in den ersten 4 Heften passiert, hätte man locker in 2 Hefte packen können. Dieses künstliche Aufblasen von relativ dünnen Stories habe ich im Rahmen des Relaunchs auch schon bei der JLA bemängelt. Scheint wohl ein Trend zu sein.

      Riesige Panels mit verhältnismäßig wenig Text, gerne auch schon mal 2-seitig strecken das Ganze derart, dass man den Band sehr schnell gelesen hat.Eigentlich schade, da die Ausgangssituation mit dem Kampf zwischen dem Rot, Grün und der Fäule sehr interessant ist und zuvor gut aufgebaut wurde. In diesem Zusammenhang macht auch das Crossover mit Animal Man durchaus Sinn und wirkt daher nicht künstlich konstruiert, wie es sonst häufig bei Crossovern der Fall ist.

      Die Zeichnungen sind dabei durchweg überzeugend und stimmig zum Horrorszenario. Aber ist es denn heutzutage wirklich so schwer, Zeichner zu finden, die mal länger als 3 Hefte hintereinander durchhalten? Ist wirklich störend, dass es kaum noch eine Serie mit kontinuierlichem Artwork gibt.

      Alan Moores Run wird immer das Highlight sein. Snyders Run scheitert dabei nach starkem Start immerhin noch auf gutem Niveau. 6,5 von 10 Punkten.
    • Claus Bürvenich schrieb:

      Nachdem ich den 1. Band wirklich gut fand, hat mich der 2. Band doch relativ entäuscht. Was in den ersten 4 Heften passiert, hätte man locker in 2 Hefte packen können. Dieses künstliche Aufblasen von relativ dünnen Stories habe ich im Rahmen des Relaunchs auch schon bei der JLA bemängelt. Scheint wohl ein Trend zu sein.

      Riesige Panels mit verhältnismäßig wenig Text, gerne auch schon mal 2-seitig strecken das Ganze derart, dass man den Band sehr schnell gelesen hat.Eigentlich schade, da die Ausgangssituation mit dem Kampf zwischen dem Rot, Grün und der Fäule sehr interessant ist und zuvor gut aufgebaut wurde. In diesem Zusammenhang macht auch das Crossover mit Animal Man durchaus Sinn und wirkt daher nicht künstlich konstruiert, wie es sonst häufig bei Crossovern der Fall ist.

      Die Zeichnungen sind dabei durchweg überzeugend und stimmig zum Horrorszenario. Aber ist es denn heutzutage wirklich so schwer, Zeichner zu finden, die mal länger als 3 Hefte hintereinander durchhalten? Ist wirklich störend, dass es kaum noch eine Serie mit kontinuierlichem Artwork gibt.

      Alan Moores Run wird immer das Highlight sein. Snyders Run scheitert dabei nach starkem Start immerhin noch auf gutem Niveau. 6,5 von 10 Punkten.
      Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Aber deine Kritik empfinde ich als sehr ungerechtfertigt. Erstens wirken die Zeichnungen erst in diesen "riesigen Panels" so richtig, Text und Story gibt es auch genug, da verstehe ich deinen Ansatz beim besten Willen nicht. Zum anderen: wo ist das denn "künstlich aufgebläht"? Die Story baut einen genialen Spannungsbogen auf, das Ganze ist weder zu schnell noch zu langsam, die Zeichnungen transportieren die Stimmung und Story perfekt (wobei Parquette noch einen Zacken besser ist als die anderen Zeichner. Schade, dass der nicht kontinuierlich gezeichnet hat. Seine Panles sind so unfassbar stimmig und kreativ, Wahnsinn) und alles passt hervorragend zusammen. Nein, deine Kritik kann ich wahrlich nicht nachvollziehen.

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    • Ogrosch schrieb:

      Claus Bürvenich schrieb:

      Nachdem ich den 1. Band wirklich gut fand, hat mich der 2. Band doch relativ entäuscht. Was in den ersten 4 Heften passiert, hätte man locker in 2 Hefte packen können. Dieses künstliche Aufblasen von relativ dünnen Stories habe ich im Rahmen des Relaunchs auch schon bei der JLA bemängelt. Scheint wohl ein Trend zu sein.

      Riesige Panels mit verhältnismäßig wenig Text, gerne auch schon mal 2-seitig strecken das Ganze derart, dass man den Band sehr schnell gelesen hat.Eigentlich schade, da die Ausgangssituation mit dem Kampf zwischen dem Rot, Grün und der Fäule sehr interessant ist und zuvor gut aufgebaut wurde. In diesem Zusammenhang macht auch das Crossover mit Animal Man durchaus Sinn und wirkt daher nicht künstlich konstruiert, wie es sonst häufig bei Crossovern der Fall ist.

      Die Zeichnungen sind dabei durchweg überzeugend und stimmig zum Horrorszenario. Aber ist es denn heutzutage wirklich so schwer, Zeichner zu finden, die mal länger als 3 Hefte hintereinander durchhalten? Ist wirklich störend, dass es kaum noch eine Serie mit kontinuierlichem Artwork gibt.

      Alan Moores Run wird immer das Highlight sein. Snyders Run scheitert dabei nach starkem Start immerhin noch auf gutem Niveau. 6,5 von 10 Punkten.
      Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Aber deine Kritik empfinde ich als sehr ungerechtfertigt. Erstens wirken die Zeichnungen erst in diesen "riesigen Panels" so richtig, Text und Story gibt es auch genug, da verstehe ich deinen Ansatz beim besten Willen nicht. Zum anderen: wo ist das denn "künstlich aufgebläht"? Die Story baut einen genialen Spannungsbogen auf, das Ganze ist weder zu schnell noch zu langsam, die Zeichnungen transportieren die Stimmung und Story perfekt (wobei Parquette noch einen Zacken besser ist als die anderen Zeichner. Schade, dass der nicht kontinuierlich gezeichnet hat. Seine Panles sind so unfassbar stimmig und kreativ, Wahnsinn) und alles passt hervorragend zusammen. Nein, deine Kritik kann ich wahrlich nicht nachvollziehen.


      Claus hat Recht, ich teile seine Ansichten da auch zum Teil. Hols mir nicht krumm, aber du "überhypst" das Heft schon etwas...("Genialer Spannungsbogen"... der entging mir irgendwie, ging sogar soweit, dass Arcane anfing leicht zu nerven). Es spricht hier doch keiner das Heft schlecht, ich finds auch gut, nur brauch man nicht immer hier mit 10 / 10 durch die Gegend zu werfen usw. Das mit den Riesenpanels ist auch so ein Problem... Ich war in noch nicht mal ner halben Stunde durch den Band...
    • Ogrosch schrieb:

      Claus Bürvenich schrieb:

      Nachdem ich den 1. Band wirklich gut fand, hat mich der 2. Band doch relativ entäuscht. Was in den ersten 4 Heften passiert, hätte man locker in 2 Hefte packen können. Dieses künstliche Aufblasen von relativ dünnen Stories habe ich im Rahmen des Relaunchs auch schon bei der JLA bemängelt. Scheint wohl ein Trend zu sein.

      Riesige Panels mit verhältnismäßig wenig Text, gerne auch schon mal 2-seitig strecken das Ganze derart, dass man den Band sehr schnell gelesen hat.Eigentlich schade, da die Ausgangssituation mit dem Kampf zwischen dem Rot, Grün und der Fäule sehr interessant ist und zuvor gut aufgebaut wurde. In diesem Zusammenhang macht auch das Crossover mit Animal Man durchaus Sinn und wirkt daher nicht künstlich konstruiert, wie es sonst häufig bei Crossovern der Fall ist.

      Die Zeichnungen sind dabei durchweg überzeugend und stimmig zum Horrorszenario. Aber ist es denn heutzutage wirklich so schwer, Zeichner zu finden, die mal länger als 3 Hefte hintereinander durchhalten? Ist wirklich störend, dass es kaum noch eine Serie mit kontinuierlichem Artwork gibt.

      Alan Moores Run wird immer das Highlight sein. Snyders Run scheitert dabei nach starkem Start immerhin noch auf gutem Niveau. 6,5 von 10 Punkten.
      Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Aber deine Kritik empfinde ich als sehr ungerechtfertigt. Erstens wirken die Zeichnungen erst in diesen "riesigen Panels" so richtig, Text und Story gibt es auch genug, da verstehe ich deinen Ansatz beim besten Willen nicht. Zum anderen: wo ist das denn "künstlich aufgebläht"? Die Story baut einen genialen Spannungsbogen auf, das Ganze ist weder zu schnell noch zu langsam, die Zeichnungen transportieren die Stimmung und Story perfekt (wobei Parquette noch einen Zacken besser ist als die anderen Zeichner. Schade, dass der nicht kontinuierlich gezeichnet hat. Seine Panles sind so unfassbar stimmig und kreativ, Wahnsinn) und alles passt hervorragend zusammen. Nein, deine Kritik kann ich wahrlich nicht nachvollziehen.
      Geschmacksache halt, wie du ja selber sagst, aber manches ist auch widerrum Fakt, denn was in den ersten 4 Heften inhaltlich (nicht visuell) passiert, lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen und ich begründe meine Meinung ja auch dementsprechend. Danach wird es ja besser.

      Der Spannungsbogen wurde im ersten Band wirklich toll aufgebaut, so dass dadurch auch meine Erwartungshaltung höher wurde. Das Niveau hat man aus meiner Sicht leider nicht halten können und ich finde den Band ja auch nicht schlecht, aber Alan Moore ist und bleibt der Maßstab, an dem sich Swamp Thing messen muss. Trotz meiner Kritik, ist Snyders Ansatz ein recht netter und auch unterhaltsamer Versuch.
    • El_Riemo schrieb:

      Ogrosch schrieb:

      Claus Bürvenich schrieb:

      Nachdem ich den 1. Band wirklich gut fand, hat mich der 2. Band doch relativ entäuscht. Was in den ersten 4 Heften passiert, hätte man locker in 2 Hefte packen können. Dieses künstliche Aufblasen von relativ dünnen Stories habe ich im Rahmen des Relaunchs auch schon bei der JLA bemängelt. Scheint wohl ein Trend zu sein.

      Riesige Panels mit verhältnismäßig wenig Text, gerne auch schon mal 2-seitig strecken das Ganze derart, dass man den Band sehr schnell gelesen hat.Eigentlich schade, da die Ausgangssituation mit dem Kampf zwischen dem Rot, Grün und der Fäule sehr interessant ist und zuvor gut aufgebaut wurde. In diesem Zusammenhang macht auch das Crossover mit Animal Man durchaus Sinn und wirkt daher nicht künstlich konstruiert, wie es sonst häufig bei Crossovern der Fall ist.

      Die Zeichnungen sind dabei durchweg überzeugend und stimmig zum Horrorszenario. Aber ist es denn heutzutage wirklich so schwer, Zeichner zu finden, die mal länger als 3 Hefte hintereinander durchhalten? Ist wirklich störend, dass es kaum noch eine Serie mit kontinuierlichem Artwork gibt.

      Alan Moores Run wird immer das Highlight sein. Snyders Run scheitert dabei nach starkem Start immerhin noch auf gutem Niveau. 6,5 von 10 Punkten.
      Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Aber deine Kritik empfinde ich als sehr ungerechtfertigt. Erstens wirken die Zeichnungen erst in diesen "riesigen Panels" so richtig, Text und Story gibt es auch genug, da verstehe ich deinen Ansatz beim besten Willen nicht. Zum anderen: wo ist das denn "künstlich aufgebläht"? Die Story baut einen genialen Spannungsbogen auf, das Ganze ist weder zu schnell noch zu langsam, die Zeichnungen transportieren die Stimmung und Story perfekt (wobei Parquette noch einen Zacken besser ist als die anderen Zeichner. Schade, dass der nicht kontinuierlich gezeichnet hat. Seine Panles sind so unfassbar stimmig und kreativ, Wahnsinn) und alles passt hervorragend zusammen. Nein, deine Kritik kann ich wahrlich nicht nachvollziehen.


      Claus hat Recht, ich teile seine Ansichten da auch zum Teil. Hols mir nicht krumm, aber du "überhypst" das Heft schon etwas...("Genialer Spannungsbogen"... der entging mir irgendwie, ging sogar soweit, dass Arcane anfing leicht zu nerven). Es spricht hier doch keiner das Heft schlecht, ich finds auch gut, nur brauch man nicht immer hier mit 10 / 10 durch die Gegend zu werfen usw. Das mit den Riesenpanels ist auch so ein Problem... Ich war in noch nicht mal ner halben Stunde durch den Band...
      Stimme dir zu. Ein Trend, der auch zunehmend nervt, dass überhaupt kein Charakter, der gestorben ist, jemals tot bleibt. Dadurch driftet alles in die Gleichgültigkeit ab, da ja keine Figur im wahrsten Sinne des Wortes überhaupt noch in wirklicher Lebensgefahr steckt. Auch Arcane war doch schon längst in den ewigen Jagdgründen!? Solche plumpe Effekthascherei zieht die Superheldencomics und auch deren Absätze unnötig runter. Habe zuletzt einen US-Report gelesen, dass die Verkaufszahlen nach dem Relaunch inzwischen wieder fast auf das Altniveau gesunken sind. Ist also vieles wieder verpufft. Schade, aber die alten Kreativen können das Rad ja auch nicht neu erfinden.

      Zur Punktevergabe. Wie bewertet man dann Alan Moores-Swamp Thing? 15 von 10? :) :sleeping: :rolleyes:
    • El_Riemo schrieb:

      Ogrosch schrieb:

      Claus Bürvenich schrieb:

      Nachdem ich den 1. Band wirklich gut fand, hat mich der 2. Band doch relativ entäuscht. Was in den ersten 4 Heften passiert, hätte man locker in 2 Hefte packen können. Dieses künstliche Aufblasen von relativ dünnen Stories habe ich im Rahmen des Relaunchs auch schon bei der JLA bemängelt. Scheint wohl ein Trend zu sein.

      Riesige Panels mit verhältnismäßig wenig Text, gerne auch schon mal 2-seitig strecken das Ganze derart, dass man den Band sehr schnell gelesen hat.Eigentlich schade, da die Ausgangssituation mit dem Kampf zwischen dem Rot, Grün und der Fäule sehr interessant ist und zuvor gut aufgebaut wurde. In diesem Zusammenhang macht auch das Crossover mit Animal Man durchaus Sinn und wirkt daher nicht künstlich konstruiert, wie es sonst häufig bei Crossovern der Fall ist.

      Die Zeichnungen sind dabei durchweg überzeugend und stimmig zum Horrorszenario. Aber ist es denn heutzutage wirklich so schwer, Zeichner zu finden, die mal länger als 3 Hefte hintereinander durchhalten? Ist wirklich störend, dass es kaum noch eine Serie mit kontinuierlichem Artwork gibt.

      Alan Moores Run wird immer das Highlight sein. Snyders Run scheitert dabei nach starkem Start immerhin noch auf gutem Niveau. 6,5 von 10 Punkten.
      Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Aber deine Kritik empfinde ich als sehr ungerechtfertigt. Erstens wirken die Zeichnungen erst in diesen "riesigen Panels" so richtig, Text und Story gibt es auch genug, da verstehe ich deinen Ansatz beim besten Willen nicht. Zum anderen: wo ist das denn "künstlich aufgebläht"? Die Story baut einen genialen Spannungsbogen auf, das Ganze ist weder zu schnell noch zu langsam, die Zeichnungen transportieren die Stimmung und Story perfekt (wobei Parquette noch einen Zacken besser ist als die anderen Zeichner. Schade, dass der nicht kontinuierlich gezeichnet hat. Seine Panles sind so unfassbar stimmig und kreativ, Wahnsinn) und alles passt hervorragend zusammen. Nein, deine Kritik kann ich wahrlich nicht nachvollziehen.


      Claus hat Recht, ich teile seine Ansichten da auch zum Teil. Hols mir nicht krumm, aber du "überhypst" das Heft schon etwas...("Genialer Spannungsbogen"... der entging mir irgendwie, ging sogar soweit, dass Arcane anfing leicht zu nerven). Es spricht hier doch keiner das Heft schlecht, ich finds auch gut, nur brauch man nicht immer hier mit 10 / 10 durch die Gegend zu werfen usw. Das mit den Riesenpanels ist auch so ein Problem... Ich war in noch nicht mal ner halben Stunde durch den Band...
      Das ich "überhype" wäre mir neu. :D Mir gefällts halt. Morres ST ind Arcane kenne ich nicht, vielleicht ist es hier tatsächlich ein Segen, dass ich ST und auch AM ohne Vorwissen und entsprechenden Vorurteilen oder Erwartungen lesen konnte.

      testtesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttesttest
    • Man muss sich ja hier auch nicht rechtfertigen, wenn einem ein Comic mehr oder weniger gefällt. :) Panini hat Großteile des alten Moore Swamp Thing-Run vor einigen Jahren mal in Paperback-Form neu aufgelegt. Es gibt insgesamt 4 deutsche Paperbacks. Solltest du dir unbedingt mal zulegen und dann relativieren sich vielleicht deine Sichtweise und Bewertung.
    • Es is schon toll..wie ne Figur, wie Swamp Thing zu so viel Ruhm und Fans wieder kommt. Ich als Fan Helden 2. eher 3. 4. Reihe freute mich früher über jeden kleinen Auftritt...irgendwo bei ner Trauerfeier...wenn Swampy und Konsorten mal ganz hinten rumstehen durften...einer seiner größten Auftritte war wohl..als er bei Hals Trauerfeier..einen Garten aus Coast City machen durfte...ja..und dann natürlich den hellsten Tag....und heute? Isser wohl einer der wenigen Serien, der New 52..die konstant hohes Niveau halten können...

      Swamp Thing macht also weiter, wo ST 1 und Animal Man aufhörten...und nun fügt sich wieder was zusammen. Gute Zeichnungen, gute Aufteilung..mal wieder was anderes..und spannende Atmosphäre...gefällt mir..Für mich is Snyder bei Swamp Thing, Animal Man und Darkreihenkonsorten besser aufgehoben als bei Batman..steh damit wohl allein da aber....steinigt mich ruhig. Auch hier war die 0 Nummer klasse geraten. Schaurig schön, als dieses Eiskalte Hirnhändchen da aufs Baby rutschte...und der Swampy aus den 1860er Jahren dran glauben musste...so kommt gleich no mehr scheisse..jetzt is Kacke am Dampfenfeeling rein...armer Swampy..armer Buddy...als ich las..das Snyder nach Rotworld geht...wurde mir glei ganz anders....hoffe das Sumpfding verschwindet nicht wieder im Sumpf..

      Der Nerd: Ein perfekter Liebhaber, mit umfangreichen Wissen über: Comics, Kino, TV und Videospiele.
    • Hammer Fortsetzung! Den Band habe direkt verschlungen und an einem Stück durchgelesen.
      Swamp Things ehrfürchtige Kriegergestalt ist richtig gut gelungen. Man hab ich das gefeiert ^^
      Naja, Sethe war mir etwas zu schnell aus dem Mittelpunkt geschoben worden. Seine Anwesenheit war außerdem in diesem Paperback kaum wahrnehmbar (bis zu dem Moment an dem er besiegt war), was sehr schade ist nachdem er im ersten Paperback noch eine recht vielversprechende Zukunft zu haben schien. Arcane war mir bis zu diesem Band völlig neu und richtig gefallen hat er mir auch nicht, aber ich mag die Begründung mit der er wiederbelebt wurde. Das ganze leuchtet die Beziehung zwischen dem Grün, dem Rot und der Fäule etwas besser aus.
      Das Ende war ein richtiger Hammer und ich hatte erstmal 'nen riesen "WTF?!?!" für die nächsten Minuten bis ich wieder klar denken konnte:D
      Die Beziehung zwischen Abby und Alec weiß auch zu überzeugen und sonst gibt es nix mehr zu sagen was nicht schon gesagt wurde.
      Ach ja, zum Thema große Panels... Die gefallen mir hier richtig gut und ich finde sie tragen viel zur positiven Stimmung bei. Das trifft jetzt aber nur auf Swampy und Animal Man zu ^^

      Swamp Thing 2
      8,5/10

      -3-
      ComicHunters-Sammlung
      [Mein Tausch-Thread]


      "Ein Mann wie ein Löwe, der nackt wie Gott ihn erschaffen hat, voller Stolz den Wellen entgegen tritt."
      -Cutty Fram a.k.a. Franky-
    • Cnog schrieb:


      Ach ja, zum Thema große Panels... Die gefallen mir hier richtig gut und ich finde sie tragen viel zur positiven Stimmung bei. Das trifft jetzt aber nur auf Swampy und Animal Man zu ^^
      Wobei man aber sagen muss, dass die Panels von Parquette eine ganz eigene Hausnummer sind und sich von denen der anderen Zeichner enorm abheben. Die Panels entwickeln sich mit der Story, erzählen einen eigene Geschichte. Die Seite, wo sie den Blickwinkel STs darstellen, oder wo die Saat in Abby aufgeht sind so genial. Allein da hab ich die Seiten minutenlang wirken lassen. Da fallen die anderen Zeichner leider deutlich ab. Was aber nicht heisst, dass diese schlecht sind. Parquette ist nur einfach verdammt geil und zählt zu meinen absoluten Lieblingszeichnern. Ich hab den ja gerade auch in Batman Inc #1 bewundern dürfen.

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