Trigan

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    • Ja, es lohnt, habt Ihr gut gemacht.
      Dennoch ärgert mich eine Kleinigkeit:
      Nun habe ich einen ersten Band doppelt, der in der Bildqualität offensichtlich nicht so gut ist (wie einst verkündet) und fühle mich ein wenig "doppelt gemolken".
      Ich hoffe, dass die folgenden Bände (2ff) in bestmöglicher Qualität reproduziert wurden und ich da nicht auch noch doppelt zur Kasse gebeten werde.
      Immerhin habe ich Trigan schon von einem anderen Verlag komplett hier stehen und habe Euren "Qualitätsversprechen" Glauben geschenkt.
      Dennoch, die Neuauflage ist gelungen und empfehlenswert.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • Bubi schrieb:

      Nebenbei: Gibt's Meinungen da draußen zur Überarbeitung von Band 1? Gefällt's?
      Jep, ich kann zumindest meine Meinung zum Werk allgemein kundtun! :erleuchtung:

      Trigan (überarb. Neuausgabe): Bd. 1: Kampf um Elekton



      von Mike Butterworth (Text) und Don Lawrence (Zeichnungen)

      Klappentext: Auf dem weit entfernten Planeten Elekton liegt das Reich Trigan, das immer wieder bedroht wird von den grünhäutigen Lokanern und anderen Völkern, die die Herrschaft über Elekton an sich reißen wollen. Trigo ist der Gründer des Reiches, mit seinen Brüdern Brag und Klud war er der Anführer der Vorg, ehe er Trigan gründete und gemeinsam mit Perik eine neue Stadt aufbaute. Doch auch hier sind sie nicht vor Gefahren gefeit.
      Don Lawrence und Mike Butterworth haben eine Space-Opera geschaffen, die damals zu einer der populärsten Reihen in Großbritannien zählte und bis 1982 lief. Zuerst im Ranger-Magazin veröffentlicht, fand Trigan schnell eine feste Leserschaft. Panini veröffentlicht nun die langersehnte Neuausgabe mit zahlreichen Bonusseiten.

      Meinung: Ich muss gestehen, dass die vorliegende Ausgabe - einmal abgesehen von sehr sporadischen Erfahrungen im Kobra Magazin vor rund 45 Jahren - meine erste echte Erfahrung mit diesem SF-Epos um die Bewohner des Planeten Elekton war. Ob ich als Comicleser jahrelang etwas verpasst habe? Das war übrigens die Frage, die meine Kaufentscheidung beim Comichändler maßgeblich beeinflusste. Panini legt in dieser aktuellen Ausgabe eine „überarbeitete Neuausgabe“ der 2015 erschienenen Nummer 1 der Serie vor. In wie weit sie tatsächliche Veränderungen gegenüber der ersten Auflage aufweist, mag ich in Ermangelung des Vergleichsalbums von 2015 nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall ziert die neue Ausgabe eine andere, etwas aussagekräftigere Coverabbildung und nach Redaktionsinformationen sind vor allem die Farben und Kontraste überarbeitet worden (paninishop.de/forum/index.php?…-neutral-rgb-preview-jpg/).

      Die Hauptgeschichte „Kampf um Elekton“ ist dem Zeitgeist damaliger Comicgeschichten geschuldet und vom Autor Mike Butterworth recht simpel aufgebaut. Die Rollen der Helden und der Schurken, sowie der Nebendarsteller grenzt der Autor deutlich voneinander ab. Das ist wohl schön übersichtlich, jedoch fiel es mir schwer, eine wirkliche Beziehung zu den Figuren aufzubauen. Zumindest nach dem derzeitigen Lesestand sind die Handlungsmotive der Beteiligten nach meiner Auffassung noch zu wenig untermauert. Mit einfachen Worten ausgedrückt: Es fehlt den Figuren an Tiefe. Auch sollte man sich an gewisse „künstlerische Freiheiten“ gewöhnen. Zum Beispiel tragen die Bewohner eine Bekleidung, die wie Togen und Rüstungen des antiken Roms aussehen. Gleichzeitig benutzt man Strahlenwaffen und ist mit stromlinienförmigen Flugmaschinen unterwegs.

      Dass diese erste Ausgabe beim Durchlesen für mich über den Status einer einfach gestrickten SF-Pulp-Story hinausging, lag ganz klar an dem einmaligen Artwork. Jedes Panel ist wie ein kleines Gemälde, dass eher an biblische, mythische oder historische Darstellungen von Künstlern wie Tizian oder Eugène Delacroix erinnert, als an eine Zeichnung in einem Comic. Erst die Bilder lassen die Welt Elektons mit ihrer Fauna, Flora und den Städten wirklich lebendig werden. Doch auch Fans der Technik kommen nicht zu kurz: Waffen, Flugmaschinen, Wasserfahrzeuge sind genauso fantasievoll in einem retro-futuristischen Design umgesetzt worden, wie die Helme und Uniformen der Piloten. Es ist unglaublich, welch handwerkliche und künstlerische Inspiration der Zeichner Don Lawrence über so viele Jahre aufgebracht hat.

      Fazit: Im Grunde ist diese Ausgabe der ideale Einstieg für Leser, die einfach einmal in diese Serie hinein schnuppern wollen. Für -16- Euro gibt es auf -64- Seiten einen wundervoll bebilderten SF/Fantasy-Pulp auf mattem Kartonpapier und im Hardcover. Neben der Hauptgeschichte kommt noch eine kürzere Nebenstory zum Abdruck. Drei redaktionelle Artikel klären über die Serie und über den Planeten Elektron auf und ziehen dabei aufschlussreiche Vergleiche zum römischen Reich unserer Erde. Ob es für eine dauerhafte Bindung an die Serie reicht – sie umfasst nach meinem Kenntnisstand 18 Ausgaben -, mag natürlich jeder für sich entscheiden. Aber ich denke, dass ich mir zumindest die zweite Ausgabe noch besorgen werde, sobald sich mein Lesestapel verkleinert hat. Allein die Coverabbildung mit dem futuristischen Wasserfahrzeug hat mich da schon angefixt.
      "Gott ist mit Dir mein Sohn. Auch wenn Du ein Arschloch bist!"
      (Lemmy K.)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gina_michi ()

    • @gina_michi

      Nein, keine 34 Alben.
      Es sind unsere 17+1 (mit dem kompletten Lawrence und den innerhalb der Chronologie eingestreuten anderen Zeichnern; sowie unserem Abschlußband mit Covergalerie und zahlreichen Überraschungen) und danach wären es noch 528 Seiten von Frey und Wood. Das wäre Material für etwa 7 weitere Alben. Nur gibt es keine Druckvorlagen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bubi ()

    • Hluhluwe Umfolozi schrieb:

      Nach 18 Ausgaben ist im August vermutlich Feierabend. Mehr Material von Lawrence liegt nicht vor. Danach muss man bei der Konkurrenz mit Storm weitermachen .
      Sorry , für mich schon in der Lawrence Endphase der letzten 2 Alben schwierig nd spätestens danach kaum bis gar nicht mehr lesbar
      Trigan gibt eh mit einem geeigneten Autoren und Zeichner wie Don viel mehr Möglichkeiten als diese unsägliche Klischeehafte und nun auch mit diesen grausig gesegneten Niederländischen Nachfolgeautoren ab. Da waren ja die Lawrence Nachfolger bei Trigan ja noch Gold wert.
      Bsp:
      detekentafel.com/2018/11/12/st…1-het-gesticht-van-krijs/
      stripinfo.be/recensie.php?recensie=4686
    • Wünsche mir auch das die fehlenden Episoden noch in der fantastischen Ausführung veröffentlicht würden.
      Klar ist es nicht die Qualität an Zeichnungen eines Don Lawrence, doch der Vollständigkeit halber wäre es
      toll.
      So wie ich bisher verstanden habe, hat Hethke seinerzeit alle Geschichten veröffentlicht, es muss ja dann
      doch irgendwelche Vorlagen geben. Kann mir jemand mitteilen, welche Geschichten von Frey und Wood in
      welchen Ausgaben erschienen sind?
    • Die Alben von Hethke sind vor über 20 Jahren erschienen, sollte es diese Druckvorlagen noch geben (was sehr unwahrscheinlich ist), sind sie heute aufgrund der mittlerweile veränderten Technik unbrauchbar geworden. Und schaut man sich die Ausgaben von Hethke an, waren die Vorlagen damals zum Teil bereits von schlechter Qualität.

      Bei Hethke sind erschienen:
      Oiver Frey in den Alben 8, 11, 13, 17
      Gerry Wood in den Alben 20, 23, 26, 28, 29, 30, 31, 32, 33
    • Mal nebenher:
      Das Cover von der Ausgabe 16 weicht von der auf der Panini-Seite ab. Was ist da los?
      Das mit dem Schiff und dem Flugzeug liegt mir vor. Das mit dem "Blitztypen" ist das was propagiert wird.
      Bilder
      • 2019-03-31 19_30_02-TRIGAN 16_ FATALE MISSIONEN im PaniniShop.de - Vivaldi.jpg

        76,33 kB, 527×742, 28 mal angesehen
      • Trigan_016.jpg

        637,19 kB, 852×1.200, 38 mal angesehen


    • Trigan 17 – Eine Welt in Gefahr

      In der vorletzten Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ von Autor Mike Butterworth und Zeichnerlegende Don Lawrence sind 5 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 718 bis 752 aus dem Jahren 1975 bis 1976 enthalten. Alternative Cover sind in diesem Band nicht dabei, dafür hat er aber ganze 79 Seiten. Immer wieder gut sind die redaktionellen Texte zu jeder Episode mit viel Hintergrundwissen. So stell ich mir eine gute Neuauflage vor.

      Episode 55: Nastor der Wunderheiler
      Wieder einmal bekommt ein triganischer Bürger eine Wesensänderung zu spüren. Nastor, ein schlechter Glückspielprofi, wird von einem Blitz getroffen. Fortan hat tritt er als Wunderheiler auf – oder ist das ganze nur inszeniert? Janno wird es ermitteln…

      Episode 56: Die perfekte Sammlung

      In Trigopolis kommt es zu verschiedenen, gut geplanten Überfällen, bei denen anscheinend wahllos Kunstgegenstände, aber auch Menschen geraubt werden. Wer anders als Janno und seine Truppe könnte die Ermittlungen aufnehmen, um der Sache auf den Grund zu gehen?


      Episode 57: Der grüne Nebel

      Als ein rätselhafter, undurchdringlicher Nebel so schnell geht wie er gekommen war, ist die Verwunderung in Trigopolis groß. Noch größer wird sie, als in der ganzen Stadt, an jedem Haus und auf der Straße plötzlich merkwürdige Pflanzen wachsen, die, als der Nebel wieder verschwindet, plötzlich kurz geschnitten sind? Erleben die Triganer ein Umweltphänomen, oder steckt etwas anderes dahinter?


      Episode 58: Das verborgene Tal

      Als bei einem Vulkanausbruch eine Felswand wegbricht, führt dies zu der Entdeckung eines bisher unbekannten Tales, wo ein Volk wohnt, was seit Jahrhunderten abgeschieden lebte. Die Triganer wollen ihre Freundschaft anbieten, doch die Bewohner des Tales halten sich für technisch überlegen. Als dann noch feindliche Eroberer das Tal für sich beanspruchen wollen, kommt es zum offenen Krieg.


      Episode 59: Gefahr aus dem all

      Dass es durch Meteoriten mit Sporen und andere außerirdische Dinge zu Unbill für die Bewohner Elektons kommt ist ja fast eine Tradition der Serie, dieses Mal haben die Menschen allerdings das Problem selbst ausgelöst. Durch ins All geschossenen Atommüll kommt es zu einem Unfall, der wiederum die Bevölkerung in Monster verwandelt. Nun ist unser Lieblingswissenschaftler Perik gefragt.


      Fazit:

      Dieser Band wurde wieder komplett von Don Lawrence gestaltet, was optisch natürlich das höchste Niveau ist. Auch die Geschichten können sich sehen lassen, und sind für Butterworth’sche Verhältnisse Abwechslungsreich, egal ob es um Umweltverschmutzung, habgierige Sammler oder mysteriöse Wesen geht. Dabei kommt wie immer der Humor nicht zu kurz, wie z.B. bei der Selbstüberschätzung des Volkes aus „Das verlorene Tal“, und Lawrence kann seine beliebten Themen wie Monster oder einfallsreiche Fahr- und Flugzeuge (z.B. der Dreideckerbus, der seinem Londoner Vorbild sehr ähnlich ist) voll einbringen. Mir macht die trashige Serie nach wie vor Spaß und mit Wehmut sehe ich dem August 2019 entgegen, wenn der letzte Band erscheinen soll.