Mark Millar Collection

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    • Mir kommt mittlerweile vor Millar hat gar keinen Bock mehr auf die eigenen Sachen...

      Kick-Ass - The New Girl:
      er schreibt die ersten 6 Hefte, dann dürfen Andere übernehmen. Der Witz der die erste Serie ausmachte fehlt dabei komplett.

      Hit-Girl:
      4 Ausgaben von ihm, der Rest wie oben.

      Angefangene Serien wie
      Jupiter's Legacy, Reborn, Empress oder Nemesis (ein Sequel wurde 2012 angekündigt), hängen in irgendeiner Warteschleife...

      Mochte den Herrn ja früher echt gerne, aber so :thumbdown:
    • churchi schrieb:

      Mir kommt mittlerweile vor Millar hat gar keinen Bock mehr auf die eigenen Sachen...

      Kick-Ass - The New Girl:
      er schreibt die ersten 6 Hefte, dann dürfen Andere übernehmen. Der Witz der die erste Serie ausmachte fehlt dabei komplett.

      Hit-Girl:
      4 Ausgaben von ihm, der Rest wie oben.

      Angefangene Serien wie
      Jupiter's Legacy, Reborn, Empress oder Nemesis (ein Sequel wurde 2012 angekündigt), hängen in irgendeiner Warteschleife...

      Mochte den Herrn ja früher echt gerne, aber so :thumbdown:
      Verständlich Deine Einstellung zu ihm. Ich hab bis jetzt auch nur abgeschlossene Sachen, bzw bei Kick Ass nur die beiden Bände aus der Mark Millar Collection ins Auge gefasst.
    • Also greift Millar nur noch, für schnell mal nebenbei erfundene Storys, die Filmrechte ab? So kann man bestimmt auch im Comic Business noch Multi-Millionär werden :rolleyes:

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
      Read moore comics!
    • Willkommen in der MILLARWORLD…

      ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 14)



      Titel: Wanted: Mark Millar Collection 1

      Verlag: Panini (US: Top Cow / Millarworld)

      Format: 196 Seiten im Hardcover

      Inhalt: Wanted #1-6

      Autoren: Mark Millar

      Zeichner: J. G. Jones

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Wesley Gibson sitzt in seiner Box in einem Großraumbüro und denkt, er wäre genau wie alle anderen. Aber sein Leben wird in der Sekunde auf den Kopf gestellt, als er erfährt, dass er der Sohn von "Killer" ist, einem Mitglied der Bruderschaft der Superschurken, die seit 1986 heimlich die Welt regiert.

      Nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters wird Wesley in die Bruderschaft aufgenommen und erkennt, dass er über dieselben Fähigkeiten verfügt wie sein Vater. Er wird der neue „Killer“ und sieht die Welt mit anderen Augen. Eine Welt, in der die Superhelden tot sind. Er genießt sein neues Leben als Superschurke in vollen Zügen und versucht, den Mord an seinem Vater aufzuklären. Wesley Gibson ist der Killer, ein Schurke, ein Held… und vor allem begehrt.

      Die MARK MILLAR COLLECTION versammelt erstmals die größten Erfolge aus der Feder des Comic-Wunderkinds Mark Millar in edlen Hardcover-Sammelbänden mit jeweils umfassendem Bonusmaterial.



      Just my 2 cents:
      WTF?!? Eine Mischung aus Charles Bronson und Thommy Lee Jones ist der Papa von Eminem und beide bumsen Halle Berry?!?

      Aber mal ganz von vorne. Mit Wanted habe ich den ersten Band der Mark Millar Collection von Panini am Start und laut Mr. Millars eigener Aussage handelt es sich hierbei um eine seiner ältesten Comic-Ideen, die er mit diesem Werk endlich verwirklichen konnte. Der gewohnt schicke Hardcover-Band enthält neben einer treffenden Einleitung von Brian K. Vaughan (Saga, Papergirls etc…) gleich einen ganzen Schwung Bonusmaterial. Figurenentwürfe, Cover, Variant-Cover, Entfallene Szenen, vom Skript zum Buch und extrem coole Dossiers zu allen wichtigen Figuren.

      Ja, Tag für Tag im Büro hocken, malochen und sich von der Chefin anschnauzen lassen. Dazu eine mittelhübsche Freundin, die denkt man wäre zu blöd zu merken, dass sie ständig fremd geht. Jeden Tag der gleiche Tagesablauf, das gleiche Mittagessen, der gleiche, triste Alltagstrott. Das ist das Leben von Wesley Gibson, der ohne Vater aufgewachsen ist und von seiner Mutter nicht gerade als Kämpfernatur erzogen wurde. Ein recht trostloses Dasein das zumindest in kleinen Teilen, dem ein oder anderen nicht ganz unvertraut sein wird. Doch jetzt soll sich das alles ändern.

      Was Wesley nicht weiß, sein Vater war ein Superverbrecher und meisterhafter Killer in einer welt- und dimensionsweit operierenden Vereinigung von Superverbrechern, denen es bereits 1986 gelungen ist alle Superhelden der Erde zu eliminieren und das Gedächtnis der Bevölkerung an ihre Existenz auszulöschen. Lediglich in Comics und einigen hanebüchenen Filmen lebt die Erinnerung an die Helden in Strumpfhosen noch weiter. Allerdings wurde seinem Paps vor kurzem das Hirn rausgeblasen und Wes erwartet eine Erbschaft in Höhe von 50 Millionen Dollar. Allerdings ist die Auszahlung an eine Bedingung geknüpft. Wesley muss seines Vaters Platz im Superverbrecherkonglomerat einnehmen, allerdings muss er dazu zu einem absolut skrupellosen und brutalen Killer werden. Fox, ein sexy Halle Berry Verschnitt soll ihm dabei helfen, ihn trainieren, und dazu bringen seine sexuellen Hemmungen abzulegen. Er soll sein wahres Ich erwecken und zu einem knallharten Badass Motherfucker werden, was überraschend gut funktioniert, während er immer tiefer in die Welt der Verbrecherbruderschaft eintaucht und jede Menge abgedrehter Typen kennenlernt. Ein Blutbad nach dem Anderen und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Bis schließlich etwas gänzlich Unvorhergesehenes geschieht…



      Wahnsinn! Ein absolut abgefahrenes Stück Comic-Kunst, das sowohl als wahnsinnig gestörte over the top Action- und Gewaltorgie funktioniert, aber auch mit reichlich Gesellschaftskritik aufweist. Kann aber auch genauso gut als Demontage des Mediums Comic, und der Superheldensparte im speziellen, selbst hergenommen werden.
      Mich begeistern auch die ultraschrägen Charaktere vom Puppen Meister bis zum Scheiße-Monster ist so einiges vertreten. Typen namens Shit-Head, Sucker oder Fuckwit lassen mein Herz höherschlagen und ich wechsle stetig zwischen einem fiesen Grinsen und schmunzelndem Kopfschütteln hin und her.
      Das sexy Artwork von J. G. Jones kommt in recht moderner Hochglanz-Optik daher und passt perfekt zur Story. Vor allem die deutlich an realen Vorbildern angelehnten Hauptfiguren bringen nochmal eine gute Portion Fun und Kinofeeling mit ein.

      Direkte Vergleiche zum Film möchte ich jetzt nicht anstellen, da es einfach viel zu lange her ist, dass ich diesen gesehen habe. Aber nach dem an was ich mich noch erinnere (und das ist wahrlich nicht viel) hat der Streifen nur einen Teil der Motive übernommen, aber ganz viel anders gemacht, als der Comic.
      Mark Millar ist es hier auf jeden Fall wieder gelungen mich vollends abzuholen und von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern. Irgendwo hab ich mal eine Rezi gelesen, da meinte jemand, dass man die letzten beiden Seiten entweder scheiße findet, oder mit einem leichten schmunzeln liest. Letztere seien dann herzlich willkommen auf der anderen Seite. Da fühle ich mich auch ein wenig zugehörig (auch wenn ich jeden Tag noch im Büro sitze, aber der Geist ist ja frei).

      Meine Wertung: 9/10

      Für mich echt ein kultiges Teil, auch wenn die enorme Kurzweiligkeit dazu führt, dass man das gute Stück in einem Rutsch weghaut. Das kann vielleicht dazu führen, dass die anfängliche Euphorie nach einer Weile verblasst und die Langzeitwertung etwas sinkt, aber hey, hier und heute empfinde ich nun mal so.
      Bei Genosse Superman ist es eher andersrum, da könnte ich mir gut vorstellen, dass der über die Jahre vielleicht sogar noch etwas anzieht und in meiner Gunst steigt. Mal schauen.

      VG, God_W,

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • KillaCam schrieb:

      Erstmal super Rezi von dir.
      Mir hat Wanted super gefallen. Werde es wohl auch noch mal lesen.

      Die Aussage mit der letzten Seite schieße oder gut finden, kommt sogar aus dem Band selbst. Ein anderer Künstler sagt das doch über den Comic. Weiß nur nicht mehr genau wer und auf welcher Seite es stand.
      Danke! :ok:

      Ach kacke, stimmt! Das schreibt Vaughan im Vorwort :omg: . Und ich hab alle möglichen Amazon Rezis und hier im Forum durchgeguckt, ob ich das nochmal finde... :wacko:
    • Marvel Boy schrieb:

      Dann muß ich den Band wohl auch mal lesen, da habe ich nach dem eher schlechten Film immer einen Bogen drum gemacht.
      Das solltest du unbedingt machen, der Film hat mit dem Comic nur in Ansätzen zu tun :)

      Mir hat das Comic saugut gefallen und ich finde die Idee, dass hier mal das "(Super)Böse" gewonnen hat mal einen ganz anderen, neuen Ansatz.

      Und soooooooooo schlimm ist das auch gar nicht.... wenn man selber einer von den Bösen ist :D

      Ich les übrigens zur Zeit auch was von Mark Millar und zwar die Ultimativen (die 4 TPBs). Leider nicht in der Mark Millar Collection erschienen, aber auch gaaaaaaaaaaanz toller Stoff !


      Freunde des klassischen Swamp Thing, die sooooooooooo gerne schöne Neuausgaben hätten und von einem deutschen Omnibus träumen :D
    • Mir hat tatsächlich der Film besser als der Comic gefallen.

      Der Comic war mir irgendwie zu Over-Over (also er sollte ja etwas drüber sein, aber ich empfand es sogar dafür noch zu drüber)

      Die Grundprämisse ist super, aber es gav auch viel, was es einfach nicht gebraucht hat.
      Die Superhelden in der anderen Dimension zum Beispiel.

      Auch wie beiläufig mit dem Thema Vergewaltigung umgegangen wird, gefiel mir gar nicht.
      Ok sollte vielleicht so sein, aber bei dem Thema reagiere ich empfindlich, zumal in Superhelden-Comics selten mal Vergewaltigung Thema ist... also sogar für die Bösewichte ein Tabu-Thema ist.
    • Ein Comic wie ein Arschtritt…

      ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 27)



      Titel: Kick-Ass Runde 1: Mark Millar Collection 3

      Verlag: Panini (US: Millarworld)

      Format: 412 Seiten im Hardcover

      Inhalt: Kick-Ass #1-8; Kick-Ass 2 #1-7

      Autoren: Mark Millar

      Zeichner: John Romita Jr.

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Wollten Sie je ein Superheld sein? Nein, ich meine, wollten Sie wirklich mal ein Superheld sein? Dave Lizewski wollte es, aber im Gegensatz zu Ihnen und mir lässt er es nicht bei Tagträumereien bewenden. Er entwirft sich ein Kostüm und wählt den Namen “Kick-Ass”, denn Dave möchte sein trostloses Leben aufpeppen. Umso besser, wenn er dabei auch noch einigen Leuten helfen kann. Aber es könnte gut sein, dass er die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat, denn ohne Superkräfte ist er den knallharten Verbrechern New Yorks rettungslos unterlegen…

      Die beiden kompletten Megaerfolgsminiserien KICK-ASS und KICK-ASS 2 von Star-Autor Mark Millar und Top-Zeichner John Romita Jr. in einem wuchtigen Gesamtband!

      Die MARK MILLAR COLLECTION versammelt erstmals die größten Erfolge aus der Feder des Comic-Wunderkinds und Erfolgsautors Mark Millar in edlen Hardcover-Sammelbänden mit jeweils umfassendem Bonusmaterial.



      Just my 2 cents:
      …oder doch nur eine Modeerscheinung? Kick-Ass ist mit seinem Umfang über mehrere Teile, sowie Spin-Off-Auskopplungen und gleich zwei Kinoadaptionen sicherlich das Erfolgreichste Werk aus Mark Millars Independent-Schmiede Millarworld. Zumindest den ersten Film empfand ich damals als extrem überraschenden Knüller. Abgedrehte Story mit teils schockierend wirkenden Gewaltausbrüchen äußerst humorvoll und respektlos aufbereitet. Bei Teil zwei sah das dann schon etwas anders aus. Zu krampfhaft und aufgesetzt kam mir der daher, wollte auf Zwang noch schockierender und noch lustiger rüberkommen als der Erstling und stand sich dabei leider allzu oft selbst im Weg. Insgesamt konnte man sich das zwar anschauen, aber die Qualität des ersten Teils wurde zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd erreicht. Dennoch war das Franchise sogar erfolgreich genug um noch einige Nachahmer nach sich zu ziehen. Äußerst positiv ist mir in der Richtung Super – Shut up Crime in Erinnerung geblieben, alles andere ist (vermutlich zu Recht) schnell wieder in Vergessenheit geraten.

      Nach all den Jahren und meiner zwischenzeitlich entflammten Liebe zur neunten Kunst wurde es so langsam mal Zeit, dass ich mir die Vorlage zu den Kinofilmen mal zu Gemüte führe. Eine ideale und auch noch sehr schick geratene Möglichkeit bieten hierzu die zwei Bände #3 und #5 der Mark Millar Collection von Panini. Beides schicke Hardcover, etwas kleiner als Albenformat, also genau wie beispielsweise bei der Spawn Origins Collection. Wie bei allen Bänden der Collection sind die Bücher von außen in großen Teilen in elegantem Schwarz und Weiß gehalten und halten im Inneren neben dem Comic ein paar schicke Extras bereit. Abseits Infos zu Autor Mark Millar und Zeichner John Romita Jr. gibt es diesmal wieder verschiedene Cover und Variants, sowohl coloriert als auch in S/W. Enthalten sind im ersten, richtig fetten, 412 Seiten starken Band alle Ausgaben von Kick-Ass und Kick-Ass 2. Stimmt, Hit-Girl spielt zeitlich zwar zwischen Teil 1 und Teil 2, wurde aber erst hinterher geschaffen und diesmal halte ich es da wie einige verehrte Kollegen hier im Forum und lese in der Veröffentlichungsreihenfolge, nicht in der zeitlichen Abfolge der Story. Hit-Girl und Kick-Ass 3 gibt’s dann in Band 5 der Mark Millar Collection.



      Kick-Ass 1
      Da die Filme recht erfolgreich waren, sich Kick-Ass zeitweise schon beinahe zu einem Popkulturellen Phänomen entwickelt hat und das Gros aller Comic-Leser, die sich für amerikanische Independent-Werke interessiert vermutlich bereits einen Blick in die Reihe geworfen hat werde ich die Story jetzt nicht haarklein wiedergeben, und kurz grob umrissen wurde die Ausgangssituation von Teil eins ja schon oben im Klappentext. Also mal ohne große Umschweife direkt zu meiner Meinung.

      Ja, ich bin schon mittelschwer bis stark begeistert und hätte nicht erwartet, dass Kick-Ass es schafft mich noch so abzuholen, obwohl ich die Story vorab schon so gut kannte, denn den ersten Film habe ich damals ordentlich gefeiert und mehrfach gesehen. Dennoch schafft es der Comic noch immer frisch und unverbraucht zu wirken, die Ideen und die Herangehensweise wirkt neu und außergewöhnlich und wenn die blutigen Gewaltspitzen ihre Höhepunkte erreichen weiß man auch schnell, weshalb das Werk so kontrovers diskutiert wurde. Trotz der großen Portion Realismus, die Millar versucht seinem Werk einzuimpfen kann ich das Treiben aber zu keinem Zeitpunkt wirklich ernst nehmen. Ja, der Aufbau mit dem Normalo-Nerd-Typen als Hauptfigur und die vielen Anspielungen auf Comics und Filme sorgt für eine gewisse Erdung in der realen Welt, aber spätestens bei den ersten Fights wird das gezeigte dermaßen heftig übertrieben und, auch unterstützt von John Romita Juniors leicht cartoonigem Zeichenstil, einfach jenseits aller überlebbaren Grenzen dargestellt, dass zwar stellenweise echt heftig rüberkommt, aber zu keinem Zeitpunkt auch nur in irgendeiner Form als realistisch angesehen werden kann.

      Natürlich macht das Ganze trotzdem ungemein viel Spaß! Das Artwork funktioniert sowohl bei den „Teenie-Film-Szenen“, als auch bei den dynamischen Fights und dem dabei enthaltenen Splatter perfekt und unterstützt mit den großen Panels und der abwechslungsreichen Anordnung den wilden Ritt, den die Story bietet von vorne bis hinten. Treibend, spannend und nie langweilig gehet es voran und schneller als man sich versieht ist es auch schon vorbei. 1A Spaßunterhaltung für nicht zimperliche, der aber etwas mehr Tiefe gutgetan hätte. Nichtsdestotrotz kann ich jeden geneigten Fan verstehen, der das Teil so hart feiert wie Image-Mitbegründer und Deadpool-Miterfinder Rob Liefeld im Vorwort.



      Kick-Ass 2
      Das Vorwort zum zweiten Teil verfasste Regisseur Joe Carnahan, der seit 2010 ein guter Freund von Mark Millar ist. Millar war von Carnahans A-Team-Film damals wohl sehr begeistert (und NUR der!), was die beiden auf Twitter zusammenführte und so feiert Carnahan hier Kick-Ass 2, allerdings erst am Ende, denn die Einleitung hat Panini hier ans Ende gepackt, vermutlich um den Lesefluss zwischen Teil eins und Teil zwei nicht zu unterbrechen. Kurz zur Story:

      Spoiler anzeigen
      Hit-Girl lebt nach dem Tod ihres Vaters im ersten Teil wieder bei ihrer Mutter und hat in Marcus einen liebevollen Stiefvater gefunden. Der ist Polizist und hat schnell alles über ihre Geheimidentität herausgefunden. Um die Nerven ihrer Mutter zu schonen hat er mit der kleinen Mindy den Pakt geschlossen, dass er Stillschweigen bewahrt, sie aber auch nicht mehr als Hit-Girl loszieht und sich in Gefahr begibt. So ist Kick-Ass immer mal wieder mit Anderen Helden unterwegs, die sich online mittlerweile tummeln. So kommt er nach einiger Zeit zu einer ganzen Gruppe, die eine richtige Heldenliga gegründet haben, die Justice Forever. Doch auch die Gegenseite bleibt nicht lange untätig, denn Red Mist, der Sohn des Mafiabosses, den Kick-Ass und seine Freunde im ersten Teil ausgeschaltet haben, ist zurück. Er nennt sich jetzt Motherfucker und schart eine ganze Armee Bösewichter in Kostümen um sich und die große Entscheidungsschlacht lässt nicht lange auf sich warten…


      Soweit der grobe Handlungsbogen, der auf den ersten Blick etwas innovationsarm daherkommt. Auf den Zweiten leider auch. Ja, es gibt wieder viele Referenzen an die moderne Popkultur, das Nerd-Tum und so weiter und das macht auch Spaß. Allerdings merkt man allzu oft, dass hier auf Biegen und Brechen versucht wurde das gesamte Werk in allen Bereichen weiter zu treiben um den ersten Teil zu übertreffen. Mehr Helden, mehr Bösewichte, mehr Drama, mehr abgedrehter Humor (der leider auch nicht immer zündet) und vor allem mehr krampfhaft auf Schockieren ausgelegte Gewaltszenen, bis zum sinnlosen dahinmetzeln von kleinen Kindern. Das täuscht alles leider nicht darüber hinweg, dass man keine richtig gute Geschichte zu erzählen hat und wirkt deshalb sehr selbstzweckhaft, da hilft es auch nicht mehr viel, dass man versucht die Bindung von Kick-Ass alias Dave Lizewski zu seinem Paps mehr mit einzubeziehen.

      Einzig die Geschichte rund um Hit-Girl und ihren Stiefvater bringt wirklich so etwas wie Tiefe und einen moralischen Anker in die Story. Hier bin ich auch wirklich gespannt, wie sich die Kleine weiterentwickelt, ob es ihr gelingt aus ihrem „ungewöhnlichen“ Erziehungsmuster auszubrechen, zu so etwas wie einem normalen Leben zurückzufinden und sich in eine familiäre Umgebung einzufügen, wenn ihr Geduld entgegengebracht und die Möglichkeit dazu gegeben wird.

      Für mich alles in allem eine kleine Enttäuschung. Klar, langweilig ist es nicht, reichlich Action ist dabei, es geht (ultra-)blutig zur Sache und lustige Seitenhiebe gibt es auch. Macht für mich ein ziemlich durchschnittliches Gesamtkonstrukt, dass durch das echt gelungene Artwork von Romita Jr., der im Vergleich zu Teil eins sogar nochmal eine Nummer zulegen kann.

      Meine Wertung: 8/10 (Kick-Ass 1)

      Meine Wertung: 6/10 (Kick-Ass 2)

      Bei Teil eins verspüre ich da sogar eine leichte Tendenz nach oben, bei Teil zwei eher nach unten, aber da Hit-Girl für mich der Lichtblick im zweiten Teil war freue ich mich schon auf Kick-Ass - Runde 2. Wie fandet Ihr die ersten beiden Kick-Ass Teile im direkten Vergleich? Haben Euch die Filme gefallen? UND: Wer traut sich, sich als Fan des A-Team-Films zu outen?

      VG, God_W.
    • excelsior1166 schrieb:

      Sehe ich bei den Comics ähnlich.
      Filme waren okay.
      A-Team? Daeinst gute Serie, hat mit der Zeit etwas verloren.
      Welcher Film?!? :D ;)
      Da gibt es übrigens ein nettes Marvel Comic-Album von Ehapa...
      Wobei ich sagen muss, dass die Filme beide insofern richtig gelungen sind, da sie sich viel dichter an die Vorlage halten, als es zum Beispiel bei den Kingsmen oder vor allem auch bei Wanted der Fall war. Von daher könnte man vor allem dem zweiten Teil noch dichte Werktreue zugute halten, denn der krankt an den gleichen Problemchen wie der Comic.

      A-Team habe ich als Kind abgöttisch geliebt, hatte dann vor zig Jahren mal die DVD-Komplettbox von einem Freund ausgeliehen, aber nie zu Ende geschafft. Mehrere Folgen am Stück gehen da heutzutage leider echt kaum noch, da jede zweite Episode das Gleiche passiert. Als Kind oder Teenie jeden Sonntag auf ne neue Folge freuen, das war top, aber über die Jahre bleibt da echt nur Nostalgiebonus.
      Das mit dem Film war schade, hätte man echt was rausholen können aus dem Franchise, hat bei Kobra, übernehmen Sie ja auch geklappt.

      Album zur Serie oder zum Film?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • Das A-Team Album enthält die ersten beiden Hefte der Marvel Serie von 1984.
      Die Serie hab ich damals gerne geschaut, heute ist es machbar, aber kein muß. Immerhin liefen aber letztens noch Folgen im TV die es damals im öffentlich rechtlichen Bereich nicht mehr geschafft hatten. Was den Film betrifft, manchmal soll man Helden in frieden ruhen lassen.
      Also, auf zu Kick Ass.
      Erster Film, einfach grandios, zweiter immer noch gut.
      Neben bei erwähnt, der von dir erwähnte Super gefiel mir nicht wirklich.
      Die Comics, hier gefallen mir beide wirklich gut, okay, der zweite mit kleinen abstrichen. Großer vorteil gegenüber den Filmen aber für mich, Mindy ist im Comic nicht so viel gealtert wie im Film, denn das ist es was dem zweiten Film diesen Charm der unschuld nimmt.
    • Hit-Girl und Kick-Ass verteilen Arschtritte – zum letzten Mal?

      ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 29) - Sonntagsedition



      Titel: Kick-Ass Runde 2: Mark Millar Collection 5

      Verlag: Panini (US: Millarworld)

      Format: 364 Seiten im Hardcover

      Inhalt: Hit-Girl #1-5; Kick-Ass 3 #1-8

      Autoren: Mark Millar

      Zeichner: John Romita Jr.

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Sie kann eine komplette SWAT-Einheit auf die Bretter schicken, eine Bombe aus Spülmittel basteln und hat bereits Dutzende Kriminelle getötet. Doch jetzt hat Hit-Girl einen Gegner gefunden, der sie ins Schwitzen bringt: ihre neuen Klassenkameradinnen! Wird es die erbarmungsloseste Superheldin von allen schaffen, ihr unvorhersehbares Leben zwischen Trainingseinheiten mit Kick-Ass und Zankereien in der Mensa unter Kontrolle zu bringen? Dieser gewaltigen Geschichte folgt das dritte und letzte Kapitel der Kick-Ass-Saga mit dem Abschluss der knallharten Abenteuer des wohl unwahrscheinlichsten Superhelden aller Zeiten und seiner nicht minder skurrilen Kampfgefährten. Die beiden Miniserien HIT-GIRL und KICK-ASS 3 in einem grandiosen Gesamtband von Star-Autor Mark Millar und Top-Zeichner John Romita Jr.

      Die MARK MILLAR COLLECTION versammelt erstmals die größten Erfolge aus der Feder des Comic-Wunderkinds Mark Millar in edlen Hardcover-Sammelbänden mit jeweils umfassendem Bonusmaterial.



      Just my 2 cents:
      Auch wenn ich den Wälzer bereits am Freitag beendet habe bin ich aus verschiedensten Gründen diese Woche etwas später dran. Immerhin waren die Gründe zumeist positiv, wie netter Besuch, Urlaubsfotos sichten und Spieleabend mit Freunden, also alles im grünen Bereich und wie heißt es so schön? Besser spät als nie.

      Nachdem Panini in Runde 1 die ersten beiden Kick-Ass Teile versammelt hatte gibt es diesmal den „Bauchschuss“ Hit-Girl, der zwischen den ersten beiden Kick-Ass-Bänden spielt, bevor wir in Kick-Ass 3 zum großen Finale kommen. Verpackt sind die insgesamt 13 Hefte wieder in einem mächtig fetten Hardcover, welches sich nahtlos in die schicken Veröffentlichungen aus der Mark Millar Collection einreiht. Mit kurzen Einleitungen von Matthias Korn und Jeff Wadlow wird mir nach dem etwas schwächeren zweiten Kick-Ass-Teil wieder richtig Lust auf die Welt des selbsternannten Superhelden gemacht, sind die beiden doch voll des Lobes. Schauen wir mal, ob ich auch so begeistert war. Außerdem sind ein ganzer Schwung Cover und Variant-Cover an Bord und die Macher selbst, Mark Millar und John Romita Jr. Lassen ein paar Worte des Dankes verlauten. Sehr nette Geste, in der die Jungs auch echt sympathisch rüberkommen. Nach der ersten Runde hatte ich mir mal wieder die beiden Kinoadaptionen zu Gemüte geführt und bin jetzt doch ein Stück weit gespannt, wie Millar die Story um Dave Lizewski zu Ende gesponnen hat, bevor es so weit ist steht aber erstmal eine junge Dame im Rampenlicht.



      Hit-Girl
      Die Gangster verprügeln und töten nach und nach jeden im Heldenkostüm, den sie auftreiben können und versuchen aus den Möchtegern-Helden die wahre Identität von Kick-Ass herauszuquetschen. Hatten wir schonmal? Klar, immerhin spielt Hit-Girl ja zwischen Kick-Ass 1 und 2. Mindy McCready, alias Hit-Girl, lebt jetzt bei ihrer Mutter und ihrem neuen Mann, dem liebevollen Stiefvater Marcus, seines Zeichens einer der wenigen unbestechlichen Cops der Stadt. Die kleine Mindy hat es echt nicht leicht. Sie versucht die Trauer um ihren Vater zu verarbeiten, sich in eine neue Familie zu integrieren und gleichzeitig mit der normalen und realen Welt in der Schule klar zu kommen.

      Ganz schön viel auf einmal und nicht in allen dieser Disziplinen ist sie ein Naturtalent. „Schuld“ daran ist zum Teil natürlich die ganz besondere Art der Erziehung, die die jüngste Superheldin der Welt genossen hat. Einige Einblicke in die echt krasse Kindheit der kleinen Splatter-Granate werden in den häufig eingestreuten Rückblenden offenbart und sind stets irgendwo zwischen absolut schockierend und unglaublich böse/abgedreht/lustig angesiedelt. Zwischen all diesen neuen Herausforderungen hilft es ihr ein Ziel zu haben, mit dem sie umgehen kann, etwas das sie kennt – und das ist gnadenlose, blutige Rache. Nebenbei hat sie aber auch noch ein ganz besonderes Projekt ins Auge gefasst, das Training eines neuen Sidekicks, Dave Lizewski alias Kick-Ass soll ihr neuer Verbündeter sein und zwar nicht nur im Kampf gegen das organisierte Verbrechen, sondern im Gegenzug für ihr knallhartes Training soll er ihr beibringen, in der gnadenlosen Welt der Schulhofzicken zu bestehen, ein Vorhaben das für so manchen Schmunzler sorgen wird…

      Nach dem doch deutlich schwächeren zweiten Band von Kick-Ass haut Mark Millar hier wieder echt einen raus. Mindy ist meiner Meinung nach einfach der viel spannendere, weil vielschichtigerer Charakter verglichen mit Kick-Ass selbst. Den kleinen Wirbelwind auf der Reise von der knallharten Killer-Göre hin zu einem normalen Mädchen (oder zumindest dem Versuch dabei) zu begleiten ist einfach eine enorm unterhaltsame Freude und wird zu keiner Sekunde langweilig. Dazu die hammerharten Rückblenden, die Perfektion mit der die Story zwischen die beiden Kick-Ass Bände gepuzzelt wurde und auch die Weiterentwicklung der anderen Charaktere wie Kick-Ass, vor allem aber auch vom Motherfucker, der ja auch seinen Paps verloren hat verbinden das Ganze zu einem äußerst stimmigen Ganzen, dass mindestens wieder auf dem Niveau von Kick-Ass 1 angesiedelt ist, wenn nicht sogar knapp darüber.



      Kick-Ass 3
      Hit-Girl sitzt im Hochsicherheitsgefängnis und verschleißt einen Psychiater nach dem Anderen während Kick-Ass und seine Heldentruppe für den von Mindy im Vorfeld bereits geplanten Rettungsversuch trainieren. Als es dann wirklich ernst wird bekommen die Pseudo-Helden allerdings schnell kalte Füße, vermasseln alles und suchen schleunigst das Weite. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben reden sie sich ein und nehmen sich vor es irgendwann erneut zu probieren. Doch dabei bleibt es vorerst, denn eigentlich fehlt allen irgendwie der Mut und vor allem der Antrieb, den ihnen Hit-Girl stets gab. Im Headquarter haben sich Schmarotzer eingenistet, die die Porto-Kasse plündern und den Rest ausnutzen, aber selbst das kümmert Kick-Ass nicht wirklich, denn der hat seine erste große Liebe gefunden und kommt kaum aus dem Bett mit ihr raus. Über die ersten sexuellen Freuden vergisst er seine Kameraden fast gänzlich, wer kennt das nicht?

      Schlimmer geht’s kaum denkt man sich, bis Rocco Genovese auf den Plan tritt, der letzte Überlebende der Genovese-Brüder und somit auch der letzte Onkel von Chris Genovese alias Motherfucker. Der Schlächter, der seine Gegner gerne mit einem goldenen Eispickel ausschaltet ist der brutalste, blutrünstigste und schlimmste der ganzen Familie, weshalb er vor Jahren zurück nach Sizilien deportiert wurde. Jetzt ist er wieder da um die Führung zu übernehmen, und zwar nicht nur in der Stadt, sondern an der ganzen Küste, wo er plant alle Verbrecherclans unter sich zu vereinen. Unterstützt wird er dabei von einer ganzen Truppe korrupter Polizisten, die Mindys Stiefvater Marcus mehr und mehr auf die Pelle rücken. Es wird blutig, brutal und tödlich und die Lage spitzt sich mehr und mehr zu als ein „Superheld“ nach dem Anderen umgebracht wird. Es wird Zeit etwas dagegen zu unternehmen…

      Ein krasses, brutales, aber auch äußerst befriedigendes Finale, dass Autor Millar und Zeichner Romita Jr. Hier auf die Seiten geballert haben. Trotz der Unmenge an witzigen und übertriebenen Verweisen auf Comics, Superhelden und Popkultur wirkt Kick-Ass 3 für mich ein wenig so, als wäre die Reihe erwachsen geworden. Viele Probleme der Charaktere sind wieder in der wirklichen Welt verankert und sehr nachvollziehbar, auch wenn die Lösungen dafür natürlich oftmals mit ordentlich Anlauf in die brutale Over-The-Top-Welt von Kick-Ass und Hit-Girl springen. Dieser schnelle Wechsel von der Realität hin zu vor kreativem Witz und Blutfontänen sprühenden Szenen macht so unglaublich viel Laune, dass ich es echt schade finde, dass wir dieses abschließende Abenteuer aufgrund des schwächelnden zweiten Teils wohl nie auf der Kinoleinwand erleben dürfen. Dafür bereitet uns Millar mit der letzten Szene des Comics einen wirklich runden Abschluss, schließt eine Klammer, die ganz zu Beginn geöffnet wurde und macht Mut für die Zukunft.



      Meine Wertung: 8/10 (Hit-Girl)

      Meine Wertung: 8/10 (Kick-Ass 3)

      Beides noch mit leichter Tendenz nach oben! Ich fand sowohl den Start der Hit-Girl Solo-Serie, als auch das große Kick-Ass-Finale extrem gut und nochmal eine Kante besser als den Erstling. Wie wars für Euch?

      VG, God_W.