LaLes DC Dark Re-Read

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    • LaLe schrieb:

      esurrection Man Vol. 1 - Dead Again


      Der Resurrection Man ist sicher nicht die bekannteste Figur im Repertoire des DCU. Ich selbst erinnere lediglich seinen Auftritt im Zuge von One Million, wo er eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielte. Das zugrundeliegende Konzept finde ich allerdings sehr spannend.


      Das "Problem" quasi unsterblicher Helden umgeht man hier geschickt dadurch, dass dieser regelmäßig stirbt. In diesem Band stirbt er insgesamt achtmal. Dass das auch nicht immer einfach ist macht die Episode in Arkham deutlich. Ich zitiere mal aus den Akten: "During his delusions, the subject claims to possess superpowers that manifest when he dies... and insists we have to kill him so he can prove his story. We are, of course, keeping him heavily sedated." :tick:

      Spannend daran ist dann welche Superkraft er bekommt (die variiert von mal zu mal) und warum es ihn wohin treibt. Und ein Getriebener ist Mitch Shelley, der auf der Suche nach seiner eigenen Vergangenheit ist. Die Geschichte ist bis dahin interessant umgesetzt. Im Kern geht es um einen von Amnesie geplagten Kerl mit Superkräften, die sich unterschiedliche Interessengruppen zu eigen machen wollen. Das Ganze wird temporeich erzählt, die Body Doubles bringen ordentlich Sexappeal mit rein und Fernando Dagnino liefert als Zeichner sehr ordentliche Arbeit ab. Die Cover stammen überwiegend von Joe Prado und Ivan Reis.

      Wäre dieser Band bei Panini erschienen hätte ich den Folgeband sicher auch gekauft. Und das nicht nur, weil damit dann auch schon Schluss war.

      LaLe schrieb:

      Resurrection Man Vol. 2 - A Matter of Death and Life

      Das war sie nun, die recht kurzzeitige Wiederbelebung des Resurrection Man. Diese bot einen, wie ich finde, durchaus gelungenen Mix aus Black Ops und Übernatürlichem, wobei letzterer Part gerade erst so richtig aus den Startlöchern kommen wollte. So bleibt offen was genau die Seele Mitch Shelleys bzw. seines "Arm-Klons" so wertvoll macht. Wie mir überhaupt das Konzept Seele in der Serie recht unverständlich bleibt. Unklar bleiben auch die Motivlage des Dämons und seine weiteren Pläne mit Shelley. Völlig im Dunklen tappe ich auch noch bei der Identität des geheimnisvollen Angreifers, der Shelley seinerzeit die Tektiten spritzte aus denen dieser dann das Serum herstellen ließ, das ihm, Hooker und den Body Doubles verabreicht wurde.

      Unterm Strich hinterlässt die Serie bei mir einen ganz guten Eindruck und deutsche Ausgaben (zwei Sonderbände oder einen Megaband) hätte ich gekauft. Für den klassischen Superheldenleser ist die Serie aber möglicherweise nichts.
      Tja, viel zu sagen bleibt dieses mal von meiner Seite aus nicht.

      Du hast schon alles Wichtige erwähnt, wie ich finde, alles in allem bleibt mir nur zu sagen wie überraschend gut ich die beiden Trades fande.
      Wirklich unerwartet, dachte hier kommt ne b,c-serie auf mich zu, allerdings war es zeichnerisch sowie inhaltlich gleichermaßen überzeugend.

      Es wird nich spärlich mit mit dem Thema Tod umgegangen, nein, ein jeder hier versucht irgendwie sein eigenes Leben zu verlängern, dazu die Dämonen und Engel Thematik, schon hat man einen Aufhänger der mich bei der Stange hält.

      Den ersten Teil fand ich persönlich ne Ecke besser als den zweiten. Aus dem Grund dass dort alles recht frisch wirkte, übernatürlich und rätselhaft aber dennoch nicht irgendwie überfordernd sondern anfixend. Den ersten Trade konnte ich beinahe gar nicht aus der Hand legen.

      Im zweiten wurde mir die Geschichte dann doch zu irdisch und vorhersehbar, jedoch bot das letzte Kapitel dann wieder etwas übernatürliche Engel/Dämonen Action mit so ungefähr dem fettesten Cliffhanger aller Zeiten :dreizweieins:

      Ein kleines highlight war bei mir auf jeden Fall Suriel, wie sie sich selbst gut zuredete, als sie Mitch im ersten Band zu nem häufchen Asche verbrannt hatte :D das war irgendwie sehr realistisch und menschlich geschrieben.

      Bereu' den Kauf auf keinen Fall, hat mich echt sehr gut unterhalten!
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    • Bereut habe ich den Kauf auch nicht. Dass die Serie in meinem bisherigen Ranking auf Platz 9 von 11 landet ist der Stärke der anderen Serien geschuldet. Bis einschließlich Resurrection Man finde ich die alle empfehlenswert und mit Einschränkungen gilt das auch für Deadman.

      Ja, an der einen Stelle ist mit Suriel wohl das Temperament durchgegangen. :)
      Den Auftritt im Flugzeug fand ich aber auch nicht schlecht.

      Und herzlich Willkommen im zweiten Block!


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    • Superagent Frankenstein #2 - Monster-Bomben
      (enthält US-Frankenstein, Agent of S.H.A.D.E. 0, 10-16)



      Autor: Matt Kindt
      Zeichner: Alberto Ponticelli

      @Ahappyfreak hatte den ursprünglichen Spoilerthread erstellt.

      Spoiler anzeigen
      Nachdem Frankenstein einen vermeintlichen Ring von Verrätern innerhalb S.H.A.D.E.s gesprengt hat, stellt er sich mit dem Monster-Kommando und einer "Armee" S.H.A.D.E.-Pensionären seinem Schöpfer Victor von Frankenstein. Der ist ein Agent der Fäule und um deren Herrschaft zu brechen setzt Frankenstein Victors Seelenmühle zusammen, die seine Armee gegen den Einfluss der Fäule schützt. In San Diego will er sich dem letzten Aufgebot des Rot anschließen.


      Dieser Abschlussband bildet das Bindeglied zwischen Swamp Thing 2 - und den jeweils dritten Ausgaben des Sumpfdings und Animal Mans. So ist die Serie voll in das Rotworld-Crossover eingebunden und erzählt im Prinzip was in dem einen Jahr geschehen ist, das Alec Holland und Buddy Baker ausgeschaltet waren. Eingangs muss sich Frankenstein noch mit hausinternen Problemen herumschlagen, die - wenn man so will - in einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung begründet sind. Dann widmet sich nach einer guten Origin ein Dreiteiler der Fäule bevor das Serienfinale mit einem One-Shot aufwartet.

      Gegenüber dem ersten Band fällt dieser dann doch ein ganzes Stück ab. Das liegt für mich mit an der starken Einbindung in das Rotworld-Crossover. So nachvollziehbar und logisch die auch ist, nimmt sie der Serie doch einiges von ihrem trashigen Charme, der im ersten Dreiteiler "Satans Ring" noch ganz gut rüberkommt.

      Matt Kindt setzt die von Lemire übernommene Serie ansonsten aber ohne inhaltliche Brüche fort und führt sie zu einem etwas unspektakulären Ende. Ponticelli bleibt der Serie bis zum Schluss als Zeichner erhalten und sorgt so für eine einheitliche Optik. Das schafften leider die wenigsten Serien. Mir hat Superagent Frankenstein im Ganzen wirklich gut gefallen und auch Spaß bereitet. Wem eine Mischung aus Horror und Trash zusagt, der wird hier bestens bedient.

      Randnotiz
      Auf dem Cover der #15 wird der dritte Teil des Rotworld-Tie Ins (Rotworld: Secrets of the Dead) als zweiter Teil bezeichnet?

      Frankenstein ist mit dem Ende seiner Serie nicht aus der Welt. Auf den Seiten der Justice League Dark und in der Maxiserie Futures End taucht er wieder auf.

      Link Section

      Zur Leseprobe geht es hier.

      Setzt die Handlung fort aus Superagent Frankenstein #1 - Der Monsterkrieg.

      Wird nach der US-Nummer #15 fortgesetzt in Animal Man #3 - Tote Welt: Das Rote Reich.

      Reading Order


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    • Ging mir durchaus ähnlich und wollte ich mit dem "Verlust des trashigen Charmes" nach "Satans Ring" zum Ausdruck gebracht haben.
      In der Gesamtwertung wird das auch einen Punktabzug (mal schauen in welcher Höhe) mit sich bringen.


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    • Ich hab mal ne allgemeine Frage.
      Ich kann behaupten dass ich für die nächsten Blöcke gut aufgestellt bin, mal vom Weglassen der Knights abgesehen. Habe mir jetzt noch spontan Sword of Sorcery bestellt. Ab dann siehts bis in den Block 7 gut aus, die Forever Evil und JL Sachen hab ich auch in Trade-Form alle da.

      Jedoch wirds dann mit Klarion und Trinity of sin etwas komisch :D hast du die Serien vorliegen? Wenn ja, sicher in Heftform oder? Und gibt es eigentlich inzischen einen 3. Trade von Dr Fate? (das reimt sich)
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    • Klarion (gibt es nur als Heft) und den dritten Trade zu Doctor Fate (der ist seit Mai draußen) habe ich noch nicht. Die werde ich mir beizeiten wohl hier besorgen.

      Trinity of Sin liegt mir als Trade vor.

      Was genau kommt dir jetzt komisch vor?


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    • aso, ja ich war nur unschlüssig woher man die beziehen sollte ^^ weiß nich ob sich für 6 Hefte ne Bestellung aus den USA lohnt. Die Wages of Sin Geschichte, da war ich wohl einfach nur zu behindert. Ich weiß auch nich, irgendwie hab ich die zuletzt nirgends vorrätig gefunden, auf amazon hab ich halt nich geguckt :whistling:
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    • LaLe schrieb:

      Ich, der Vampir #2 - Die Vampire erheben sich


      Die Serie bleibt nach dem starken Auftakt auf konstant hohem Niveau und setzt die Handlung des ersten Sammelbandes wunderbar fort. Das Crossover mit der Justice League Dark überzeugt inhaltlich. Die JLD-Ausgaben passen optisch aber leider so gar nicht zum Sorrentino-Stil.

      Die Van Helsings bringen ein trashiges Element mit rein ohne dabei albern zu wirken. Der Dialog zwischen ihrem Anführer und Professor Troughton über Moralischen Objektivismus fand ich ziemlich gelungen und als die Sprache auf weitere Ziele kam, die man angehen wolle, wenn man mit den Vampiren fertig ist, wurde es richtig interessant. Ich, der Vampir bleibt auch mit diesem Sammelband die für mich größte positive Überraschung der New52.

      Randnotizen
      Seinen letzten mir bekannten Auftritt hatte Shade, der in der US-Nr. 8 der JLD den Rücken kehrt. So richtig ins Team zu passen schien er mir aber auch nicht.
      Dass die Serie bei aller Eigenständigkeit nicht losgelöst vom Rest des DCU geschrieben wird und nach der Bat-Family nun auch die JLD und die Stormwatch auftreten, finde ich absolut schlüssig
      Jau, also... wo fang ich an?
      Am besten ganz vorn beim JLD Crossover. Ich fands etwas... erzwungen und gehetzt. Klar ist es ein Crossover in dem die JLD zusammen mit der Batfamilie gegen eine Armee an Vampieren kämpft, fands aber trotzdem nicht so prall. Es war ziemlich unübersichtlich und die ganzen Orts- und Dimensionswechsel verwirrten mich schon. Hab dann die Kapitel im Anschluss nochmal gelesen, dann wurde es klarer.

      Führt mich direkt zu meinem nächsten Kritikpunkt, Shade. Der schien mir verheizt worden zu sein. Weder konnte ich jetzt besonders doll nachvollziehen warum er ging, noch wohin oder was vor der N52 mit ihm passiert ist und was ihn so sehr verstört hat (klar gab es hier und da Hinweise aber richtig rund wirkte das auf mich nicht). Naja nun ist er also weg, ok.. wirkte eh immer wie ein Fremdkörper.

      Ansonsten war das Artwork wie immer wunderschön anzusehen und ist klar vom eigentlichen Band abgegrenzt, was ok ist.

      Sobald sich die Geschichte wieder auf Bennett und seine Clique konzentriert kommt auch wieder eine andere Stimmung auf, bedrohlicher und das Gefühl von Endzeit macht sich breit. Unfassbar gut und atmosphärisch wie aus dem ersten Band gewohnt.

      Man könnte vll denken dass der übermäßige, jedoch fast schon McFarlane-esque Gebrauch der Farbe Schwarz abnutzt, jedoch wird hier gekonnt die Dunkelheit durch kleine Highlights wie die funkelnden Augen unterbrochen.

      Die Szenerie in der Wüste als dann der Kampf der van Hellsing-Zombies und der Vampire und Vampirzombies losbricht transportiert eine (post)apokalyptische Stimmung wie ich sie glaube ich noch nie gesehen/gespürt habe. Der absolute Oberhammer!

      Achso, lobend erwähnen muss ich auch noch die Diskussion im Flugzeug über den "moralischen Objektivismus". Die Unterhaltung begann als Smalltalk und driftete dann schnell ab und wurde ziemlich "deep" wie man so sagt :D war ein klasse Intermezzo.

      Als dann Midnighter und Apollo auftauchten schien es so als wenn hier gleich für alle Beteiligten die Lichter ausgehen jedoch hat Apollo die nötige Unterstützung gebracht, hammermäßig in Szene gesetzt!

      Das Ende mal wieder mit nem harten Cliffhanger bestückt der mich auf der einen Seite jubeln und auf der Anderen zweifeln lässt. Zunächst freue mich dass Tig(oder wie sie heißt, ka die nervige Teenagertussi, gott is die nervig) evtl nun DOCH noch gnädigerweise stirbt und ärger mich da Andrew augenscheinlich die Seiten gewechselt hat, was ich eher nicht begrüße, hab den ollen Vampirkönig doch irgendwie ins Herz geschlossen :D

      Auf jeden Fall werden die Karten neu gemischt, freue mich sehr zu sehen wie es weiter geht und ob Xanadu und die JLD noch mehr mit der Serie intervenieren werden!
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    • Animal Man #3 - Tote Welt: Das Rote Reich
      (enthält US-Animal Man 0, 13-18, US-Swamp Thing 17)



      Autoren: Jeff Lemire, Scott Snyder (Animal Man 17, Swamp Thing 17)
      Zeichner: Steve Pugh (0, 13-18), Timothy Green II (13-17), Andrew Belanger (Swamp Thing 17)

      Den Spoilerthread von @Der Rote Hut findet ihr hier.

      Spoiler anzeigen
      Buddy Baker landet in einer Welt, die von der Fäule überzogen wurde und findet Anschluss an die letzte Enklave des Rot. Dort versammelt er eine Streitmacht und zieht mit dieser zur Festung von Anton Arcades um die finale Schlacht zu schlagen. Ihm zur Seite stehen die Kräfte des Grün, angeführt vom Swamp Thing und die letzten freien Helden. Nach ihrem Sieg werden Animal Man und der Avatar des Grün vom Parlament der Fäule zurück in die Vergangenheit geschickt um Arcade, der entgegen der Interessen seiner Herren handelte, frühzeitig aufzuhalten. Das Vorhaben gelingt und die Rotworld wird verhindert. Allerdings muss die Familie Baker einen hohen Preis bezahlen.

      Das war nun die rote Hälfte des Rotworldfinales. Den Sammelband leitet zunächst die Nullnummer ein, die die bereits besprochene Secret Origin komplett obsolet macht und neben dem Epilog (wegen seines bitteren Endes) das Highlight dieser Ausgabe ist.

      Beim ersten Lesen hatte Rotworld für mich einige Längen. Dies bestätigte sich im Zuge des Re-Reads allerdings nicht. Am Stück gelesen wirkt das Ganze sehr viel kompakter und dichter und kommt großartig rüber. Kurzweilig waren die in diesem Band enthaltenen Rückblicke, die nicht unerheblich dazu beitrugen.

      Dann bietet Rotworld auch ein Who is Who des DCU und speziell der Flash macht hierbei eine richtig "gute" Figur.

      Als Schwachpunkt könnte man den Umstand definieren, dass gegen Ende des Crossovers der vorhersehbare und viel kritisierte Resetknopf gedrückt wird. Dadurch wird aber nicht alles an negativen Folgen negiert und der persönliche Verlust wird Buddy noch bis ans Ende seiner Serie beschäftigen. Auf der anderen Seite wären die Folgen auch zu weittragend gewesen und hätten das komplette DCU verändert. So weit wollte man dann aus, wie ich finde, verständlichen Gründen nicht gehen.

      Während mir die Zeichnungen von Steve Pugh und Timothy Green II gut gefielen, war Gastzeichner Andrew Belanger ein Totalausfall. Dass der ausgerechnet zum Eventfinale zum Einsatz kam/kommen musste ist schon schwach.

      Am Ende bleibt Animal Man auch Stand Post-Rotworld ein Highlight der New52, das allen gefallen sollte, die bei Horror-und Soapelementen nicht gleich die Krätze bekommen. Die machen die Stärke der Serie nämlich zu einem guten Teil mit aus.

      Randnotizen
      Es gibt massenhaft Gastauftritte von (ich übernehme keine Gewähr vor Richtigkeit und Vollständigkeit) Hawkman, Steel, Black Orchid, Beast Boy, Justice League Dark, Flash, Supergirl, Batwoman, Poison Ivy, Felix Faust, Grifter, Deathsroke, Atrocitus, Ice oder Dove (?), Grodd, Monsieur Mallah, Brain, Frankenstein, Medphyll (GL), Katana, Green Arrow, Die Wächter, Blackbriar Thorn, Wonder Woman, Cyborg, Superman, Riddler, Batgirl, Pinguin, Harley Quinn, King Shark, Freeze, Cheetah, Nora (Freeze), Catwoman, Vixen (?).

      Link Section

      Setzt die Handlung aus Swamp Thing #2 - Familiäre Fäule fort.

      Wird fortgesetzt in Animal Man #4 - Zersplitterte Spezies.

      Einen ganz kleinen Einblick in die US-Fassung könnt ihr hier nehmen.

      Reading Order


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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von LaLe ()

    • Ich kenne den als Gegner der JSA. In den New52 hat er aber - wenn ich das richtig erinnere - eine wie auch immer geartete Verbindung zum Grün. In Lemires Run an der Justice League Dark taucht er ebenfalls auf.


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
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    • LaLe schrieb:

      Animal Man #2 - Tier gegen Mensch

      Damit ist die Serie an dem Punkt angelangt, wo es in das Rotworld-Crossover mit Swamp Thing übergeht. Die Geschichte setzt nahtlos die Handlung des ersten Bandes fort und begeisterte mich gleich in mehrfacher Hinsicht.

      Die Welt des Rot, die vom jeweiligen Avatar in ihrer Gestaltung geprägt wird, verwandelt sich in eine Märchenwelt mit allerdings arg gewöhnungsbedürftiger Optik. Mich erinnerte es hier schon leicht an Gaimans Sandman, speziell die Geschichte "Über das Meer zur See". In einem späteren Band soll das aber noch viel offensichtlicher werden. Eingeführt wird hier der Hirte, der "Butterbäcker" ein treuer Begleiter im Rot wird.

      Das Machtpotenzial Maxines wird mehr als nur angedeutet. Als ihr Körper von Tieren zerfleischt wird, wechselt sie in den eines Fuchses und gestaltet diesen nach Belieben neu. Damit ist Schwänchen quasi unsterblich. Gerne kommentiert sie das dann in dieser Weise "Alles okay, Mami. Ich hab nur meinen Körper verlassen und mir einen neuen gemacht."

      Und dann gibt es immer wieder schöne Verweise auf den Morrison-Run, wie z. B. diese Aussage Buddys "Dann wurde es bizarr ... ich trat vor meinen Schöpfer ... und er war ein komischer, magerer Schotte, der behauptete, ich wär ´ne Figur in einem Comic. Echt, Leute. Ungelogen."
      Es fehlen natürlich auch nicht die "Außerirdischen", die hier hier als königliche Schneider der Totems auftreten und Buddy einen neuen Körper "schneidern".

      Die vielen Zeichnerwechsel fallen natürlich auf. Speziell das Annual, das die ältere Geschichte eines Kampfes gegen die Fäule schildert, zu dem sich die damaligen Avatare von Rot und Grün verbündeten, kommt optisch gänzlich anders rüber. Wirklich störend fand ich das aber nicht, passen die Zeichenstile irgendwie alle gut zur Serie.

      Wem Animal Man an diesem Punkt angelangt noch immer nicht gefällt, dem kann nicht mehr geholfen werden. Die Serie ist, und da greife ich einem Spartenfazit schon mal vor, so ziemlich das Beste was DC in diesem Jahrtausend veröffentlicht hat. Ist natürlich nur meine persönliche Meinung
      Was soll man dazu noch sagen? Genial!
      Der Kreativität sind hier überhaupt keine Grenzen gesetzt (worden). Alles daran ist so toll geschrieben und in Szene gesetzt dass ich bei dem Trip in die Vergangenheit zu Jacob Mullin vergessen hatte dass sich die eigentlich Geschehnisse nicht um ihn drehten. Hier kann man im wahrsten Sinne in fremde Welten abtauchen. Das Rot wird zu einem meiner Lieblingsorte, da bin ich sicher :D. Als sie über das Blutmeer schippern und sich aus dem Wasser 2 hautlose Wale erheben, das sind so Dinge die dem Gesamtwerk eine ungeheure Autenzität verleihen. Hier hat sich jemand die Mühe gemacht ein eigenes Universum zu schaffen! Gefällt mir unbeschreiblich gut.

      Es wird mal wieder nicht auf Nummer sicher gegangen und ich war ein paar mal überrascht mit welcher Intensität hier Dinge passieren, zb der "Tod" vom Schwänchen, Buddy und Jacob zerfleischen die Agenten der Fäule inklusive einem kleinen Easteregg auf The Thing von Carpenter am Ende ;) .

      Ich kann mich hier wirklich nur positiv äußern, das Artwork ist so abstrakt und surreal man könnte 10 Minuten auf ein Panel starren und weiß eigentlich trotzdem nicht was man sich da anguckt. Bei den Totems des Rot's, sowie dem Hüter konnte ich mir einen Vergleicht mit Guillermo del Toro nicht verkneifen!

      Der erste Band wird hier mit Leichtigkeit getoppt mMn, ich würd' am liebsten alle Bände in einem Rutsch lesen :D

      edit

      der bemantelte alte Herr mit dem Gehstock, in Buddys Traum der Zukunft, soll das eigentlich Constantine sein?
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    • Swamp Thing #3 - Tote Welt: Das Grüne Reich
      (enthält US-Swamp Thing 13-18, Swamp Thing Annual 1, Animal Man 17)



      Autoren: Scott Snyder, Jeff Lemire (Swamp Thing 17, Animal Man 17), Scott Tuft (Annual 1)
      Zeichner: Yanick Paquette (13, 14, 16, 18), Andrew Belanger (Annual, 17), Steve Pugh (Animal Man 17), Timothy Green II (Animal Man 17), Becky Cloonan (Annual), Marco Rudy (15)

      Einen ersten Spoiler hatte @Doctor Flamenco hier verfasst.

      Spoiler anzeigen
      Aus dem Reich der Fäule verschlägt es Swamp Thing in die Nähe der letzten grünen Enklave. Von dort aus zieht er nach Gotham um eine von Bruce Wayne entwickelte Waffe gegen die Fäule zu Arcades Festung zu bringen. Die verhilft zum Sieg gegen den Avatar der Verwesung und dessen Parlament bringt Holland zurück in der Zeit um Abigail zu retten bevor ihr Onkel sie töten kann. Damit dieser jedoch seine Kräfte verliert muss sie sterben und nimmt seine Position als neuer Avatar der Fäule ein...


      Das war nun die grüne Hälfte des Rotworld-Finales und im Aufbau gleicht die doch stark dem roten Part. Damit meine ich weniger die redundant abgedruckten Hefte. Beide Avatare suchen die letzte Enklave ihrer Reiche auf und müssen in ihrem eigenen Lager einiges an Überzeugungsarbeit leisten bevor sie nahezu zeitgleich am Ort der finalen Auseinandersetzung eintreffen. Die Geschichte vom Weg dorthin wird durch Rückblicke - hier der zu Abigail Arcane - aufgelockert.

      Analog zum Kampf gegen die Jäger tritt Holland gegen Arcane an und rettet Abigail nur um sie wieder zu verlieren. Buddy Baker musste ja den bitteren Tausch Cliff gegen Maxine hinnehmen.

      Trotz aller Ähnlichkeiten kommt beim komprimierten Lesen keine Langeweile auf und das ganze Event liest sich jederzeit richtig gut. Wem es beim ersten Lesen wie mir ging - es zog sich irgendwie wie Kaugummi - dem mag ich eine zweite Lektüre empfehlen.

      An diesem Band störten mich "nur" die permanenten Zeichnerwechsel. Machen Becky Cloonan und Marco Rudy als Ersatz für Yanick Paquette noch einen guten Job reißt Andrew Belanger das Niveau für mich doch massiv nach unten. Beim Annual lasse ich mir das noch gefallen. Da schadet es gar nicht, wenn sich der Rückblick auch optisch vom Rest des Bandes abhebt. Bei der #17 geht das aber gar nicht.

      Ansonsten ist dies der Abschluss des Snyder-Runs am Swamp Thing, der uns eine Neuinterpretation der Figur als Avatar des Grün bescherte und dabei den bestehenden Mythos nicht negierte sondern erweiterte. Mit von Bord geht leider auch Yanick Paquette, der einer großartigen Serie zu einem ebenfalls großartigen Look (leider nur zeitweise) verhalf.

      Randnotizen
      Ich habe mir mal die Mühe gemacht die Gastauftritte aufzulisten. Für die Vollständigkeit übernehme ich keine Gewähr: Batgirl, Batman, Beast Boy, Black Canary, Black Orchid, Catwoman, Cheetah, Cyborg, Deadman, Deadshot, Flash, Frankenstein, Giganta, James Gordon, Green Arrow, Harley Quinn, Katana, Kid Flash, Killer Croc, King Shark, Krypto, Madame Xanadu, Man-Bat (?), Medphyll (GL), Mr. Freeze, Nona (Freeze), Pinguin, Poison Ivy, Red Robin, Riddler, Solstice, Starfire, Starro, Steel, Superboy, Supergirl, Superman, Tattoed Man, Teen Titans, Vixen (?), Wonder Girl, Wonder Woman, Zatanna (?).

      Link Section
      Setzt die Handlung fort aus Swamp Thing #2 - Familiäre Fäule.

      Wird fortgesetzt in Swamp Thing #4 - Der Sämann.

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      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
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    • LaLe schrieb:

      Swamp Thing #2 - Familiäre Fäule


      Das Vorgeplänkel hat ein Ende und das Rotworld-Crossover ist da. Der Weg dorthin wurde in den ersten Jahrgängen der Serien Animal Man und Swamp Thing gelegt und großartig inszeniert. Die Idee, die erwartete finale
      Schlacht im Reich der Fäule einfach ausfallen zu lassen und die Helden dank einer Stasis mit einem gänzlich neuen Status Quo zu konfrontieren gefiel mir richtig gut.

      Für Kenner älterer Ausgaben ist die Einbindung des Arcane-Clans sicher ein Schmankerl. Nur kommt Abigail irgendwie gänzlich anders rüber als man sie eigentlich kennt. In Verbindung mit der Fäule trägt die Familie nicht unmaßgeblich zum Horror-Faktor der Serie bei, der in dieser Ausgabe recht hoch ist.

      Richtig böse ist diesbezüglich die Nullnummer am Schluss. Da wird für manch einen sicher eine Grenze überschritten wenn Arcane einen kommenden Avatar des Rot im Säuglingsalter ermordet. Das muss auch im Horror-Kontext nicht jeder haben zumal die Darstellung IMO recht explizit ist. Darüber hinaus ist diese Nummer die eindeutig bessere Secret Origin und wenn ich aus diesem Band ein Einzelheft hervorheben wollte, wäre es dies.

      Größtes Manko des Sammelbandes sind für mich die häufigen Zeichnerwechsel. Ich hatte mich richtig auf Paquette gefreut, am Ende steuert er aber gerade einmal 19 Interior Pages bei.

      Die Serie bleibt auf einem ganz hohen Niveau und der Cliffhanger ließ einen ganz gespannt auf die Fortsetzung von Rotworld hinfiebern.
      So richtig mitgerissen hat mich das Teil leider nicht.
      Die ersten Kapitel, Kampf von Swamp Thing gegen die Fäule mit anschließender Rettung von Abigail war zwar gewohnt gut inszeniert, jedoch wurde hier die chaotische Panelaufteilung auf die Spitze getrieben. Ein bisschen mehr Gradlinigkeit, wortwörtlich und im übertragenen Sinne, hätte mir hier besser gefallen. Im ganzen Chaos ging etwaige epicness leider etwas verloren. Zudem hat mich auch die frisch geschlüpfte Königin der Fäule optisch nicht überzeugt, dass sie nur so extrem kurz auftauchte spielt da auch noch eine Rolle. Das Ganze Tamtam da im Vorhinein.. das wird dem mMn nicht gerecht.

      Kurz danach holtmich der Band dann allerdings auf ganzer Linie ab, auch wenn Abigail als Fäulnisqueen mMn verheizt wurde, wird sie nach ihrer Errettung mal ganz fix zu einem meiner Favoriten hier in der Geschichte. Wird sie in ihrem Kampf gegen Sethe zudem auch noch wundervoll in Szene gesetzt.

      Bis kurz nach dem Auftauchen von Buddy Baker und Familie, gefällt mir hier alles rundum gut, die Zeichnerwechsel stören mich überhaupt nicht, kann hier jedem was abgewinnen. Hier merkt man auch warum der Band "Familiäre Fäule" heißt, es kommt ne schöne Atmospäre auf.

      Der Abstieg in die Fäule und der achso überraschende Plottwist, das es eine Falle sei, sowie die etwas an den Haaren herbeigezogene Wiederbelebung (Sehte kommt wieder weil Alec wiederkam? Wie du mir so ich dir?) hat mich nicht überzeugt, leider.

      Naja vielleicht habe ich nachdem mich wirklich so gut wie jeder vorherige Band absolut in seinen Bann gezogen hat, auch einfach zu viel erwartet :D schauen wir mal wie sich das Crossover demnächst entwickelt.

      Jetzt freu ich mich erst einmal auf Dial H (hier hab ich schon das erste Kapitel gelesen und es war unglaublich gut :thumbup: )

      achja und am Montag/Dienstag kommt dann Sword of Sourcery!
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