LaLes DC Dark Re-Read

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    • Mit der Hauptserie, Beowulf bin ich gerade, den find ich unterhaltsam... aber das is auch nich schwer :D

      BTW

      auf den Phantom Stranger hast du mir gerade richtig Bock gemacht, mit Engeln und christlichem Kram bekommt man mich so gut wie immer ;)
      You know, the very powerful and the very stupid have one thing in common:
      they don't alter their views to fit the facts;
      they alter the facts to fit their views.”

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      Mein Reviewthread
      seid sanft, es ist mein erstes Mal ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kloetenmann ()

    • Wir sind am Ende des 3. Blocks angelangt. Und wie nach den beiden Vorgängern ist es damit an der Zeit für ein kleines Zwischenfazit. Hierfür gilt wieder, dass ich den Block nicht isoliert betrachten werde, sondern gemeinsam mit den ersten beiden, so dass es zur ein oder anderen Redundanz kommen kann. Für das Ranking gilt weiter: Ich schreibe zu jeder Serie eine knappe Zusammenfassung meiner persönliche Meinung nebst Bewertung ( :) = ganzer Punkt, :| = halber Punkt).

      DC Universe Presents Vol. 1: Deadman & Challengers of the Unknown

      Deadmans Origin hatte einiges Potenzial und ließ viel davon liegen bzw. rückte teils hanebüchene Handlungselemente gerade gegen Ende hin zu sehr in den Vordergrund. Ohne wirklich schlecht zu sein konnte mich die Geschichte nur streckenweise überzeugen.

      :) :) :)

      Die Challengers of the Unknown waren für mich in jeder Hinsicht durchschnittlich und bleiben wohl unvollendet. Da macht DC mit der Dark Matter Line hoffentlich mehr draus. Hier langt es nur für

      :) :) :|

      Justice League Dark #1 - Im Dunkeln
      Justice League Dark #2 - Die Bücher der Magie
      Justice League Dark #3 - Der Tod der Magie

      Der Grundplot des ersten Trades hatte in der Tat eine ganz große Schwachstelle. Die kann ich aber ignorieren, weil für mich ansonsten fast alles an diesem Serienauftakt stimmte. Starke und teilweise stark charakterisierte Protagonisten treffen auf herrlich Schräges und Mystisches. Es folgte das kurze aber durchaus stimmige Vampir-Intermezzo und im zweiten Trade führte bereits Jeff Lemire Regie. Der Tod der Magie war dann in vielerlei Hinsicht in etwa das, was ich von der Serie erwartet und mir erhofft hatte. Das Auftreten einer Vielzahl mir bekannter (und nur weniger unbekannter) Figuren gefiel mir und sorgte ein wenig für Vertrautheit. Die Zeichnungen von Mikel Janin finde ich super. Gemeinsam mit Ray Fawkes wurde das im dritten Band wunderbar fortgesetzt.

      :) :) :) :) :|

      Ich, der Vampir #1 - Tainted Love
      Ich, der Vampir #2 - Die Vampire erheben sich
      Ich, der Vampir #3 - Böses Blut

      Für mich die größte Überraschung zum Start der Dark-Sparte. Optisch überragend (das Traumduo Lemire und Sorrentino lässt mich ernsthaft überlegen noch bei Old Man Logan einzusteigen) weiß auch die Story zu gefallen und ist meilenweit von jeglichem Blutsauger-Kitsch entfernt. Das gilt für den Auftakt genauso wie für den zweiten Sammelband, der mit den Van Helsings einen herrlich schrägen und schon ein wenig beängstigenden Gegner einführt. Im Abschlussband wird es dann biblisch und Cains Gefährtin Lilith sorgt neben Andrew für ordentlich Gefahr. Leider beglückte man die Leser gegen Ende mit diversen Zeichnern, die den stilgebenden Strich Sorrentinos nicht im Ansatz trafen. Dafür gibt es von mir leichten Punktabzug.

      :) :) :) :) :|

      Animal Man #1 - Die Jagd
      Animal Man #2 - Tier gegen Mensch
      Animal Man #3 - Tote Welt: Das Rote Reich

      Im Vorfeld hoch gelobt und von mir mit der höchsten Erwartungshaltung herbeigesehnt, konnte mich die Serie vom Start weg begeistern. Ganz großes Kino mit perfektem Horror-Look von Travel Foreman. Ein moderner Klassiker. Dem gibt es nach wie vor nichts hinzuzufügen.

      :) :) :) :) :)

      Swamp Thing #1 - Die Auferstehung der Toten
      Swamp Thing #2 - Familiäre Fäule
      Swamp Thing #3 - Tote Welt: Das Grüne Reich

      Snyders Run am Swamp Thing stand ganz im Zeichen des Rotworld-Events und bot uns eine interessante Neuinterpretation der Figur als Avatar des Grün. Dabei wurde der bestehende Mythos nicht negiert sondern sinnvoll erweitert. Optisch überragend, solange Yanick Paquette für die Zeichnungen verantwortlich war, bot die Serie gehobenen Lesespaß. Trotz gegen Ende nicht immer glücklicher Zeichnerwechsel mag ich nicht weniger als die Höchstnote zücken.

      :) :) :) :) :)

      Superagent Frankenstein #1 - Der Monsterkrieg
      Superagent Frankenstein #2 - Monster-Bomben!

      Lemire kann auch Trash pur und erinnert dabei durchaus an Mignolas Hellboy. Dafür verbrät er alle nur denkbaren Klischees, versteckt viele Anspielungen und macht deutlich, dass sich die Serie nicht im Ansatz ernst nimmt. Die Zeichnungen passen dazu. Leider bekam der Serie der Autorenwechsel nicht so gut. Matt Kindt versucht zwar den Ton Lemires beizubehalten, schafft das aber leider nur in Ansätzen. Gänzlich belanglos wird dann die Schlussnummer. Schade.

      :) :) :) :|

      Demon Knights #1 - Sieben gegen die Finsternis
      Demon Knights #2 - Die Hölle von Avalon
      Demon Knights #3 - Das Blut des Grals

      Da hat sich der Autor gut inspirieren lassen und zunächst einen klassischen Plot in das Mittelalter des neuen DCU übertragen. Die Mischung aus bekannten und neuen Charakteren, die auch noch teils gut charakterisiert werden, überzeugte mich genauso wie der Humor. Das setzte sich im zweiten Band nahtlos fort in dem die Artussage "verwurstet" wurde. Querverweise zur Serie Stormwatch (die will ich irgendwann auch nochmal nachholen) gab es auch. Die Zeichnungen von Diógenes Neves fand ich richtig gut. Leider wurde der mit Heft 13 abgelöst. Gleiches galt ab der #16 für den Autor, Robert Venditti feierte seinen Einstand in das DCU. Fand ich dann leider eher mittelprächtig. Das galt dann auch für die Zeichnungen. Dafür gibt es eine weitere Abwertung.

      :) :) :)

      Resurrection Man Vol. 1 - Dead Again
      Resurrection Man Vol. 2 - A Matter of Death and Life

      Die Geschichte eines hierzulande eher unbekannten Charakters wird temporeich erzählt und weiß mit durchaus guten Zeichnungen auch optisch zu überzeugen. Ich hätte mich vermutlich sehr viel leichter mit der Serie getan, läge die auf Deutsch vor. So musste ich mich im Sinne dieses Threads tatsächlich in das Abenteuer US-Trade wagen. Die Verständnisprobleme hielten sich dann aber arg in Grenzen und ich fühlte mich ganz gut unterhalten. An die Dark-Serien, die panini nach Deutschland brachte kommt diese allerdings nicht ganz heran. Leichte Abstriche in der bisherigen Bewertung gibt es aufgrund der losen Enden.

      :) :) :)

      Dial H - Bei Anruf Held #1 - Neue Verbindung
      Dial H - Bei Anruf Held #2 - Scheibenkleister!

      Das Ding ist völlig abgefahren und funktioniert nach einem ReRead wunderbar. Eine wirklich geniale Geschichte, mit viel Liebe fürs Detail, speziell das Absurde und passend gezeichnet. Dabei weit ab vom Mainstream und dennoch auch auf eine einfache Art und Weise unterhaltsam. Neben I, Vampire für mich die größte Überraschung und die volle Punktzahl wert. Ganz starke Nummer. Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Kauft und lest das!

      :) :) :) :) :)

      Sword of Sorcery Vol. 1 - Amethyst

      Eine der Serien, auf die ich am meisten gespannt war und die es leider nie über den Teich geschafft hat. Die klassische Serie war seinerzeit nicht ganz mein Fall, aber in moderneren - heutigen - Zeiten hatte ich einige Hoffnungen in das Storytelling gesetzt. Der Arc ist nicht sonderlich kompliziert geraten, konnte bei mir aber mit der Verknüpfung mit anderen Serien (Justice League Dark, Futures End), einem von mir sehr geschätzten finalen Gegner (Eclipso) und einer wirklich tollen Optik punkten. Lust auf mehr machte auch die erste Backup-Story Beowulf, die mich ebenfalls in jeder Hinsicht überzeugte während Stalker echt abstank. Leider blieb mir zu viel offen (das Ende von Gemworld). Dennoch gibt es von mir ohne Wenn und Aber

      :) :) :) :)

      Phantom Stranger #1 - Ein Fremder unter uns

      Einer der wohl geheimnisvollsten Charaktere des DCU wird ein Stück weit entmystifiziert und bekommt einen Ursprung. Bevor der Stranger in das ganz große DC-Event Forever Evil und den Vorläufer Trinity War einbezogen wird, erzählen die Autoren hier noch eine selbständige Geschichte, die, basierend auf christlichen Mythen, eine Geschichte um Bestimmung, Gnade und Opfer erzählt, die mich abgesehen von einem kleinen Hänger zu Beginn durchweg überzeugen konnte. Die Zeichnungen waren sehr durchschnittlich und uneinheitlich. Da mich die Story aber gepackt hat und viele interessante Charaktere eingeführt wurden (The Spectre, Nightmare Nurse, Zauriel, Sin-Eater) gibt es

      :) :) :) :)

      Damit ergibt sich folgendes persönliches Ranking für die ersten drei Blöcke:

      Animal Man
      Swamp Thing
      Dial H - Bei Anruf Held
      Ich, der Vampir
      Justice League Dark
      Phantom Stranger
      Sword of Sorcery
      Superagent Frankenstein
      Demon Knights
      Resurrection Man
      Deadman
      Challengers of the Unknown

      Kurzes Zwischenfazit:

      Neben den erwarteten und erhofften Durchstartern (Animal Man, Swamp Thing und für mich auch Justice League Dark) überzeugten mich bis hierhin auch die Exoten Dial H, Ich, der Vampir, Sword of Sorcery und Phantom Stranger. Superagent Frankenstein und Demon Knights ließen gegen Ende leider nach.

      Reading Order


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


      Mein DC Dark Re-Read

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LaLe ()

    • Ich hatte mich an dieser Reading Order orientiert und da startet der Trinity War mit Pandora #1. Der Stranger ist erst mit der #11 vertreten, die im ersten deutschen Pandora-Band enthalten ist. Gleiches gilt für Constantine #5, der aber im ersten deutschen Constantine-Band enthalten ist.

      Vorher will ich Animal Man #4 und #5, Swamp Thing #4 und #5 sowie von Constantine die US-Hefte #1-4 abhandeln, die davor spielen. Das ist der 4. Block. Darum der zeitliche Abstand zwischen Phantom Stranger #1 und dem Trinity War.


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


      Mein DC Dark Re-Read

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LaLe ()

    • Ich habe mir mittlwerweile auch endlich mal die Animal Bände zugelegt, nicht zuletzt wegen deiner Bewertung hier. Dann hatte ich das Glück dass die zufällig jemand hier im Forum verkauft hat und da musste ich zuschlagen. Ich habe jetzt auch bis Band 3 gelesen und muss sagen ich wurde nicht enttäuscht. Als ich bei Band drei angelangt bin war ich noch etwas unschlüssig wie mir Rotworld gefällt weil da ja alles etwas abgedrehter ist aber spätestens ab der Hälfte hat sich das auch gelegt und ich bin immernoch begeister. Und dann der Schluss... uiuiui. Also wirklich, die Reihe ist einfach super. Ich denke ich werde nicht drumherum kommen mir bei Gelegenheit auch Swamp Thing zu gönnen!
    • LaLe schrieb:

      Sword of Sorcery #1 - Amethyst




      Autoren: Christy Marx, Tony Bedard (Beowulf), Marc Andreyko (Stalker)
      Zeichner: Aaron Lopresti, Travis Moore (5), Jesus Saiz und Javier Pina (Beowulf), Andrei Bresson (Stalker)

      Bei Panini ist die Serie (leider) nicht erschienen, dennoch konnte ich in den Tiefen des Forums eine Art Spoiler zu den Heften 0-3 finden. User @Pyronad hatte sich im US-Thread mal dazu ausgelassen. Ich mache es etwas ausführlicher und bedenke auch die beiden Backup-Stories.

      Spoiler anzeigen
      Amy Winston hält sich aus nachvollziehbaren Gründen für einen Freak und ahnt nicht im Ansatz wie richtig sie damit liegt. An ihrem 17. Geburtstag erfährt sie, dass sie die Prinzessin eines Reiches in der fantastischen Welt Nilaa ist. Mit ihrer Mutter lebte sie bislang im Exil auf der Erde (First Home), da ihre Tante nach dem Leben ihrer Mutter trachtet. Nun ist Amy aber soweit, dass sie die magischen Kräfte des Hauses Amethyst empfangen kann und so kehrt sie mit ihrer Mutter heim.

      Mit der Unterstützung der verbündeten Häuser Onyx und Citrin entgehen sie bei ihrer Heimkehr einem Hinterhalt ihrer Verwandten und Amy, die eigentlich Amaya heisst, wird nach und nach in die Geheimnisse ihrer Familie eingeweiht.

      Nach einem Ausflug zur Erde und Interaktionen mit der Justice League Dark, speziell Constantine, steht eine Bedrohung aus alter Zeit vor der Tür. Vor Tausenden von Jahren wurde Lord Kaala auf die Erde verbannt, wo man ihn besser unter dem Namen Eclipso kennt. Constantine schickt diese potentielle Gefahr zurück nach Nilaa und hintergeht dabei Amaya. Sofort entbrennt ein gewaltiger Konflikt um die Gemworld und nur mit Mühe und den auf sie vereinten Kräften ihrer Mutter und Tante kann Amaya den entfesselten Eclipso besiegen und ihr Haus versöhnen. Der schwarze Diamant in den Eclipso gebannt wurde ist jedoch verschwunden und so droht in wenigen Monaten mit der nächsten Sonnenfinsternis das erneute Erwachen des Dämons...


      Mit Sword of Sorcery brachten die New52 eine Serie zurück, die Älteren wie mir evtl. noch aus den "Großen Phantastik-Comics" von Ehapa ein Begriff ist. Damals gefielen mir andere Serien wie Camelot 3000, Storm, Taar oder Warlord zwar besser, dennoch freute ich mich nicht nur aus nostalgischen Gründen auf diese Neuinterpretation.

      Dass es bei aller zuckersüßen Optik (schaut euch in der Vorschau einfach mal das Bild vom Amethyst-Turm an) keine Teenie-Mädchen-Blümchen-Serie ist, wird spätestens dann deutlich, wenn Mädchen vergewaltigt werden sollen oder erste Körperteile abgetrennt werden. Aufgespießt zu werden ist ebenfalls eine recht gängige Art und Weise ums Leben zu kommen.

      Der Plot ist relativ einfach gestrickt und die Einbeziehung in das "normale" DCU finde ich durchaus gelungen. Eclipso ist für mich spätestens nach dem Robinson-Run an JLA und JSA und dem Crossover "Rise of Eclipso" (auf deutsch erschienen bei Panini als Justice League of America Sonderband #16) einer meiner Lieblingsschurken. Und wie Constantine seine Welt auf Kosten einer anderen zu retten versucht (nicht, dass das andersherum nicht vorher schon wer versucht hatte...) erklärt vielleicht ein wenig die Animositäten zwischen ihm und Lady Amethyst, wie man sie im Event Futures End zu lesen bekommt. Dort wird nämlich angedeutet was nach dem Ende der Serie mit der Gemworld passierte. Das hätte ich bei Gelegenheit gerne ausführlicher gelesen.

      Wer Fantasy mag und kein Problem mit kleinen Teenie-Einsprengseln und munteren Edelsteinfarbspielen (Amethyst, Citrin, Diamant, Onyx, Smaragd, Türkis) hat - also alle GL-Fans - dem wird hier unterhaltsamer Lesestoff geboten. Mir hat die Serie richtig gut gefallen.

      ***

      Lohnenswert ist auch die erste Backup-Story Beowulf.

      Tony Bedard verpackt die altbekannte Geschichte in neuem Gewand und verlegt die Handlungzeit etwa 300 Jahre in die Zukunft. Beowulf und Grendel sind hier Produkte eines Supersoldatenprogramms der Organisation Basilisk (bekannt aus der ersten New52-Serie zur Squad). Involviert ist auch ein von Amanda Waller initiiertes Projekt Samsara und Eisentrolle sind Produkte von WayneTech. Ergänzend zur Backup-Story erschien noch ein Heft in der Reihe DC Universe Presents. In dessen Finalausgabe macht die Professorin der Archäologie Gwendolyn Pierce einen Ausflug in das 24. Jahrhundert. Hier war dann aber auch Schluss. Leider, denn die Mischung aus Saga und SciFi und das auf einem Konflikt zwischen Superwesen und Menschen basierende dystopische Setting gefielen mir ganz gut.

      ***

      Die zweite Backup-Story widmete sich einem Charakter namens Stalker, vermutlich die Neuinterpretation eines Superschurken, den ich als Gegner der JSA kenne. Stalker, König eines mittelalterlichen Reiches, glaubte seine Seele an den Teufel verkauft zu haben um seine schwangere Frau vor der Pest zu retten. Das funktionierte zwar, änderte aber nichts daran, dass sie kurze Zeit später im Kindbett starb. Stalker wurde dazu verdammt unsterblich über die Erde zu wandeln, was er als mordender Derwisch tat.

      In der Gegenwart angekommen soll er für Luzifer einen letzten Auftrag ausführen und eine Frau ausfindig machen. Als Stalker erkennt, dass die Gesuchte hochschwanger und eine Nachfahrin seiner selbst ist, stellt er sich gegen seinen Auftraggeber. Er kann Luzifer das Neugeborene entreißen und wird an einen fremden Ort versetzt. Sein Nachkomme bleibt zurück, scheint aber bereits unter einem verderblichen Einfluss zu stehen...

      Diese Geschichte wirkte auf mich sehr gehetzt und bei allen interessanten Ansätzen - es gibt genügend offene Enden - ist Stalker IMO weit davon entfernt ein Must-have-read zu sein.
      Ok also, ich hab jetzt für diesen Band bestimmt ne Woche gebraucht, dafür die Backup Storys, von denen ich es zutiefst bedauer dass es da nicht mehr gibt, an einem Abend gelesen...

      Eigentlich will ich gar nicht so viel schreiben, da ich mich bestimmt nur unnötig und evtl auch unfair gegenüber dem Comic auslasse aber ein bischen muss ich wohl loswerden, sonst hätte ich ja den Band auch abbrechen können ;)

      Ich behaupte mal dass ich grundsätzlich dem Fantasy-Genre nicht abgeneigt bin, zumindest dachte ich das bis jetzt. Allerdings hat mir der Band aufgezeigt dass dies nicht der Fall ist, da ich von diesem ständigen Familienzwist, Verrat unter Brüdern, Jahrzehnte lange Fehde zwischen irgendwelchen Häusern verdammt schnell angenervt war.
      Zwischendrin las es sich wie ne Folge GZSZ indem Seitenlang darüber diskutiert wird welche Hierarchie nun mit welchem Haus eine Ehe eingegangen ist und wer deshalb wütend und beleidigt war und warum das alles ganz doll schlimm wäre.

      Ständig wurde mit irgendwelchen Namen und Titeln jongliert und Pläne geschmiedet. Wirklich passiert ist nichts, der Kampf gegen Eclipso am Ende und der Constantine Einspieler habens hier einfach nicht retten können, mMn.

      Absolut nicht mein Ding.

      Optisch jedoch durchaus überzeugend, auch das Cover Artwork ist wunderhübsch.

      Bei Beowulf und Stalker muss ich dir uneingeschränkt zustimmen.

      Jedoch gefiel mir Stalker aufgrund der Teufelsthematik wieder ziemlich gut.

      Must Haves sind Beide sicherlich nich und vll kamen sie mir auch nur so gut vor weil mich die Hauptserie so angeödet hat, we weiß... Werde den Band auf jeden Fall Aufgrund der beiden Extras behalten.

      Vll in Zukunft noch mal drüber lesen und dann entscheiden ob es das wert ist.

      Jetzt freu ich mich auf die JLD :)
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    • Kloetenmann schrieb:

      Eigentlich will ich gar nicht so viel schreiben, da ich mich bestimmt nur unnötig und evtl auch unfair gegenüber dem Comic auslasse aber ein bischen muss ich wohl loswerden, sonst hätte ich ja den Band auch abbrechen können ;)
      Ich habe kein Problem mit abweichenden Meinungen. Hier soll ja diskutiert werden. Also immer raus damit und nun viel Spaß mit der Justice League Dark. ;)

      @Damian findet den Soule-Run am Swamp Thing z.B. auch sehr viel schlechter als ich. Mir gefiel der, wenn auch nicht ganz so gut wie der unter Snyder. Und seine Meinung zu Dial H weicht ja auch "leicht" von der meinen ab.


      Die Katze grinste.
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      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LaLe ()

    • LaLe schrieb:

      Justice League Dark #2 - Die Bücher der Magie

      Mit US-Ausgabe #9 übernahm Jeff Lemire das Ruder bei einem weiteren Flaggschiff der Dark-Sparte und drückte diesem seinen Stempel auf. Das beginnt schon bei der Zusammensetzung der Liga. Neben den bekannten Charakteren sind anfangs auch Andrew Bennett, Dr. Mist und Orchid mit von der Partie. Die beiden letzteren beorderte Steve Trevor ins Team. Später stoßen noch Frankenstein und Lady Amethyst dazu. Überhaupt kommt der Beginn des Lemire-Runs wie ein kleines Who is Who daher. Das Haus der Geheimnisse, das Haus der Mysterien, Merlin, Mordru, die Dämonen Abnegazar, Ghast und Rath, Blackbriar Thorn, Black Boris und Dr. Occult sind mir mit Ausnahme des Trollkönigs alle ein Begriff und vielfach dem Vertigo-Imprint entliehen.

      Diese Figuren bindet Lemire in einer rasant erzählten Geschichte ohne große Hängepartien ein und supportet dabei auch ein wenig die von ihm geschriebene Serie Frankenstein, Agent of S.H.A.D.E. sowie Sword of Sorcery.

      Nach Peter Milligans gelungenem Start (dazu gehen die Meinung allerdings durchaus auseinander) setzt Lemire die Serie in einer Art und Weise fort, die mir sehr viel Lesespaß bereitete. Und auch für mich ging es qualitativ noch ein Stück weiter nach oben. Dieser Band endet allerdings mit einem Cliffhanger und wird im dritten Band fortgesetzt.
      Nachdem ich also auf den letzten Seiten des Bandes (hätte ich mal vorher machen sollen) ein Paar Hintergründe präsentiert bekommen habe, fühlte ich mich danach wenigstens nicht mehr GANZ alleine gelassen.

      Klar, Lemire verneigt sicht hier vor der langjährigen Vertigo Historie, jedoch für jemanden (in dem Falle mir) der _keine_ Vertigo Berührungspunkte hatte (bis jetzt) war die Story ein gehetzter, vollgepackter, actiongeladener, verwirrender Tripp durch die Zeit.

      Ich dachte zwischendurch nur "Wer zur Hölle ist Hunter?" "Ah cool es gibt ein zweites Haus..." "Wie viele Bücher gibts noch mal?" "UND WER IST DIESER HUNTER?" :D :D

      Immerhin mit der Nullnummer konnten ein paar wichtige Hintergründe erläutert werden und auch der Sword of Sorcery Band hat in der Tat zum Verständnis beigetragen.
      Trollkönig und Holzzauberer waren, trotz ihrer allzu leichten Vernichtung, zumindest optische Highlights.

      Ich hoffe mal dass sich im nächsten Band etwas mehr auf die aktuellen Geschehnisse konzentriert wird als mit der Vergangenheit jongliert ;)
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