THE BOYS Gnadenlos-Edition

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    • THE BOYS Gnadenlos-Edition

      Im Hinblick auf die anstehende TV-Serie sollte man vielleicht auch mal auf die Gnadenlos-Edition von THE BOYS hinweisen. Ennis' Superhelden-Variante ist wahnsinnig unterhaltsam und geht ziemlich, na ja, gnadenlos vor. Hat mir beim ersten Lesen damals sehr viel Spaß gemacht. Eine ziemlich runde Sache.

      Band 1 und 2 sind bereits erschienen.

      "He had this disease, called, um, Wisenheimers, I think. You know, where your brain cells run out into your pee."
    • churchi99 schrieb:

      Tom schrieb:

      The Boys sind wirklich sehr zu empfehlen, man sollte aber schon Sinn für rabenschwarzen Humor haben und auch sonst nicht zu zart besaitet sein :D

      Welcher Sender traut sich denn da an eine Verfilmung ran ?
      Wohl Amazon...
      Jap, nun ist es Amazon. Zuvor sollte die Serie aber erst beim US Sender Cinemax laufen, die u.a. auch schon die US-Version/Fortsetzung von Strike Back produzierten. Bei Amazon müssen wir dann aber nicht 10 Wochen warten, bis wir alle Folgen sehen können. :]
    • Rafinator schrieb:

      Norrin Radd schrieb:

      Bobby Sweetwater schrieb:

      Das stimmt, in "Herogasm" gab es eine zensierte Hundeszene, wenn ich mich richtig erinnere... :blaugrins:
      Danke für die Info. Jetzt wäre nur noch die Frage, ob die Szene auch bei der Gnadenlos-Edition zensiert wurde.
      Da musst du wohl warten bis Panini in der zweiten Jahreshälfte Band 3 veröffentlicht. :D
      Stimmt. :omg: Nach Adam Riese in Band 3. :D
    • XmilchX schrieb:

      Ich hoffe hier wird es uns aber nicht so ergehen, wie bei Crossed!?
      Also dass nur die ersten Bände neu aufgelegt werden und man sich den Rest dann als SC ins Regal stellen muss....
      Ja, fände ich auch doof. Aber wenn es soweit kommen sollte, werde ich mir dann wohl eher die restlichen US HCs kaufen.
    • Norrin Radd schrieb:

      Rafinator schrieb:

      Norrin Radd schrieb:

      Bobby Sweetwater schrieb:

      Das stimmt, in "Herogasm" gab es eine zensierte Hundeszene, wenn ich mich richtig erinnere... :blaugrins:
      Danke für die Info. Jetzt wäre nur noch die Frage, ob die Szene auch bei der Gnadenlos-Edition zensiert wurde.
      Da musst du wohl warten bis Panini in der zweiten Jahreshälfte Band 3 veröffentlicht. :D
      Stimmt. :omg: Nach Adam Riese in Band 3. :D
      was genau war den zensiert?
      Ich habe nur die HC

    • Der härteste Junge in der Stadt, hat Euch etwas mitgebracht…



      Titel: The Boys – Gnadenlos-Edition 1

      Verlag: Panini (US: Dynamite)

      Format: 368 Seiten im großformatigen Hardcover

      Inhalt: US-Hefte #1 - 14

      Autoren: Garth Ennis

      Zeichner: Darick Robertson, Rodney Ramos, Peter Snejbjerg

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      GNADENLOS GEGEN PERVERSE AUS STAHL

      Superhelden beschützen die Welt mit ihren übermenschlichen Kräften – und hinterlassen dabei eine Spur aus menschlichen Kollateralschäden. Richtig übel wird es außerdem, wenn die von ihrer eigenen Macht korrumpierten Supermänner und Superstars das Gefühl haben, sich alles herausnehmen und im Grunde mit jedem perversen Scheiß durchkommen zu können. Wer soll die Menschheit vor den mächtigsten Arschlöchern der Erde beschützen, wenn diese mal wieder über die Stränge schlagen? Natürlich Butcher und seine krasse CIA-Einsatztruppe The Boys, die den überheblichen Pissern aus Stahl den Kampf ansagen…

      Sex, Gewalt und völlig enthemmte Superhelden! Der erste gnadenlose Hardcover-Sammelband der tabulosen, für den Eisner Award nominierten Hit-Serie THE BOYS, geschrieben von Superstar Garth Ennis (PREACHER, CROSSED) und mit Zeichnungen von Darick Robertson (TRANSMETROPOLITAN) und Peter Snejbjerg (A GOD SOMEWHERE).



      Just my 2 cents:
      Mit dem härtesten Jungen in der Stadt meine ich natürlich nicht mich, sondern den irren Iren, Garth Ennis. Denn der ist es, der die ganz harten Jungs auf den Comicseiten, und bald auch auf Amazon Prime Video entfesselt. Ja, die Show Runner Seth Rogen und Evan Goldberg scheinen Fanboys des irischen Exportschlagers zu sein, denn nach Preacher sind die Boys schon die zweite von Garth Ennis erdachte Comicreihe, die die beiden auf die Mattscheibe bringen. Preacher habe ich noch nicht gelesen, denn das vermeintliche Highlight von Ennis‘ bisheriger Arbeit will ich mir noch ein wenig aufsparen, dafür finde ich die Serie ganz cool, wenn auch nicht überragend, aber auch da bin ich erst bis zum Beginn der zweiten Staffel vorgedrungen.

      Regelrecht begeistert hat mich allerdings sein Run an John Constantine, dem Hellblazer. Alleine dafür feiere ich Ennis als Autor ordentlich ab. Bei den Boys wollte ich dem Serienstart am 26. Juli diesen Jahres allerdings gerne zuvorkommen, habe jetzt also schon die ersten vier Bände der Gnadenlos-Edition bereit liegen und Nummer eins vor Kurzem beendet. Das mit 14 Heften und 368 Seiten richtig fett bestückte Hardcover kommt im gleichen Format wie beispielsweise die Spawn Origins Collection daher, nur statt in edlem Weiß halt in coolem Schwarz gehalten. Die Aufmachung ist also schon mal gelungen und auch wenn die Extras mit vier Skizzenseiten und einem kurzen Vorwort von Herrn Endres überschaubar bleiben macht die Veröffentlichung von Panini ordentlich was her. Da ich heute zeitlich etwas knapp (und auch gesundheitlich ein wenig angeschlagen) bin, versuche ich mich mal ein wenig kürzer zu fassen und gehe nicht auf jedes Heft einzeln ein, sondern werde die gesamte Story nur mal grob umreißen, sodass sich jeder ein Bild machen kann.

      Hughie, ein junger, gut gelaunter Typ aus der Glasgower Arbeiterschicht schlendert mit seiner neuen Freundin über den Rummel und hat, wie immer, eine abstruse, aber immens lustige Geschichte auf den Lippen. Die Kleine lacht sich beinahe kaputt, beide haben Schmetterlinge im Bauch und ganz nebenbei ist es so weit, sie sagt zum ersten mal das L-Wort zu ihm. Hughie glaubt sich im siebten Himmel! Sie teilen einen leidenschaftlichen Kuss und beginnen anschließend an ausgestreckten Armen im Kreis zu tanzen wie überglückliche Kinder WHHOOOOSSHH!!! – Ein Superbösewicht, gerammt von einem der vielen Superhelden mit übermenschlichen Kräften, fliegt quer über den Platz und schlägt in der nächsten Backsteinmauer ein. Allerdings landet er nicht ganz so hart, denn er hat ein Polster zwischen sich und der Wand, Hughies Freundin – Pardon, nicht seine GANZE Freundin, denn ihre abgerissenen Arme hält ja noch immer Hughie an den Händen.



      WHAM! Mit einem blutig-splattrigen Knall sind wir wieder in der bitterbösen Welt von Mister Garth Ennis angekommen. Diese Welt hat es in sich, denn es gibt eine immense Zahl von Superwesen, die alle durch ein spezielles Mittel namens Blau mutiert sind. Da ran zu kommen ist nicht so einfach, aber manchmal reicht es, wie so oft, wenn man einfach genug Kohle hat. So gibt es eine ganze Horde von Helden-Teams, wie man die halt aus etlichen Comics kennt. Mit den Regierungen der Welt gibt es ein Abkommen über die Kollateralschäden, die die Helden ungestraft verursachen dürfen und sowas wie der Tod einer jungen, unbekannten Frau aus Glasgow geht da einfach unter. Der arrogante Held lässt sich noch feiern, macht ein paar schnieke Pressefotos und dann geht’s weiter zum nächsten Job. Oder zum nächsten Besäufnis, oder ins nächste Puff, denn das ist der hauptsächliche Lebenswandel vieler Helden. Die lassen es ordentlich krachen, lassen die Sau raus und es sich gut gehen und scheren sich einen Dreck um den Normalbürger. Ab und an eine gute Tat um die Fans bei Laune zu halten, aber von Liebe und Respekt den Mitmenschen gegenüber (oder auch untereinander) kann nicht die Rede sein.

      An dieser Stelle kommt der Butcher ins Spiel. Butcher, eigentlich Billy, ist ein Mann, der für die Firma arbeitet. Er hat ein paar ganz besondere Fähigkeiten und mit dem Frenchman, dem Weibchen und einem Typ namens Mother’s Milk hat er ein knallhartes Team um sich versammelt, dass den Auftrag hat dafür zu sorgen, dass es die Helden nicht zu weit treiben. Dazu sind sie mit Blau ausgestattet, dass sie in kleineren Dosen immer rechtzeitig vor einem Einsatz zu sich nehmen, um für eine gewisse Zeit von außergewöhnlichen Kräften zu profitieren und es im Notfall mit den Heroes aufnehmen zu können. Doch insgeheim hat der Butcher auch noch eine ganz persönliche Rechnung mit einer Heldentruppe offen und da sein Team sowieso Nachwuchs braucht sucht er sich jemanden dem das ebenso geht. Unseren kleinen Glasgower Underdog Hughie.

      Zimperlich geht’s da allerdings nicht zu Wege. Da werden Körper durchschlagen, die wildesten Sexpraktiken zelebriert, Körperteile gebrochen oder gar abgerissen, Köpfe zerplatzen gleich reihenweise, im Schlafzimmer geht’s blutig her, Gesichter werden auf Pizzen serviert, Unterkiefer herausgerissen und Schädel bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert.



      Ja, Garth Ennis Schockt die Leute ganz gerne und mit überbordender Gewalt, grenzwertigen Sexualpraktiken, Sprüchen, die viele als geschmacklos, vorurteilbehaftet oder gar rassistisch bezeichnen würden. Er lotet Grenzen aus und geht stellenweise auch darüber hinaus. Dabei gelingt es ihm bemerkenswerterweise dennoch viel sozialkritischen und manchmal auch politischen Subtext durchblitzen zu lassen, vom Erzählstil sogar intelligent zu wirken und ganz nebenbei auch noch eine interessante Story mit spannenden Charakteren zu erzählen. Klingt jetzt erstmal wie das Nonplusultra für hartgesottene Genrefans, kam bei mir aber dennoch mit einigen Dämpfern an. So manche brutale oder sexistische Szene kann er im Nachgang noch so gut versuchen schick in einen sinnvollen Handlungsbogen oder eine kritische Anmerkung zu verpacken, es bleibt das sehr deutliche Gefühl, dass Ennis diese Szenen diesmal nur um ihrer selbst willen untergebracht hat. Sprich, er hatte einen äußerst coolen, brutalen oder auch geschmacklosen Einfall bei dem er sich ziemlich sicher war, dass er das Publikum damit schockieren könnte, also wurde das eingebaut, auf Teufel komm raus. Das ist ja grundsätzlich nicht verwerflich und ist bestimmt auch das, was ein guter Teil der Fans von Ennis sehen will, aber mir fehlt bei sowas dann immer ein wenig die Substanz und es bringt einen leicht faden Beigeschmack mit sich.

      Einen schlechten Comic haben wir hier deshalb natürlich bei Weitem nicht, ganz im Gegenteil! Man muss halt nur wissen auf was man sich einlässt und sollte auch in der richtigen Stimmung sein. Wenn mir der Sinn nach einem gefühlvollen Drama stehet, bei dem ich viel mitdenken, mitleiden und am Ende vielleicht sogar ein paar Tränchen verdrücken kann schieb ich mir ja auch keinen Torture-Porn a La Hostel, I spit on your Grave oder Saw 2-38 in den Player. Bedeutet also im Umkehrschluss, dass man mit den Boys einen Heidenspaß haben kann, bitterböse, brutal und gottlos unterhalten wird und das Ganze neben dem, typisch Ennis zwischen ätzend und klug angesiedelten Schreibstil, auch noch ein schickes, modernes Artwork vom Transmetropolitan-Zeichner Darick Robertson geboten bekommt. Der hatte streckenweise etwas Hilfe beim Tuschen von Rodney Ramos und Peter Snejbjerg, der mir schon bei den Geschichten aus dem Hellboy-Universum positiv aufgefallen ist. Hier machen die beiden dahingehend einen tollen Job, als dass ihr Mitwirken ab Heft #11 keinen Bruch im Artwork bewirkt und eigentlich kaum auffällt. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Band und mindestens genauso auf die Serie! Der 26.07. ist im Kalender auf jeden Fall schon mal vorgemerkt.

      Meine Wertung: 7/10

      Wie haben Euch die Boys gefallen? Freut Ihr Euch auch auf die Serie? Ich bin ja bekennender Karl Urban Fan, am meisten gespannt bin ich aber, wie weit Jennifer Esposito bereit ist in ihrer Rolle als Susan Raynor zu gehen! Wenn ich da an die Comics denke… :waigel:

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:

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