Dunkler Sammelwahn: Eaglemoss´ Batman Graphic Novel Collection - Der Rezi-Thread

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    • Ausgabe 5 : Die Rückkehr des dunklen Ritters - Erstlesung des Klassikers von Frank Miller. Hmm, Story gefiel mir schon recht gut-war aber auch ordentlich viel zu lesen.
      das Artwork war allerdings stellenweise SEHR "gewöhnungsbedürftig", da hatte ich mir durchaus mehr erwartet.
      Gesamt komme ich hier aber schon auf eine 7,5/10

      Ausgabe 6 : Der Rat der Eulen - und wieder Snyder / Capullo (und wieder geil) die Story fand ich recht spannend und Capullos Artwork wieder passend zu dem düsteren Setting.
      Hat mir sehr gut gefallen . 9/10

      Ausgabe 7 : Die Stadt der Eulen - die Fortsetzung - fand ich nen Tacken weniger geil. Die Mr. Freeze Zwischenstory hat mir ein bisschen Tempo raus genommen und fängt sich
      auch nicht so ganz wieder. Die Pennyworth senior Story fand ich sehr geil, die Harper Row war auch gut. Macht hier ne 7,5/10

      Bislang gibt es für mich nix zu meckern in der Reihe.
    • Die Rückkehr des Dunklen Ritters

      Ich habe die Story nun das erste Mal gelesen (und zwar direkt zweimal hintereinander) und sie hat mich genauso weggehauen wie Watchmen damals. Ein grandioses Werk und ich kann 100% nachvollziehen warum es in den meisten All-Time-Rankings immer wieder aufgeführt wird.
      Spannend fand ich auch, wie sehr mich Die Rückkehr des Dunklen Ritters vom Stil her an Watchmen erinnert hat. Umso erstaunlicher und beeindruckender wie zwei geniale Autoren, Moore und Miller, quasi zeitlich (Batman: The Dark Knight Feb. bis Juni 1986; Watchmen Sep. 1986 bis Okt 1987) ähnliche Ideen und Stile hatten und dieselbe Richtung in ihren Comics einschlugen: Superhelden mit Zweifeln und als Teil des Problems zu zeigen.

      Die Zeichenkunst von Miller ist für mich insgesamt stimmig, wobei man an der ein oder anderen Stelle nicht alles so gut erkennen kann, wie es ein anderer Zeichner hätten leisten können. Emotional, wie z.B. am Anfang die Auseinandersetzung und die Selbstzweifel zwischen Bruce und Batman, fand ich es aber sehr gut und bedrückend dargestellt. Genial war für mich auch das Stilmittel der Fernsehberichte, Interviews und Zeugenaussagen, die immer wieder eingestreut wurden und so dem Leser geschickt Stimmungsbilder und Zusatzinformationen vermittelten ohne ihm direkt alles auf die Nase zu binden.

      Am Anfang war für mich die Motivation von Superman und vom US-Präsidenten nicht ganz nachvollziehbar, vor allem warum sie gegen Batman erst nach dem Einschlag der Atomrakete vorgehen. Davor hatten sie doch mehr als genug Gründe ihn auszuschalten: sein Krieg gegen den Mutantenanführer, der Einsatz von Kriegsgerät, der Mord am Joker (für den es ja keine Entlastungszeugen gibt), sich gewaltsam der Festnahme durch die Polizei zu entziehen oder auch sich selbst als das Gesetz zu bezeichnen. Stattdessen wird er erst ab dem Zeitpunkt ab dem er zum Helden in der Öffentlichkeit aufsteigt und es sein Verdienst ist, dass sich die Lange in Gotham, als einzige Stadt in den USA, wieder beruhigt, angegriffen. Erst beim zweiten Lesen ist mir dann das ambivalente Verhalten des US-Präsidenten so richtig deutlich geworden: Batman darf nicht für Stabilität sorgen, wenn es ihm selbst nicht gelingt. Lieber muss er beseitigt werden, auch auf Kosten der Stabilität und der Bürger. Ein genialer Twist!

      Witzig war es einige bekannte Zitate, die ich aus den Batman Verfilmungen kenne, die aber wohl ihren Ursprung hier haben, wiederzuerkennen, wie z.B. Alfreds Spruch über den Weinkeller für die nächste Generation. :thumbsup:

      Nicht erkennen konnte ich den Bombenbauer und was es mit den kleinen, teilweise fliegenden Kindern auf sich hat, die zunächst Two Face, später aber auch der Joker als Bomben nutzt. Wer sind die und wurden die bereits davor bzw. später wiederverwendet?

      Bzgl. des Bandes hätte ich mir das klassische Dark Knight Cover lieber gewünscht als das ausgewählte. Auch fand ich es ein bisschen schade, dass die Vierteilung und die Namen bzw. die Cover der einzelnen Bände nicht genannt wurde (Der Dunkle Ritter kehrt zurück, Der Dunkle Ritter triumphiert, Der Dunkle Ritter wird gejagt, Der Dunkle Ritter fällt). Stattdessen leider nur eine schwarze Seite als Abtrennung.
      Insgesamt bin ich aber mit der Collection und der Auswahl der ersten fünf Bände sehr zufrieden.
    • Band 6/7 Der Rat der Eulen/Die Stadt der Eulen

      Vor langer Zeit war das meine erste Begegnung mit Scott Snyder. Nun habe ich beide Bände im Rahmen der Collection wieder gelesen. Nach Metal und dem Schluss des Runs habe ich vergessen, wie genial Greg Capullo ist. Allein die Bilder sind das Hardcover schon wert. Batman ist dunkel, Gotham ist düster und noch fehlen die übertriebenen Horrorfratzen.

      Snyders Beginn bei Batman wirkt immer noch. Das gilt besonders für den ersten Band. Bei dem der Rat noch mysteriös ist. Ich fand auch, dass das Annual nimmt das Tempo raus. Anschließend wird bei dem Lincoln March Teil zu viel Tempo und zu wenig Atmosphäre gefahren.

      Insgesamt würde ich dem eine 8,5 geben.

      Allerdings kommen am Ende noch ein paar Bonusstorys aus den US-Heften. Dass sie damals in den Paperbacks waren, halte ich für richtig. Hier - immerhin soll das Beste der Fledermaus kommen - wirkt der Anhang etwas verloren. Hier hätte ich mir lieber eines der TieIns gewünscht. Das wäre auch so mein Wunsch für den Rest der Sammlung: Weniger Vollständigkeit, mehr Bestof.
      Glossar

      • Bände: Mehrzahl von Band im Sinne von Buch
      • Bänder: Schnürsenkel
      • Bender: Figur aus Futurama
      • Bendis: Comicautor
      Vorsicht: Als Band kann auch eine Musikgruppe oder ein einzelner Schnürsenkel bezeichnet werden.
    • Gestern nochmal "Jahr Null - Die dunkle Stadt" gelesen.
      Hatte es schon damals als Paperback zum Erscheinungsdatum gelesen und bin immer noch begeistert. Die Story um die Red Hood Gang, Bruce's Anfängeals Batman, dazu ein sehr unsympathischer Bruce und ein einfach toller Alfred. Alles klasse. Dazu die mögliche Origin des Jokers.
      Aber auch der nächste Part mit Dr. Death gefällt mir gut.
      Über Capullo und dessen starken Zeichnungen, so wie die tolle Collorierung brauchen wir erst gar nicht sprechen. Alles top, wie immer.
      Was ich mich nur frage: warum dieser verstärkte Einsatz von Pink? Ist das wirklich so, da das alles ein krasser Kontrast zu Millers düstwren "Year One" sein soll, so wie es im Vorwort besprochen wurde?

      Edit: Ich muss ja gestehen, dass die neuen Batman-Heftserien mir schon ein wenig das Interesse und die Lust an Batman genommen hatten. King kann ich nicht ab und Detective Comics ist rückblickenden okay, stellenweise auch mal gut. Die Bände, die ich jetzt aber aus der Collection gelesen habe, haben dann doch wieder meine Leidenschaft für den dunklen Flattermann entfacht :bats: Die Auswahl der Stories finde ich bis jetzt auch echt gelungen - auch wenn viel 52 dabei ist. Aber das sind allesamt gute Stories und sollten gelesen werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Penny-One ()

    • Band 5: Die Rückkehr des Dunklen Ritters (The Dark Knight Returns)

      Gotham, Zukunft, Bruce Wayne ist mittlerweile fast 60 Jahre alt, den Batman Anzug hat er mittlerweile seit 10 Jahren nicht mehr angefasst, ja inzwischen ist er sogar einige Legende geworden, an deren Existenz man inzwischen zweifelt. Superhelden? Gibt es nicht mehr, die meisten haben sich zurückgezogen, Superman ging in die Politik, die Helden wären für die Politik nur hinderlich gewesen. Gotham? Stürzte nach Batman Weggang immer weiter ab, inzwischen kann sich keiner mehr auf die Straße trauen, das Verbrechen ist auf einem absoluten Hochpunkt, eine Gang die sich Mutanten nennt versetzt alle in Angst und Schrecken. James Gordon steht kurz vor der Rente und bereitet seine letzten Amtshandlungen vor. Bruce Wayne & Alfredt sind sich sicher, der Ruhestand war die richtige Entscheidung. Doch die Lage wird sich nicht besser und als im Fernsehen nur noch von all der Gewalt & den Verbrechen berichtetet wird, kann Bruce Wayne nicht mehr die Augen verschließen, die stürmische Nacht, in der Batman zurückkehrt, sollte noch zu dem ikonischsten Batman Moment aller Zeiten werden. In Form der 13 jährigen Carrie Kelley sieht Bruce Wayne wieder einen Grund für das gute zu kämpfen. Er sagt dem Verbrechen den größten Kreuzzug an, den er je geführt hat, er mag langsamer und älter geworden sein, doch aufhalten kann ihn niemand, kein Superman, keine Armee und auch nicht die ganze Welt.

      1986 - Mehr als 33 Jahre ist es her, dass "The Dark Knight Returns" erschien, dem womöglich erfolgreichsten Batman Comics aller Zeiten. Dabei ist "Die Rückkehr des dunklen Ritters" viel mehr als ein Superheldencomic, es ist ein komplexes, vielschichtiges Werk, welches außerdem eine Satire auf die Politik und die Superhelden der damaligen Zeit ist.

      Frank Miller wurde spätestens mit "The Dark Knight Returns" zur Comiclegende.
      Batmans Geschichte in dieser dystopischen Zukunft von Gotham ist düster und beklemmend, ja fast schon hoffnungslos.
      Millers Gesellschaftskritik äußert sich in kleinen & in großen Dingen, ob es nun Korruption, motivlose Jugend, bedenkliche Regierungsformen und Vorurteile oder versteckte Botschaften beim rückwärts spielen von Musik, mediale Berichterstattung und Talkshows sind. Nur um einige der Themen zu nennen, die Miller mit diesem komplexen Werk aufgreift. Machen Superhelden durch ihr Handeln alles Schlimmer? Sind sie nicht für die Bedrohungen verantwortlich, die sie bekämpfen? Kann Batman töten? Vieles was im Comics angesprochen wird, ist auch Heute noch Topaktuell, jedoch wird möglicherweise Heute einiges nicht mehr verstanden werden. Eine Besonderheit von diesem Comic ist, dass die Ereignisse von den Medien & Talkshows kommentiert werden.

      Das ein oder andere ist gewollt überspitzt dargestellt, im großen und ganzen empfinde ich jedoch diese Zukunftsvision als recht realistisch. Die Geschichte selbst ist an einigen Stellen einfach wunderschön und berührend, an anderen wieder mitreißend, spannend oder traurig. Das Ende ist gleichzeitig eines der schönsten & tragischsten Enden die ich kenne.
      Das Werk zieht einen, auch trotz des Alters immer noch in seinen Bann. Frank Millers Zeichnungen sind hier noch recht ansehnlich, stellenweise richtig gut, für die heutigen Verhältnisse aber sicher etwas angestaubt. Frank Miller konnte hier noch richtig gut Zeichnen, in der Fortsetzung sind seine Zeichnungen leider ziemlich schrecklich. Der Comics enthält massenweise Text, der Comic kann sogar als ein halbes Buch bezeichnet werden. Trotz des vielen Textes liest sich das ganze sehr flüssig, der viele Text stört eigentlich überhaupt nicht, ja er ist für die Botschaft, die Miller vermitteln wollte sogar notwendig.

      "Die Rückkehr des dunklen Ritters" sollte man gelesen haben,
      ein Meisterwerk der Comic Geschichte, welches seine Wirkung bis Heute nicht verloren hat.
      Das Cover in der Ausgabe der Eaglemoss Batman Collection ist etwas ungünstig gewählt, da gibt es definitiv schönere,
      Als Bonusmaterial sind 3 Seiten Skizzen enthalten.
      "Im just a puppet who can see the strings"
      -Dr. Manhattan
      , The Button
    • Martin1385 schrieb:



      Nicht erkennen konnte ich den Bombenbauer und was es mit den kleinen, teilweise fliegenden Kindern auf sich hat, die zunächst Two Face, später aber auch der Joker als Bomben nutzt. Wer sind die und wurden die bereits davor bzw. später wiederverwendet?
      Der Bombenbauer heißt "Abner" , die fliegenden Kinder sind mechanische Puppen.
      Hier zum nachlesen: batman.fandom.com/wiki/Abner
      Die sind, so weit ich weiß, nicht mehr aufgetreten.
      "Im just a puppet who can see the strings"
      -Dr. Manhattan
      , The Button
    • CBF schrieb:

      Martin1385 schrieb:

      Nicht erkennen konnte ich den Bombenbauer und was es mit den kleinen, teilweise fliegenden Kindern auf sich hat, die zunächst Two Face, später aber auch der Joker als Bomben nutzt. Wer sind die und wurden die bereits davor bzw. später wiederverwendet?
      Der Bombenbauer heißt "Abner" , die fliegenden Kinder sind mechanische Puppen.Hier zum nachlesen: batman.fandom.com/wiki/Abner
      Die sind, so weit ich weiß, nicht mehr aufgetreten.
      Danke. Hatte auch auf Puppen/ Roboter getippt, aber auf dem einen Panel spricht eine bzw. antwortet Robin...
    • Bin gerade mit Der Rat der Eulen fertig geworden. Fand ich den vielleicht packendsten Band der Collection bis jetzt. Atmosphärisch top, finster und brutal, die geheimnisvolle Bedrohung ständig präsent. Optisch ein Feuerwerk. Story für mich nicht alles komplett nachvollziehbar, z.B. das Labyrinth, wird Bats da vom Eulenkiller reingezogen aus der Kanalisation, oder ist das eine psychedelische Vision? Ein genialer Teil der Story ist es allemal. Und der Mensch, der Bats mit Strom wiederbelebt und zu dem er meint er habe ihm gesagt er solle ihn in Ruhe lassen, ist der vorher schonmal aufgetaucht? Da habe ich nichts von mitbekommen. Naja, ich bin aber auch zugegebenermaßen so einer, dem man jeden Film erklären muss. :blaugrins:
      Trotz dieser für mich vorhandenen Ungereimtheiten wirkte das Geschehen für mich wie aus einem Guss, und weniger zerstückelt wie z.B. die Jahr 0 Geschichte.
      Bin schon ziemlich gespannt wie das weitergeht.
      Hell Caltlight, Hell Caltlight, die Lanch blennt !!!
    • electrified schrieb:

      Story für mich nicht alles komplett nachvollziehbar, z.B. das Labyrinth, wird Bats da vom Eulenkiller reingezogen aus der Kanalisation, oder ist das eine psychedelische Vision?
      Das Labyrinth existiert wirklich.
      Kleiner Spoiler zu Die Stadt der Eulen:
      Spoiler anzeigen
      Hier steht Batman oben auf einer Wand und betrachtet das enorme Ausmaß des Labyrinths.


      Alles andere ist eine Kombination aus Realität und psychedelischen Visionen, verursacht durch Drogen, Dehydrierung, etc.
    • Dunkler Sammelwahn Nr.6: Im Visier der Eule ("Der Rat der Eulen")

      (Sammlungschronologie: "Geheimnisse und Offenbarungen, Band 1", enthält "US-Batman #1 - 7)

      Bruce Wayne ist zurück in Gotham, löst Nightwing wieder als Batman ab und muss sich prompt mit einer neuen Bedrohung, die aus den Schatten der Stadt hervorsteigt, herumschlagen. Ein alter Kinderspruch, der vom "Rat der Eulen", einer potentiell finsteren Gesellschaft mit düsteren Motiven, handelt, scheint Wahrheit zu werden, als sich der Mythos jener Gruppe in einer übel zugerichteten Leiche und einem Mordanschlag auf Gothams Vorzeige-Milliardär offenbart. Dabei hat Wayne gerade vollmundig ein Projekt zur akuten Verbesserung des Lebens in der Stadt präsentiert, der auch dem ambitionierten Bürgermeisterkandidaten Lincoln March nicht ganz ungelegen kommt. Doch ein überaus fähiger Killer platzt in das erste konkrete Treffen der beiden hinein und hinterlässt nicht nur auf Waynes Körper die eine oder andere Narbe. Schnell wird klar, dass die mysteriöse Gesellschaft vermutlich seit der Gründung Gothams hinter dessen Mauern Pläne und Verschwörungen schmiedet, denen selbst Batman nur schwer Herr zu werden scheint.

      Als Autor Scott Snyder die "Batman"-Reihe übernahm, musste er sich zunächst aus den Spurrillen seines Vorgängers Grant Morrison lösen, was ihm aber dank des Kunstgriffes, einen neuen, unfassbaren und noch geheimer als Batman operierenden Zirkel von Gegnern zu schaffen, recht gut gelang. Die Erzählung selbst spiegelt die dunkle Atmosphäre des Welt des Dunklen Ritters wunderbar wider, ist aber in einigen, fast schon psychedelischen, Momenten nur schwer greifbar - was aber andererseits vermutlich der Faszination des Lesers in die Karten spielt. Künstlerisch wird man hingegen der aufgebauten Stimmung nicht immer gerecht, denn insbesondere die Figuren wirken oft wie aus einer frisch gecasteten Boygroup entsprungen - viel zu frisch und fast schon "aalglatt". So ganz passt dies, aus meiner bescheidenen Sicht, also nicht immer zur finsteren, sich bedrohlich aufbauenden Story-Atmosphäre. Als Bonus gibt es eine fünfseitige Cover-Galerie. Rechtschreibfehler bleiben uns als Dreingabe erneut erspart.

      Ein inhaltlich weitestgehend sehr ordentlicher Band, der einzig ein wenig über seine zu "jugendliche" Kunst stolpert.


      Dramaturgie/Erzählung8/10ErstveröffentlichungUS: ab 11/2011
      D: ab 07/2013
      hier: 13.03.2019
      Zeichnungen7/10FormatHardcover
      Kreativität7/10Seitenanzahl180 S.
      Gesamtwertung7.33 / 10AutorScott Snyder
      ZeichnerGreg Capullo
      VerlagEaglemoss
      Preis€12,99
      :grinsepopo: Wenn´s Vorne juckt und Hinten beißt, nimm Klosterfrau Melissengeist. :schwips:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von majorcrampas ()

    • Der Rat der Eulen

      Dieser Band hat mir auch extrem gut gefallen – sowohl von der Story als auch von den Zeichnungen. Snyder hat die Überheblichkeit von Batman ("Meine Stadt", "Ich bin hier die einzige Legende", etc.) aber auch von Bruce, der sich nicht vorstellen kann den Rat mit seinen ganzen Beziehungen nicht zu kennen, sehr gut eingefangen. Auch der tiefe Fall, da beide den Rat zunächst nicht erst nehmen, die in dem Labyrinth gipfelt, war für mich nachvollziehbar und gut geschrieben.

      Herausstechen tun aber die tollen Zeichnungen von Greg Capullo. Da waren wirklich einige wunderschöne Panels dabei, wie z.B.


      Einzig an den Zeichnungen haben mich die Augen/ Lieder etwas gestört. V.a. bei Dick wurden die immer halb offen dargestellt als ob er entweder verliebt oder auf Drogen ist.


      Der Talon hingegen erinnerte mich ein bisschen an Kevin aus Sin City (Elijah Wood für die Filmschauer) :D


      Der Höhepunkt bei den Zeichnungen bzw. bei dem gewählten Stilmittel war aber auch wieder das Labyrinth! Ich habe hier bereits die Frage gelesen, ob es ein Fehler im Druck sei, dass die Seiten umgedreht waren. Dabei fand ich es gerade in dieser Situation ein grandios gewähltes Mittel um die Qualen von Batman, zusätzlich zu seiner Notsituation, seinem psychodelischem Monolog und seiner Transformation von der Fledermaus zur Eule, noch weiter zu unterstreichen. Für mich wurde dadurch eine weitere Dimension, indem auch dem Leser die Orientierung genommen wurde, ergänzt. Ich hätte mir aber eine komplette Umdrehung (die 270 Grad haben gefehlt) gewünscht: Batmans Welt wird aus den Ankern gehoben (90 Grad Drehung), dann auf den Kopf gestellt (180 Grad) und schließlich wieder zurück (270 Grad) in die Fugen gebracht. Aber naja, das mag auch nur meine Interpretation von der Szene sein.

      Direkt im ersten Heft hat mich ein bisschen die Technikaffinität von Batman gestört, der sich nicht mehr auf seine eigenen Fähigkeiten verlässt und nun Kontaktlinsen und Lippenlesesysteme benötigt um beispielsweise das Telefonat von Grodon zu verfolgen. Kann aber natürlich auch nur wieder nur ein Mittel von Snyder gewesen sein um dem Leser die relevanten Informationen im ersten Heft zu vermitteln. Später kommt das ganze Technikzeugs dann eh fast gar nicht mehr vor und Batman zeigt wieder seine wahren Skills - am Geschmack des Brunnenwassers zu erkannt wo er sich in Gotham aufhält 8o <X X/
      Wäre eine interessante Wette für Wetten, dass :D

      Nicht ganz verstanden habe ich die Fotos an der Wand im Labyrinth. Dies waren doch teilweise Fotos von denselben Personen, oder? Um den Verfall und die Verwesung zu symbolisieren?
      Die plötzlich auftauchende Helferin am Ende des Bandes hat mich auch etwas verwirrt zurückgelassen, v.a. da sie und Batman sich zu kennen scheinen. Am Ende von Stadt der Eulen (US-Band #12) wird dann erläutert wer sie ist. Dies hatte ich dort aber bereits wieder vergessen und ist mir erst beim Reread aufgefallen, dass es dieselbe ist.
      Auch hätte es für mich die Verwandtschaftsbeziehung von Dick zum ersten Talon und dass Dick ein Talon hätte werden sollte, nicht wirklich gebraucht. Die N52-Leser werden aber sicher wissen, ob Synder hier bereits einen späteren Story-Arc angeteast hat. Betrachtet man aber Rat der Eulen und Stadt der Eulen gesondert, wäre das nicht notwendig gewesen.

      Wenn ich jetzt noch die ersten Story-Arcs von Snyder und King miteinander vergleiche, dann ist für mich Snyder mit Rat der Eulen deutlich besser als das Gedöns von King mit Gotham und Gotham Girl – und das obwohl ich King-Fan bin und beide doch recht ähnliche Richtungen einschlagen. Aber Rat der Eulen war schon was Feines!
    • Martin1385 schrieb:

      Der Rat der Eulen

      Dieser Band hat mir auch extrem gut gefallen – sowohl von der Story als auch von den Zeichnungen. Snyder hat die Überheblichkeit von Batman ("Meine Stadt", "Ich bin hier die einzige Legende", etc.) aber auch von Bruce, der sich nicht vorstellen kann den Rat mit seinen ganzen Beziehungen nicht zu kennen, sehr gut eingefangen. Auch der tiefe Fall, da beide den Rat zunächst nicht erst nehmen, die in dem Labyrinth gipfelt, war für mich nachvollziehbar und gut geschrieben.

      Herausstechen tun aber die tollen Zeichnungen von Greg Capullo. Da waren wirklich einige wunderschöne Panels dabei, wie z.B.


      Einzig an den Zeichnungen haben mich die Augen/ Lieder etwas gestört. V.a. bei Dick wurden die immer halb offen dargestellt als ob er entweder verliebt oder auf Drogen ist.


      Der Talon hingegen erinnerte mich ein bisschen an Kevin aus Sin City (Elijah Wood für die Filmschauer) :D


      Der Höhepunkt bei den Zeichnungen bzw. bei dem gewählten Stilmittel war aber auch wieder das Labyrinth! Ich habe hier bereits die Frage gelesen, ob es ein Fehler im Druck sei, dass die Seiten umgedreht waren. Dabei fand ich es gerade in dieser Situation ein grandios gewähltes Mittel um die Qualen von Batman, zusätzlich zu seiner Notsituation, seinem psychodelischem Monolog und seiner Transformation von der Fledermaus zur Eule, noch weiter zu unterstreichen. Für mich wurde dadurch eine weitere Dimension, indem auch dem Leser die Orientierung genommen wurde, ergänzt. Ich hätte mir aber eine komplette Umdrehung (die 270 Grad haben gefehlt) gewünscht: Batmans Welt wird aus den Ankern gehoben (90 Grad Drehung), dann auf den Kopf gestellt (180 Grad) und schließlich wieder zurück (270 Grad) in die Fugen gebracht. Aber naja, das mag auch nur meine Interpretation von der Szene sein.

      Direkt im ersten Heft hat mich ein bisschen die Technikaffinität von Batman gestört, der sich nicht mehr auf seine eigenen Fähigkeiten verlässt und nun Kontaktlinsen und Lippenlesesysteme benötigt um beispielsweise das Telefonat von Grodon zu verfolgen. Kann aber natürlich auch nur wieder nur ein Mittel von Snyder gewesen sein um dem Leser die relevanten Informationen im ersten Heft zu vermitteln. Später kommt das ganze Technikzeugs dann eh fast gar nicht mehr vor und Batman zeigt wieder seine wahren Skills - am Geschmack des Brunnenwassers zu erkannt wo er sich in Gotham aufhält 8o <X X/
      Wäre eine interessante Wette für Wetten, dass :D

      Nicht ganz verstanden habe ich die Fotos an der Wand im Labyrinth. Dies waren doch teilweise Fotos von denselben Personen, oder? Um den Verfall und die Verwesung zu symbolisieren?
      Die plötzlich auftauchende Helferin am Ende des Bandes hat mich auch etwas verwirrt zurückgelassen, v.a. da sie und Batman sich zu kennen scheinen. Am Ende von Stadt der Eulen (US-Band #12) wird dann erläutert wer sie ist. Dies hatte ich dort aber bereits wieder vergessen und ist mir erst beim Reread aufgefallen, dass es dieselbe ist.
      Auch hätte es für mich die Verwandtschaftsbeziehung von Dick zum ersten Talon und dass Dick ein Talon hätte werden sollte, nicht wirklich gebraucht. Die N52-Leser werden aber sicher wissen, ob Synder hier bereits einen späteren Story-Arc angeteast hat. Betrachtet man aber Rat der Eulen und Stadt der Eulen gesondert, wäre das nicht notwendig gewesen.

      Wenn ich jetzt noch die ersten Story-Arcs von Snyder und King miteinander vergleiche, dann ist für mich Snyder mit Rat der Eulen deutlich besser als das Gedöns von King mit Gotham und Gotham Girl – und das obwohl ich King-Fan bin und beide doch recht ähnliche Richtungen einschlagen. Aber Rat der Eulen war schon was Feines!
      Die Szene in dem Labyrinth - absolut genial!
      "Im just a puppet who can see the strings"
      -Dr. Manhattan
      , The Button
    • @Martin1385
      Musste so lachen bei deinem Wetten Das?! Scherz, weil ich mir gerade Thomas G. vorgestellt habe; "Wetten das... Batman amerikanische Städte am Abwassergeschmack erkennen kann?!" :thumbsup:
      ...
      Übrigens habe ich gehört, das er wieder W. D.?! moderieren wird. :schocker: ;)

      Jetzt sind erst wenige Ausgaben raus und ich ahne schon wie schwer das für die Jungs wird; sollte ich mal umziehen müssen. :whistling:

      Ausgabe 1&2 Jahr Null
      Passt eigentlich super als Anfang der Sammlung. War für mich jetzt nicht die interessanteste Geschichte. Am besten fand ich noch die erste Geschichte mit Red Hood. Vor allem klasse wie Snyder den klassischen Endkampf von Batman und Hold alias... na ihr wisst wen ich meine. Klasse das es hier nicht wirklich ersichtlich ob ER es war. Die Riddler Geschichte ist echt langweilig. Da gefiel er mir in der TV Serie Gotham besser.

      Ausgabe 3 Geboren um zu töten
      Noch nicht gelesen. Ist wie ein Wein. Muss erstmal atmen bevor ich mich drüber her mache. ;)

      Ausgabe 4 Gesichter des Todes
      Kannte ich schon aus den Heften, Die ich meinem Neffen überlassen habe. Die Sammlung kriegt er eh später mal. Steht schon im Testament. Kein Scherz ich habe eins; Kann ich jedem nur Raten, man weiß ja nie was kommt. ...ok mal weg vom Tod; auch hier mag ich die erste Story. Die zweite ist jetzt nicht so interessant gewesen aber nett gezeichnet.

      Ausgabe 5 Die Rückkehr des dunklen Ritters
      Da fehlt mir der Reiz sie nochmal zu lesen. Gefiel mir damals nicht so sehr und wollte sie nur für die Sammlung.

      Ausgabe 6&7 Stadt/Rat der Eulen
      Jetzt nochmal in einem Rutsch gelesen und ich mag die Idee und Geschichte immer noch und werde ich immer mal wieder lesen.

      Ausgabe 8 Das neue dynamische Duo
      Gerade zu Ende gelesen. Zu der Zeit hatte ich schon lange kein Batman mehr gelesen sondern nur am Rande mitbekommen was los was. Das Cover kenne ich und fand es damals Schrecklich und heute auch noch. Ein Zeichner der mir nicht gefällt. Alles wirkt Anatomisch grauenvoll. Wie eine Welt in der alle wie 80 aussehen. Was mir auf auffällt das ich es schnell durch gelesen hatte. Textlich war das jetzt auch nicht so herausragend. Das ist als das Comic Origin von Professor Pyg; Sind das Druckfehler oder redet der echt so seltsames Zeug? Den Schluss habe ich nicht verstanden. Ist das Bruce in Cryo?
    • electrified schrieb:

      Bin gerade mit Der Rat der Eulen fertig geworden. Fand ich den vielleicht packendsten Band der Collection bis jetzt. Atmosphärisch top, finster und brutal, die geheimnisvolle Bedrohung ständig präsent. Optisch ein Feuerwerk. Story für mich nicht alles komplett nachvollziehbar, z.B. das Labyrinth, wird Bats da vom Eulenkiller reingezogen aus der Kanalisation, oder ist das eine psychedelische Vision? Ein genialer Teil der Story ist es allemal. Und der Mensch, der Bats mit Strom wiederbelebt und zu dem er meint er habe ihm gesagt er solle ihn in Ruhe lassen, ist der vorher schonmal aufgetaucht? Da habe ich nichts von mitbekommen. Naja, ich bin aber auch zugegebenermaßen so einer, dem man jeden Film erklären muss. :blaugrins:
      Trotz dieser für mich vorhandenen Ungereimtheiten wirkte das Geschehen für mich wie aus einem Guss, und weniger zerstückelt wie z.B. die Jahr 0 Geschichte.
      Bin schon ziemlich gespannt wie das weitergeht.
      Der Mensch ist Harper Row, die hatte in Batman #1 (2011) auf einem Panel einen Cameo auftritt, das erste treffen mit Batman wird nachträglich im 2. Band geschildert.
      "Im just a puppet who can see the strings"
      -Dr. Manhattan
      , The Button
    • Martin1385 schrieb:

      CBF schrieb:

      Kann mir einer erklären, wieso Victor in die Stadt der Eulen
      Spoiler anzeigen
      seine Mutter umbringt?

      Aus Liebe - so wie er ja auch für seine Nora tötet.
      Ich vermute seine Mutter lag nach dem Sturz ins Eis im Koma und war dann körperlich und geistig beeinträchtigt. Um ihr weitere Qualen zu ersparen stürzt er sie ins Eis.
      ich dachte eher, die erste Version ist seine Vorstellung der Geschehnisse und die zweite ist die, wie es tatsächlich war...
    • Rhodoss schrieb:

      Martin1385 schrieb:

      CBF schrieb:

      Kann mir einer erklären, wieso Victor in die Stadt der Eulen
      Spoiler anzeigen
      seine Mutter umbringt?

      Aus Liebe - so wie er ja auch für seine Nora tötet.Ich vermute seine Mutter lag nach dem Sturz ins Eis im Koma und war dann körperlich und geistig beeinträchtigt. Um ihr weitere Qualen zu ersparen stürzt er sie ins Eis.
      ich dachte eher, die erste Version ist seine Vorstellung der Geschehnisse und die zweite ist die, wie es tatsächlich war...
      Als die Szene zu Freeze nach Arkham wechselt sagt dieser noch "Das Eis hat sie geschützt, bis Hilfe da war." Und am Ende sagt seine Mutter "Ich bin manchmal so verwirrt seit dem Unfall".
      Glaube sie hat den Unfall überlebt, war dann körperlich und geistig behindert und Victor konnte es irgendwann nicht mehr ertragen und hat sie "erlöst"...

      Was aber die blutige Hand sollte habe ich nicht verstanden. Sah ja nicht aus wie ein Apfel sondern eher wie Freeze's Augen/ Brille später...