Thanos Megaband Vorsicht Spoiler

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    • Thanos Megaband Vorsicht Spoiler



      US Inhalt: Thanos (2016) 1-12

      Autor: Jeff Lemire
      Zeichner: Mike Deodato (1-6), German Peralta (7-12)

      Story

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      Thanos's Sohn Thane rückt seinem Vater auf die Pelle und hat sich Unterstützung in Form von Tryco Slatterus, Nebula und Starfox gesichert. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach einem Artefakt, dass ihnen helfen soll Thanos zu stürzen. Dieses Artefakt stellt sich als
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      ein Phoenix Ei heraus. Es stellte sich heraus, das Thane's Motive weit weniger ehrbar waren als man eingangs dachte. Vom Verrat getroffen tötet Nebula Thane. Dumm nur, dass der Phoenix einen Faible für Auferstehungen hat. Von der Phoenixmacht gestärkt begibt sich Thane zu Thanos...
      Den Rest einfach selber lesen 8)


      Meinung

      Anfangs dachte ich mir nur "Junge Junge, mal wieder dieser stupide Haudrauf Thanos aus CW II", aber nach und nach kam mehr Starlin Thanos durch als man beim ersten Sichten dieses Machwerks erkennen konnte. Dazu gesellen sich Typen wie ein herrlich gockelnder Tryco (gabs den vorher schonmal?), eine MCU Nebula und endlich mal wieder Starfox. Dazu viele Parallelen und Bezüge zur Infinity Storyline aus den 90ern. Zeichnerisch steigert sich der Band mit Peralta. Deodato hat für meinen Geschmack hier nicht von den Tuschern profitiert. Jeff Lemire greift den Charakter Thanos gut, kann ihm neue Facetten geben ohne dabei alte zu verlieren.
      Die Geschichte ist thematisch in 2 exakte Hälften geteilt, der erste Teil ist worldbuilding und kommt bisweilen etwas, aber nur etwas, von der Spur ab. Ein paar Kniffe geben der Story eine Wendung nach der anderen, das alles steigert sich dann zum zweiten Akt in eine gut inszenierte Auseinandersetzung

      Empfehlung
      Für Continuity Liebhaber ein must have, für Gelegeneheitsleser tatsächlich schwierig, da dieser Thanos viel von vergangenem lebt. Von mir gibts dennoch gem. meiner Excel 4,5/5 Sterne
    • Ich halte den Band durchaus auch für Gelegenheitsleser für gut geeignet. Jedenfalls hatte ich, der ich bei Marvel größtenteils raus bin, keine Probleme reinzukommen. Mit den Zeichnungen sehe ich das genau anders. Den dreckigeren Stil von Deodato fand ich besser als den von Peralta.

      Ausführlicher hatte ich mich bei Geek Whisper dazu ausgelassen. Hier kurz das Fazit: "Thanos – Tödlicher Titan spricht alte wie neue Leser an und liefert einen perfekten Appetizer zum Marvel Kinoereignis des Jahres. Was man an der Story kritisieren könnte, macht es für Neueinsteiger einfach reinzukommen und kann so auch als Vorteil ausgelegt werden. Und auch wenn die zweite Hälfte optisch abfällt, ist das Jammern auf hohem Niveau. Für mich reisst der Band knapp die Ziellinie zur Höchstwertung. Well done!"

      In der Bewertung sind wir uns also einig. :)


      Die Katze grinste.
      "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
      "Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
      "Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.


      Mein DC Dark Re-Read
    • Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, die übersichtliche Länge mit 12 Ausgaben macht sie sehr zugänglich.

      Meine 3 Hauptgedanken:

      1 Deodatos Zeichenstil und besonders sein Seitenlayout sind in letzter Zeit ja etwas... ungewöhnlich. Durch den übertriebenen Einsatz von Benday-Dots für Schattierungen sehen die Panels seltsam aus. Es ist jetzt nicht katastrophal, aber die zweite Hälfte von Peralta gefiel mir deutlich besser.

      2 Irgendwie hat die Geschichte ja viele fragwürdige Änderungen an Thanos der letzten Jahre wieder rückgängig gemacht. Thanos wirkt nachher nicht mehr so stumpf wie in Infinity oder Civil War 2

      3 Interessant finde ich ja, dass die Geschichte eigentlich an der Struktur einer typischen Heldenreise bedient, aber natürlich für einen Schurken. Durch die klassische Struktur ist die Geschichte gut gegliedert, aber durch den ungewöhnlichen Protagonisten nicht komplett klassisch. Das hat mir Spaß gemacht.
    • So, auch endlich mal gelesen. Zur Story muss ich denke ich nichts mehr sagen, wurde hier schon gut ausgeführt. Die Zeichnungen gefallen mir eigentlich beide gut, der plötzliche Stilwechsel war nur etwas abrupt.

      Jetzt habe ich noch zwei Fragen:
      Warum wurden Thane seine Kräfte weggenommen?
      Was ist mit Thanos nach Civil War II passiert?
      Auf der Suche nach Comics, die auf meinem Lesestapel landen können.

      "Was wollen die [Schurken] überhaupt mit der ganzen Welt? Ich versteh die Typen nicht - außer Galaktus, der will sie essen." Ben Grimm (FF 237 / Marvel Exklusiv 16)
    • Endlich bin ich auch in den Genuss dieses Megabandes gekommen und was soll ich sagen, er hat mich von Anfang bis ende nicht mehr losgelassen.
      Jeff Lemire gehört schon seit einigen Jahren zu meinen absoluten Lieblings Autoren, vor allem was seine Indie Comics angeht.
      Genau die stärken überträgt er wundervoll in seinen Thanos run. Besonders wie er aus der Geschichte nicht nur eine Eins-A Weltraumoper schmiedet, sondern von der Struktur und der behandelten Elemente sich viel bei klassischen Stücken der Elisabethanische Zeit bedient, allen voran natürlich William Shakespeare.
      Besonders an Tragödien wie MacBeth musste ich beim Lesen der Geschichte denken, nicht zuletzt durch die Einbindung der Infinity-Hexen die ne direkte Anspielung auf Shakespeares Klassiker sind.
      Die Themen von Familie, dem streben nach macht und Verrat finden sich hier alle wieder und Lemire kreiert damit wieder etwas völlig neues mit seiner eigenen Identität.
      Vor allem kann man die Story als einen leichten Neustart für den Charakter von Thanos betrachten, gerade nachdem er die letzten Jahre etwas an seiner imposanten Art eingebüßt hat.
      Thanos hat sich jeden falls für mich schon lange nicht mehr so frisch angefühlt wie hier. Auch finde ich das zumindest in der ersten hälfte die Zeichnungen wunderbar das Storytelling von Lemire unterstreichen.
      Deodato gibt dem ganzen eine schöne schwere und Düsternis, die das ganze für mich mehr wie einen Vertigo-Titel wirken lassen und weniger wie ein klassisches Superhelden Comic.
      Weshalb ichs persönlich schade finde das Peralta ab der zweiten hälfte übernommen hat, da seine Zeichnungen und sein Panellayout doch um einiges konventioneller wirken.

      Trotz alle dem ist dieser Run eine der neuen großen Thanos Geschichten über die hoffentlich noch lange gesprochen wird. Aus dem Grund gibts von mir auch 9 von 10 Punkten.





      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von MikeConvoy ()

    • Ich hab mir jetzt mal den zweiten Megaband "Herrscher des Universums" angeguckt und für gut befunden:


      Teilzeithelden schrieb:

      Thanos ist ein Titan. Das trifft sowohl auf seine Heimat als auch auf diesen Megaband zu. Man bekommt eine wendungsreiche Geschichte darüber, wie die Welt aussieht, wenn Thanos letztendlich alle Helden besiegt hat. Eine weitere Geschichte handelt von einem bisher unbekannten Charakter: dem Cosmic Ghost Rider, der versucht, Thanos selbst aufzuziehen. Die zweite ist deutlich humorvoller als die erste. Auf ihre Weise abgedreht sind aber beide Handlungen. Beide Geschichten funktionieren am besten, wenn man sich schon etwas im Marvel-Universum auskennt. Wer diese Art von Erzählung zu schätzen weiß, bekommt hier sehr unterhaltsame What-If-Stories aufgetischt. Wer aber von zu viel Brutalität, Grausamkeit oder abstrusen Wendungen abgeschreckt wird, sollte hiervon die Finger lassen.
    • Wie man weiter oben lesen kann war ich vom ersten Megaband ja absolut begeistert und beim zweiten sieht es da ehrlich gesagt nicht viel anders aus.

      Für Thanos Wins und die enthaltene Cosmic Ghost Rider Mini hat Marvel-Frischling Donny Cates das ruder übernommen. Hatte ja im Vorfeld schon extrem viel gutes über Cates gehört und war dementsprechend neugierig was er so mit Thanos anstellt. Kurz gesagt, ich wurde nicht enttäuscht. Thanos Wins ist weitaus kürzer als Lemires märchenhaftes Thanos-Epos aus dem ersten Megaband, etwas das der Story aber absolut nicht schadet.
      Cates baut die gesamte Geschichte weitaus kleiner auf und hält auch den Cast an Charakteren dementsprechend gering. Die Story bleibt durchgehend auf einer sehr Persönlichen Ebene die sich mit dem Ende von Thanos in einer recht kreativen Art und Weise auseinandersetzt. Gerade das ende fand ich wundervoll poetisch.

      Cosmic Ghost Rider schlägt in eine etwas andere Kerbe, steht dem ganzen in Qualität aber absolut in nichts nach. Vor allem muss ich sagen das ich mich absolut in den Charakter von Cosmic Ghost Rider verliebt hab.
      Es passiert nicht oft das mich ein neuer Charakter so schnell in seinen Bann zieht. Die Storyline und auch der Charakter sind recht Deadpool-esque ohne dabei zu sehr wie eine dreiste Kopie zu wirken.
      Man sollte auf jeden Fall darauf gefasst sein das es hier durchaus recht abgedreht zugeht. Allerdings weiß Cates ganz genau wann es zeit ist den Humor hinten anzustellen und wieder eine ernste Geschichte zu erzählen.
      Gerade die letzten Paar Seiten haben bei mir ne dauerhafte Gänsehaut ausgelöst.

      Für mich war der Megaband ganz klar sein Geld wert und kriegt von mir insgesamt 8 von 10 Punkten.





    • Nachdem mir der 1. Megaband sehr gut gefallen hat muss ich leider sagen, dass mir der 2. nicht so gut gefällt. Die Story ist dann doch zu abstrus und wirr. Soll das wirklich eine what-if Story sein?

      Naja ich mag ja eigentlich auch abgefahrene Sachen aber hier ist es mir zuviel, auch in Sachen Brutalität.

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      Dann die Sache mit Galactus, einfach mal so mit einem Schuss erledigt??


      Die Zeichnungen sind aber sehr gut.


      Werde das Comic wieder verkaufen
    • Donny Cates avanciert immer mehr zu einem meiner Lieblingsautoren.

      Schon sein Run von Dr. Strange konnte mich begeistern und somit war ich auf seine Thanos-Geschichten sehr gespannt. Ich wurde nicht enttäuscht.

      Er schafft es für jede Geschichte mich mit der Charaktisierung und Handlung zu überzeugen. Auch die Kurzgeschichten im Annual waren jede für sich unterhaltsam und runden das Gesamtbild zu Thanos und dem Cosmic Ghost Rider ab.

      Bin schon gespannt wie sich CGR in Guardians of the Galaxy einfügt - Sorgen mach ich mir nicht, Mr. Cates wird sicher wieder liefern.
      You shot at Natasha. That was your last act on Earth, pal.
      - James Buchanan Barnes