Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • Der Film ist Scheiße, gleich mal vorweg. Wenn du eine gute Hellblazer Verfilmung suchst, empfehle ich die TV-Serie, die zwar nur auf eine Staffel kam und in deutscher Synchro nicht erhältlich ist, aber eine wirklich gute Umsetzung des Tricksters zeigt.

      Die Astra/Newcastle Geschichte, die zu anfangs immer wieder erwähnt wird, wird afaik nirgendwo erzählt, auch nicht bei Swampy. Wird aber in den Comics schon recht früh aufgelöst, allerdings gabs die Story nicht in deutsch.

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
      Mein Wildstorm Leserun
    • Joe Kerr schrieb:

      Der Film ist Scheiße, gleich mal vorweg. Wenn du eine gute Hellblazer Verfilmung suchst, empfehle ich die TV-Serie, die zwar nur auf eine Staffel kam und in deutscher Synchro nicht erhältlich ist, aber eine wirklich gute Umsetzung des Tricksters zeigt.
      Hehe, so gehen die Meinungen auseinander. Hab den Film vor kurzem erst wieder gesehen und für richtig gut befunden :thumbup: .
      Das die Serie sehr gut und auch näher am Comic sein soll hab ich jetzt aber auch schon öfter gehört. Vielleicht kommt die ja irgendwann auf deutsch, dann werd ich auf jeden Fall mal rein schauen.

      Joe Kerr schrieb:


      Die Astra/Newcastle Geschichte, die zu anfangs immer wieder erwähnt wird, wird afaik nirgendwo erzählt, auch nicht bei Swampy. Wird aber in den Comics schon recht früh aufgelöst, allerdings gabs die Story nicht in deutsch.
      Danke für die Aufklärung. Ja, das wurde jetzt mittlerweile schonmal erläutert. Hab ein bissl weitergelesen...
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      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Bin gleich mal dran geblieben...



      Titel: John Constantine – Hellblazer: Garth Ennis Collection 1 – Gefährliche Laster

      Verlag: Panini (US: Vertigo)

      Format: 236 Seiten im großformatigen Hardcover

      Inhalt: US-Hefte # 41 - 49

      Autoren: Garth Ennis

      Zeichner: William Simpson, Mike Hoffman, Steve Dillon

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      START DER 5-BÄNDIGEN ENNIS-HELLBLAZER-AUSGABE!
      Weder Schicksalsschläge noch übernatürliche Schrecknisse können ihn aus der Ruhe bringen, doch als der Tod an seine Tür klopft, ist ganz banal das Rauchen schuld - John Constantine hat Lungenkrebs.
      Auch im Angesicht der Hölle lacht John Constantine dieser allzu ernsten Welt noch ins Gesicht. Der harte Trinker und Raucher, der das Leben gern mit Magie manipuliert, mss seinem bislang schlimmsten Feind ins Auge sehen: seiner Sterblichkeit.
      Ein Muss für alle Garth-Ennis-Fans!
      John Constantine ist weder durch geheimnisvolle Schicksalsschläge noch durch übernatürliche Schrecknisse aus der Ruhe zu bringen: Schließlich ist er Magier, und die Dämonen der Vergangenheit sind buchstäblich hinter ihm her. Doch als der Tod an seine Tür klopft, ist das Rauchen schuld – John Constantine hat Lungenkrebs. Doch auch im Angesicht der Hölle lacht er dieser allzu ernsten Welt noch ins Gesicht. Der harte Trinker und Raucher, der das Leben gern mit Magie manipuliert, muss seinem bislang schlimmsten Feind ins Auge sehen: seiner Sterblichkeit.



      Just my 2 cents:
      Wow! Was für ein Knaller! Ich fand ja schon den Einstieg mit den beiden „Schreiber und Leser“-Trades „Erbsünde 1+2“ ziemlich geil, aber was Garth Ennis hier abliefert spielt ja gleich nochmal zwei Ligen höher! Aber ganz langsam, erstmal zur Veröffentlichung an sich.
      Panini gibt dem Hellblazer endlich das Format, das ihm gebührt. In dem schicken Hardcover mit ordentlicher Größe kommen die atmosphärischen, realistisch gehaltenen Zeichnungen sehr gut zur Geltung. Das gestrichene Papier sorgt für einen schönen Kontrast bei der in hellen Pastellfarben gehaltenen Colorierung. Wirklich ein schickes Buch, das gut in der Hand liegt. Eine Einleitung von Garth Ennis himself rundet das ganze Paket schön ab.

      Die erste, und namensgebende der drei enthaltenen Stories ist mit sechs Teilen auch die längste und stellt ein absolutes Sahnestück da. Schon nach wenigen Seiten ist man gefesselt und gebannt, wenn man miterlebt wie John Constantine hier mit seiner tödlichen Krankheit konfrontiert wird. Ich als ehemals starker Raucher kann das gut nachempfinden, da erwachen innere Urängste. Im weiteren Verlauf wird dann der typische John Constantine-Charakter etabliert, wie man ihn vom Hören/Sagen kennt. Kaltschnäuzig, dreist und extrem respektlos – einfach allem gegenüber- schmiedet er Pläne, zieht die Fäden im Hintergrund und führt die „untere Etage“ im grandiosen Finale mal so richtig vor. So weit, so großartig, allerdings wäre es nicht Hellblazer, wenn nicht irgendjemand dafür bezahlen müsste und wer die Welt des John Constantine kennt weiß, wer da in der Regel herhalten muss…

      Nach diesem herausragenden Einstieg in sechs Akten folgt ein tiefgreifender, gefühlvoller Zweiteiler über das Leben, die Dinge, die wir lieben und wie schnell einem das alles genommen werden kann. Die Story ist hier zwar schon recht vorhersehbar, aber so schön ausgearbeitet und mit Charakteren gespickt, die man schon nach wenigen Panels so liebgewonnen hat, dass man das Buch einfach nicht aus den Händen legen möchte.
      Zu guter Letzt bleibt mit „Lord of the Dance“ noch ein toller kleiner One-Shot, der ideal in die jetzt kommende, kalte Jahreszeit passt. Eine wehmütige Weihnachtsgeschichte wie sie im Buche steht. Mit schlussendlich doch noch hoffnungsvoller Botschaft inklusive.

      Ihr merkt schon, ich komme ganz schön ins schwärmen und möchte mich am liebsten gleich auf den nächsten Band stürzen. Bin echt gespannt, ob da wirklich noch Luft nach oben ist, wie ja so manche behaupten.

      Meine Wertung: 9/10

      Wie findet Ihr den Hellblazer Run von Garth Ennis? Für mich war es der erste Kontakt mit dem Autor und ich bin extrem begeistert! Habe mir gleich noch den Anfang von „Transmetropolitan“ besorgt (bin eh ein riesen Cyberpunk-Fan) und sowohl Preacher als auch The Boys auf den Wunschzettel gepackt. Empfehlt Ihr bei genannten Werken eine bestimmte Reihenfolge?

      VG, God_W.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • excelsior1166 schrieb:

      Nein, unabhängig, Preacher und Transmetropolitan (von Ellis, nicht Ennis) sind ausgezeichnet, m.E. intelligent und sehr unterhaltsam, wobei ich Transmet noch besser finde, beide geradezu meisterlich.
      The Boys ist ebenfalls sehr gut, aber eine Nuance "oberflächlicher", boshaft verspielter, dennoch eine klare Empfehlung.
      UPS, was für ein Fauxpas! Garth Ennis und Warren Ellis durcheinandergewürfelt X/

      Egal, Transmetropolitan = Cyberpunk = was für mich! :blaugrins:
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    • Mein Wort zum Sonntag...



      Titel: John Constantine – Hellblazer: Garth Ennis Collection 2 – Royal Blood

      Verlag: Panini (US: Vertigo)

      Format: 276 Seiten im großformatigen Hardcover

      Inhalt: US-Hefte # 50, 52-55, 57-61

      Autoren: Garth Ennis

      Zeichner: William Simpson, Steve Dillon

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Ein prominentes Mitglied des britischen Königshauses ist vom gleichen Dämon besessen wie seinerzeit Jack the Ripper. Ein Engel und ein Sukkubus verlieben sich ineinander und brauchen Hilfe. Und auch der König der Vampire möchte John Constantines Hilfe - dabei ist der gerade erst Kit Ryan über den Weg gelaufen, der wichtigsten Frau in seinem Leben.
      „Ich bin zufrieden mit meinem Leben, Danke.“ Es hat bisher nur wenige Gelegenheiten gegeben, bei denen John Constantine, der größte Magier der Welt, diese Worte hätte sagen können und sie auch so gemeint hätte. Sein okkultes Wissen und sein scharfsinniges Urteil musste er sich hart erarbeiten, und dafür hat er mit Blut bezahlt – mit seinem eigenen, dem seiner Freunde und dem von Unschuldigen, die in den Rüstungswettlauf von Möchtegernzauberern auf der Suche nach Macht hineingeraten sind. Aber nachdem er die Welt mehrfach gerettet hat und in einem Abwasch mit dem Teufel und seinem Lungenkrebs fertig geworden ist, hat Constantine endlich das Gefühl, dass er das Spiel gewinnen kann – besonders, da eine junge Frau namens Kit Ryan wieder in seinem Leben aufgetaucht ist.



      Just my 2 cents:
      Von der Aufmachung gestaltet sich der zweite Band ebenso schick wie der erste, zum Glück jedoch diesmal ein bissl dicker, was noch mehr John Constantine verspricht. Gut so! Eine Einleitung von Garth Ennis gibt’s diesmal natürlich nicht, der hat nur eine zu seinem Run verfasst, ist ja klar.

      Der Band startet mit „Bemerkenswertes Leben“, einer Single-Story, die bei mir genau ins Schwarze trifft. Es handelt sich um eine Vampirgeschichte mit wunderbarem Gothic Flair. Für mich, als großer Verehrer des klassischen Grusels ein echtes Schmankerl. Ich liebe die alten Universal Monsterfilme, lese ab und an gerne klassische Schauergeschichten wie „Mary Shelley’s Frankenstein“ und verschlinge jeden Kultstreifen der Hammer-Studios der auf Disc erscheint. Somit schonmal alles richtig gemacht um den Appetit zu wecken.
      Danach kommt in vier Teilen das namensgebende Hauptstück des Buches. Herrlich satirisch, herrlich respektlos und herrlich blutig geht es zur Sache. Constantine wieder arrogant und arschlochmäßig wie es gefällt und ein spannend/abgedrehtes Setting, in dem nicht nur die englische Monarchie auf die Schippe genommen wird. Ich find’s zum Niederknien!

      Der Zweiteiler aus „Körper und Seele“ und „Sterblicher Staub“ handelt zwar von nicht ganz unverbrauchten Themen wie Leichendiebstahl und illegalen Waffentests, allerdings wurden diese sehr geschickt miteinander verwoben und es ist immer wieder erstaunlich, wie es Garth Ennis gelingt einem Charakter in nur wenigen Panels einen Hintergrund und eine solche Tiefe zu verleihen, das man direkt Mitgefühl entwickelt. Ein weiters grandioses Stück mit einem für mich sehr befriedigenden Ende.

      Dann ist es so weit, Garth Ennis setzt zum großen Finale an. Man mag es kaum glauben, aber mit der letzten, dreiteiligen Story haut er NOCHMAL ne Schippe drauf. Constantine, arrogant und kaltschnäuzig wie er ist, lässt sich beinahe freiwillig in eine extrem verzwickte „Saga“-Situation hineinziehen. Er kramt wieder einen hinterlistigen Plan aus seinen Gehirnwindungen hervor, greift ganz tief in die Trickkiste, … und verzettelt sich gewaltig! Ob er’s doch noch hingebogen bekommt und den Tag rettet? Am besten selbst lesen…

      Buch fertig, wow….WOW! Ich bin schlicht begeistert. Das Niveau der Geschichten ist nochmal gestiegen, die Charaktere werden ungemein vertieft und die abgründige, böse Welt in der John Constantine lebt wird beinahe zum Greifen dicht. Der zweite Band gestaltet sich außerdem nicht nur dicker als der erste, sondern auch noch eine ganze Ecke abwechslungsreicher! Mal zum lachen, mal zum (mit)leiden, aber immer auf aller höchstem Niveau. Alles in Allem ein absoluter Hochgenuss!

      Meine Wertung: 10/10

      Hat Euch der zweite Band auch noch mehr geflasht als der erste? Oder seid Ihr anderer Meinung? Wenn ja würde mich natürlich interessieren warum.

      VG, God_W.
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    • Thias schrieb:

      Hellblazer konnte mich leider nicht fesseln. Ich bin mit Gefährliche Laster eingesteigen und danach auch gleich wieder raus. Den Film fand ich, ohne Vorkenntnisse, richtig gut!
      Schade, aber wenn wenn jeder das Gleiche gut finden würde wär ja auch langweilig. Mit dem Film ist das aber genau das was ich meine, der funktioniert allein stehend, auch aufgrund der tollen Schauspieler, richtig gut! Ist aber, wenn man sich ein wenig damit beschäftigt, auch nachvollziehbar, dass der den Hardcore-Fans nicht dicht genug am Comic war.

      Kal-L schrieb:

      Der Ennis Run an Hellblazer ist mir in sehr guter Erinnerung, welcher jetzt der bessere ist? Die sind einfach alle außergewöhnlich gut besonders der letzte.
      Dann freu ich mich ja gleich noch mehr auf die nächsten drei Bände!
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      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Mal thematisch was ganz Anderes... :D



      Titel: Hellboy Kompendium 1

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 448 Seiten im Hardcover mit Lesebändchen

      Inhalt: Alle Geschichten der drei Hardcoverbände „Die Saat der Zerstörung, „Der Teufel erwacht“ & „Sarg in Ketten“

      Autoren: Mike Mignola

      Zeichner: Mike Mignola

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Drei auf einen Streich!
      Das erste Kompendium im HELLBOY-Universum versammelt mit dieser opulenten Gesamtausgabe gleich drei Hardcover-Bände der kultigen Horror-Comic-Reihe. Diese sind:

      DIE SAAT DER ZERSTÖRUNG
      Der Vorweihnachtsabend 1944. Auf einer schottischen Insel vollzieht ein Magier im Auftrag der Nationalsozialisten ein düsteres Ritual mit dem Ziel, die drohende Kriegsniederlage durch ein Bündnis mit den Mächten der Finsternis im letzten Moment abzuwenden. Ein glücklicher Zufall will es, dass der heraufbeschworene Abgesandte der Hölle jedoch in den Händen der Alliierten landet: Hellboy.

      DER TEUFEL ERWACHT
      Der Leiter eines Wachsfiguren-Kabinetts wird erschossen in seinem unheimlichen Museum aufgefunden. Ermittlungen ergeben, dass eine über zwei Meter große Holzkiste mit der Aufschrift „Giurescu, Objekt #666“ verschwunden ist. Der vermutete Inhalt der Kiste ruft Hellboy und die „Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen“ auf den Plan…

      SARG IN KETTEN
      Eine Sammlung fantastischer Kurzgeschichten, in denen es Hellboy mit allerlei dunklen Mächten und tödlichen Kreaturen zu tun bekommt: Ein geschwätziger Leichnam, ein Kriegsmonster mit Wildschweinkopf, ein gefährlicher Goblin, der russischen Hexe Baba Jaga, ein mysteriöser Werwolffluch und schließlich ein künstlich erschaffener Gigant, der sich für einen Gott hält.

      Hellboy ist die Eintrittskarte zu einer Ecke des Comicheft-Himmels, die man nie wieder verlassen möchte. – ALAN MOORE



      Just my 2 cents:
      Ja, wie sollte es anders sein, auch mit dem Höllenjungen kam ich durch die Filme zum ersten mal in Kontakt. Allerdings war es hier doch ein wenig speziell, da ich zuvor schon Fan von Guillermo del Toros Arbeit war und nach wenigen Recherchen herausfand, dass ich sowohl mit ihm als auch mit Mike Mignola ein paar gemeinsame Vorlieben Teile. Wir sind fasziniert von alten Mythen und Sagen, Märchen und Schauergeschichten. Wir lieben die „klassischen“ Monster, egal ob Vampire und Werwölfe, Mumien und Unsichtbare, Frankensteins Monster oder den Schrecken vom Amazonas. Vor allem aber sind wir große Verehrer des Schaffens von H.P. Lovecraft. Zu all diesen Dingen findet man in nahezu allen Ihrer Arbeiten irgendeinen Bezug und so war es klar, dass ich da früher oder später einsteigen muss.

      Mit dem Erscheinen der wundervoll hochwertig aufgemachten Kompendien, kam ich um den Kauf dann nicht mehr herum. Wirklich toll, was der Cross Cult Verlag hier wieder in die Regale gestellt hat. Ich bin ja schon ein kleiner Fan des Verlages, seit sie die deutsche VÖ der Star Trek Romane übernommen haben, aber die letzten Jahre haben die gerade auch im Comic Sektor viel Cooles auf die Beine gestellt!

      Das erste „Hellboy Kompendium“ ist ein 448 Seiten starkes, mit 16x24cm recht großes Hardcover, (größer als die Einzelbände zuvor) mit Lesebändchen schon edel aufgemacht und bringt uns den Höllenjungen endlich in Farbe. Enthalten sind Band 1, 2 und 4 der ursprünglichen, auf Deutsch bei Cross Cult erschienenen Ausgabe. Teil drei darf leider aus rechtlichen Gründen nicht mehr nachgedruckt werden, darauf werde ich in meiner nächsten Rezi nochmal kurz eingehen.

      Die Saat der Zerstörung:
      Gleich auf den ersten Seiten nach dem informativen Vorwort erleben wir mit, wie Hellboy in unsere Welt kam. Alles ist extrem Atmosphärisch, beinahe greifbar, gestaltet. Trotzdem muss ich ehrlich zugeben, ich habe eine ganze Weile, sogar über diesen Band hinaus, schon ein gutes Stück in den Folgeband „Der Teufel erwacht“ hinein, gebraucht um mit dem Zeichenstil von Mr. Mignola warm zu werden. Wenn man sich damit angefreundet hat trägt er unheimlich zur Atmosphäre bei und saugt mich geradezu in seine Welt, aber ich war doch froh, dass ich direkt mit dem Kompendium eingestiegen bin, denn mit Einzelbänden hätte ich nach dem Ersten vermutlich vorerst eine lange Pause eingelegt, wenn nicht sogar aufgehört.
      Storymäßig geht es in der namensgebenden Miniserie „Saat der Zerstörung“ schon spannend zu, was auch der Grund war weiter dran zu bleiben. Die beiden zusätzlich enthaltenen Kurzgeschichten lesen sich zwar sehr kurzweilig, ich finde man merkt ihnen aber an, dass es sich hier um sehr frühe Hellboy-Stories handelt und der Charakter des Rotjungen noch nicht gänzlich entwickelt war.

      Der Teufel erwacht:
      Der zweite Band gestaltet sich für einen Freund klassischen Grusels wie mich dann nahezu grandios. Spätestens als wir in dem mittelalterlichen Schloss in Rumänien ankamen war es um mich geschehen. Eine spannende, blutige und stimmungsvolle Vampirgeschichte wie sie im Buche steht. Das Vorwort von Meister Alan Moore sowie Interviews mit Mignola selbst und seinem Redakteur runden das ganze Paket prima ab. An dieser Stelle wird das Buch nicht weggelegt, sondern direkt auf den Abschluss gestürzt.

      Sarg in Ketten:
      Für mich der absolute Höhepunkt des Kompendiums. Ganz allgemein habe ich bislang den Eindruck, dass Mike Mignola in kürzeren Geschichten stärker daherkommt, als in langen Storybögen, ob das wirklich so ist wird allerdings die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall finde ich die Kurzgeschichtensammlung, die dieser Band darstellt extrem gelungen, abwechslungs- und actionreich, spannend, teils gruselig und mit der richtigen Menge Humor abgemischt.
      Die Kurzgeschichte „Der Leichnam“ wurde als geschickte Anekdote im ersten Kinofilm verarbeitet und weckt somit schon Erinnerungen, die russische Hexe Baba Jaga schlägt eine Brücke zu alten Märchen und da der Wolfsmensch zu meinen liebsten Vertretern des klassischen Horrors zählt feiere ich die „Wölfe von St. August“ einfach extrem! Wieder wird der Band mit kleinen Extras, wir verschiedenen Pin-Ups deutscher Zeichner abgerundet.

      Bleibt ein stimmiges Gesamtpaket mit einem (für mich) holprigen Einstieg, starkem Mittelteil und einem Finale, das mir unglaublich viel Spaß gemacht hat! Jetzt freue ich mich schon sehr auf die weiteren Werke von Mike Mignola und bin froh, nicht nach den ersten Seiten „aufgegeben“ zu haben.

      Meine Wertung: 7/10

      Wie war Euer erster Kontakt mit Hellboy? Und wart Ihr vom Zeichenstil sofort begeistert, oder habt Ihr auch etwas gebraucht?

      VG, God_W.
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    • Den Zeichenstil von Mike Mignola fand ich schon immer genial, weil ich das düstere schon immer mochte und Richard Corben & Kelley Jones auch zu meinen Favoriten gehören.

      Mein erster Kontakt mit Hellboy war Hellboy #1 von Cross Cult im Jahr 2002, und das hat mir so gut gefallen das ich mir die Heftserie von EEE auch gekauft habe. Und mittlerweile habe ich so ziemlich alles was es aus dem Hellboy Universum gibt.

      Ob nun alle 16 Bände der Hauptreihe, die ersten beiden Kompendien nochmals wegen der zusätzlichen Farbe, die Universum Ziegelsteine, B.U.A.P. und alles möglich andere an dem Mignola gewirkt hat vor allem Baltimore, kann ich dir da empfehlen, Batman und Fafhrd und der graue Mausling.

      Ach ja und Eric Powell müsste dir auch gefallen, fang wenn du die Cross Cult Ausgabe liest mit Band #2 an und werte die eins als 0 und Frühwerk. Schöne skurrile Unterhaltung mit genialen Zeichnungen.
      Der Spider-Man Komplett Lesemarathon (Leseliste, Teil 1 im Link) Und auf Seite 41, 46 [Post 909] & 78! :twip:
    • Kal-L schrieb:

      Den Zeichenstil von Mike Mignola fand ich schon immer genial, weil ich das düstere schon immer mochte und Richard Corben & Kelley Jones auch zu meinen Favoriten gehören.

      Mein erster Kontakt mit Hellboy war Hellboy #1 von Cross Cult im Jahr 2002, und das hat mir so gut gefallen das ich mir die Heftserie von EEE auch gekauft habe. Und mittlerweile habe ich so ziemlich alles was es aus dem Hellboy Universum gibt.

      Ob nun alle 16 Bände der Hauptreihe, die ersten beiden Kompendien nochmals wegen der zusätzlichen Farbe, die Universum Ziegelsteine, B.U.A.P. und alles möglich andere an dem Mignola gewirkt hat vor allem Baltimore, kann ich dir da empfehlen, Batman und Fafhrd und der graue Mausling.

      Ach ja und Eric Powell müsste dir auch gefallen, fang wenn du die Cross Cult Ausgabe liest mit Band #2 an und werte die eins als 0 und Frühwerk. Schöne skurrile Unterhaltung mit genialen Zeichnungen.
      Ich hab mich da jetzt auch schon ein wenig reingefuchst und mir noch einiges an Hellboy-Material besorgt. Kommt dann so nach und nach dran.

      Baltimore hatte ich eh schon länger aun Auge drauf geworfen, auch wegen dem Bezug zum Märchen und dem Setting im 1. WK, das ich faszinierend finde. Da hab ich lustigerweise schon Band zwei hier liegen, band eins muss ich mir noch besorgen, da finde ich ehrlich gesagt das Cover der zweiten Auflage sogar hübscher als das erste.

      Was ich sehr cool fand: Hab kürzlich im Cross Cult Forum gefragt, ob sie den zugehörigen Roman "Baltiomer, oder der standhafte Zinnsoldat und der Vampir" neu auflegen, das wurde verneint aber im Lager hatten sie noch einige Exemplare der Ledergebundenen, limitierten Sonderausgabe gefunden. Zwar ohne Schuber und ohne Mignola-Autogramm, aber immerhin konnte ich davon dann ein schickes Exemplar zum Vorzugspreis bekommen. Haben sie mir direkt vom Verlag zugeschickt. Find ich sehr geil, dass sowas bei denen auch mal auf dem "kleinen" Dienstweg geht! :thumbsup2:

      Den Goon werd ich erstmal aussen vor lassen. Klingt zwar echt gut, aber da sind die ersten Bände auch schon wieder vergriffen und ich hab noch so viel Anderes auf der Liste bzw. auf dem Lesestapel. Da muss ich erstmal was weg lesen. Aber Danke für den Tipp! Vielleicht wenn da mal Kompendien kommen ;)

      Thias schrieb:

      Ich brauchte bei Mignola auch erst einen zweiten Anlauf aber dann hat es geklappt. Mein ersten Kontakt mit Hellboy war dabei auf über die Filme.
      Ja, da bewahrheitet es sich wieder: Jeder hat eine zweite Chance verdient, und manchmal kommt dann was schönes bei raus. :)
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    • In Farbe war gut, aber schwarz/weiß?...



      Titel: Hellboy Band 3 – Batman/Hellboy/Starman

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse / DC)

      Format: 128 Seiten im Hardcover S/W

      Inhalt: Batman/Hellboy/Starman & Hellboy/Ghost

      Autoren: Mike Mignola, James Robinson

      Zeichner: Mike Mignola, Jasen Rodriguez, Sean Konot.

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Eine wissenschaftliche Tagung in Gotham City, New Jersey. Geheimbündlerische Neo-Nazis entführen unter Einsatz schwarzer Magie einen brillanten Physiker und Astronomen ...
      Der Wissenschaftler soll natürlich als Werkzeug für die Weltherrschaftspläne seiner Entführer dienen. Wenn das mal nicht ein guter Grund für die "Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen" ist, ihren besten Agenten an den Tatort zu entsenden: Hellboy. An der Seite von Gothams dunklem Rächer Batman und dem Sohn des Entführten, dem Superhelden Starman, stellt sich Hellboy den okkulten Nazis und einer Grauen erregenden Bedrohung, die älter ist als die Zeit …

      Der zweite Fall des Bandes führt Hellboy nach Arcadia City. Es gibt Hinweise darauf, dass hier ein Geist sein Unwesen treibt. Ein Geist, der Menschen tötet. Hellboy nimmt die Ermittlungen auf und trifft bald auf die schöne Untote Ghost... und ihre beiden 45er Automatikpistolen.

      Dieser Crossover-Band enthält die Miniserien BATMAN/HELLBOY/STARMAN und HELLBOY/GHOST‚ in deutscher Erstveröffentlichung. Außerdem wieder HELLBOY-Pin-Ups deutscher Top-Zeichner. BATMAN/HELLBOY/STARMAN wurde von James Robinson, dem "geistigen Vater" von STARMAN, geschrieben und von Mignola in Szene gesetzt. Text und Skizzen für HELLBOY/GHOST stammen von Mignola, die Zeichnungen übernahmen Jasen Rodriguez und Sean Konot.



      Just my 2 cents:
      Das Hardcover ist mit 14x21cm etwas kleiner als die Kompendien und, wie bis einschließlich Band 7 der damaligen Ausgaben, in Schwarz/Weiß gehalten. Überraschenderweise hat mich die fehlende Farbe hier nicht im Geringsten gestört. Im Gegenteil, ich kann sogar die Fans verstehen, denen die S/W-Variante lieber ist, auch wenn ich persönlich die colorierte Version vorziehe. Leider werden wir nicht in den Genuss kommen die beiden Varianten bei diesem Band direkt zu vergleichen. Da gibt es wohl rechtliche Schwierigkeiten, da DC ja die Batman-rechte hat und jetzt nur noch ausschließlich mit ihren Hauptpartnern zusammenarbeiten, da bekommt ein „kleiner“ Verlag wie Cross Cult nix mehr. Aber egal, wie gesagt kommt das Teil auch im schmucken Schwarz/Weiß sehr geil rüber!

      Zu den beiden enthaltenen Stories muss ich sagen, dass der ziemlich kurz gehaltene Auftritt von Batman zu Beginn der Geschichte meines Erachtens zwar ganz cool, von den Dialogen auch recht witzig, im Gesamten gesehen aber kaum der Rede wert ist. Kommt einem fast so vor als wäre er nur dabei um den Starman vorzustellen (oder mehr Hefte zu verkaufen). Ist aber nicht so schlimm, da ich Starman (den ich vorher nicht kannte) echt sympathisch finde und er wirklich sehr gut mit Hellboy harmoniert, einige Lacher inklusive. Wenn die beiden zu Ihrem gemeinsamen Abenteuer gestartet sind entwickelt sich im weiteren Verlauf eine schön stimmungsvolle Nazigeschichte mit okkulten anklängen, wie man es erwartet und gerne mag. Schönes Ding, wenn es auch am Anfang etwas überfrachtet daherkommt.

      Noch besser hat mir dann tatsächlich die tragische Geschichte um „Ghost“ gefallen, die ich bis Dato auch noch nicht kannte. Teils mystisch, teils brutal, immer spannend und mit ordentlich Tiefgang was die Charaktere angeht, wo selbst die Nebenrollen sehr schön ausgearbeitet wurden. Auch die Action kommt nicht zu kurz und ist wieder mit einem schönen Hauch Humor gewürzt. Somit hebt die zweite Geschichte den Band für mich dann doch noch eine Etage höher von „überdurchschnittlich“ auf „gut“.

      Meine Wertung: 7/10

      Welche der beiden Stories hat Euch besser gefallen und warum? Wie wichtig oder gut fandet Ihr den Batman-Auftritt? Und bevorzugt Ihr Hellboy in Farbe oder in Schwarz/Weiß?

      VG, God_W.
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      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Nochmal eine Runde Mignola…



      Titel: Frankenstein Underground

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 160 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: Frankenstein Underground (#1-5 komplett)

      Autoren: Mike Mignola

      Zeichner: Mike Mignola, Ben Stenbeck, Dave Stewart

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      HELLBOY-Schöpfer Mike Mignola entfesselt das Kultmonster von Frankenstein!
      Völlig auf sich allein gestellt zieht Franksteins Monster durch die Untiefen der Welt und entdeckt nicht nur andere Monster, sondern auch die dunkelsten Geheimnisse des Universums.

      Mike Mignola führt Mary Shelleys monströse Schöpfung in das Hellboy-Universum ein. Gleich zu Beginn stehen sich Frankensteins Monster und Hellboy in einem Kampf gegenüber, nachdem das Monster aus dem furchtbaren Labor in Mexiko entkommt, in dem es gefangen gehalten wurde. Es flüchtet sich in die Wüste. Doch unterhalb des Erdbodens entdeckt es merkwürdige Kreaturen …



      Just my 2 cents:
      Ich meine ich habe schon mal erwähnt, dass ich großer Fan klassischer Horror- bzw. Schauerliteratur bin und gleichermaßen die Genreklassiker der Universal- und der Hammer-Studios sehr verehre. Im vergangenen Jahr habe ich die Jubiläumsausgabe von Mary Shelley’s Klassiker gelesen, meisterhaft neu übersetzt, lektoriert und verlegt vom Manesse Verlag (https://www.randomhouse.de/Buch/Frankenstein/Mary-Shelley/Manesse/e473829.rhd) und war weiterhin begeistert von der zeitlosen Geschichte. Jetzt haben wir für kommendes Wochenende sogar Tickets für eine kleine Musical-Adaption des Romans. Da dachte ich mir zur Einstimmung, und da ich sowieso gerade den Zugang zum Mignola-Verse gefunden habe, führ ich mir mal „Frankenstein Underground“ zu Gemüte.

      Zugegeben, der Klappentext liest sich für Fans des Originals gelinde gesagt „wild“ und wirkt auf den ein oder anderen vielleicht ehr abschreckend. Dennoch habe ich beschlossen dem Teil aufgrund der Grundthematik und der wieder sehr schönen Veröffentlichung des Cross Cult Verlags eine Chance zu geben. Das große Hardcover im Albenformat ist wirklich sehr schick gestaltet und liegt wertig in der Hand. Also auf in die Welt von Frankensteins Monster …oder die Welt von Hellboy?

      Bei der Geschichte handelt es sich quasi um eine „Pseudo-Fortsetzung“ des Originalromans von Mary Shelley. Gleich zu Beginn wird deutlich aufgezeigt, wie schrecklich das Monster noch immer von den Menschen behandelt wird. Gehasst, verfolgt und verletzt findet es Zuflucht bei einer alten Dame, der es in Rückblenden seine Geschichte zwischen dem Roman und der jetzigen Handlung anvertraut. Auf diesen wenigen Seiten wird die Tragik der Figur sehr schön herausgearbeitet und die Stimmung, die der Roman teilweise an den Tag legte sehr gut wiedererweckt. Man fragt sich genau wie beim Buch manchmal, wer denn hier jetzt die Monster sind, Frankensteins Kreatur oder die Menschen, die alles Fremde fürchten, verachten und schließlich vernichten wollen. So werden einige schöne Brücken zum Roman geschlagen, das Monster ist noch immer auf der Suche nach sich selbst, einem Sinn des Daseins und seinem Platz in der Welt. So kommt es, dass es das Monster im weiteren Verlauf in eine innere Welt unseres Planeten verschlägt, die unter der unseren existiert. Dort wird es spannend, dramatisch, tieftraurig und schraubt sich schließlich zu einem großen, Actiongeladenen Finale auf. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, nur so viel: Es bleibt die Möglichkeit erhalten den Protagonisten in weitere „Geschichten aus dem Hellboy Universum“ einzubinden.

      Mir hat die Geschichte ausgesprochen gut gefallen, vor allem, wie es Mike Mignola trotz der abgedrehten Grundidee schafft das alles zu einem stimmigen Ganzen zu verweben und in das von ihm erschaffene Universum einzubinden. Natürlich darf hier auch ein kleiner Gastauftritt von Hellboy nicht fehlen, spielt die Geschichte doch in der gleichen Welt. Auch vom Artwork war ich sehr begeistert, obwohl (oder gerade weil?) Mr. Mignola das nicht komplett selbst zu verantworten hat. Das Buchcover sowie die Cover zu den fünf Einzelheften, die enthalten sind wurden von Mike Mignola selbst gestaltet. Der Rest wurde von ihm lediglich skizziert und die Zeichnungen wurden dann von Ben Stenbeck ausgeführt, was ich als extrem gelungen empfinde. Der Grundstil Mignolas mit dem kräftigen Schwarz wird von Stenbeck sehr gut umgesetzt, trotzdem gibt er dem Ganzen eine eigene Note und arbeitet detaillierter als Mignola. Auf die Zusammenarbeit der Beiden und wie sich das im Detail gestaltete wird am Ende des Bandes in einem informativen „Making of“-Teil nochmal kurz eingegangen. Für mich ergibt sich hier ein sehr stimmiges Gesamtkonzept wodurch meine Vorfreude auf „Baltimore“ nochmal gesteigert wurde, da die beiden dort ja in gleicher Weise zusammengearbeitet haben.

      Für mich stellte „Frankenstein Underground“ den bislang stimmigsten und besten Band meiner Reisen in das Hellboy-Verse da. Die Story hatte meines Erachtens noch mehr Tiefe, als die ersten Hellboy Geschichten, der Bezug zum Original von Mary Shelley gibt bei mir sowieso einen Extra-Bonus und das Artwork empfinde ich als sehr gelungen! – Ach ja, es sollte noch erwähnt werden, dass den Band wirklich jeder lesen kann, der mit der Thematik irgendwas anfangen kann. Man muss vorher nichts von Hellboy oder Mignola im Allgemeinen gelesen haben um die Geschichte zu verstehen. Man kann das Teil auch durchaus als komplett alleinstehendes Werk betrachten.

      Meine Wertung: 8/10

      Wie hat Euch Mignolas Frankenstein Interpretation gefallen? Wie findet Ihr das Artwork von Ben Stenbeck? Und habt ihr das Original von Mary Shelley gelesen?

      VG, God_W.
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    • Also die Story hat mich zumindest gut unterhalten, soweit ich mich erinnern kann. Aber das Artwork von Ben Stenbeck ist schlichtweg genial und hat mir schon bei Baltimore ausgesprochen gut gefallen.

      Und zu meiner Schande muss ich gestehen das Original habe ich nie gelesen.

      P.S. Wenn du mit Baltimore beginnen willst würde ich dir empfehlen den Roman zuerst zu lesen.
      Der Spider-Man Komplett Lesemarathon (Leseliste, Teil 1 im Link) Und auf Seite 41, 46 [Post 909] & 78! :twip:
    • Kal-L schrieb:

      Also die Story hat mich zumindest gut unterhalten, soweit ich mich erinnern kann. Aber das Artwork von Ben Stenbeck ist schlichtweg genial und hat mir schon bei Baltimore ausgesprochen gut gefallen.

      Und zu meiner Schande muss ich gestehen das Original habe ich nie gelesen.

      P.S. Wenn du mit Baltimore beginnen willst würde ich dir empfehlen den Roman zuerst zu lesen.
      Da sind wir ja einer Meinung, Artwork fand ich wie gesagt auch Super!

      Das Original ist vor allem in der Manesse Version sehr zu empfehlen und wirkt meines Erachtens nicht so angestaubt wie man des Alters wegen vermuten könnte!

      OK, danke für den Tipp! Hab das Buch die Tage in der sehr schicken, limitierten Auflage direkt von Cross Cult bekommen und war mir noch unsicher, ob erst Buch und dann die Comics, oder erst Band eins der Comics, dann Roman und dann Comics Band 2...
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    • Also es ist so das der Roman Zeitlich gesehen parallel zu der Story Chapel of Bones spielt, das sind die beiden letzten US Ausgaben im ersten Comicband.

      Der Roman erzählt aus der Sicht von Lord Henry Baltimores Verbündeten und Freund wie sie ihm begegnet sind und was für schreckliche Erlebnisse sie dabei erlebt haben.

      Der Comic dagegen erzählt dagegen alles aus der Sicht von Lord Baltimore viele einzelne Geschichten die man aus dem Roman nicht kennt. Erst in Chapel of Bones führen die Ergebnisse zusammen und die Story erzählt dann das Ende des Romans in Comicform nach. Und der zweite Comicband führt die Geschichte fort.
      Der Spider-Man Komplett Lesemarathon (Leseliste, Teil 1 im Link) Und auf Seite 41, 46 [Post 909] & 78! :twip:
    • Kal-L schrieb:

      Also es ist so das der Roman Zeitlich gesehen parallel zu der Story Chapel of Bones spielt, das sind die beiden letzten US Ausgaben im ersten Comicband.

      Der Roman erzählt aus der Sicht von Lord Henry Baltimores Verbündeten und Freund wie sie ihm begegnet sind und was für schreckliche Erlebnisse sie dabei erlebt haben.

      Der Comic dagegen erzählt dagegen alles aus der Sicht von Lord Baltimore viele einzelne Geschichten die man aus dem Roman nicht kennt. Erst in Chapel of Bones führen die Ergebnisse zusammen und die Story erzählt dann das Ende des Romans in Comicform nach. Und der zweite Comicband führt die Geschichte fort.
      Ah, ok! Das heißt, theoretisch könnte ich auch erst einen Teil des ersten Bandes lesen, dann den Roman und dann den Rest von Band eins und anschließend Teil 2. Korrekt?
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