Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • So ein dünnes Crossover Heft ist einfach nicht genug. Dosis also erhöht:



      Titel: Spawn Origins Collection – Band 3

      Verlag: Panini (US: Image)

      Format: 332 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: US-Hefte #26-37

      Autoren: Todd McFarlane; Alan Moore

      Zeichner: Todd McFarlane; Greg Capullo

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Auch der dritte großformatige Hardcover-Sammelband präsentiert klassische Spawn-Storys von Todd McFarlane, Alan Moore und Greg Capullo! Fluch und Schicksal liegen genauso nahe beisammen wie Himmel und Hölle, während Figuren wie Redeemer oder Freak ihr Debüt im Universum des finsteren Antihelden geben ...
      Ein Muss für jeden Spawn-Fan!
      1992 ließ der legendäre Autor und Zeichner Todd McFarlane seinen Kult-Antihelden Spawn auf die Welt los – danach war nichts mehr so, wie es vorher gewesen war.

      Al Simmons, ein Agent der Regierung, war von einem Kollegen getötet worden. Nachdem er in den Tiefen der Hölle wieder zum Leben erweckt worden war, kehrte er als Spawn-Krieger auf die Erde zurück und beschützte fortan die Obdachlosen in den dunklen Gassen New Yorks – immer auf der Suche nach Spuren seiner Vergangenheit. Allmählich lernte er, die außergewöhnlichen Kräfte zu bändigen, über die er nun verfügte, und gleichzeitig begann er zu begreifen, auf was er sich eingelassen hatte – und was er dafür aufgeben musste.

      Spawn Origins 3 enthält die Geschichten, die den Siegeszug der Serie fortsetzten, darunter spektakuläre Gefechte mit dem Violator und dem neuen Redeemer. Außerdem erleben wir die ersten Auftritte von Curse und dem Freak. Der Band enthält wieder exklusives Bonusmaterial und sämtliche Cover.



      Just my 2 cents:
      Band drei präsentiert sich ebenso grandios wie seine Vorgänger. Auf fetten 332 im Albenformat finden sich die nächsten 12 Ausgaben von Spawn, erneut geziert von einem coolen Doppelcover Greg Cappulos. Somit kann man direkt schon von außen erkennen: Curse ist am Start!
      Exakt wie bei Band zwei der Collection macht es auch diesmal wieder Sinn, das Buch in drei Abschnitte einzuteilen und dazwischen einiges an „externem Zusatzmaterial“ zu lesen. Ich werde an den passenden Stellen natürlich darauf hinweisen und in den nächsten Tagen kommen dann kurze Statements zu den Stories, die zwischen reingehören.

      US-Hefte #26-28:
      Es startet mit einem Spawn, der aus verständlichen Gründen von der Menschheit enttäuscht ist und deshalb einen Hilfesuchenden recht rabiat abweist. Kurz darauf wird Al von einer hinterlistigen alten Bekannten entführt und mit einem Teil seiner jüngeren Vergangenheit konfrontiert, so kommt auch Angela wieder ins Spiel. Als Al sich später sogar in den Suff flüchtet vergisst er alles um sich herum, bis er von dem Schicksal des Mannes, dem er seine Hilfe verweigerte brutal wieder auf den Boden der Tatsachen geholt wird. Ganz starker Einstieg in den Band!
      In der zweiten Story trifft ein geläuterter Spawn dann zum ersten mal auf Curse, einen Widersacher, von dem wir noch mehr sehen werden. Bei Fans ist er wohl sehr beliebt, bei mir ehrlich gesagt nicht so. Trotzdem ist das Heft Action- und abwechslungsreich, zu keiner Zeit langweilig und, wird im dritten Heft nahtlos fortgesetzt. Ausserdem gibt es hier auch ein Wiedersehen zwischen Al und Wanda, das leider gar nicht so verläuft wie unser Held es sich erhofft hat. Also schon ein trauriges Ende bevor man den dritten Band der Origins Collection erstmal zur Seite legen sollte.

      Jetzt empfiehlt es sich Story technisch ein break einzulegen und sich den beiden „Angela“ Sonderheften zuzuwenden, die genau zwischen Heft
      #28 und Heft #29 der Hauptreihe spielen. Die drei Hefte der Mini-Serie wurden in Deutschland vom Infinity Verlag herausgebracht und zu zwei Heften zusammengefasst. Bekommt man in der Bucht aktuell noch problemlos zu vernünftigen Preisen, review dazu folgt die Tage…

      US-Hefte #29-32:
      Mit „Vater“ Folgt eine hammerharte Folge mit viel Gesellschaftskritik und dem Thema häuslicher Gewalt gegen Kinder im Mittelpunkt. So extrem stark geschrieben, dass es einem fast wie ein Schlag in die Magengrube vorkommt. Die Ausgangssituation zu Beginn des Heftes versteht man leider wirklich nur komplett, wenn man zuvor die Angela-Stories gelesen hat, wird von Spawn selbst aber auch teilweise erklärt bzw. er bezieht sich manchmal auf Angela im Laufe der Geschichte.
      Nach dem wirklich tiefgreifenden Schwergewicht folgt mit „Der Klan“ eine, hmmm… wie sagt man das am besten? Naja, einfach eine wirklich lustige Ku-Klux-Klan-Story! Ja, sowas gibt’s. Macht echt Laune das Teil, ist trotzdem spannend und zu keiner Zeit belanglos oder lächerlich! Gratwanderung mit Bravour genommen!
      Dann kommt Spawn endlich wieder zurück nach New York, wo er es in den beiden nächsten Heften mit einer weiteren Inkarnation des Redeemers und schließlich sogar mit der „Chefetage“ des „Engel-Büros“ zu tun bekommt. Wieder sehr Abwechslungsreich mit tollen Actionszenen und wunderbar aufbereiteter Backstory, die zum Schluss hin noch eine interessante Frage aufwirft…

      Nächster Halt – Blutfehde! Ja, hier ist der nächste Stopp sinnvoll und es empfiehlt sich die von Großmeister Alan Moore geschriebene Miniserie „Spawn Blood Feud (Die Blutfehde)“ dazwischen zu packen. Im schönen Paperback von Panini zusammengefasst und die nächsten Tage irgendwann in einer Kurzrezi von mir zu finden.

      US-Hefte #33-37:
      Auch das letzte Drittel des Bandes weiß zu glänzen! Der allseits beliebte Violator bekommt wieder einiges an Screentime. Auch Sam & Twitch sind wieder häufig mit von der Partie, wobei wir auch endlich Twitchs Frau kennenlernen :* :love: ! Al’s bester Freund Terry begibt sich in die Höhle des Löwen. Wird er dann tatsächlich auch noch zum Verräter?...
      Ihr sehr schon, es passiert Einiges! Und das stets auf einem extrem hohen Niveau! Als schlussendlich im finalen Heft auch noch der Freak seinen großen Auftritt hat möchte man Spawn förmlich entgegenbrüllen sich von diesem Wahnsinnigen doch nicht benutzen zu lassen! Die Gefühle sind am Brodeln und kurz vorm Überkochen und dann… ist der Band zu Ende.

      Waaah! Was für eine Hammer Reise in diesen zwölf Heften abgebrannt wurde! Zeichnerisch auch durchgehend auf absolutem Top-Niveau, kein einziger Ausreißer nach unten. Ich liebe es!

      Als I-Tüpfelchen findet sich ganz am Ende des Bandes wieder eine Covergalerie, teils in Farbe, teils in Schwarz/Weiß und schicke Tusche-Zeichnungen einiger Szenen. Einziger kleiner Wermutstropfen: Die Bindung des Buches löst sich bei mir schon nach dem ersten Lesen teilweise auf. Werde mal beim Kundenservice von Panini anfragen, was die dazu meinen. Ansonsten rangiert das Werk bei mir auf einem der obersten Plätze, absolute Empfehlung!

      Meine Wertung: 9/10

      Wie fandet Ihr Teil drei der Origins Collection? Habt Ihr das Teil auch so gefeiert wie ich? Und habt Ihr „Angela“ und/oder „Blood Feud“ zwischen rein gelesen, oder ging’s auch ohne?

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

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    • Wieder ein Bauchschuss, diesmal zum dritten Origins-Band:



      Titel: Spawn Sonderheft – Spawn & Angela 1+2

      Verlag: Infinity (Image)

      Format: 40 Seiten in Heftformat (Teil 1 von 2), 36 Seiten im Heftformat (Teil 2 von 2)

      Inhalt: Angela #1-3

      Autoren: Neil Gaiman

      Zeichner: Greg Capullo, Mark Pennington

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Nicht vorhanden.



      Just my 2 cents:
      Anno 1995 erschuf Neil Gaiman, seines Zeichens mit „Sandman“ in die Annalen der Comic-Kunst eingegangen, zusammen mit Todd McFarlane die Engelskriegerin Angela. Selbige hatte bereits recht früh einen Gastauftritt in der Spawn-Hauptserie, war bei Fans sicher nicht zuletzt wegen ihrer ansprechenden Optik äußerst beliebt, und so war es nur eine Frage der Zeit bis es zu einem größeren Crossover zwischen ihr und Spawn kommen sollte. Mit Neil Gaiman als Autor und Greg Capullo als Zeichner stand das Projekt unter einem guten Stern. Die Story spielt zwischen den Spawn Heften #28 und #29 und bringt der Serie schon einen ordentlichen Mehrwert bzw. macht einige Dinge die ab Spawn #29 passieren einfach schlüssiger. Es macht also durchaus Sinn sich die Geschichte zu Gemüte zu führen.

      Als der Infinity Verlag die drei Hefte 1997 veröffentlichen wollte gab es allerdings bereits Schwierigkeiten, da die Rechte für „Angela“ wohl anders gelagert sind, als die von „Spawn“ und die Comics somit in Deutschland nicht unter ihrem Namen „Angela“ #1-3 veröffentlicht werden durften. Kurzerhand hat Infinity einfach zusätzliche Cover mit dem Titel „Spawn Sonderband“ angefertigt, diese um die ursprünglichen Hefte herumgepackt und die komplette Geschichte dann in diesen zwei Spawn Sonderbänden zusammengefasst. Eine geschickte Vorgehensweise, allerdings ist unklar, ob das heute auch noch so durchgewunken werden würde. Das ist wohl auch einer der Gründe, weshalb Panini die Bände nicht schon längst zu einem schicken Paperback zusammengefasst und veröffentlicht hat. Aber sei es drum, wenigstens kommen wir in Heftform in den Genuss der doch sehr gelungenen Geschichte.



      Alles beginnt auf einem unwirtlichen Eisplaneten, der wohl so eine Art Naturschutzgebiet darstellt. Unsere Heldin Angela, trotz Eislandschaft nur leicht bekleidet, ist es gelungen eine der seltenen Jagdlizenzen für den Planeten zu ergattern. Sieht sich wohl selbst als Großwildjägerin der Galaxis, quasi die Predatorin unter den Himmelskriegerinnen. Sogleich folg ein Actiongeladener Kampf gegen einen grässlichen Drachen, aus welchem Angela selbstredend als Siegerin hervorgeht. Leider bleibt ihr hinterher nicht viel Zeit ihren Triumph auszukosten, denn eine in Ungnade gefallene, alte Bekannte hat einen hinterhältigen Plan geschmiedet ihren eigenen Ruf wiederherzustellen und dafür wird Angela denunziert, verleumdet und an den Pranger gestellt. Neben unerlaubter Jagd wird ihr sogar Hochverrat vorgeworfen!

      Für all das soll sie vor einem himmlischen Tribunal zur Rechenschaft gezogen werden. Der Verrats-Vorwurf steht in direktem Zusammenhang mit ihrem ersten Zusammentreffen mit Spawn und so kommen Angelas Verbündete und Freundinnen auf eine Idee: Spawn von der Erde holen und als Entlastungszeuge vor das Himmelsgericht schleifen! Gesagt getan und mit einiger „Überredungskunst“ gelingt es ihnen Al davon zu überzeugen das Richtige zu tun und ihnen zu helfen. Nur hat Mr. Simmons nicht damit gerechnet, dass es der Rüstung eines Hellspawns überhaupt nicht zusagt in himmlischen Gefilden zu wandeln!

      Auch das Tribunal ist empört von der Anwesenheit einer Ausgeburt der Hölle in ihren himmlischen Hallen was alles schnell zur Eskalation bringt. In einem wilden Feuergefecht gelingen Spawn und Angela schließlich die Flucht.

      Wo es sie darauf folgend hin verschlägt ist allerdings auch nicht wirklich Ideal. Den beiden stehen noch einige Abenteuer bevor und es gilt harte Kämpfe zu bestehen. Nach anfänglichem Misstrauen kann man sogar den Hauch einer Romanze verspüren. Wie sich das alles jedoch auflöst solltet Ihr lieber selbst lesen. Es lohnt sich!

      Was Neil Gaiman hier geschaffen hat ist sicher kein großes Meisterwerk, aber eine fesselnde, knallbunte Story mit hohem Spaßfaktor und reichlich Action. Alles sehr schön in das Spawn-Verse eingewoben und sowohl dynamisch als auch sexy gezeichnet. Eine klare Empfehlung für jeden Spawn-Fan, auch wenn die Hefte an sich leider nicht zu den hochwertigeren Veröffentlichungen zählen. Bei meinem Band eins wirkt das äußere Cover z.B. schon ein wenig stümperhaft mit „angetackert“ . In einem schönen Panini-Paperback hätte ich bestimmt noch einen Punkt mehr gegeben.

      Meine Wertung: 7/10

      Wie fandet Ihr die Angela Story? Hättet Ihr Euch gewünscht, dass sie als Charakter im Spawn-Universum häufiger vorkommt?

      VG, God_W.
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    • War ja vermutlich schon klar, was als nächstes kommt...



      Titel: Spawn: Die Blutfehde (Blood Feud)

      Verlag: Panini (US: Image)

      Format: 116 Seiten im Softcover / Paperback

      Inhalt: Spawn: Blood Feud 1-4, Spawn 32 (II)

      Autoren: Alan Moore

      Zeichner: Tony S. Daniel

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Al Simmons ist Spawn, der finstere Antiheld aus der Hölle. In dieser klassischen Geschichte von Comic-Gott Alan Moore bekommt Simmons allen Grund, die symbiotische Beziehung zu seinem monströsen Kostüm zu hinterfragen, das eigenständig denkt und handelt – und mordet?! Kann Spawn gegen den Symbionten und gegen einen skrupellosen Vampirjäger bestehen?

      Prolog und Miniserie komplett in einem Band

      Ein weiteres SPAWN-Abenteuer von Alan "WATCHMEN" Moore

      Al Simmons ist der höllische Antiheld Spawn, der eine symbiotische Beziehung zu seinem Kostüm hat. Inzwischen ist er sogar sicher, dass es eine eigenständige, dämonische Lebensform ist und die Kontrolle über ihn erlangen möchte, um schreckliche Dinge zu tun! Eine brutale Mordserie ruft schließlich nicht nur die Polizisten Sam und Twitch auf den Plan, sondern auch den brutalen Vampirjäger John Sansker, der die Menschen vor Spawn warnt und verspricht, die Bedrohung durch dieses Monster zu beseitigen. Was den Clown alles königlich amüsiert. Fragt sich nur, wer
      am Ende die größere Gefahr für Simmons darstellt: Der Jäger auf seinen Fersen – oder der Symbiont, der bereits ein Teil von ihm ist…

      Dieser Band enthält die komplette US-Miniserie Spawn: Bloodfeud, geschrieben von Comic-Legende Alan Moore (WATCHMEN, CROSSED +EINHUNDERT) und mit Artwork von Top-Zeichner Tony S. Daniel (SPAWN, BATMAN).



      Just my 2 cents:
      Alan Moore is back on Spawn. Und wie! Zwar lange nicht so lustig wie im Violator-Band, dafür mit einer rohen, harten Brutalität die kaum Platz für Humor lässt. Eine Mordserie, bei der die Opfer in einem bestialischen Zustand zurückgelassen werden ruft John Sansker auf den Plan, den Star unter den Vampirjägern! Es dauert nicht lange, bis er die Einwohner New Yorks vor Spawn warnt und ihm die Morde andichtet. Schlimmer noch, unser Held Al leidet unter partieller Amnesie und ist sich selbst nicht sicher, ob er nicht vielleicht tatsächlich für diese Gräueltaten verantwortlich ist. Dennoch setzt er alles daran herauszufinden, was wirklich vor sich geht. Derweil ermitteln natürlich auch Sam und Twitch in der Sache und mit der Zeit reift in Twitch ein Verdacht heran, der ihn noch teuer zu stehen kommen wird…

      Moore erzählt eine spannende, ultrabrutale Story, die zwar teilweise etwas vorhersehbar daherkommt, aber dennoch zu keiner Sekunde langweilig wird. Vor allem muss man hervorheben, dass die Charaktere extrem gut geschrieben sind und auch der ständige Cast wie Al, Sam und Twitch wirklich tiefe bekommen und konsequent weiterentwickelt werden. Auch Curse hat einen kleinen Auftritt, womit die Brücke zur Hauptreihe geschlagen wird und sich der vorliegende Paperback perfekt zwischen die Hefte #32 und #33 der Serie einschmiegt.

      Tony S. Daniel gibt sich keine Blöße und macht als Zeichner durchweg einen ordentlichen Job. Auch wenn er meines Erachtens zu keiner Zeit an McFarlane oder Cappulo rankommt scheint er, vor allem auch an den blutigen Passagen, seine helle Freude gehabt zu haben und hat sich ordentlich ins Zeug gelegt.

      Natürlich wieder kein Monumentalwerk, aber dennoch ein richtiger Knaller und leuchtender Stern im Spawn-Universum. Jeder Fan sollte das Teil zu Hause stehen haben und auch nicht Spawn-Fans, die aber Moore mögen können einen Blick riskieren. Ich persönlich finde den Band nochmal eine ganze Ecke besser als die eh schon gute Violator-Ausgabe.

      Meine Wertung: 8/10

      Wie ist Eure Meinung zu Blood Feud? Wie findet Ihr Moore an Spawn im Allgemeinen? Gerade in diesem Band sind Sam & Twitch ja fleißig am Ermitteln, würdet Ihr nicht auch gerne die Sam & Twitch Hefte als fette Sammelalben von Panini sehen?

      VG, God_W.
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    • Mal wieder ein Ausflug ins Franko-Belgische Territorium...



      Titel: H.G. Wells – Die Zeitmaschine

      Verlag: Splitter (Fr: Editions Glénat)

      Format: 56 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: H.G. Wells Band 1 von 6 – Die Zeitmaschine

      Autoren: H.G. Wells, Dobbs

      Zeichner: Mathieu Moreau

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Splitter widmet dem Meister der Science Fiction eine sechsbändige Prachtausgabe.

      H.G. Wells ist, neben Jules Verne, nicht nur ein, sondern der Ahnherr und Klassiker der modernen Science-Fiction-Literatur. Einige seiner Bücher sind Schlüsselwerke des utopischen Zukunftsromans, »Der Krieg der Welten« etwa, »Die Insel des Dr. Moreau« und natürlich »Die Zeitmaschine«. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie unzählige Male adaptiert, interpretiert, kopiert, zitiert und auch persifliert worden. Allein »Der Krieg der Welten« ist ein äußerst beliebter Stoff, auch und gerade im Comic, und dürfte so oft im Stil der jeweiligen Zeit verarbeitet worden sein – von Orson Welles‘ legendärer Hörspielfassung, die 1938 in den USA angeblich für Massenpanik sorgte, bis hin zu Roland Emmerichs »Independence Day« 1 & 2 (Tim Burtons »Mars Attacks!« nicht zu vergessen) –, dass der eigentliche Urheber dahinter gerne vergessen wird.

      Szenarist Dobbs hat sich deshalb nun daran begeben, zusammen mit einigen ausgewählten Zeichnern eine zeitgemäße Interpretation der Hauptwerke von H.G. Wells im klassischen Geist vorzulegen – neben den eingangs genannten Titeln zudem noch »Der Unsichtbare«, ein weiteres Beispiel dafür, dass die Erzählungen von Wells stets spannend sind, unterhaltsam, auch amüsant und vor allem eins: zeitlos aktuell!
      • Unser Freund hat nichts von einem Zauberkünstler.
      • Nein, er ist ein Mann der Wissenschaft, der sich in der Geometrie der vier Dimensionen verirrt hat…
      • Genauer gesagt, ein Mann der Wissenschaft, der erklärt, er könne durch die Zeit reisen, Gentleman.


      Just my 2 cents:
      Es ist wirklich extrem hübsch anzuschauen, was der Splitter Verlag hier zu Ehren von H. G. Wells, einem Vorreiter der Science-Fiction, auf die Beine gestellt hat. Das große Album ist mit der Goldprägung und einem Cover, dass uns förmlich in die Zeit der Geschichte saugt, oder besser gesagt fallen lässt, wirklich wunderschön gestaltet. Nicht minder atmosphärisch geht es im inneren des Bandes weiter. Zeichner Mathieu Moreau benötigt nicht einmal eine Doppelseite um mich mit magischer Hand in das London von 1895 zu entführen und auch als es später in die Zukunft geht verliert das Artwork nichts von seiner fast schon perfektionistischen Faszination. Das kratzt schon ein einer Höchstnote, und das bei einer Auftragsarbeit, Respekt!

      Die Geschichte selbst sollte hinlänglich bekannt sein, was mich nicht daran hindert sie nochmal ganz kurz zu umreißen. Eine Gruppe von Gentlemen wird von einem Freund unter Angabe von nur wagen Gründen zum Abendessen eingeladen. Nachdem alle versammelt sind verspätet sich besagter Freund und als er schließlich doch noch eintrifft macht er einen sehr derangierten Eindruck. Er stopft das Essen und die Getränke geradezu in sich hinein bevor er beginnt eine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Er behauptet eine Zeitmaschine gebaut zu haben und mit dieser viele tausend Jahre in die Zukunft gereist zu sein. Von seinen wilden und gefährlichen Abenteuern und wie er es trotz aller Widernisse geschafft hat zurückzukehren, davon handelt diese Geschichte.

      Früher wie heute eine spannende und faszinierende Geschichte, die nichts von ihrem Charme eingebüßt hat. Das, an sich ja schon relativ dünne Buch von Wells, wurde für diese Comic-Ausgabe (oder kann man da schon Graphic Novel sagen?) genau an den richtigen Stellen zurechtgestutzt, ohne das man meinen würde es fehle irgendetwas. Die Charaktere sind gut getroffen, der Schreibstil erinnert an die damalige Zeit und schafft eine wunderbare Atmosphäre. Es ist schon einige Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe und so verschwimmen meine Erinnerungen dahingehend immer ein wenig mit der alten Verfilmung mit Rod Taylor. Insgesamt würde ich aber behaupten, dass der vorliegende Band eine schöne Brücke zwischen der Kinoadaption und dem Original schlägt, jedoch um einiges näher an der Originalstory bleibt.

      Ein extrem gelungener Auftakt zu dieser sechsbändigen Hommage an den Altmeister der Science-Fiction und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Werke! Band 2 & 3 adaptieren Krieg der Welten, Band 4 die Insel des Dr. Mureau und die letzten beiden drehen sich um den Unsichtbaren.

      Meine Wertung: 9/10

      Wie fandet Ihr den One-Shot? Kennt Ihr das Original von Wells? Welche Adaption (Buch, Comic, Film etc…) findet Ihr am gelungensten?
      VG, God_W.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • Den Comic habe ich noch nicht gelesen. Den Roman schon und die beiden Verfilmungen zieren auch meine Sammlung.
      Der Roman ist ein Klassiker, genauso wie die erste Verfilmung, aber auch die zweite kann man schauen, auch wenn sie nicht an den Charm der ersten drankommt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marvel Boy ()

    • Marvel Boy schrieb:

      Den Comic habe ich noch nicht gelesen. der Roman schon und die beiden Verfilmungen zieren auch meine Sammlung.
      Der Roman ist ein Klassiker, genauso wie die erste Verfilmung, aber auch die zweite kann man schauen, auch wenn sie nicht an den Charm der ersten drankommt.
      Sehe ich ähnlich, der Roman ein unsterblicher Klassiker, die alte Verfilmung mit den bunten Morlocks einfach Kult. Diesen Status wird die neuere Verfilmung mit Guy Pearce, Mark Addy und Jeremy Irons zwar nie erreichen, aber wenn man unvoreingenommen ran geht und sich damit abfinden kann, dass die Story nur lose auf dem Buch basiert bekommt man doch einiges geboten. Kein schlechter Film!

      excelsior1166 schrieb:

      Ich stimme weitgehend zu, nur das Remake gefiel mir leider überhaupt nicht...
      Da bist Du nicht allein, ich kenne einige Leute die den Streifen extrem zerreißen. Ich fand ihn bei erster Sichtung auch übel, habe meine Meinung nach weiterer (viel späterer) Sichtung allerdings revidiert, da ich einfach mal unvoreingenommen und nicht mit direkten Vergleichen ran gegangen bin.
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    • Da geb ich Dir ja recht, aber zwischen "das alte ist besser" und "der neue ist kacke" gibt es bei mir noch ein bissl Spielraum. Ich kann der Neuverfilmung schon einiges abgewinnen (finde z.B. die Motivation für die Zeitreise an sich schön erklärt), auch wenn ich den alten Film und das Buch doch deutlich lieber mag.

      Aber wenn alle das Gleiche gut finden würden wär ja auch langweilig. ;)
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    • God_W. schrieb:


      excelsior1166 schrieb:

      Ich stimme weitgehend zu, nur das Remake gefiel mir leider überhaupt nicht...
      Da bist Du nicht allein, ich kenne einige Leute die den Streifen extrem zerreißen. Ich fand ihn bei erster Sichtung auch übel, habe meine Meinung nach weiterer (viel späterer) Sichtung allerdings revidiert, da ich einfach mal unvoreingenommen und nicht mit direkten Vergleichen ran gegangen bin.
      Sowas passiert mir gelegentlich auch. Wenn ein Film so garnicht meiner erwartungen entspricht ist das erste schauen schlimm. Wenn ich den dann mit abstand das zweite Mal in die Hand nehme und weiß was mich erwartet kann ich beim zweiten mal dann anderes am Film entdecken was gut ist. Meist aber auf der Basis das ich beim zweiten mal entdecke was für ein wunderbarer Thrashfilm das doch eigentlich ist. Auch wenn er teuer produziert wurde. Gutes Beispiel bei mir Green Lantern.


      excelsior1166 schrieb:

      Ich habe es auch ein zweites Mal versucht, aber bis auf die Schauwerte bevorzuge ich eindeutig das Original. Und/oder selbstverständlich das Buch.
      Das ich eindeutig da Original bevorzuge steht aber ausser Frage.
    • Bin direkt mal am Wells-Thema dran geblieben...



      Titel: H.G. Wells – Die Insel des Dr. Moreau

      Verlag: Splitter (Fr: Editions Glénat)

      Format: 56 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: H.G. Wells Band 4 von 6 – Die Insel des Dr. Moreau

      Autoren: H.G. Wells, Dobbs

      Zeichner: Fabrizio Fiorentino

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Splitter widmet dem Meister der Science Fiction eine sechsbändige Prachtausgabe.

      H.G. Wells ist, neben Jules Verne, nicht nur ein, sondern der Ahnherr und Klassiker der modernen Science-Fiction-Literatur. Einige seiner Bücher sind Schlüsselwerke des utopischen Zukunftsromans, »Der Krieg der Welten« etwa, »Die Insel des Dr. Moreau« und natürlich »Die Zeitmaschine«. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie unzählige Male adaptiert, interpretiert, kopiert, zitiert und auch persifliert worden. Allein »Der Krieg der Welten« ist ein äußerst beliebter Stoff, auch und gerade im Comic, und dürfte so oft im Stil der jeweiligen Zeit verarbeitet worden sein – von Orson Welles‘ legendärer Hörspielfassung, die 1938 in den USA angeblich für Massenpanik sorgte, bis hin zu Roland Emmerichs »Independence Day« 1 & 2 (Tim Burtons »Mars Attacks!« nicht zu vergessen) –, dass der eigentliche Urheber dahinter gerne vergessen wird.

      Szenarist Dobbs hat sich deshalb nun daran begeben, zusammen mit einigen ausgewählten Zeichnern eine zeitgemäße Interpretation der Hauptwerke von H.G. Wells im klassischen Geist vorzulegen – neben den eingangs genannten Titeln zudem noch »Der Unsichtbare«, ein weiteres Beispiel dafür, dass die Erzählungen von Wells stets spannend sind, unterhaltsam, auch amüsant und vor allem eins: zeitlos aktuell!
      • Wir hätten nicht gedacht, dass Sie die Insel auf eigene Faust erkunden …Ohne uns Bescheid zu sagen.
      • Sie sagen mir jetzt, was hier vor sich geht, Montgomery! Und zwar sofort!
      • Was sind das für >>Dinger<<, die mich im Dschungel verfolgt haben?


      Just my 2 cents:
      Da ich (noch) nicht alle sechs Ausgaben besitze halte ich mich mal nicht an die chronologische Reihenfolge, ist ja auch gar nicht nötig, da es sich ja um vier in sich abgeschlossene Adaptionen von Werken des Großmeisters H. G. Wells handelt. So nehme ich als nächstes den vierten Band der wirklich wunderschön gestalteten Reihe unter die Lupe. Die Insel des Dr. Moreau ist gleichzeitig die Geschichte, die mir von den vieren am wenigsten vertraut ist. Ich besitze weder das Buch, habe es auch nie gelesen und sollte ich jemals eine der Verfilmungen gesehen haben, so ist davon kaum etwas bis gar nichts bei mir hängen geblieben. Nichtsdestotrotz ist mir das Grundthema der Story zwar schon vertraut, aber ich kann mich doch recht unvoreingenommen daran machen die Insel des Dr. Moreau zu erkunden…

      Das wieder mit Goldprägung versehene, stimmungsvoll gestaltete Cover lässt es schon erahnen und die ersten Seiten im Buch verschaffen mir schnell Gewissheit: Das Artwork ist wieder atemberaubend schön gelungen. Fabrizio Fiorentino, der Zeichner dieses Bandes, hat wohl schon an Batman, Green Arrow und Mystic gearbeitet und schafft hier ohne Umschweife eine wunderbar maritime Abenteueratmosphäre, die sich auch bei der Ankunft auf der Insel und später im Dschungel stets greifbar anfühlt.

      Unser Held ist ein Schiffbrüchiger, der in den ersten Panels von einem Schiff gerettet wird. An Bord lernt er einen Hilfsbereiten Arzt kennen, der ihn wieder aufpäppelt. Das Schiff soll die Versorgung einer geheimnisvollen Insel sicherstellen, nur scheint der Kapitän weder von seiner Fracht, noch von dem Arzt und schon gar nicht von unserem Schiffbrüchigen begeistert zu sein. So kommt es, dass selbiger dann ein Stück vor der Insel unsanft gebeten wird von Bord zu gehen und so verschlägt es ihn mit dem Arzt und der Fracht auf die geheimnisvolle Insel des Dr. Moreau. Dort muss er sehr schnell feststellen, dass die Gesetze der Natur hier nicht zu gelten scheinen, denn er trifft auf verschiedenartige Lebewesen, wie sie in der Form eigentlich nicht existieren dürften.

      Der Arzt der ihn nach seiner Rettung wieder gesund pflegte ist ein Gehilfe von besagtem Dr. Moreau und da unser stets neugieriger Held sich nicht an die Regeln halten kann wird er bald unverhoffter weise zum Augenzeugen der schrecklichen Experimente, die Moreau auf der Insel durchführt. Ein Abenteuer voll Spannung, Schrecken und Tragik beginnt und immer schwebt über allem die Frage: Wie weit darf der Mensch bei seinem Streben nach Wissen gehen und wo handelt er gegen die göttliche Vorsehung?

      Das klingt so weit alles sehr gut und das könnte es auch sein, allerdings gelingt es Autor Dobbs hier nicht wie zuvor bei der Zeitmaschine, die Geschichte zu einer verdichteten, wie aus einem Guss wirkenden Essenz des Buches zu verschmelzen. Die Charaktere bleiben weitgehend blass, die Geschichte wirkt an vielen Stellen holprig und unausgereift erzählt. Man blättert oftmals zurück, um zu prüfen, ob man nicht eine Seite überblättert hat, so löchrig stellt sich das Storykonstrukt dar. Das macht viel der von Zeichner Fiorentino geschaffenen Atmosphäre wieder zunichte und so ist es am Ende leider wirklich nur noch das Artwork, das den Band über Mittelmaß hinaus hievt.

      Ich weiß nicht, ob es bei dieser Adaption schon an der Vorlage mangelt, da ich diese nicht gelesen habe, kann ich mir aber eigentlich nicht vorstellen, dann müsste das Buch schon wirklich zu den schlechtesten von H. G. Wells gehören. Vielleicht werde ich mir in nächster Zeit mal eine der Verfilmungen besorgen um damit zu vergleichen. Das Grundthema ist ja echt fesselnd und wirft streckenweise ähnliche Fragen auf wie "Frankenstein oder der moderne Prometheus", erreicht aber nie die Qualität von Mary Shelleys Erzählung und die stolpernde Erzählweise bricht der Auflage hier echt das Genick. Auf jeden Fall hoffe ich inständig, dass der nächste Beitrag zur Reihe wieder mehr meinen Geschmack trifft, ich lass mich von diesem einen schwächelnden Band erstmal nicht entmutigen.

      Meine Wertung: 6/10

      Wie fandet Ihr das Album? Kennt Ihr das Original von Wells? Wenn ja, wie dicht ist der Comic an der Vorlage? Ist eine der Verfilmungen zu empfehlen (gibt ja wohl eine mit Burt Lancaster und eine mit Marlon Brando)?

      VG, God_W.
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    • Marvel Boy schrieb:

      Wieder ähnliche Antwort wie oben. Den Comic habe ich noch nicht gelesen, daher kann ich keine Vergleiche zum Buch ziehen, die Rezi währe mir jetzt zu wenig um Vergleiche anzustellen.
      Verfilmungen, ja, gesehen, aber kein Vergleich mit der grandiosen Zeitmaschinen Verfilmung.
      Heißt das Du hast das Buch von Wells gelesen? Wie findest Du's allgemein so, vor allem im Vergleich zu anderen Werken von Wells? Den Comic kann ich wie du bestimmt herausgelesen hast nicht so wirklich empfehlen. Tolle Schauwerte, interessante Rahmenhandlung, schwaches Storytelling (und das ist mir halt das wichtigste). Kann also verstehen, wenn Du Dir den nicht zulegen willst.

      Die Verfilmungen scheinen ja dann keine Großtaten gewesen zu sein, wie sich das so anhört...
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    • Der Film mit Brando als Dr. Moreau (von 1996: "DNA - Experiment des Wahnsinns") war eine absolute Gurke... :thumbdown: Den Roman kenne ich leider nicht, werd' ich aber mal nachholen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich von H. G. Wells außer "Krieg der Welten" noch gar nichts gelesen habe, und das obwohl ich Sci-Fi (und Horror) von allen Genres schon immer am liebsten mochte und sich Wells Ideen wie Zeitreisen, Alien-Invasionen, Gen-Experimente etc. in diesem Bereich bis heute nicht nur immer wieder finden, sondern eigentlich sogar zum "Kerngeschäft" gehören.
    • Dann werde ich mein Glück wohl demnächst mal mit der 1977er Verfilmung mit Burt Lancaster probieren.
      Als Buch kann ich Dir "Die Zeitmaschine" schonmal wärmstens empfehlen, aber eine vernünftige Version in ordentlicher Übersetzung wie beispielsweise die vom DTV. Oft gibt es von den Wells-Sachen so gekürzte oder frei übersetzte "Jugendbuch"-Versionen. Das ist dann nix.
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    • Das Buch war mein Erstkontakt mit Wells in Buchform und ich fand es gut. Vieleicht ist das auch dem jugendlichem Alter geschuldet in dem ich es las.
      Die Filme sind beide als Thrash Movies zu betrachten und dann noch nichtmal sonderlich sehenswert.
      Wobei die Aussage mit den zwei Filmen auch nicht stimmt, es sind drei. Das Buch wurde erstmals 1932 verfilmt als Island Of Lost Souls / Die Insel der verlorenen Seelen. Die Version habe ich aber noch nicht in die Finger bekommen.
    • Marvel Boy schrieb:

      Das Buch war mein Erstkontakt mit Wells in Buchform und ich fand es gut. Vieleicht ist das auch dem jugendlichem Alter geschuldet in dem ich es las.
      Die Filme sind beide als Thrash Movies zu betrachten und dann noch nichtmal sonderlich sehenswert.
      Wobei die Aussage mit den zwei Filmen auch nicht stimmt, es sind drei. Das Buch wurde erstmals 1932 verfilmt als Island Of Lost Souls / Die Insel der verlorenen Seelen. Die Version habe ich aber noch nicht in die Finger bekommen.
      Ja, das hab ich letzte Nacht auch im Wikipedia gefunden. Mit Charles Laughton und Bela Lugosi sogar top besetzt! Leider gibt's keine deutsche Veröffentlichung auf Disc oder als Stream zu dem Klassiker.
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    • @God_W.
      Danke für den Tipp mit dem dtv-Verlag. :ok: Meine "Krieg der Welten"-Ausgabe ist übrigens von Diogenes, die ist noch in der Übersetzung der dt. Erstausgabe von 1901.

      "Die Zeitmaschine" setz ich mal als erstes auf meine Leseliste, da ich den alten Film liebe und den auch schon immer mal mit dem Roman vergleichen wollte. Der Film ist für mich einfach schon wegen seiner herrlichen Ausstattung und seiner selbst nach heutigen Maßstäben ordentlich wirkenden Spezialeffekte immer noch sehenswert. :love: Dazu kommt, dass ich diesen Film das erste Mal als junger Bub Anfang der 80er gesehen hatte und ich erinnere mich noch daran, dass ich mich nicht nur wegen der Morlocks gegruselt hatte: Besonders bedrohlich empfand ich die Szene, in der der Zeitreisende den atomaren Schlag auf London erlebt. Auch wenn der Film von 1960 ist, die Bedrohung durch die Kernkraft und der nuklearen Aufrüstung im Kalten Krieg war ja gerade in den 80ern immanent und schon als Kind bekam ich das unbewusst mit. Wobei mir allerdings auch klar ist, dass es diese Szene im Roman nicht gibt.
      Die neuere Verfilmung von 2002 finde ich ganz ok, mehr aber auch nicht.