Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • God_W. schrieb:

      Marvel Boy schrieb:

      Das Buch war mein Erstkontakt mit Wells in Buchform und ich fand es gut. Vieleicht ist das auch dem jugendlichem Alter geschuldet in dem ich es las.
      Die Filme sind beide als Thrash Movies zu betrachten und dann noch nichtmal sonderlich sehenswert.
      Wobei die Aussage mit den zwei Filmen auch nicht stimmt, es sind drei. Das Buch wurde erstmals 1932 verfilmt als Island Of Lost Souls / Die Insel der verlorenen Seelen. Die Version habe ich aber noch nicht in die Finger bekommen.
      Ja, das hab ich letzte Nacht auch im Wikipedia gefunden. Mit Charles Laughton und Bela Lugosi sogar top besetzt! Leider gibt's keine deutsche Veröffentlichung auf Disc oder als Stream zu dem Klassiker.
      Eine deutsche Syncro gibt es aber zu dem Film. Mal schauen ob ich mir den irgendwann mal in englisch hole, schon der Schauspieler wegen. Den gibt es da ja sogar auf Blu Ray, wobei ich mich immer frage, wer das bei so alten Filmen braucht.
    • ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 2)



      Titel: Blei im Schädel – 2. Grosse Fische

      Verlag: Bunte Dimensionen (Be: Casterman)

      Format: 56 Seiten im Hardcover

      Inhalt: Du plomb dans le tête: 2. Les gros poissons

      Autoren: Matz (Alexis Nolent)

      Zeichner: Colin Wilson

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      In einer der zwielichtigeren Gegenden Brooklyns verschaffen sich zwei Profikiller Zugang zur Wohnung einer minderjährigen Prostituierten und erschießen sie und ihren Kunden, einen Senator. Der Skandal, der so provoziert werden sollte, bleibt aus: Auf Anweisung von oben wird die Sache vertuscht - und schlägt trotzdem Wellen: Obwohl er von dem Fall abgezogen wurde, stellt der rechtschaffene Polizist Perry weiter Nachforschungen an und gibt der Presse Tipps. Doch er ist nicht der einzige, der den beiden dauerquatschenden Killern Louis und Jimmy auf der Spur ist. Der Auftraggeber des Mordes lässt nichts unversucht, um seine Spuren zu verwischen. So setzt er auf alle, die zu viel über die Angelegenheit wissen, seine Männer an. Und die gehen nicht gerade zimperlich vor …

      Das Morden geht weiter! Denn mit den Hintermännern des Auftragsmordes an einem einflussreichen Senator gibt es Probleme, sodass sowohl die Killer als auch die Polizisten zum Ziel von Anschlägen werden. Die Nerven liegen blank... Der zweite Band der legendären Comic-Trilogie von Matz, welche unter dem Namen „Shootout – Keine Gnade“ starbesetzt u.a. mit Sylvester Stallone verfilmt wurde.

      „Wir fangen mit den kleinen Fischen an. Wir sorgen für Chaos im Aquarium, so lange bis die großen Fische Fehler machen. Wir bleiben schön am Rand und hauen denen eins auf den Kopf, die nach oben kommen, um Luft zu holen.“

      „Matz hat eine ganz schön unverfrorene Art! Dieser Ansatz hat mich begeistert.! – Jean Van Hamme (Bo Doï)



      Just my 2 cents:
      Da mich der Einstieg mit Band 1 – Kleine Fische schon so begeistern konnte habe ich mich extrem auf meine zweite Runde im „Aquarium“ gefreut und musste schnell feststellen, die Überschrift „Actionkino“ passt nach wie vor perfekt.

      ACHTUNG – SPOILER – Für alle, die Band eins noch nicht gelesen haben ist der folgende Absatz mit Vorsicht zu genießen...
      Spoiler anzeigen
      Frank Birelli, der Journalist der tiefer in der Story gegraben hat und ehemaliger Schulkamerad von Perry, einem unserer guten Cops wurde am Ende von Band eins ja recht brutal aus dem Weg geräumt und auch im zweiten Band von „Blei im Schädel“ lässt das Sterben nicht lange auf sich warten. Die Drahtzieher hinter dem Mord am Senator und der jungen Prostituierten setzen scheinbar alles daran die Mitwisser aus dem Weg zu räumen. Dazu gehört nicht nur die Presse, sondern auch das Cop-Duo Perry und Carlisle sowie unsere liebsten Profikiller seit Vincent Vega und Jules Winnfield, Jimmy und Louis. Die beiden machen sich mittlerweile Gedanken, ob die Sache in die sie da gestolpert sind nicht eine Nummer zu groß ist und versuchen ebenfalls auf eigene Faust mehr über die Hintermänner herauszufinden. Ganz ihrem Beruf entsprechend gehen sie da nicht gerade zimperlich vor und lassen die ein oder andere Leiche auf Ihrer Suche nach Informationen zurück.
      Arg hilfreich ist das erstmal alles nicht, zu dicht scheint alles verwoben zu sein, als dass irgendjemand auf die Schnelle den Knoten lösen und alles durchschauen könnte. Als sie endlich denken einen Schritt weiter zu kommen geraten sie in einen Hinterhalt und nicht alle kommen unbeschadet aus der großen Schießerei heraus!
      Die Ereignisse überschlagen sich, auch unseren guten Cops wird aufgelauert, die Gewalt eskaliert und als Carlisle sich schließlich gegen das FBI auflehnt wird er suspendiert. Die Situation scheint aussichtslos und schlussendlich scheint nur eine Allianz der ungewöhnlichen Art noch eine letzte Chance aufzuzeigen…

      SPOILER ENDE

      Wow, noch spannender, actionreicher und brutaler als der sowieso schon sehr gute erste Band! Die Charakterzeichnung die Matz an den Tag legt sucht ihresgleichen. Man liebt die einen, hasst die anderen und steht manchen misstrauisch gegenüber. Man fiebert mit und ist hin und hergerissen, ob man wirklich zwei so skrupellose Killer so sympathisch finden darf oder, ob das Moralisch dann doch etwas verwerflich ist. Die Dialoge sind auf den Punkt und auch wenn die Story größtenteils brutal und spannend ist blitzt an den richtigen Stellen eine Prise Humor durch.
      Die Zeichnungen von Colin Wilson wirken passender und harmonischer als im ersten Band. Ob er sich wirklich ein bisschen besser in das Franko-Belgische Albenformat eingefunden hat, oder ich mich einfach ein Stück weit an seinen Stil gewöhnt hab sei jetzt mal dahingestellt. Auf jeden Fall transportiert sein Artwork die Story prima. Straff und auf den Punkt, an einigen Stellen mit der nötigen Härte und mittlerweile auch mit atmosphärisch passenden Details in den Randbereichen einiger Panels. Weiter so!

      Noch immer ein Comic, wie direkt von der Kinoleinwand gesprungen und ich finde es mittlerweile wirklich schade, dass sich der Streifen mit Stallone nicht dichter an diese grandiose Vorlage gehalten hat. Andererseits würde im Film dann Jason Momoa gar nicht vorkommen, die Figur, die er im Film spielt gibt’s im Comic nämlich gar nicht. Egal, am besten beides unabhängig voneinander betrachten, was ja bei den Titeln auch nicht weiter schwerfällt. Was freu ich mich schon auf das Finale im dritten Band!

      Meine Wertung: 9/10

      Habt Ihr mittlerweile mal einen Blick in Comic oder Film geworfen? Weckt die Reihe denn allgemein Euer Interesse oder eher gar nicht? Könnt Ihr mit den „simpel“ gestrickten Actionern der 80er und 90er grundsätzlich was anfangen?

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

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    • Ich hab da eine perfekte Entdeckung für die jetzt kommende, kalte Jahreszeit gemacht. Und das aus deutschen Landen!



      Titel: Im Eisland – Band 1: Die Franklin-Expedition

      Verlag: Hinstorff

      Format: 224 Seiten im Taschenbuch mit Klappenbroschur (S/W)

      Inhalt: Im Eisland – Band 1 von 3

      Autoren: Kristina Gehrmann

      Zeichner: Kristina Gehrmann

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Frühjahr 1845: Unter dem Kommando von Sir John Franklin brechen zwei Schiffe der Royal Navy, die HMS Erebus und die HMS Terror, in die Arktis auf.

      Die auf drei Jahre angelegte Mission lautet: Sie sollen als Erste die legendäre Nordwestpassage vom Atlantik in den Pazifik durchsegeln.
      Die gesamte Mannschaft ist davon überzeugt, dass die ambitionierteste Expedition ihrer Zeit ein großer Erfolg wird.

      Schon bald erschüttert der erste Todesfall den Optimismus der Besatzung. Doch auf sie wartet ein noch viel größeres Desaster in der grenzenlosen, eiskalten Hölle.

      Kristina Gehrmann erzählt die Geschichte um das Rätsel der legendären Franklin-Expedition in einer packenden Graphic Novel.



      Just my 2 cents:
      Heute möchte ich mal wieder ein bisschen ausholen um zu erläutern wie es dazu kam, dass ich mich an diese deutsche Graphic Novel herangewagt habe. Schon immer war ich fasziniert von Stories, bei denen es um Menschen geht, die sich in einer abgeschotteten Gruppe befinden, in einer scheinbar ausweglosen Extremsituation und wie der Mensch als Individuum oder die ganze Gruppe dieser Situation gegenübertreten. Zu Beginn begegnete mir dieses Thema natürlich hauptsächlich in Film-Form und ich merkte schnell, dass die Begeisterung für dieses Thema mich völlig unabhängig vom Alter oder Genre der Geschichte packt und nicht mehr loslässt.

      Egal, ob John Wayne als Sheriff in “Rio Bravo” sein eigenes Gefängnis verteidigen muss, oder John Carpenter das Setting Jahre später in „Assault – Anschlag bei Nacht“ variiert. Hier ist sogar das Remake „Assault on Precinct 13“ extrem sehenswert! John Carpenter hat das Thema in „The Thing“ nochmals grandios neu verpackt und auch hier ist das noch in Schwarz/Weiß gedrehte Original ebenfalls sehr empfehlenswert. Das Verbarrikadieren im Supermarkt bei „Der Nebel“, der Kampf gegen das „Alien“ auf einem Raumschiff in den weiten des Alls, oder Ähnliches, statt im All in den Tiefen des Ozeans bei „Deep Star Six“, „Leviathan“ oder „The Abyss“ um nur einige meiner Lieblinge zu diesem Thema zu nennen.

      Mit der Zeit übten dann allerdings „realistischere“ Geschichten, die vielleicht sogar (zumindest teilweise) auf Tatsachen beruhen eine beinahe noch größere Anziehungskraft auf mich aus. Ich beschäftigte mich mit Erst- oder Wieder Besteigungen von Bergen und Expeditionen in unbekannte Winkel der Erde. Das auch Schiffsbesatzungen eine abgeschottete Gruppe, oft in schwierigen Situationen mit ungewöhnlichen Erfordernissen an alle beteiligten darstellen, erklärt vielleicht meine extreme Vorliebe für Star Trek und mit „Moby Dick“ die Wahl meines Lieblingsromans. So kam ich schließlich auch irgendwann zu den Antarktis-Expeditionen von Ernest Shackleton. Wirklich faszinierender Stoff! Und spätestens an diesem Punkt rückten neben Filmen auch immer mehr Bücher in meinen Fokus. Zur Shackleton Expedition sind die Bücher „635 Tage im Eis“ von Alfred Lansing und „Wild“ von Reinhold Messner extrem empfehlenswert!

      Eine weitere, aufgrund ihres Ausgangs extrem geheimnisvolle Unternehmung stellt schließlich die Franklin-Expedition dar um die es jetzt gehen soll. Die war ehrlich gesagt ziemlich an mir vorbeigegangen, bis ich auf Amazon Prime die Serie „Terror“ entdeckte. Die von Ridley Scott sehr hochwertig produzierte Reihe basiert auf dem gleichnamigen Buch von Dan Simmons, der die Franklin-Expedition hier als Grundlage nimmt und eine teilweise mit fantastischen Elementen versetzte Story drum herum strickte. Sehr spannend und extrem empfehlenswert!
      Einen viel realistischeren, aber nicht minder spannenden Ansatz wählte allerdings die junge Deutsche Kristina Gehrmann für Ihr Erstlingswerk. Eine Graphic Novel in drei Teilen, die sie als Autorin und Zeichnerin in Personalunion auf die Beine gestellt hat und dafür auf der Frankfurter Buchmesse 2016 sogar den Jugendliteraturpreis einheimsen konnte. Ja, Comics gelten halt noch immer als „Jugendkram“, was diese Reihe für Erwachsene nicht weniger empfehlenswert macht. Aber worum geht es bei der ganzen Sache eigentlich?

      - - - Wer hätte es gedacht, hab gerade festgestellt, dass meine "Kurzreview" zu viele Zeichen für einen Post hat, also splitte ich das Ding mal in zwei. - - -
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    • - - - Fortsetzung der Review zu "Im Eisland - Band 1: Die Franklin-Expedition" - - -

      Wir schreiben den 19. Mai 1885 als die beiden Schiffe HMS Terror und HMS Erebus von England aus unter dem Kommando von Sir John Franklin in See stechen um die legendäre Nordwestpassage zu finden. Einen kürzeren, polarnahen Seeweg von Europa über Kanada in den Pazifik bis nach Asien, ohne Amerika und die gefährlichen Gewässer um Kap Horn umschiffen zu müssen. Diese Route soll den Handel zu dieser Zeit revolutionieren. Alle vorangegangenen Versuche sind am arktischen Packeis gescheitert, doch keine Expedition war je so gut ausgerüstet und vorbereitet wie diese.

      Voller Hoffnungen, Tatendrang, Heldenmut und mit dem festen Ziel vor Augen unter frenetischem Jubel als ruhmreiche Helden wieder heim zu kehren stürzen sich 133, zumeist sehr junge Männer ins Abenteuer.
      Diese jungen Männer, aber auch die Offiziere und Kapitäne lernen wir nach und nach kennen während uns der oft harte und entbehrungsreiche Alltag auf so einem Schiff nähergebracht wird. Große Annehmlichkeiten sucht man, zumindest außerhalb der Offizierskabinen, vergeblich und die Regeln sind hart und strikt. So lassen bei Missachtung auch Strafen nicht lange auf sich warten. Eine Nachlässigkeit durchgehen zu lassen kann man sich auf See nicht erlauben. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen beleuchtet Frau Gehrmann in all ihren Facetten und es dauert nicht lange, bis wir uns mit dem ein oder anderen Charakter identifizieren.

      Aber es ist bei Weitem nicht alles schlecht und düster! Im Gegenteil, zu Anfang ist die Stimmung an Bord in der Regel sehr gut und dazu trägt auch die zuvor bereits erwähnte, gute Vorbereitung und Ausrüstung bei. Es gibt Fassweise Zitronensaft um Skorbut vorzubeugen, Konserven nach neusten Verfahren hergestellt um die Nahrungsversorgung gegenüber früheren Expeditionen zu verbessern, viele Bücher und einige Musikinstrumente sorgen für Abwechslung. Gut beschäftigte und halbwegs zufriedene Matrosen kommen nun mal nicht so schnell auf dumme Gedanken und deshalb wurde wirklich versucht, die Mannschaft bei der Stange zu halten, wozu sicher auch die tägliche Ration Grog beitrug. Noch dazu ist Sir Franklin ein sehr erfahrener Seemann, die Reise auf mehrere Jahre ausgelegt und so macht sich auch niemand große Sorgen, als die Schiffe an der Beechey-Insel vom Eis eingeschlossen werden und sich für die Überwinterung im Packeis vorbereiten. Wenn im Frühjahr die Eisdecke wieder aufbricht soll es weiter gehen.

      Natürlich ist während der Überwinterung nicht mehr ganz so viel auf so einem Segler zu tun, als auf hoher See und so werden regelmäßige Messen abgehalten, Drehorgelkonzerte gegeben und sogar Theaterstücke vorgespielt. Dennoch scheint einigen die Ablenkung nicht auszureichen und es rücken auch körperliche Verlangen in den Vordergrund. Homosexuelle Handlungen standen damals noch unter Strafe und so kommt schon bald zu den ersten Problemen an Bord. Auch solche unangenehmen Aspekte dieser Zeit werden von der Autorin beleuchtet, was dem Ganzen noch einen zusätzlichen Grad an Realismus einbringt. So nach und nach schlägt dem ein oder anderen auch die abgeschottete Einsamkeit etwas aufs Gemüt und gerade bei einem Offizier kann eine Depression ungeahnte Folgen für die ganze Mannschaft haben. Die Stimmung wird nach und nach fast unmerklich, ganz unterschwellig etwas bedrohlicher und dann stirbt plötzlich der zuvor schon stark hustende Chef-Heizer und so mancher fragt sich, ist das ein böses Omen für die ganze Expedition?...

      Es ist schier unglaublich welche grandiose Atmosphäre Kristina Gehrmann in diesem ersten Band aufbaut. Der hohe Grad an Realismus trägt hierzu sicher einiges bei, den Kern macht aber die Erzählerische Kraft aus, die sie in ihrer Geschichte vermittelt. Man spürt förmlich, dass sie für diese Story brennt und jeden Aspekt des Rätsels so genau wie möglich recherchiert hat und das auch auf die Seiten bringen will. Dazu legt sie große Qualitäten in Sachen Charakterzeichnung an den Tag, die Dialoge sind stimmig und vermitteln die passende, nautische Atmosphäre. Last but not least ist das wundervolle Artwork zu erwähnen. Die stimmungsvollen Zeichnungen ziehen einen sofort in die nautische Welt und auch die etwas am Manga-Style angelehnten Personenzeichnungen vermitteln jederzeit die passenden Emotionen. Manch ein Kritiker bemängelte, dass die Matrosen teilweise wie kleine Jungen dargestellt wurden, dazu kann ich nur sagen, wer sich etwas mit den Gepflogenheiten dieser Zeit beschäftigt weiß, dass oftmals sehr Junge Männer im Alter von 17-21 Jahren angeheuert wurden und manche Männer diesen Alters sind halt noch milchgesichtige Jungs.

      Ihr merkt schon, obwohl in diesem ersten Band weitgehend die Expedition erläutert, die Charaktere vorgestellt und das Leben an Bord greifbar dargestellt wird – Also eigentlich noch nicht wirklich viel passiert - wurde ich sofort vom Zauber dieser Geschichte gepackt. Wer mit Themen die allgemein in diese Richtung gehen oder auch nur historischer Seefahrt im Entferntesten etwas anfangen kann wird sofort gefesselt und nicht mehr losgelassen. Da ich über die Expedition an sich schon einiges gelesen, und auch die Serie „Terror“ vorab gesehen habe weiß ich ja bereits, wie die Geschichte enden wird, dennoch tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch und die Spannung steigt trotzdem (oder gerade deshalb?) immer weiter an. Ich konnte das, vom Hinstorff Verlag mit Klappenbroschur wirklich schick gestaltete Taschenbuch nicht aus der Hand legen und habe die 224 Seiten am Stück verschlungen. Mit Teil zwei geht es dann direkt weiter.

      Meine Wertung: 9/10

      Habt Ihr schon Vorkenntnisse zur Franklin-Expedition? Kennt Ihr das Buch von Dan Simmons oder die zugehörige Serie? Und habt Ihr „Im Eisland“ schon gelesen?

      PS: Ich musste mich extrem zurücknehmen um nicht schon dem ersten Band eine 10/10 zu geben, allerdings muss ich zugeben, dass ich durch meine enorme Affinität für das Setting, das mir einfach wie auf den Leib geschneidert ist schon ein bissl „Fanboy“-mäßig vorbelastet bin.

      VG, God_W.
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    • Die Geschichte um die Franklin-Expedition kenne ich aus der GEO Epoche Nr. 24 (11/2006): "Das Zeitalter der Entdecker". Das war ein super-spannender Artikel. Dan Simmons' "Terror" steht bei mir schon ewig ungelesen im Regal (ich brauch einfach mehr Zeit... :sanduhr: ). Der Roman hat halt meines Wissens noch eine zusätzliche Mystery-/Horror-Komponente, die man glaube ich auch in der gleichnamigen TV-Serie übernommen hat, obwohl die realen Ereignisse schon mysteriös genug waren, wenn auch wissenschaftlich durchaus plausibel erklärbar:
      Spoiler anzeigen
      Was hatte z. B. den letzten Rest der Mannschaft der Schiffe Erebus und Terror, die ohnehin schon durch den monatelangen strapaziösen Aufenthalt im Eis extrem geschwächt gewesen sein mussten, dazu gebracht, ein Beiboot, größtenteils beladen mit unnützen Dingen, durch die Eiswüste zu ziehen? Wahrscheinlich waren sie durch den Verzehr der Konserven, damals eine neue Erfindung und noch aus Unwissenheit mit Blei verlötet, wegen einer Schwermetallvergiftung wahnsinnig geworden.
    • Stimmt alles was Du schreibst, allerdings ist die Variante, die Du in Deinem Spoiler beschreibst nur eine der Möglichkeiten. Im Comic wird eine weitere, nach neueren Erkenntnissen ebenfalls sehr wahrscheinliche Variante mit dazu genommen. Kann im Endeffekt aber natürlich auch ein Zusammenkommen verschiedener Faktoren gewesen sein.
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    • Marvel Boy schrieb:

      Diesesmal kenne ich nichts davon, agesehen von den meist grandiosen Filmen die du vorweg erwähnst.
      Manga Style ist auch nicht meins, aber deine Rezi hat die neugier in mir geweckt. Insgesamt dürfte das was sein was mir gefällt.
      Nach der TV Serie oder nach dem Buch, oder beidem :D , sollte ich auch mal ausschau halten.
      Ob das wirklich Manga-Style ist kann ich ja eigentlich gar nicht soo gut beurteilen, da ich noch nicht so viele Mangas gelesen habe, kam mir halt ein bissl so vor. Kannst Dir die Bilder in der Rezi mal in groß anschauen, ob das vom Stil her für Dich geht oder gar nicht.
      Die Story und Umsetzung von Frau Gehrmann hat es auf jeden Fall verdient gelesen zu werden!!!
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    • God_W. schrieb:

      Stimmt alles was Du schreibst, allerdings ist die Variante, die Du in Deinem Spoiler beschreibst nur eine der Möglichkeiten. Im Comic wird eine weitere, nach neueren Erkenntnissen ebenfalls sehr wahrscheinliche Variante mit dazu genommen. Kann im Endeffekt aber natürlich auch ein Zusammenkommen verschiedener Faktoren gewesen sein.
      War nur ein Beispiel. In diesem von mir erwähnten Artikel in der GEO Epoche wurden auch andere Möglichkeiten beschrieben. Diese eine ist mir aber besonders in Erinnerung geblieben (irgendwie hab ich seitdem auch keine Lust mehr gehabt auf Dosenwurst, Büchsenravioli, Feuerzauber Texas und ähnliches... :P ) und wahrscheinlich (oder eigentlich: ziemlich sicher - wie fast immer im realen Leben) kamen mehrere Faktoren zusammen.
    • God_W. schrieb:

      Marvel Boy schrieb:

      Diesesmal kenne ich nichts davon, agesehen von den meist grandiosen Filmen die du vorweg erwähnst.
      Manga Style ist auch nicht meins, aber deine Rezi hat die neugier in mir geweckt. Insgesamt dürfte das was sein was mir gefällt.
      Nach der TV Serie oder nach dem Buch, oder beidem :D , sollte ich auch mal ausschau halten.
      Ob das wirklich Manga-Style ist kann ich ja eigentlich gar nicht soo gut beurteilen, da ich noch nicht so viele Mangas gelesen habe, kam mir halt ein bissl so vor. Kannst Dir die Bilder in der Rezi mal in groß anschauen, ob das vom Stil her für Dich geht oder gar nicht.Die Story und Umsetzung von Frau Gehrmann hat es auf jeden Fall verdient gelesen zu werden!!!
      Die Bilder hatte ich mir genauestens angeschaut, daer meine Einstufung. Das würde mich jetzt aber nicht von einer guten Geschichte abhalten. war auch nicht negativ gemeint, obwohl ich kaum was im Bereich Manga gelesen habe was mir gefallen hätte, da konnten aber die Zeichner meist wenig zu.
    • Es war einfach unvermeidlich...



      Titel: Im Eisland – Band 2: Gefangen

      Verlag: Hinstorff

      Format: 224 Seiten im Taschenbuch mit Klappenbroschur (S/W)

      Inhalt: Im Eisland – Band 2 von 3

      Autoren: Kristina Gehrmann

      Zeichner: Kristina Gehrmann

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Januar 1846: Die Besatzungen der HMS Erebus und HMS Terror überwintern in der Arktis. Sie waren im Frühjahr 1845 unter dem Kommando von Sir John Franklin aufgebrochen, um als Erste die Nordwestpassage vom Atlantik in den Pazifik zu durchsegeln.

      Ein zweiter Todesfall, Erfrierungen und Depressionen in Dunkelheit und Kälte zermürben die Crew. Endlich kommt der Frühling, das Eis bricht auf und gibt Fahrrinnen frei. Doch das weitgehend unkartierte Seegebiet birgt Gefahren.

      Schließlich trifft Franklin eine folgenschwere Entscheidung und steuert die Schiffe mitten ins Packeis. Eine große Tragödie zerstört jede Hoffnung.



      Just my 2 cents:
      Nach dem schon fesselnden Einstieg musste ich natürlich direkt zum zweiten Band greifen. Das Buch ist ebenso schick gestaltet wie der erste Band, anstatt dem dunklen Blau des ersten Teils ist das Cover diesmal allerdings in gedecktem Grün gehalten. Die Klappenbroschur zeigt innen wieder die Karte der Route und auf der folgenden Seite findet man eine praktische Zusammenfassung der Geschehnisse aus Teil 1. Sehr schön ist auch, dass auf einer Seite nochmal näher auf die Mannschaften der beiden Schiffe und die zehn wichtigsten Protagonisten jedes Schiffes im Einzelnen, sogar mit kleinem „Passbild“, nochmal genauer eingegangen wird. So fällt es einem leicht bei der Vielzahl der Personen den Überblick zu behalten wer sich auf welchem Schiff befindet und wo die Story gerade spielt.

      Was ich ganz vergessen hatte bei meiner Rezi zum ersten Band zu erwähnen, ganz am Ende des Buches findet sich auf einer Doppelseite eine Schöne Schnittzeichnung der „HMS Terror“. Das hilft ungemein sich vor Augen zu führen, wie die Lebensumstände auf so einem Schiff wohl waren und gibt mir ein kleines Stück weit ein „mittendrin statt nur dabei“-Gefühl. Neben der bereits erwähnten Arktis-Karte auf der Rückseite des vorderen Covers findet sich bei beiden Büchern auf der Innenseite der hinteren Klappenbroschur der detaillierte Weg, den Franklin bis zum Ende des jeweiligen Buches zurückgelegt hat. Einige wichtige Stationen der Reise sind ebenfalls eingezeichnet. Aber wie ging die Reise denn nun weiter…



      Spoiler anzeigen
      Am 03. Januar 1846 liegen die Schiffe HMS Erebus und HMS Terror zum Überwintern im Eis vor der Beechey-Insel. Beide Schiffe sind gut auf den Winter vorbereitet und es wurden Pflöcke mit Seilen zur Verbindung der beiden Schiffe angelegt, so können die Crews sich gegenseitig besuchen, auch bei arktischer Nacht und Schneetreiben, ohne das jemand verloren geht. Doch die trügerische Stille ist nur von kurzer Dauer. Ein Matrose stürzt von Krämpfen geschüttelt aus seiner Hängematte und stirbt qualvoll. Woran ist dem Schiffsarzt ein Rätsel. Die Obduktion ergibt Schwindsucht, ob die Nahrung dafür verantwortlich ist oder etwas Anderes bleibt unklar.

      Im Februar kommt endlich die Sonne wieder zum Vorschein und die ersten Jagdtrupps werden ausgesandt um frisches Fleisch auf den Speiseplan zu bringen und so weiteren Krankheitsfällen vorzubeugen. Im März gibt es bereits den nächsten Verlust zu beklagen, da einer der Jagdtrupps mit einem weiteren Toten heimkehrt. Auch der Rest der Truppe kommt nicht ungeschoren davon, so ist auch noch die Amputation einiger erfrorener Zehen von Nöten. Der harte Alltag wird nur durch die Feierlichkeiten zu Sir Franklins Geburtstag etwas aufgehellt.

      Als im Sommer das Eis dann endlich dünner wird und teilweise aufbricht gehen alle wieder voller Tatendrang ans Werk und nachdem die restlichen Eismassen aus dem Weg geräumt und die Schiffe wieder in offenes Wasser geschleppt wurden glauben alle wieder an den Sinn und den Erfolg der Unternehmung. Doch sehr lange hält dieses Hochgefühl leider nicht an. Es passiert ein tödlicher Unfall, Ein Schiff läuft auf Grund und das Ruder wird so stark beschädigt, dass fortan nur mit geringerer Geschwindigkeit vorangekommen werden kann. Insubordination und homosexuelles Verhalten erfordern Auspeitschungen und als es wieder Zeit zum Überwintern wird ist die Expedition lange nicht so weit gekommen wie erhofft. Die Stimmung wird immer bedrohlicher, viele der Mannschaftsmitglieder sind unzufrieden, der Kapitän der Terror leidet unter starken Depressionen, Alpträumen und Angstzuständen und ein Teil der Mannschaft hat bereits begonnen sich von den Ratten zu ernähren, deren Population ständig zu steigen scheint.

      Als zu allem Übel dann noch der Expeditionsleiter und Kapitän der HMS Erebus, Sir John Franklin stirbt und der von Alpträumen beherrschte, depressive Kapitän Crozier die Leitung der ganzen Expedition übernehmen soll, scheint alle Hoffnung auf einen guten Ausgang dahin...


      Die Lage spitzt sich zu und es wird immer dramatischer, spannender und dramatischer und nervenzerrender und dramatischer! Eine zum Schneiden dichte Atmosphäre und ein Plot Aufbau der mich immer, wenn ich gerade denke, dass es endlich besser wird, wieder ganz tief hineinreißt und mitzittern und mitfühlen lässt. Ich bin weiterhin extrem begeistert von allem, was Kristine Gehrmann hier auf die Seiten bringt und muss mich unbedingt sofort auf das Finale stürzen. Ein wahrer Pageturner und nicht nur „für einen deutschen Comic“ richtig gut. Das Teil braucht keinen internationalen Vergleich zu scheuen!

      Als einzigen, winzigen Kritikpunkt kann man vielleicht bemängeln, dass es keine einzelne Bezugsperson gibt, mit der man sich gut identifizieren kann, da es halt um das Schicksal der Gemeinschaft geht und somit auch viele Charaktere eine ähnliche Aufmerksamkeit bekommen. Für mich macht es das nicht weniger fesselnd, denn ich fiebere hier mit dem Schicksal aller beteiligten mit und mache mir jetzt erstmal einen Earl Grey, denn mir wird in meiner Leseecke schon ganz schön kalt. Hatte ich die Heizung nicht vorhin hochgedreht?...

      Meine Wertung: 10/10

      Würde mich mal interessieren wer, außer denen, die das ja schon geschrieben haben, das Teil schon länger auf dem Schirm hat? Oder ist jetzt erst jemand draufgekommen und hat ggf. Interesse entwickelt sich die Reihe zu besorgen? Irgendjemand angefixt?

      VG, God_W.
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    • dhe schrieb:

      Bin weder in diesem noch im anderen Thread angefixt worden. Allerdings ist es dir mit Spawn gelungen, da les ich nun weiter.
      Hehe, auch sehr geil :thumbup: ! Bei mir kamen ja die Tage Band 4 und 5 der Origins Collection an, da bin ich auch schon ganz heiß drauf!

      Wo warst Du denn ausgestiegen? Liest Du jetzt Origins oder die aktuellen Paperbacks?
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    • Titel: Im Eisland – Band 3: Verschollen

      Verlag: Hinstorff

      Format: 272 Seiten im Taschenbuch mit Klappenbroschur (S/W)

      Inhalt: Im Eisland – Band 3 von 3

      Autoren: Kristina Gehrmann

      Zeichner: Kristina Gehrmann

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Finaler Band der erfolgreichen Trilogie Für die beiden Schiffe der Franklin-Expedition gibt es keinen Ausweg aus dem Packeis. Skorbut und Bleivergiftung bedrohen die Gesundheit der Mannschaften, und die Ressourcen gehen zur Neige.

      Kapitän Crozier und Kapitän Fitzjames sehen keine andere Wahl mehr, als die EREBUS und TERROR im Frühjahr 1848 aufzugeben. Über hundert geschwächte und demoralisierte Seeleute sollen Tonnen von Vorräten zu Fuß durch die Eiswüste der King-William-Insel schleppen, um Monate später eine Flussmündung zum kanadischen Festland zu erreichen.

      Schon bald wird klar, dass diese letzte Möglichkeit reiner Wahnsinn ist. Nur ein Wunder kann die Überlebenden der Franklin-Expedition jetzt noch retten.



      Just my 2 cents:
      Es geht aufs Finale zu. Der dritte und letzte Band der herausragenden Reihe „Im Eisland“ ist etwas dicker als die Vorangegangenen. Auf 272 Seiten lässt sich Kristine Gehrmann die Zeit, die einfach nötig ist um die Geschichte zu Ende zu erzählen, gut so! Das letzte Buch der Reihe ist in dunklem Rot gehalten und auf der Innenseite der Klappenbroschur findet man vorne jetzt die Karte der kompletten Route, wie sie von der Expedition bereist wurde, ganz hinten im Buch findet man die Karte der Arktis wie sie heute bekannt ist. Ein spannender Vergleich. Auf den ersten Seiten des Buches finden wieder eine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse, sowie eine Übersicht der (noch verbleibenden) Besatzungsmitglieder. Wie wird die Reise für die noch ausdauernden Enden? Wir werden sehen…

      Spoiler anzeigen
      Der Skorbut greift um sich und zwar härter als je zuvor. Der Zitronensaft verliert nach einer gewissen Lagerungszeit wohl seine Wirkung, auch der Herd und die schlecht produzierten Konserven tragen in Form von schleichender Bleivergiftung immer mehr zum Verfall des Körpers und auch des Geistes bei. Noch immer stecken die Schiffe im undurchdringlichen Eis fest und während die Offiziere eine letzte, verzweifelte Maßnahme beschließen versucht die Frau von Sir Franklin, sie weiß nicht, dass sie bereits eine Witwe ist, in der Heimat verzweifelt Gelder zusammenzubekommen und die Admiralität zum Start einer Rettungsmission zu bewegen, da es schon seit so vielen Jahren keine Nachricht von der Expedition nach Hause geschafft hat.

      Derweil Gibt die Mannschaft die Schiffe auf und macht sich zu Fuß auf den Weg die Eiswüste zu durchqueren. Die noch brauchbaren Vorräte in zu Schlitten umgebauten Rettungsbooten verstaut ziehen sie die viele hundert Kilo schweren Gefährte über das Eis. Von Kälte und Krankheit gezeichnet kämpfen sie sich weiter voran und als die Temperaturen dann doch wieder wärmer werden und das Eis zu schmelzen beginnt stehen sie vor der Frage: Weiter über das Eis voran und auf Rettung und vielleicht auch Hilfe von den Eskimos hoffen, oder doch wieder zurück zu den Schiffen? Wenn diese wieder frei kommen bedeuten sie vielleicht doch die größte Chance auf Rettung und Heimkehr! Auf eine Erfüllung ihres Auftrages glaubt schon lange niemand mehr. Mittlerweile haben alle den Ernst der Lage erkannt und nicht jeder will sich an gegebene Befehle halten. Die Meinungen was zu tun ist gehen auseinander und die Spannungen zwischen den Männern steigen an.


      Es gibt noch einige Wendungen, neue Chancen öffnen sich, andere Möglichkeiten werden vom eisigen Wind der Arktis hinfort geweht. Stets bewegt man sich auf dem schmalen Grat zwischen Hoffnung und Verzweiflung, fiebert mit und fühlt sich mehr als einmal wie ein Teil der Mannschaft. Viel mehr will ich dazu an dieser Stelle aber gar nicht mehr schreiben, am besten macht sich jeder selbst ein Bild, ich kann es Euch nur wärmstens ans Herz legen.

      Wie würde ich selbst in solchen Situationen reagieren und agieren, wo jede falsche Entscheidung den sicheren Tod bedeuten kann? Nicht nur das, auch das Leben der Kameraden oder der Männer, für die man verantwortlich ist steht auf dem Spiel! Das Schicksal ganzer Familien, die ohne einen Mann in Lohn und Brot zu dieser Zeit oft gar kein Auskommen mehr hatten, hängt von solchen Entscheidungen ab.

      Was bleibt nun nach diesen insgesamt 720 Seiten deutscher Comic-Kultur? Eine abenteuerliche, spannende, rätselhafte und zutiefst menschliche Geschichte, die viele Fragen aufwirft und mich grübelnd und voller Emotionen zurücklässt. Was kann eine Erzählung schon größeres leisten?

      Meine Wertung: 10/10

      Hier noch der Link zu einem kleinen, knapp vierminütigen TV-Beitrag zu der Reihe. Aber VORSICHT! Wer noch gar nichts über die Expedition weiß, den Comic aber lesen möchte sollte sich den vielleicht noch nicht anschauen. Spoilert quasi ein wenig.
      "Im Eisland" - Zeichnerin Kristina Gehrmann zeigt das Ungewisse

      Ich würde mich wirklich riesig freuen, wenn der Ein oder Andere von Euch sich dazu hinreißen ließe die Bände zu lesen und, auch wenn es eine Weile dauert, dann hier seine eigene Meinung dazu kundtut!

      VG, God W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • In letzter Zeit festgestellt, dass ich die Franko-Belgier ganz gerne mag...



      Titel: Odyxes I – Schiffbrüchiger der Zeit

      Verlag: Splitter (Fr: Éditions Soleil)

      Format: 48 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: Odyxes: Naufragé du Temps

      Autoren: Christophe Arleston

      Zeichner: Steven Lejeune

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Ein moderner Städter im Zeitalter der griechischen Mythologie

      Oscar Rimbaud ist Medizinstudent in Paris. Doch erwacht er eines schönen Morgens in der Haut eines Flottenkapitäns im antiken Griechenland! Alles um ihn herum erscheint so real, dass es sich kaum um einen Traum handeln kann. Und dann war da dieses seltsame Mädchen, das er im Krankenhaus getroffen hat und das ihn mit zu sich nach Hause genommen hat... In der Zwischenzeit aber sitzt er in einem ägyptischen Hafen fest und muss einen Weg finden, seine Männer wieder nach Griechenland zurückzubringen. Dazu bedient er sich seines modernen Wissens. Oscar, nun zu Odyxes geworden, wird mit allen Mitteln versuchen, in einer rauen Welt zu überleben, die weit komplexer ist, als er es sich vorgestellt hatte.

      Mit seiner neuen Mini-Serie erweist sich der Erfinder des Troy-Universums Arleston abermals als der größte Geschichtenerzähler seiner Generation!



      Just my 2 cents:
      In der Regel fahren wir einmal pro Jahr in einen größeren Urlaub und da ich in allem was ich mache ein bissl freaky bin, beschäftige ich mich dann auch in größerem Maße mit dem ausgewählten Urlaubsland. Da werden Reportagen oder Filme geschaut, Bücher gelesen, im Internet recherchiert oder – seit neuestem – eben auch Comics gelesen. Das alles steigert bei mir dann die Vorfreude und bringt manchmal auch schöne Ideen, was man während der Reise alles unternehmen könnte. Rein lesetechnisch waren das vor Ägypten beispielsweise einige Amelia Peabody-Romane von Elizabeth Peters, die Biographie „Mein Schottland – Mein Leben“ von Sean Connery vor unserer Schottlandrundreise oder „Die drei Musketiere“, „Der Glöckner von Notre Dame“, "Der Graf von Monte-Christo" und „Im Westen nichts Neues“ vor Frankreich.

      Dieses Jahr stand Griechenland auf dem Programm und so habe ich die griechischen Götter- und Heldensagen studiert, mir die „Odyssee“ und die „Ilias“ zur Brust genommen (beide sowohl in einer Prosa- als auch in einer Hexameter-Übersetzung) und dann schließlich nach Comics die Augen offengehalten. Über die sieben Werke, die mir zu dem Thema ins Auge gesprungen sind, will ich Euch die nächsten Tage (abgesehen vom Freitag) jeweils kurz berichten. Los geht’s mit dem ersten Band von Odyxes.

      Ohne Einleitung oder Vorwarnung werden wir zusammen mit unserem Helden sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen. Urplötzlich befinden wir uns nämlich mitten in einer brutalen Seeschlacht zwischen Galeerenähnlichen Schiffen. Es geht drunter und drüber, der Mast unseres Schiffes bricht, alle schreien wild um sich und genau wie unser Held verstehen wir nicht ein Wort! Denn er kann genau so wenig Altgriechisch wie wir, was daran liegt, dass er aus der gleichen Zeit kommt wie wir. Wie wir nach einem Schlag auf den Kopf bald erfahren heißt unser Held Oscar Rimbaud und war bis vor einer Sekunde noch der Meinung sich in der Pariser Metro zu befinden.

      Nachdem er sich von seinem Kopfstoß, nebst seltsamer Vision, erholt hat versteht er plötzlich die Sprache seiner Mitstreiter und ist überrascht, dass sein Name Odyxes lautet und er der Kapitän der griechischen Flotte ist. Leider sind ein Großteil seiner Schiffe stark beschädigt und müssen dringend ins Dock, doch zum Glück ist Ägypten nicht fern, also machen Sie sich auf in die Hafenstadt Auaris.
      Auf dem Weg dort hin hat Odyxes immer wieder Visionen davon wie er in unserer Zeit als Medizinstudent arbeitet und dabei behandelt er eine geheimnisvolle, hübsche junge Frau, auch sie soll noch eine Rolle spielen.

      In Ägypten angekommen wird schnell festgestellt, dass auch in der Antike ohne Zahlungsmittel keine große Hilfe zu erwarten ist. Ihm kommt die Idee, sein Wissen aus unserer Zeit anzuwenden und eine Destille zu bauen, um ein bis dato ungekanntes „Getränk für die Götter“ zu erschaffen. Und wem bringt man im alten Ägypten denn am besten ein Getränk für die Götter dar? Richtig… dem Pharao…

      Es ist schon eine wilde Mischung der Kulturen und Zeiten, die uns Christophe Arleston hier präsentiert und so wirkt es manchmal auch ein ganz klein wenig holprig, vermutlich auch, weil die Story ein ungemein flottes Tempo vorlegt. Dennoch macht das Teil einfach riesig Laune, ist schnell, abwechslungsreich, teils lustig und immer so spannend, dass man genau da, wo wieder ein Zeitsprung ist, eigentlich wissen will wie es in der anderen Zeit weitergegangen wäre. Das hält einen ständig am Ball und ließ mich das, Franko-Belgisch typisch, ziemlich dünne Album in einem Rutsch verschlingen.

      Zeichner Lejeune gibt sich ebenfalls keine Blöße. Wirklich ein sehr schickes Artwork, dass sowohl der Antike, als auch dem modernen Paris mehr als gerecht wird. Gerade „Weitwinkelaufnahmen“ von Städten, Tempeln, Häfen etc… wirken wunderbar atmosphärisch und detailliert. Da kann man leicht darüber hinwegsehen, dass die Figuren manchmal etwas detailarm dargestellt werden. Ich habe mich jedenfalls im Anschluss direkt auf Teil zwei gestürzt.

      Meine Wertung: 7/10

      Habt Ihr den Zweiteiler gelesen? Findet Ihr griechische Mythologie allgemein interessant? Und stimmt Ihr Euch auch vorm Urlaub auf spezielle Weise ein bzw. heizt die Vorfreude irgendwie an?

      VG, God_W.
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      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Der Abschluss des Zweiteilers:



      Titel: Odyxes II – Gestrandet im Sandmeer

      Verlag: Splitter (Fr: Éditions Soleil)

      Format: 48 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: Odyxes: L´Écume des Sables

      Autoren: Christophe Arleston

      Zeichner: Steven Lejeune

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Ein moderner Städter im Zeitalter der griechischen Mythologie.

      Oscar Rimbaud ist Medizinstudent in Paris. Doch erwacht er eines schönen Morgens in der Haut eines Flottenkapitäns im antiken Griechenland! Alles um ihn herum erscheint so real, dass es sich kaum um einen Traum handeln kann. Und dann war da dieses seltsame Mädchen, das er im Krankenhaus getroffen hat und das ihn mit zu sich nach Hause genommen hat... In der Zwischenzeit aber sitzt er in einem ägyptischen Hafen fest und muss einen Weg finden, seine Männer wieder nach Griechenland zurückzubringen. Dazu bedient er sich seines modernen Wissens. Oscar, nun zu Odyxes geworden, wird mit allen Mitteln versuchen, in einer rauen Welt zu überleben, die weit komplexer ist, als er es sich vorgestellt hatte.

      Mit seiner neuen Mini-Serie erweist sich der Erfinder des Troy-Universums Arleston abermals als der größte Geschichtenerzähler seiner Generation!



      Just my 2 cents:
      Teil eins endete mit einem extrem überraschenden Cliffhanger also ging es gleich ran an den abschließenden Band 2. Eins sei an dieser Stelle schon verraten: Es wird noch wilder, abgedrehter und actionreicher als zuvor. Wie schon zuvor landen wir wieder ohne Vorbereitung mittendrin… und zwar mitten in Dakota im Jahre 1880 – der Wilde Westen…

      Spoiler anzeigen
      Die amerikanische Kavallerie macht ein Indianerdorf nieder, nicht nur die Krieger, auch Frauen und Kinder fallen dem blutigen Gemetzel zum Opfer. Der Befehlsführende Colonel bleibt lächelnd zurück, dann wandelt sich das Bild und der Colonel wird zum Pharao. Ja richtig gelesen, auch der Pharao stammt aus einer anderen Epoche! Nach seinem Zeitsprung war es für ihn ein leichtes sich zum Pharao aufzuschwingen, mit seinem moderneren Wissen musste er den Ägyptern tatsächlich wie ein Gott vorkommen!

      Der Pharao erkennt gleich, dass Odyxes auch nicht aus dieser Zeit stammt und bietet im an, mit ihm zusammen zu arbeiten. Der Mit der Hilfe von Odyxes wissenschaftlichem Verstand will er das erreichen, was alle wahnsinnigen Geister immer schon wollten: Die Weltherrschaft an sich zu reißen! Der Pinky, der Pinky und der Brain Brain Brain…. Ach nein, das war woanders.

      Unser Held erkennt den Wahnsinn des Pharaos natürlich und gibt nur vor mit ihm gemeinsame Sache zu machen. Heimlich will er seine Pläne durchkreuzen. Das erweist sich jedoch als weit schwieriger als gedacht. Wie wir nämlich, im Gegensatz zu Odyxes, bald erfahren steht weit mehr auch dem Spiel als das Schicksal Ägyptens, oder Griechenlands. Im Hintergrund ziehen ganz Andere Kaliber die Fäden, nämlich die Götter. Es herrscht Krieg zwischen den verfeindeten Gottheiten von Ägypten und Griechenland. Ein Packt besagt, dass jede Partei einen menschlichen Krieger bestimmen muss und dieser dann den Kampf für die Götter austrägt. Die funkeläugige Pallas Athene hat für die Griechische Seite Oscar Rimbaud (Odyxes) erwählt und jetzt ratet mal, wer für die Ägyptischen Götter in die Schlacht geschickt wurde…


      Ja, die ganze Story ist wirklich extrem trashig, aber auf eine wirklich gute Art! Was hier alles wild zusammengewürfelt wurde ist schon ein wenig krude, ungewöhnlich und abgedreht, es macht aber einfach einen Heidenspaß! Das Ergebnis des großen Kampfes ist dann wirklich eine schlüssige und logische Folge dieser Vermengung der Welten, ohne groß vorhersehbar zu sein und ganz am Ende gibt es sogar NOCHMAL einen kleinen Twist der in mir sofort die Idee aufblitzen ließ: WOW, daraus könnte man eine grandiose TV-Serie machen! Gefolgt von dem Gedanken: Aber vermutlich wird die kaum einer gucken, weil die Zeiten von Hercules und Xena vorbei sind, Gods of Egypt übel gefloppt ist und so wild-trashige Zeitreisen-Flics wirklich nicht fürs breite Publikum geeignet sind. Aber egal, ich fands geil!

      Das Artwork ist wieder genauso schick wie im ersten Band und die Story samt Präsentation und vor allem der hohen Erzählgeschwindigkeit, machen das Teil zu einem perfekten Happen für zwischendurch. All die abgedrehten Ideen, wie man so viele Mythologien und Epochen auf so vergleichsweise wenigen Seiten zusammenwebt, fand ich richtig cool und deshalb hab ich mich gleich nach weiterem Stoff von Autor Arleston umgeschaut.

      Meine Wertung: 7/10

      Kennt Ihr Andere Werke von Arleston? Könnt Ihr so trashig zusammengewürfelten Stoffen was abgewinnen? Beispiele?

      VG, God_W.
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      :guitar: Just my 2 Cents :kette:


    • Titel: 300

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 88 Seiten im Hardcover Querformat

      Inhalt: Frank Miller’s 300

      Autoren: Frank Miller

      Zeichner: Frank Miller, Lynn Varley

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Die Heerscharen Persiens - eine Streitmacht, so gewaltig, dass die Erde unter ihren Schritten erzittert - stehen bereit, Griechenland zu vernichten, eine Insel der Vernunft und der Freiheit inmitten eines Ozeans aus alter Mystik und Tyrannei.

      Zwischen Griechenland und dieser Flutwelle der Zerstörung steht nur eine kleine Truppe von gerade einmal 300 Kriegern.

      Doch diese Krieger sind mehr als nur einfache Männer - Es sind SPARTANER!

      Die gefeierte Neuinterpretation der Schlacht bei den Thermopylen gilt als eine der besten Arbeiten der Comiclegende Frank Miller (SIN CITY) und wurde mit drei Eisner-Awards ausgezeichnet. 2007 lieferte Regie-Neuling Zach Snyder die kongeniale visuelle Umsetzung des Comic-Stoffs und katapultierte sich mit dem stilprägenden Fantasy-Schlachtgemälde in die A-Liga Hollywoods. 2009 setzte er nach und adaptierte die als unverfilmbar gehandelte Graphic Novel WATCHMEN von Alan Moore.



      Just my 2 cents:
      Natürlich konnte ich nicht nach Griechenland fahren, ohne Frank Miller’s hochgelobtes Epos „300“ zu lesen! Den Film hatte ich vor vielen Jahren schon gesehen und für grandios befunden, also wurde es sowieso mal Zeit die Vorlage zu sichten. Mal schauen, ob das Hardcover-Büchlein im schicken Querformat seinem Ruf gerecht wird…

      Die Story ist wohl nahezu jedem, der sich mit dem Thema (egal, ob Griechenland, Comics oder Actionfilme) auch nur entfernt beschäftigt, hinreichend bekannt, deshalb nur ganz kurz: Das riesige, übermächtige persische Heer macht sich auf Griechenland – und am liebsten die gesamte damals bekannte Welt- zu erobern. König Leonidas von Sparta denkt nicht daran sein Volk kampflos der Unterdrückung preis zu geben und sucht sich Streit, er tötet den Boten der Perser. Der Senat hört jedoch nur auf die Priester, die die Aussagen des Orakels deuten. Diese Priester wurden allerdings bereits von den Persern bestochen und so stimmt der Senat einem Krieg gegen das persische Heer nicht zu. So macht sich König Leonidas auf, mit nur 300 Spartiaten seiner persönlichen Leibwache will er sich dem übermächtigen Gegner entgegenstellen und so die freie Welt verteidigen.

      Es ist wirklich erstaunlich, wie es Frank Miller gelingt auf lediglich 88 Seiten ein solch epochales Schlachtengemälde hinzuzimmern! Es ist roh, es ist blutig, es hat Ecken und Kanten, ist gleichermaßen fesselnd wie tragisch. Die Story wird nicht unnötig ausgebreitet, verliert sich in keinem Panel in nichtssagendem Geschwafel. Jeder Satz sitzt und bringt das Werk weiter voran. Es kommt mir beinahe wie die Essenz einer Geschichte vor, ein hochprozentiges, intensives Konzentrat, destilliert aus dem Blut ruhmreicher und tapferer Männer. Dieses Blut trieft beinahe schon aus den Seiten hervor. Mann kann den metallischen Geschmack förmlich auf der Zunge spüren!

      Das Artwork hat mich zugegebenermaßen nicht sofort begeistert, ich brauchte einige Seiten bis es mich komplett gepackt hatte, dann jedoch nicht mehr losließ. Teilweise sehr stilisiert und pathetisch, aber immer wild, ungezügelt und extrem dynamisch. Die perfekte Symbiose erschloss sich mir erst mit der Zeit: Die Zeichnungen sind exakt wie die Story! Kein Pinselstrich zu viel, keine überbordenden Details, nein, immer genau auf den Punkt, roh und an manchen Stellen sogar grobschlächtig! Gerade das passt ja wie die Faust aufs Auge, denn auch auf den Seiten geht es oft grob zu und es wird blutig dahingeschlachtet.

      Ich bin begeistert und musste oft an dieses Werk denken, als wir in Griechenland unterwegs waren. Vor allem natürlich, als wir an den Thermopylen das Leonidas-Denkmal und die Gedenktafel am Rande des Schlachtfeldes besuchten, aber auch an der Leonidas-Statue in Sparta selbst und als wir durch die Ruinen der antiken Stadt streiften. Da wurde einem manchmal doch ganz anders und ich habe wirklich intensive Momente erlebt. An der Gedenktafel bei den Thermopylen habe ich schließlich sogar spontan meinen Hut gezogen und bin kurz niedergekniet.

      Wenn man, wie ich hier, persönliche Erlebnisse mit etwas verbinden kann, steigert sich die Begeisterung natürlich automatisch in noch höhere Ebenen als sowieso schon. Andernfalls hätte ich vielleicht einen Punkt weniger gegeben aber hey, ich war da, war ergriffen und es ist ja meine persönliche Wertung, so what?

      Meine Wertung: 10/10

      Habt Ihr 300 ähnlich positiv in Erinnerung wie ich? Was könnt Ihr von Miller noch empfehlen? (RoboCop hab ich schon und Sin City steht schon auf der Liste).

      VG, God_W.
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