Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • black hole schrieb:

      Ich fand schon immer den Mars klasse und vor allem die Idee, dass es dort Leben gibt oder früher gab (alte, längst versunkene Zivilisationen), so gesehen bzw. gelesen in "Krieg der Welten", "Fremder in einer fremden Welt", "Mission to Mars", "Missions", "Der Jahrtausendflug" u.v.m.
      Genauso faszinierend ist für mich auch die Vorstellung einer sogenannten Gegenerde im Lagrange-Punkt L3. Da ein solcher Planet - gäbe es ihn denn - auf der Umlaufbahn der Erde um die Sonne von uns aus gesehen immer hinter der Sonne stünde, wäre er - bis die Raumfahrt möglich wurde - nie für uns Menschen sichtbar gewesen (in etwa wie die Rückseite des Mondes).
      Ja, da waren abgesehen von Klassikern wie "Krieg der Welten" wirklich einige gute bis sehr gute Filme angesiedelt. "Mission to Mars", "Red Planet" oder auch "Der Marsianer"... schön unwirtlicher Planet :D
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • God_W. schrieb:

      black hole schrieb:

      Ich fand schon immer den Mars klasse und vor allem die Idee, dass es dort Leben gibt oder früher gab (alte, längst versunkene Zivilisationen), so gesehen bzw. gelesen in "Krieg der Welten", "Fremder in einer fremden Welt", "Mission to Mars", "Missions", "Der Jahrtausendflug" u.v.m.
      Genauso faszinierend ist für mich auch die Vorstellung einer sogenannten Gegenerde im Lagrange-Punkt L3. Da ein solcher Planet - gäbe es ihn denn - auf der Umlaufbahn der Erde um die Sonne von uns aus gesehen immer hinter der Sonne stünde, wäre er - bis die Raumfahrt möglich wurde - nie für uns Menschen sichtbar gewesen (in etwa wie die Rückseite des Mondes).
      Ja, da waren abgesehen von Klassikern wie "Krieg der Welten" wirklich einige gute bis sehr gute Filme angesiedelt. "Mission to Mars", "Red Planet" oder auch "Der Marsianer"... schön unwirtlicher Planet :D
      "Red Planet" fand ich nicht so toll, aber "Der Marsianer" kann ich als Roman und als Film uneingeschränkt empfehlen. :thumbsup: Ist halt Hard-SF, weswegen ich ihn in meinem Post nicht erwähnt hatte.


      excelsior1166 schrieb:

      Die Bradbury-Chroniken...
      Die hatte ich gar nicht mehr auf'm Schirm... Da werden Kindheitserinnerungen wach: Als TV-Serie in den 80ern geschaut. ^^ Mit Rock Hudson und Maria Schell, gell? Und im deutschen TV, wie so vieles (z. B. auch Captain Future), nur gekürzt (sprich: verhunzt!!!) ausgestrahlt. Als Kind hat man das allerdings nicht bemerkt, nich gewusst, nicht wahrgenommen oder wie auch immer.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von black hole ()

    • Ja, stimmt schon, Red Planet hatte viel verschenktes Potential, da wurden einige Chancen ungenutzt verstreichen lassen und gute Schauspieler ganz schön verheizt. Drehbuch bzw. Regie schwach hätte ich gesagt. Hatte aber trotzdem ein paar coole Momente und Mars-Aufnahmen.

      Bradbury-Chroniken ist wohl komplett an mir vorbei gegangen, sagt mir nix.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • Endlich zum dritten Teil der Garth Ennis Collection gekommen...



      Titel: John Constantine – Hellblazer: Garth Ennis Collection 3 – Angst und Schrecken

      Verlag: Panini (US: Vertigo)

      Format: 252 Seiten im großformatigen Hardcover

      Inhalt: US-Hefte # 62 – 70; Kurzgeschichte aus Vertigo Jam

      Autoren: Garth Ennis

      Zeichner: Steve Dillon

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Alles könnte so schön sein für John Constantine, den kettenrauchenden Magier mit der Seele eines Spielers. Er ist mit Kit zusammen, der großen Liebe seines Lebens, er behält die Oberhand, egal welch übernatürlicher Schnickschnack ihm über den Weg läuft, sei es Dämon oder Engel. Doch sein 40. Geburtstag naht, und nichts könnte schrecklicher sein!

      Die Garth-Ennis-Komplett-Edition!



      Just my 2 cents:
      Immer wenn ich die ersten Seiten in einem Hellblazer-Comic gelesen habe frage ich mich, warum ich eigentlich so lange nichts mit John Constantine aus dem Regal gezogen hab! Das schicke Hardcover von Panini bietet mit satten 252 Seiten noch mehr Material als der Vorgänger und die Einleitenden Worte von Warren Ellis machen richtig Lust auf den Band.

      Was mir als Erstes ins Auge springt ist natürlich der Zeichnerwechsel weg von William Simpson hin zu Steve Dillon. Der hatte zwar in Band zwei schon mal einen kleinen Auftritt, aber diesen Band hat er nun gänzlich gezeichnet und ich muss leider sagen, dass ich seinen Zeichenstil nicht sonderlich toll finde. Ich finde das wirkt teilweise etwas plump und gerade die Gesichter und die Art der Schattierungen fand ich echt gewöhnungsbedürftig. Da der gute Mr. Dillon wohl zu Garth Ennis‘ bevorzugten Zeichnern gehört und die zwei deshalb auch den „Preacher“ zusammen durchgezogen haben war ich mir einige Zeit ziemlich unsicher, ob „Preacher“ auf meinem Wunschzettel jetzt nicht etwas weiter nach hinten rutscht. Allerdings hab ich mich dann doch so ca. nach dem ersten Drittel des Buches an den Zeichenstil gewöhnt. Bekommt von mir zwar noch immer keine Preise oder Lobeshymnen, trägt aber die Story und stört mich nicht mehr wirklich. „Preacher“ kann also doch noch kommen. Jetzt aber zurück zu Constantine und zum Inhalt dieses dritten Bandes der Garth Ennis Collection – Angst und Schrecken.

      Endstation:
      Mit der ersten Story beginnt das Buch verhältnismäßig zahm für eine Hellblazer-Story, allerdings kommt das der Charakterentwicklung zugute und wir erfahren etwas mehr über die familiären Hintergründe von John. Bei einem Besuch bei seiner Schwester muss er feststellen, dass sich seine kleine Nichte auf dunkle Magie eingelassen hat. Versteht sich von selbst, dass er sich den Typen, der sie dazu verleitet hat ordentlich zur Brust nimmt und ganz nebenbei lernen wir auch einen entfernten Vorfahren von Constantine näher kennen. Schöner Einstieg, wenn auch nicht überragend.

      Vierzig:
      Mit der Party zu Johns rundem Geburtstag geht’s etwas seicht weiter. Zwar eine ganz launige Story, die auch ganz spaßig ist, aber fast so etwas wie „Seifenopercharakter“ an den Tag legt. Sehr cool, sind die vielen Gastauftritte, allerdings kenne ich leider nicht alle Gäste. Ob das daran liegt, das nicht alle vorangegangenen Stories auf Deutsch erschienen sind und ich die somit verpasst hab, oder dass einfach Figuren aus erfundener Vergangenheit mit auftauchen kann ich jetzt schlecht beurteilen. Sehr cool ist auf jeden Fall das Beisein des „Lord oft he Dance“ und der Gastauftritt von Swampy.

      Angst und Schrecken #1-3
      Das Herzstück des Bandes bilden ohne Zweifel die drei namensgebenden Stories, die den steilen Fall von John Constantine einläuten. Über die Story will ich hier gar nicht so viel verraten, aber es wird wieder bitterböse, obwohl John diesmal eigentlich gar nichts dafür kann. Er wird beinahe per Zufall in die ganze Geschichte hineingezogen. Im Mittelpunkt der Story steht der Snob, der gefallene Engel und die Entwicklung die in dem vonstattengeht gefällt einigen Leuten überhaupt nicht. Allerdings denken diese Subjekte gleich den schuldigen gefunden zu haben: John Constantine. Wie die Dinge halt immer so laufen ist John jedoch nicht der Einzige, der die ganze Scheiße abkriegt. So dauert es nicht lange, bis sein guter Freund Dez und seine große Liebe Kit ins Kreuzfeuer geraten.
      Garth Ennis zeigt die Welt hier von ihrer hässlichsten Seite. Vorurteile, Skrupellosigkeit, Faschismus und Gewalt beherrschen alles und mehr als einmal ist man schockiert von dem Gezeigten. Wie ein Schlag in die Magengrube, oder ein Messerstich etwas tiefer…

      Lieber John; Fix und fertig; Ganz unten
      Die folgenden Stories zeigen die logische Konsequenz zu „Angst und Schrecken“ auf, den steilen Fall von John bis hinab in die Gosse zu den Strichern. Kit verlässt ihn und alles gerät aus den Fugen, er bricht regelrecht zusammen und gibt sich auf. Das harte Leben, die Kalte Realität in den dunkelsten Straßen und Ecken Londons. Nein, positives kann man dieser Welt nicht mehr abgewinnen und jetzt, da John fix und fertig ganz unten angelangt ist sieht ein alter Widersacher, der Prinz der Nacht, der Fürst der Vampire seine Chance ihn endgültig fertig zu machen. Ist John letztendlich verdammt, oder hat er noch ein As im Ärmel?

      Rache ist Süß
      John ist immer noch am Boden, vielmehr sogar unter dem Bodensatz, hat jedoch einen neuen Freund gefunden, was ihn an einen anderen, alten Freund erinnert, dem es wie so vielen, gar nicht gut bekommen ist mit John Constantine befreundet zu sein. Eine Böse kleine Geschichte mit noch böserem Ende, ein typischer Ennis hätte ich fast gesagt.

      Herzensangelegenheiten
      In der letzten Story wird das weitere Schicksal von Kit, Johns Ex, nochmal näher beleuchtet und sie sie wirft einen wehmütigen Blick auf die Welt und die Liebe. Eine Geschichte von Freundschaften und dem Nachhause Kommen.



      Alles in Allem wieder ein grandioses Stück Comic von Garth Ennis in der Welt des Hellblazers. Im direkten Vergleich hat mir allerdings Band zwei nen Tacken besser gefallen, da diesmal der Einstieg und das Ende doch ein wenig seicht vonstattengehen und ich mich an das Artwork von Steve Dillon echt erst gewöhnen musste, auch wenn ich mich damit jetzt arrangiert habe.

      Meine Wertung: 8/10

      Wie fandet Ihr Band drei der Garth Ennis Collection? Und welche Meinung habt Ihr zu Steve Dillon als Zeichner und warum?

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • God_W. schrieb:

      Ja, stimmt schon, Red Planet hatte viel verschenktes Potential, da wurden einige Chancen ungenutzt verstreichen lassen und gute Schauspieler ganz schön verheizt. Drehbuch bzw. Regie schwach hätte ich gesagt. Hatte aber trotzdem ein paar coole Momente und Mars-Aufnahmen.

      Bradbury-Chroniken ist wohl komplett an mir vorbei gegangen, sagt mir nix.
      Die Ray Bradbury-Chroniken gibt's teilweise auch als Comic. Empfehlenswert!
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • excelsior1166 schrieb:

      Die Ray Bradbury-Chroniken gibt's teilweise auch als Comic. Empfehlenswert!
      Muss ich mal gucken, oder, ob's die alte TV Serie irgendwo gibt.

      black hole schrieb:

      Die Ennis-Collection hab ich zwar nicht, aber dafür die Schreiber & Leser-Bände. Bei S&L war Ennis' Hellblazer meines Wissens auch so gut wie komplett erschienen, bis auf ein paar Hefte. Einfach klasse, der gesamte Ennis-Run rockt. :guitar:
      Richtig, ich glaub bei S&L war fast alles von Ennis dabei. Die schönen HCs von Panini sind halt ein wenig größer und haben doch auch eine bessere Papier- und Bildquali. Aber nach der Garth Ennis Collection geht's bei mir auch wieder mit den Schreiber und Leser Bänden weiter.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Marvel Boy schrieb:

      Von der Scheibenwelt gab es ja auch mal eine Scheibe, pardon, einen Film. Fand ich jetzt auch nicht so schlecht, unter berücksichtigung das es ein billigfilmchen war.
      Nicht nur einen ;) 3 Realverfilmungen: Going Postal, The Color of Magic & Schweinsgalopp und 2 Zeichentrickfilme: Soul Music & MacBest/Wyrd Sisters.
      Fand ich auch alle gut anschaubar, vor allen Dingen unter der Berücksichtigung, dass es sich um TV-Produktionen handelt.
    • Die TV-Serie gibt's hier: Die Mars Chroniken [3 DVDs] bei 4m4z0n

      Ist halt echt ein Kind der damaligen TV-Zeit, was Erzähltechnik und SFX angeht. ;) Ich hab's trotzdem in schöner Erinnerung, das aber mit Sicherheit auch nur wegen des Blicks durch die Nostalgie-Brille mit ihren unglaublich dicken, rosa eingefärbten Gläsern. :D Wie ich jetzt grad mal gegoogelt habe, hatte die TV-Serie nicht viel mit Bradburys Geschichten zu tun. Naja, das war mir damals als kleiner, unwissender Bub eh egal. :P Was die Comics angeht: Das Buch "Die Mars-Chroniken" ist kein Roman, sondern eine Sammlung mehrerer Kurzgeschichten von Ray Bradbury. Die Comics (>>> "Die Bradbury Choniken" im ComicGuide) sind - so wie's ausschaut - an die Kurzgeschichten angelehnt, weswegen dann wohl auch keine größere Handlung "abgeschlossen" sein muss. Ich kenne die Comics nicht, es sind aber einige bekannte Namen dabei wie Dave Gibbons, Steve Leiloha, P. Craig Russel ... Vielleicht doch mal ein Blick wert? :kratz:
    • Ich habe nur den ersten Band aus Herberts Dune-Zyklus gelesen. Trotz meinem Interesse an der fiktionalen Welt und den Details, die sich der Autor hat einfallen lassen, war es erzählerisch doch sehr schwerfällig. Ich kann mich an etliche Längen erinnern, die mir das Lesevergnügen deutlich reduziert haben und rückblickend der Hauptgrund sind, dass ich mich danach anderer Literatur gewidmet habe. Vielleicht versuche ich es irgendwann wieder, aber mit der Lektüre des ersten Bandes ist die "Pflicht" zumindest erfüllt.
      "Es war ein Ort, am dem sich kein vernünftiger Mensch je aufgehalten hätte, doch ich bin kein vernünftiger Mensch, und da war ich nun."
      Jeder zahlt drauf, Charles Bukowski
    • black hole schrieb:

      Die TV-Serie gibt's hier: Die Mars Chroniken [3 DVDs] bei 4m4z0n

      Ist halt echt ein Kind der damaligen TV-Zeit, was Erzähltechnik und SFX angeht. ;) Ich hab's trotzdem in schöner Erinnerung, das aber mit Sicherheit auch nur wegen des Blicks durch die Nostalgie-Brille mit ihren unglaublich dicken, rosa eingefärbten Gläsern. :D Wie ich jetzt grad mal gegoogelt habe, hatte die TV-Serie nicht viel mit Bradburys Geschichten zu tun. Naja, das war mir damals als kleiner, unwissender Bub eh egal. :P Was die Comics angeht: Das Buch "Die Mars-Chroniken" ist kein Roman, sondern eine Sammlung mehrerer Kurzgeschichten von Ray Bradbury. Die Comics (>>> "Die Bradbury Choniken" im ComicGuide) sind - so wie's ausschaut - an die Kurzgeschichten angelehnt, weswegen dann wohl auch keine größere Handlung "abgeschlossen" sein muss. Ich kenne die Comics nicht, es sind aber einige bekannte Namen dabei wie Dave Gibbons, Steve Leiloha, P. Craig Russel ... Vielleicht doch mal ein Blick wert? :kratz:
      Absolut.
      Ich habe die Bände sehr gerne gelesen und m.W. gibt's die auch weitgehend billig.
      excelsior 8)
      ...meine Zeit, mein Raubtier...
    • Auf Ouro läutet die Glocke zur letzten Runde…



      Titel: Drifter 4: Ruinen - Vorzugsausgabe

      Verlag: Cross Cult (US: Image)

      Format: 128 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: US-Hefte #15-19

      Autoren: Ivan Brandon, Nic Klein

      Zeichner: Nic Klein

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Der letzte Band der epischen Sci-Fi Saga um einen Piloten, der auf einem geheimnisvollen, fremden Planeten strandet.

      Ghost Town ist zerstört und der Planet Ouro droht zu zerfallen. Doch selbst in diesen mehr als unruhigen Zeiten kann Abram Pollux nur an eines denken: seine Rache an dem Mann namens Bell Emmerich, dem Verantwortlichen für das ganze Chaos.



      Just my 2 cents:
      Das Cover des finalen Bandes ist in der Vorzugsausgabe (oben links) einfach mal richtig fett. Dazu gab‘s wieder ein Art-Print (oben Mitte) und auch das Cover der Standard-Ausgabe (oben rechts) braucht sich nicht zu verstecken. Bonusmaterial, Bindung etc… alles wieder in Top Quali, jetzt aber nix wie rein ins (hoffentlich) große Finale.

      Ghost Town liegt in Schutt und Asche, den Einwohnern ist gerade noch so die Flucht gelungen und jetzt versuchen sie draußen in der unwirtlichen Weite des Planeten Ouro ihr Glück. Verzweifelt suchen die Überlebenden nach einem sicheren Unterschlupf und die Verwundeten, allen voran Abram Pollux, versuchen schnell wieder auf die Beine zu kommen.

      Doch auch die Kleine Lima ist mit ihrem „Sidekick“ Emmerich da draußen unterwegs und wie wir wissen sind Pollux und Emmerich alles andere als gut aufeinander zu sprechen. Es dauert also nicht lange, bis es kommt, wie es kommen musste. Emmerich und Lima stoßen auf die traurige Gruppe Hilfesuchender und es kommt zum letzten Gefecht zwischen Abram und seinem Widersacher, ein Duell auf Leben und Tod in bester Western-Manier entbrennt. Doch gerade als das Blutige Ende unausweichlich scheint geschieht etwas, dass alles bisher Geschehene verändert…

      Wow, der Story-Twist der mich hier von den Füßen holt erwischt mich total unvorbereitet und war für mich so nicht vorherzusehen. Ich schreibe jetzt auch nichts mehr zum Plot, weil das jedem, der es vielleicht noch lesen will alles versauen könnte. Ivan Brandon und Nic Klein haben es jedenfalls wirklich geschafft alle meine Erwartungen an das Finale komplett auf den Kopf zu stellen, durch die Mangel zu drehen, zusammen zu kneten und etwas völlig anderes daraus zu basteln, was in keinster Weise mit meinen zuvor gefassten Vorstellungen zusammenpasst und doch alle meine Erwartungen um Welten übertrifft.

      Diese actiongeladene Sci-Fi-Western-Horror-Story auf den letzten Metern herumzureißen und etwas komplett Anderes, tiefgreifendes, hochdramatisches und zutiefst trauriges daraus zu machen, dass erfordert schon ordentlich Mut (um nicht zu sagen gewaltige Eier). Der Schluss hebt das gesamte Werk nochmal auf eine ganz neue Ebene und lässt mich mit vielen Gedanken über Courage, Opferbereitschaft und den Sinn des Daseins an sich zurück.



      „Drifter“ ist eine Comic-Reihe, die ich bestimmt noch mehrfach lesen werde, vor allem auch um herauszufinden, ob ich nur zu unaufmerksam war und sich das Finale eigentlich zuvor schon angekündigt hat. Einige Hinweise gab’s bestimmt, die mich beim ersten Lesen aber ggf. nur verwirrt haben oder so. Ich kann das Werk jedem nur wärmstens empfehlen, der mit Science-Fiction was anfangen kann. Ich bin total geflasht und das zuletzt nicht nur wegen des grandiosen Artworks, sondern vor allem auch wegen der, zwar lange Zeit sehr verwirrenden und rätselhaften, schlussendlich aber extrem aufwühlenden Story deren Auflösung ich zu keiner Zeit kommen sah.

      Meine Wertung: 10/10

      Ich hab online auch einige von diesen „Das ist nur wirres, pseudo-philosophisches Zeug“-Rezis gefunden. Das kann ich echt gar net nachvollziehen, zumindest nicht, wenn man das Werk zu Ende gelesen hat! Wer nach Band zwei oder drei abbricht kann den Eindruck von „Wirres Zeug“ natürlich schon haben, weil vieles sehr rätselhaft und unklar ist, hatte ich in meinen Rezis zu den beiden Bänden ja erläutert. Derjenige ist dann aber selber schuld, und hat sich ein absolutes Sahnestück in Sachen Sci-Fi entgehen lassen. Ich mag es sehr, wenn ich nicht nach dem ersten Teil eines Mehrteilers schon alles vorausahnen kann, sondern die Story zum Mitdenken anregt und auch die ein oder andere Überraschung bereithält.

      PS: Das geht vor allem auch an diesen Comic-Talk mit Hella von Sinnen. :baeh:

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette: