Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wild Bill Kelso schrieb:

      fand damals aber Cujo und Carrie auch richtig gut.
      Bei Cujo und Carrie bin ich vom Film her gesehen auch dabei, allerdings muss ich gestehen, dass mich King vom Lesen her eigentlich nie sonderlich begeistert hat. Ich versuchs vielleicht nächstens mal mit DER DUNKLE TURM (Comic), den ich mir, wie EXCELSIOR immer so schön sagt für nen Appel und ein Ei (!?!?) gekauft habe.

      :bampf: :bampf: :bampf:
      Ich suche aus der Serie ASTERIX DIE ULTIMATIVE EDITION (GROSSFORMAT)

      ASTERIX BEI DEN SCHWEIZERN

    • Franko-Belgische Sci-Fi mit Kultstatus…



      Titel: Alexander Nikopol - Trilogie

      Verlag: Carlsen (US: DC Comics)

      Format: 184 Seiten im übergroßen Hardcover (24x32cm)

      Inhalt: Die Geschäfte der Unsterblichen; Die Frau in der Zukunft; Äquatorkälte

      Autoren: Enki Bilal

      Zeichner: Enki Bilal

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Mit dem Album "Die Geschäfte der Unsterblichen" begann Enki Bilal seine berühmte Nikopol-Trilogie, die er mit den Bänden "Die Frau der Zukunft" und "Äquatorkälte" beendete. Alle drei Alben sind nun in dieser überformatigen Ausgabe gesammelt erhältlich. Ein Meilenstein des französischen Autorencomics!

      “Der Arbeit Enki Bilals wohnt etwas von der halluzinogenen Kraft William Borroughs’ inne, ergänzt um das Oximoron des blauen Blutes und das des eisigen Feuers, das die entsprechenden Frauen verströmen… Ein heißblütiges Leben, jenseits der narben von Verletzungen aus den Hotels des Ostens, und jenseits von Amphetaminen. Wenn das Kafka noch erlebt hätte…“ – Yann Moulier Boutang

      DIE NIKOPOL-TRILOGIE,
      Die al sein Schlüsselwerk angesehen wird, vermengt, nicht ohne eine Prise Humor, die Absurdität der Machtfantasien des Menschen und jener der Götter, die er sich erschaffen musste.



      Just my 2 cents:
      Es gab eine Zeit, da habe ich mich im Bereich Film und Fernsehen auf nahezu alles Sci-Fi-Mäßige gestürzt, dass nur in irgendeiner Form halbwegs interessant aussah. Moment, das ist ja immer noch so! Egal. Auf alle Fälle haben Männer wie Cameron und Spielberg Anfang der 90er mit Kultfilmen wie Jurassic Park und Terminator 2 den CGI-Einsatz auf der Kinoleinwand Salonfähig gemacht. Von da an dauerte es trotzdem noch über zehn Jahre bis sich einige visionäre Freigeister daran wagten, reale Schauspieler in einer komplett Computergenerierten Welt auftreten, und mit ihr interagieren zu lassen. Anno 2004 kamen gleich zwei Vertreter dieser neuen Art von Film in die Kinos und als junger Kerl, stets nach Computergenerierten Special Effects gierend, konnte man sich das natürlich nicht entgehen lassen. Leider wiesen beide Werke eklatante Schwächen auf und der große Erfolg an den Kinokassen blieb ihnen verwehrt. Das war zum einen Sky Captain and the World of Tomorrow und zum anderen Immortal – New York 2095: Die Rückkehr der Götter, die Verfilmung des Comics, der hier besprochen wird.

      Sky Captain war ein wilder Abenteuer-Mix zwischen nostalgischer Science Fiction, Fliegeraction und Film Noir mit 30er Jahre Optik und einem Hauch Nazi-Trash. Trotz einiger cooler Ansätze und guter Schauspieler wirkt das ganze Werk recht leblos. Scheinbar kamen die Schauspieler damals noch nicht so gut mit Computergenerierten Welten klar, denn ähnliche Probleme hat auch Immortal. Man merkte auch direkt, dass zu der Zeit noch kein Film-Budget so weit reichte, um über die komplette Laufzeit Top-CGI einsetzen zu können und so wirkten viele Szenen wie besseres Computerspiel-Niveau. Der actionreiche und leichter verdauliche Abenteuer-Flic Sky Captain kam dabei noch etwas besser weg als Immortal.

      Zu sperrig, sprunghaft im Erzählfluss und undurchsichtig kam Enki Bilals Werk daher. Die philosophischen Anklänge und teils psychedelischen Bilder erweckten oftmals das Gefühl einen Kunstfilm zu sehen und für einen jungen Sci-Fi-Fan bot das einfach nicht genug Aufregung. Für die breite Masse war das ganze Thema und die Optik sowieso viel zu schwer zugänglich. Dennoch blieb einiges an Faszination für die Welt, die Bilal hier geschaffen hatte und die Themen, die er anschnitt bei mir haften. In einem Interview mit Hauptdarsteller Thomas Kretschmann auf dem Making-Of Teil der DVD wurde ich damals darauf aufmerksam, dass es sich ja um eine Comicverfilmung handele und dachte mir, da müsstest Du eigentlich mal einen Blick riskieren, um die Welt des Alexander Nikopol in Gänze zu erfassen und vielleicht auch besser zu verstehen.

      So richtig intensiv beschäftige ich mich mit der neunten Kunst ja erst seit ein paar Monaten und so mutet es fast als Schicksal an, dass der Carlsen Verlag nur wenige Wochen nach meinem Einstieg in die Materie diese übergroße Gesamtausgabe im hochwertigen Hardcover nach Deutschland brachte. Der Band enthält alle drei Alben über Nikopol, wovon die ersten beiden teilweise als Vorlage für den Film dienten. Eine ultimative Ausgabe, die mit einem Vorwort Bilals versehen, mit grafischen Elementen aus Bleu Sang ausgeschmückt und mit einem zweiseitigen, futuristischen Zeitungsausschnitt (Bild ganz oben rechts) wundervoll ausgestattet ist. Zu bemängeln ist allerdings, dass das Zeitungsblatt ganz vorne im Album liegt, und ich es deshalb vorweg gelesen habe. Macht bloß nicht den gleichen Fehler! Die Zeitung soll nach Beendigung des zweiten Albums Die Frau in der Zukunft studiert werden. War jetzt nicht wirklich ganz schlimm, aber wenn man sich an die Reihenfolge hält, bleibt der zweite Band während der Lektüre rätselhafter. Apropos Lektüre, legen wir doch mal los.

      Die Geschäfte der Unsterblichen
      Paris Anno 2023,… ja, nicht New York 2095. Das ist nur eine der vielen Abweichungen zwischen Film und Buch, was auf der einen Seite etwas verwundert, da Bilal ja selbst die Regie übernommen hat, andererseits liegt zwischen Comic und Verfilmung auch eine beträchtliche Zeitspanne von 24 Jahren. Die Änderung der Location hatte vermutlich kommerzielle Gründe, der ganze Rest, wer weiß? Wohl nur Enki Bilal selbst. Vielleicht wollte er zum Zeitpunkt des Films andere Aussagen machen wie damals beim Zeichnen des Buches, oder er wollte seine drei Alben als Werk so stehen lassen und den Film als alternative Version anbieten. Egal, ich werde mich ab hier erstmal nur auf den Comic beziehen, denn um den geht es hier und ich kann jetzt schon sagen, er ist das deutlich besser gelungene Gesamt(kunst)werk. Also nochmal…



      Die Geschäfte der Unsterblichen (Erschaffen 1980)
      Paris am Vorabend der Wahlen des Jahres 2023. Allerdings steht das Ergebnis der Wahl im faschistischen Stadt-Staat in der Regel schon vorab fest und so zweifelt niemand daran, dass Präsident Weißkohl erneut an der Macht bleibt. Seltsam ist jedoch die Pyramide, die vor kurzem über der Stadt erschienen ist, und jetzt am Himmel über der in zwei Bezirke gespaltenen Multikulti-Metropole schwebt. Multikulti schließt nicht nur verschiedene Erdenbürger, sondern auch allerhand außerirdisches Leben ein. Von Humanoiden über fliegende Engelchen und grüngestreifte, Psi-begabte Katzen bis zu riesigen Rost-Egeln, die sich am Eiffelturm festgesetzt haben ist alles vertreten.

      An Bord der Pyramide befinden sich tatsächlich die altägyptischen Götter und verlangen nach Treibstoff!?! Als sich der Präsident in einem Flugapparat auf den Weg zu Verhandlungen mit den Pyramidenbewohnern macht, wird von einem Security-Jet ein unbekanntes Flugobjekt abgeschossen. Wie sich herausstellt handelte es sich um eine Cryokapsel, aus der ein Mann herausfällt. Dieser bricht sich bei der Landung im armen und unterdrückten, äußeren Bezirk der Stadt das Bein, also das rechte Bein bricht komplett ab. Plötzlich ist ein gelb flammender Blitz zu sehen und der leblose Körper schwebt davon.

      Wie sich herausstellt war dieser Feuervogel, der den Bruchpiloten beseelt hat kein geringerer als Horus selbst, dem die Flucht gelang, während seine Götterkollegen anderweitig beschäftigt waren. Die wollen ihm nämlich aufgrund einer ganzen Latte von Vergehen den Prozess machen. Jetzt ist Horus eine Verbindung mit Alexander Nikopols geschundenem Körper eingegangen und als der langsam auftaut und zu verbluten beginnt ist er nicht gerade begeistert von seinem neuen Passagier. Doch Horus lässt sich nicht beirren, schnappt sich ein Stück Schiene der Pariser Metro, schmiedet daraus mithilfe seines Laserblickes ein Bein und Voila, schon kann Nikopol wieder laufen, also wenn er es schafft das immense Gewicht seines neuen Beines ohne die Hilfe von Horus in seinem Inneren zu bewegen….

      Weiter geht’s im nächsten Post…
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()



    • Die Frau in der Zukunft (Erschaffen 1986)
      Hauptfigur des zweiten Albums ist die blauhaarige, blasse Schönheit Jill Bioskop, die mit ihrem Scriptwalker, einer Art Zeitmaschinenschreibmaschine, Berichte schreibt, die in einer fernen Vergangenheit ankommen. Sie hat sich vor einiger Zeit unsterblichen in einen Außerirdischen einer extrem lichtempfindlichen Rasse verliebt, der wohl eine absolute Granate im Bett ist. Als der bei einem Terroranschlag ums Leben kommt bricht für Jill eine Welt zusammen, zum Glück hat ihr der Alien einige bunte Pillen hinterlassen, die ihre Erinnerung an ihn, und somit auch die Trauer, auslöschen können. Sowas geht natürlich nicht ohne Nebenwirkungen ab.

      Spoiler anzeigen
      Zur gleichen Zeit beschließt der seit zwei Jahren in der Psychiatrie untergebrachte Alexander Nikopol diese zu verlassen und wieder am Leben teilzunehmen. Auch wenn sein gleichaltriger Sohn, der seinen Platz als Präsident eingenommen hat, nicht sonderlich angetan ist von dessen Vorhaben.

      Parallel dazu fällt den Göttern, die im fernen All unterwegs sind auf, dass ein Stück von der Pyramide abgebrochen ist und fehlt. Genau dieses Stück haben Sicherheitskräfte auf der Erde gefunden und Meißeln gerade den zur Strafe darin eingeschlossenen Horus wieder frei. Prima Idee…


      Welche Odyssee alle drei durchlaufen, bis sie schließlich aufeinandertreffen, und wie es von da an weiter geht, ist ein wahres Sammelsurium an genialen Ideen, überraschenden Wendungen und rätselhaften Ereignissen. Und ja, die Zeitung bringt hinterher noch ein wenig Licht ins Dunkel und weiß ebenso zu unterhalten, wie zu amüsieren.



      Äquatorkälte (Erschaffen 1992)
      Dreharbeiten zur Verfilmung der Abenteuer von Jill und Nikopol. Präsidentenmord. Eine Arche. Die wahnwitzigsten Skalen und Statistiken. Eine eingeschneite Stadt am Äquator in Ostafrika. Ein riesiger, mächtiger Mafiakonzern. Die Geburt eines nie dagewesenen Wesens. Die Meisterschaft im Schachboxen, einer Mischung zwischen Boxen und Schach. Pinguine. Ägyptische Götter. Jede Menge Sex. Eine Giraffenfelljacke. Eine Cryokapsel.

      Klingt erstmal komisch, ist aber so. Zumindest ist das alles und noch viel mehr in das Finale der Trilogie gepackt und ich kann echt nicht mehr darüber schreiben, ohne zu viel über den Ausgang der Vorgänger zu verraten. Also los, kauft’s Euch und lest selber!

      Mir sind ja bislang noch nicht wirklich viele Autorencomics untergekommen, aber entweder hatte ich da bisher extremes Glück, oder es ist die Regel, dass man da immer ganz besondere Werke in Händen hält. Was Enki Bilal hier geschaffen hat ist sowohl inhaltlich als auch zeichnerisch wahrlich bewundernswert. Ich hatte ja vor dem Beginn der Lektüre schon etwas Respekt, beinahe Angst. Ich habe mit einem sperrigen, schwer verständlichen Werk gerechnet, bei dem ich mir hinterher vorkomme, als wäre ich zu doof es zu kapieren. Weit gefehlt! Ich habe es ungeheuer genossen mich durch Nikopols Welt zu bewegen und Teil seiner Zukunft zu sein. Der Zugang zur Trilogie fällt viel VIEL leichter, als ich es mir vorgestellt habe und alle drei Bände sind voll von feinem, intelligentem Humor.

      Ist das Buch sehr Politisch? Ja. Werden große, schwermütige Aufhänger wie Diskriminierung und Rassismus aufgegriffen? Natürlich. Kritische Auseinandersetzung mit Weltreligionen? Selbstredend! Drogenmissbrauch, Vergewaltigungen, alte, neue und falsche Götter, das Artensterben, Spätfolgen von Kampfsport, Lug und Trug im Filmbusiness, das alles und ein unermessliches Füllhorn weiterer, allgegenwärtiger Themen mit denen ich als Leser konfrontiert werde und mit welchen ich mich auseinandersetze. Eingebettet in eine opulente, unsagbar kreative Zukunftsvision mit jeder Menge abgefahrener Ideen, die vielleicht nicht alle neu sind, aber doch viele davon und selbst die, die woanders entliehenen wurden in neuer, frischer Form dargebracht. Überwältigend!

      Trotz diesem Mörderpaket an Inhalten gelingt es Bilal die Geschichte mit einer Leichtigkeit zu erzählen, dass es niemandem schwer fällt Freude daran zu haben und gespannt dran zu bleiben, weil man einfach wissen möchte, wie es weiter geht und wo die Reise hinführt. Das es ausgerechnet die ägyptischen Götter sind, die sich in Nikopols Leben einmischen gibt bei mir, als Pharaonen-Fasziniertem gleich nochmal einen Bonuspunkt, den es an der Stelle gar nicht mehr gebraucht hätte. Nach Ägypten ging damals unsere erste große Reise mit meiner jetzigen Ehefrau und wir sind noch immer von allem drumherum bezaubert. Dazu die Äquatorstadt in Ostafrika, wo wir auf Hochzeitsreise waren (also in Ostafrika, nicht in der Äquatorstadt) und eine Erfindung namens Schachboxen! Ich liebe Schach, auch wenn ich unglaublich schlecht darin bin, und bin großer Fan des Boxsports. Ich weiß nicht, irgendwie ist Alexander Nikopol wie für mich erdacht.

      Dazu das brillante Artwork von Enki Bilal mit seinem markanten Zeichenstil, der ganz eindeutigen Wiedererkennungswert hat und meinen Geschmack exakt trifft, wenn es um die Visualisierung einer dystopischen Zukunft geht. Die großen Seiten bringen Bilals Zeichnungen auf hochwertigem Papier perfekt zur Geltung und machen es zu einem Hochgenuss alle Details der Panels zu erforschen und zu entdecken, auch wenn deren Anordnung keine großen Überraschungen bereithält. Manchmal ist weniger halt mehr und wildes Schrägstellen, Abschneiden oder durcheinanderwürfeln der Panels hätte keinesfalls zum Stil gepasst und mehr zerstört denn geholfen, eines hat Alexander Nikopol nämlich auch so keinesfalls: Mangelnde Innovation.

      Meine Wertung: 10/10

      Eine wahrhaft beeindruckende Trilogie, die ich bestimmt noch oft zur Hand nehmen werde, denn ich habe ganz sicher bei weitem noch nicht einmal annähernd alle Aspekte dieses genialen Werkes erfasst. Nach erster Sichtung bevorzuge ich schob einen geheimen Liebling unter den drei enthaltenen Alben, aber das kann sich bei der Vielschichtigkeit der Stories schon beim nächsten Lesen in eine andere Richtung verschieben.

      Mit der Monster-Tetralogie hat Carlsen schon die nächste Gesamtausgabe von Enki Bilal im gleichen Mammutformat angekündigt und jetzt, wo ich einmal an der Nadel hänge, komme ich natürlich nicht drum herum mir auch diese zu gegebener Zeit einzuverleiben.

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Marvel Boy schrieb:

      Bilal mag ich sehr, aber dank der vermurksten Verfilmung der Nikopol Bände habe ich die noch nicht angefasst.
      Das solltest Du aber unbedingt nachholen! Vergiss den Film, hat fast nix mit den Comics gemein.

      Wenn Du Bilal so gerne magst, kennst Du die Monster-Bände? Sind die empfehlenswert? Hab mir die kommende Ausgabe ja gerade auf den Wunschzettel gepackt.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Prima, endlich mal was, das nicht auf meine Wunschliste muss.

      Mit Bilal konnte ich nie was anfangen. Bis auf gaaaanz wenige Ausnahmen sind die Frankobelgier einfach nichts für mich, obwohl das mit dem Schachboxen sicher interessant ist :)


      Freunde des klassischen Swamp Thing, die sooooooooooo gerne schöne Neuausgaben hätten und von einem deutschen Omnibus träumen :D
    • Tom schrieb:

      Prima, endlich mal was, das nicht auf meine Wunschliste muss.

      Mit Bilal konnte ich nie was anfangen. Bis auf gaaaanz wenige Ausnahmen sind die Frankobelgier einfach nichts für mich, obwohl das mit dem Schachboxen sicher interessant ist :)
      Na siehst Du, hast Du doch auch mal Glück gehabt. Wobei, ich hätte noch eine vom Postboten nur leicht beschädigte Ausgabe von Nikopol hier liegen...

      Könnte ich Dir günstig überlassen... ;)
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • Wild Bill Kelso schrieb:

      Marvel Boy schrieb:

      MacLeod schrieb:

      Friedhof der Kuscheltiere
      :omg: Ganz vergessen, genialer Film!

      God_W. schrieb:


      God_W. schrieb:



      Friedhof der Kuscheltiere?
      Ach komm, das Beste an dem Film war doch definitiv der Soundtrack!
      Ich fand den Top. (also auch den Film, nicht nur den Soundtrack).
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 11)



      Titel: Winterwelt - Classic

      Verlag: Cross Cult (US: IDW Publishing)

      Format: 152 Seiten im Hardcover S/W

      Inhalt: Winterwelt; Wintersee

      Autoren: Chuck Dixon

      Zeichner: Jorge Zaffino

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      MAD MAX im ewigen Eis!

      WINTERWELT gilt als einer der einflussreichsten Comics der 1980er-Jahre und als Meisterstück des 2002 verstorbenen argentinischen Zeichners Jorge Zaffino (PUNISHER). Rund zwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung dürfen sich Comicliebhaber daher auf eine wahre Wiederentdeckung freuen, denn die spannende Schwarz-Weiß-Erzählung von Chuck Dixon (u.a. Schöpfer der BATMAN-Spin-of-Serie BIRDS OF PREY) und Jorge Zaffino über den brutalen Kampf ums Überleben in einer gefrorenen Zukunft erscheint endlich in deutscher Übersetzung. Dieser Klassiker ist gleichzeitig der Auftakt zur neuen fortlaufenden Comicreihe WINTERWELT, die die Fortsetzung bietet, auf die die Fans jahrelang gewartet haben.

      Ebenfalls enthalten in dieser Ausgabe von WINTERWELT sind das Sequel WINTERSEE sowie ein Bonusteil.

      Just my 2 cents:
      Über meine Vorliebe für Sci-Fi im Allgemeinen sowie Endzeitszenarien, oder Stories die in unwirtlicher Umgebung angesiedelt sind, und natürlich Actionstreifen im Stile der 80er und frühen 90er, habe ich mich ja schon mehrfach lang und breit ausgelassen. All das vereint Winterwelt in sich, und wieso auch nicht, wurde das Werk von Vielschreiber Chuck Dixon und Zeichner Jorge Zaffino doch auch in den 80ern erschaffen. Wie das Werk zustande kam wird im Bonusmaterial des von Cross Cult wieder toll ausgestatteten Hardcovers ausführlich erörtert. Zusätzlich findet man neben einem Vorwort und einer Bildergalerie auch noch den zweiten Teil, Wintersee in diesem Sammelband. Ich habe den Endzeit-Flic schon länger im Regal stehen, kam aber irgendwie noch nicht dazu. Da es die Tage allerdings endlich ordentlich bei uns geschneit hat, habe ich meine Spawn-Lektüre unterbrochen, weil ich so extrem Lust darauf bekommen habe.



      Winterwelt
      Wir befinden uns in der Zukunft. Wie weit in der Zukunft bleibt unklar, aber der Day after Tomorrow hat bereits stattgefunden und die Welt wurde, aus welchen Gründen auch immer, in eine unwirtliche Eiswüste verwandelt. Es gibt nur noch wenige Fahrtaugliche Fahrzeuge, Treibstoff und Nahrung sind rare Güter, meist ernährt man sich von uralten Konserven, wenn man nicht gerade das Glück hatte eines der wenigen Wildtiere zu erlegen. Wie die es schaffen zu überlegen sei jetzt mal dahingestellt.

      Die meisten Überlebenden sind sich selbst die nächsten. Jeder möchte jedem alles wegnehmen, oder sein gegenüber zumindest bei einem Handel übervorteilen. Gemeinhin gilt das Recht des stärkeren und selbst wenn man handelt ist stets größte Vorsicht geboten. Natürlich dürfen auch Mutanten, Menschenfresser und wilde Clans nicht fehlen um das Setting perfekt zu machen. Ja, die, die in dieser Welt leben haben‘s allesamt schwer und müssen extrem abgehärtet und hart im Nehmen sein. Doch einer ist härter als alle anderen. Ein abgebrühter, kaltschnäuziger und schweigsamer Typ, der mit einem panzerähnlichen Kettenfahrzeug unterwegs ist, und als einzigen Freund und Verbündeten den wilden Dachs Rahrah akzeptiert. Der einzige Typ der cooler ist als die gesamte Umgebung – Scully, unser Protagonist und Held von Winterwelt.

      Wie Kevin Costner einst durch Waterworld zieht er seine Spuren durch den Schnee auf der Suche nach versteckten Vorratslagern, um dann in kleinen Siedlungen Tauschhandel zu treiben, meist gegen den nächsten Kanister Treibstoff, ebenso wie Mad Max dereinst. Doch eines Tages gerät er an die falschen, lässt sich von einer Truppe Mutanten überrumpeln und kommt nur mit dem Leben davon, da er von der jungen Wynn gerettet wird.

      Das aufgeweckte und geschwätzige junge Ding hat der notorische Brummbär fortan an der Backe, ob er will oder nicht.
      Spoiler anzeigen
      Doch das waren noch lange nicht die letzten Schwierigkeiten, denen sich die beiden stellen müssen. Irgendwann kommt es schließlich zum Verlust ihres Panzers und die beiden werden als Sklaven verkauft, müssen in einem überdachten Stadion Frondienste leisten. Nachdem Scully die Flucht gelingt kann er Wynn doch nicht zurücklassen, zu sehr ist sie ihm mittlerweile ans Herz gewachsen. Er fasst einen riskanten Plan und startet einen Befreiungsversuch.




      Wintersee
      Wintersee startet wohl einige Wochen oder Monate nach den Ereignissen in Winterwelt, schließt also ziemlich nahtlos an, weshalb ich auch nicht viel erzählen kann ohne zu spoilern.
      Spoiler anzeigen
      Scully und Wynn sind seit einiger Zeit auf der Suche nach Wynns Eltern. Sie weiß nicht mehr viel, nur, dass sie als Kind mit einem Flugzeug unterwegs war und deshalb folgen die Beiden jetzt diesen fliegenden Höllenmaschinen, die sie ab und an am Himmel sichten. Zwischendrin müssen immer mal wieder gefährlichen Handel-Stopps gemacht werden und schließlich führt sie ihr weg sogar auf den gefrorenen Ozean. Doch die Eisdecke ist bei weitem nicht so dick, dass nicht der ein oder andere Untersee-Räuber hindurchbrechen könnte.

      Es geschehen noch Zeichen und Wunder und so erreichen Sie tatsächlich irgendwann eine Siedlung auf einer Insel mit einem Vulkan. Das bedeutet Wärme, schneefreie Erde und Ackerbau. Zu allem Glück lebt dort auch Wynns Großvater, ist sogar das Oberhaupt der Gemeinde. Allerdings ist nicht alles so rosig wie es scheint und so wird Scully still und leise aus der Siedlung verbannt, ohne, dass Wynn davon etwas erfährt. Als jedoch kurz darauf eine Art Menschenfresser-Wikinger zum Angriff auf das gelobte Land blasen eskaliert die Situation ganz gewaltig…


      Und endlich gibt’s zum Freitag mal wieder schnörkelloses Actionkino wie ich es mag, mit Endzeit-Setting und Sci-Fi-Touch als Bonus. Klar, ultraoriginell ist hier nichts, alles hat man in verschiedenen Abwandlungen schon irgendwo mal gesehen und ohne die Herausragende Eiszeit-Atmosphäre würde das gute Stück vielleicht in der Masse untergehen. Aber hey, erstens ist das Teil so alt, dass mindestens genauso viele Filme hier abgekupfert haben wie umgekehrt, und seien wir doch mal ehrlich: Wer mit Typen wie Mad Max oder Snake Plissken was anfangen kann, wer Kernige Typen in Einzelgänger-Action mag, die sich irgendwann mit dem aufgezwungenen Sidekick arrangieren müssen und wer mit Filmen wie Day after Tomorrow, Waterworld, Mad Max 2+3 und dem ganzen Berg, der in die gleiche Kerbe schlägt schon immer schnell warm geworden ist, der wird hier ebenfalls seine helle Freude haben.

      Klar, das Artwork ist über 30 Jahre alt und logischerweise alles Andere als modern, ist dem Argentinier Jorge Zaffino aber echt gut gelungen. Vor allem Personen und Gesichter in Nahaufnahme haben ein hohes Maß an Charakter und die winterliche Stimmung weiß er geschickt zu transportieren, ohne je überbordend oder verspielt zu wirken. Die kahle, kalte Welt kommt gut rüber und so war es vielleicht wirklich nicht die schlechteste Idee, das Werk in schwarz/weiß zu halten.

      Geradlinige, spannende Eiszeit-Action mit einigen coolen Sprüchen und vielen vielen Erinnerungen an Unmengen geliebter Filme! – Dazu aktuell noch perfekt zur Jahreszeit. Klare Empfehlung für einen kalten, verschneiten Tag, sich mit einer Tasse Earl Grey (oder sonstigem) auf die Couch oder in die Leseecke zu verkrümeln.

      Meine Wertung: 8/10

      Wie hat Euch Winterwelt Classic gefallen? Wer hat Lust eine lange Liste seiner liebsten Endzeitfilme hier zu lassen? Ich suche in dem Genre immer Nachschub oder auch ältere Perlen, die ich noch nicht entdeckt habe!

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • God_W. schrieb:

      Wer hat Lust eine lange Liste seiner liebsten Endzeitfilme hier zu lassen? Ich suche in dem Genre immer Nachschub oder auch ältere Perlen, die ich noch nicht entdeckt habe!
      Ui, so viele gibt es da nicht.
      Der Omega Man hat mich damals echt begeistert, die Neuverfilmung mit dem Prinzen vom Bel air ist dann eher bescheiden. Es soll noch eine Assylum verfilmung geben die angeblich was taugen soll, kann ich mir aber nicht vorstellen. Ach ja, das Buch nach dem der Film entstand war echt gut.
      Über weitere muß ich mir dann tatsächlich mal Gedanken machen.
    • Schöne Vertreter mit Endzeit-Setting wären für mich noch:

      Mad Max 2+3 & Fury Road
      Die Jugger (Rutger Hauer)
      Resident Evil 3
      The Road (Viggo Mortensen)
      Oblivion (Cruise)
      Book of Eli (Denzel)
      Waterworld (sicher nicht Costners bester Film, bleibt aber hängen)
      HELL (Deutscher Film)
      Children of Men (wobei mir der nicht gefallen hat, ich weiß, wird von vielen sehr gefeiert)
      Snowpiercer
      Solarfighters (habe ich als Kind geliebt!!!)

      Und da wir hier ja bei Comics sind, zu einem gewissen Teil sicher auch das allseits beliebte... Tank Girl :waigel: !
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette: