Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • JLD ist super, "Frankenstein" fand ich auch durchaus unterhaltsam, nur bei den "Vampiren" hab ich gepasst. Ich konnte das Artwork nicht leiden und wollte mir das dann auch nicht antun ;)

      Ich finde Dark 52 funktioniert auch prima ohne die gelesen zu haben :)


      Freunde des klassischen Swamp Thing, die sooooooooooo gerne schöne Neuausgaben hätten und von einem deutschen Omnibus träumen :D
    • churchi schrieb:

      Die Swamp Thing / Animal Man Combo funktioniert prima. Spätestens bei Forever Evil / Blight artet das leider richtig aus.
      Wenn du den aufgeblasenen Event mitnehmen willst kommt da einiges auf dich zu superhelden-timeline.de/foreverevil.htm
      Dachte eigentlich, dass man die Justice League Dark einzeln lesen könnte. Dass das mit Forever Evil zusammenhängt war mir nicht bewusst. Ich mag dieses hin und her "geswitsche" überhaupt nicht!!! Da holt man sich sehr oft Spoiler rein, was einem den ganzen Spass verderben kann!

      :bampf: :bampf: :bampf:
      Ich suche aus der Serie ASTERIX DIE ULTIMATIVE EDITION (GROSSFORMAT)

      ASTERIX BEI DEN SCHWEIZERN

    • churchi schrieb:

      Falsch machst du so nix ^^

      Die Swamp Thing / Animal Man Combo funktioniert prima. Spätestens bei Forever Evil / Blight artet das leider richtig aus.
      Wenn du den aufgeblasenen Event mitnehmen willst kommt da einiges auf dich zu superhelden-timeline.de/foreverevil.htm

      Die starke Verzahnung bei den DC Dark Titeln wurde mir am Ende leider zu viel, ansonsten gehört die Sparte zum Besten was DC bei den new 52 raus brachte. :thumbup:

      Wie dann der "ge-mainstreamte" Constantine bei dir ankommt, bin ich schon mal gespannt :D
      Äh, danke, aber nein danke. Hab aber jetzt tatsächlich die zwei Frankensteins neu zum Coverpreis bestellt und die drei I, Vampire gebraucht unter Coverpreis (ist bei Band drei ja gar nicht so einfach?. Werde mir also aus Ich, der Vampir, Superagent Frankenstein, Justice League Dark, Animal Man, Constantine und Swamp Thing eine schöne Lesereihenfolge zusammenbasteln (nach dem Thread von @LaLe - Danke dafür!) . Sind ja dann auch immerhin 27 Trades! und wird hoffentlich ein cooler Arc.

      Und ja, auf den "weichgespülten" Hellblazer bin ich auch schon gespannt! Bevor das Ganze startet werde ich aber die Hellblazer-Reihe von Panini/Vertigo noch beenden, da hab ich noch 9 Bände vor mir.

      Dazu noch die ganzen Sachen, die schon hier stehen, geschweige denn von meiner Wunschliste. Und in den Mitternachtsdetektiv will ich dieses Jahr auch mal rein schnuppern! Und mich mit ein paar "echten" Klassikern beschäftigen. Und ein kleines Comic-Bzw.-Nerd-Zimmer bauen... Oh Mann, ich glaub das wird ein stressiges Jahr... :oh: Ich bin aber halt auch ein bissl :tick:


      Tom schrieb:

      JLD ist super, "Frankenstein" fand ich auch durchaus unterhaltsam, nur bei den "Vampiren" hab ich gepasst. Ich konnte das Artwork nicht leiden und wollte mir das dann auch nicht antun ;)

      Ich finde Dark 52 funktioniert auch prima ohne die gelesen zu haben :)
      Ich bau die Vampire mal mit ein. Vielleicht liegen die mir ja...
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

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    • Heute ein großer, Franko-Belgischer Klassiker…



      Titel: Alix Gesamtausgabe 1 – Band 1: Alix der Kühne

      Verlag: Egmont (Be: Casterman)

      Format: 208 Seiten im Hardcover/Albenformat

      Inhalt: Alix der Kühne; Alix – Die Goldene Sphinx; Alix – Die Verfluchte Insel

      Autoren: Jaques Martin

      Zeichner: Jaques Martin

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Alix, Sohn eines gallischen Häuptlings, kommt als Sklave nach Rom, wo ihn ein wohlhabender Bürger adoptiert. Er erlangt die Gunst Cäsars, der ihn fortan auf abenteuerliche Missionen innerhalb und außerhalb der Grenzen des gigantischen römischen Reiches entsendet. So führen ihn seine Aufträge nach Germanien, Afrika, Mesopotamien, Kleinasien und sogar nach China. Der Elsässer Jacques Martin (1921 – 2010) schrieb und zeichnete diesen Klassiker des franko-belgischen Abenteuercomics ein halbes Jahrhundert lang. Mit Alix sind Generationen von Lesern auf Reisen gegangen. Diese Gesamtausgabe präsentiert das Werk Martins und bietet zudem umfangreiche Hintergrundinformationen zu der Entstehung eines Comic-Meilensteins.



      Just my 2 cents:
      Das Wort „Klassiker“ wird ja gerne und oft in den Mund genommen, da nehme ich mich selbst gar nicht aus, aber wenn das heute nicht passt, dann weiß ich auch nicht mehr. Bereits 1948 wurde die erste Geschichte im Tintin in Belgien veröffentlicht. Klar, alt bedeutet nicht gleich Klassiker, aber Alix ist bis heute nicht in Vergessenheit geraten, im Gegenteil, aktuell erscheint bei Splitter sogar die Nachfolgeserie Alix Senator. Irgendwas muss also dran sein am jungen Gallier, der von Jaques Martin erdacht und gezeichnet wurde, als bis zur Geburt von Asterix noch mehr als eine Dekade vergehen sollte.

      Es war also eigentlich klar, dass ich bei der Recherche nach Franko-Belgischen Comics sehr schnell über Martins Lebenswerk stolpern musste. Den ein oder anderen eher modernen Franko-Belgier habe ich ja bereits ganz schön abgefeiert und will mich deshalb auch ein wenig in die altehrwürdigen Werke einlesen. Asterix und Lucky Luke kennt man ja von klein an und außerdem war ich sowieso auf der Suche nach weniger Komödiantischen Stoffen. Nach meinen Vorlieben stand erstmal Abenteuer und Sci-Fi im Vordergrund. Im Science-Fiction Bereich war die Wahl dann schnell auf Valerian & Veronique gefallen, da muss ich mir also auch bald mal den ersten Band der Gesamtausgabe sichern. Abenteuerstoffe gab’s da schon mehr, aber das historische Setting, teilweise auch noch in Ägypten angesiedelt, ließ das Pendel dann sehr schnell Richtung Alix ausschlagen. Da kam die Gesamtausgabe, die aktuell von Egmont-Ehapa herausgebracht wird, gerade recht.

      Da jedes Album der Gesamtausgabe drei komplette normal Alben enthält, und die auch einiges mehr an Lesestoff bereithalten, als es bei moderneren Vertretern des Genres der Fall ist, werde ich auch meine Rezi in drei Teile, also auf mehrere Tage verteilen. Los geht es heute mit dem allerersten Abenteuer von Alix, dem kühnen Gallier.

      Im Jahr 53 v. Chr. hat sich das Römische Reich die halbe Welt einverleibt. Nach langer Belagerung gelingt General Fravius Marsalla der Einmarsch in die Stadt Khorsabad. Unter den wenigen Überlebenden in der Stadt befindet sich auch der junge Alix, der auf einem Balkon versteckt hält iund den Einzug der Eroberer beobachtet. Hierbei löst sich ein Stein, stürzt nieder und erschlägt beinahe den General. Der Junge wird umgehend festgesetzt und soll, ob des vermeintlichen Attentats wegen, auf der Stelle hingerichtet werden. Als er an einer Säule festgebunden wird sieht er sein Ende bereits gekommen, als plötzlich ein Feuer ausbricht und die Römer aus dem Gebäude Fliehen und Alix seinem Schicksal überlassen.
      Selbstverständlich gelingt unserem kühnen Helden auf abenteuerliche Weise die Flucht. Krokodile, Legionäre, Wölfe, gefährliche Einsiedlerstämme, Pfeilhagel und Stürze von Klippen. Keine Gefahr ist zu groß für unseren listigen und tapferen Helden, bis er schließlich die griechische Kolonie Trebizonda erreicht, wo er vom Griechen Arbaces vor einem jähzornigen Zenturio gerettet wird.
      Welche Abenteuer Alix mit Arbaces auf der Überfahrt nach Rhodos erlebt, wie es dazu kommt, dass er nach der Ankunft von Arbaces verraten, jedoch vom dortigen, römischen Gouverneur adoptiert wird, und wie es nach dessen Tod mit Alix weiter geht, das und noch viel mehr ist Bestandteil der ersten Geschichte.

      Ja, ich bin schwer beeindruckt von Alix, denn hier passiert wirklich mehr, als heutzutage oft in drei Bänden irgendeiner Reihe. Krasses Kontrastprogramm zu den von McFarlane teilweise arg gestreckten Spawn-Stories, und natürlich auch zu modernen Zeichenstilen. Sehr gleichmäßige und klassische Panelaufteilung, in der Regel in vier reihen und immer rechteckig. Dennoch weiß Martin einiges an Dynamik in die Zeichnungen zu packen und die vielen Details, die selbst bei diesen, vergleichsweise kleinen Panels zu finden sind, hatte ich wirklich nicht erwartet.
      Na klar, das Grundgerüst der Story des ersten Bandes ist eindeutig sehr nah an Lew Wallace‘ Ben Hur angelehnt, aber hey, lieber gut variiert als schlecht selbst erdacht. Wobei das fast ein wenig unfair ist, denn bei all den Abenteuern, die Alix allein in dieser ersten Geschichte erlebt, ist wahrlich nicht wenig Kreativität eingeflossen. An den Schreibstil muss man sich auch erstmal gewöhnen, denn wie es damals so oft der Fall war wird in den Textfeldern halt oft ausführlich beschrieben, was im Panel sowieso zu sehen ist, statt die Zeichnungen für sich sprechen zu lassen, aber schon nach wenigen Seiten ist man gefesselt von Alix‘ abenteuerlicher Reise, will wissen wie es weiter geht und vergisst alles drumherum. Wenn man sich darauf einlässt bekommt man eine Menge geboten und ich kann jedem nur raten: Schreibt die alten Sachen nicht ab, sondern gebt ihnen eine Chance!



      Zuletzt noch ein paar Worte zu dieser wundervoll ausgestatteten Gesamtausgabe, die Egmont uns hier spendiert. Großes Albenformat, hochwertiges Papier, tolle Bindung, schön schlicht gehaltenes Cover und mit einem äußerst ausführlichen und informativen, 16-Seitigen Redaktionsteil, der uns in Wort und Bild die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte dieses Meilensteins der Franko-Belgischen Comic-Kunst näher bringt. Wirklich extrem gut gelungen und für einen Newbie wie mich die absolute Bestätigung dafür, dass es sich lohnt auch Richtung Vergangenheit mal über den Tellerrand hinauszuschauen.

      Meine Wertung: 8/10

      Wer mag kann für den tollen Redaktionsteil noch einen Bonuspunkt drauf packen, aber ich habe jetzt erstmal nicht die Ausstattung, sondern die Story, das Artwork und das tolle Gesamterlebnis beim Lesen des ersten Alix-Bandes bewertet. Liest noch einer von Euch so alte Schinken aus dem Franko-Belgischen? Wenn ja, welche? Und wie findet Ihr Alix?

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

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    • Alix, lange ist es her, aber ich habe nur gute Erinnerung.
      Was die klassischen Frankobelgier betrifft, ich habe so ziehmlich in alle Serien damals mal reingelesen, aber habe nicht alle komplett. Heutzutage lese ich da eigentlich zu wenige davon, aber das wird sich bald wieder ändern da ich noch Kartonweise ungelesenes habe.
      Wenn du empfehlungen möchtest brauche ich da schon eine Eingrenzung deiner Lieblingsthemen oder die Liste wird unendlich. Überigens gibt es natürlich auch geniale Frankobelgier späterer Tage, ich denke da gerade nur an Sachen von Tardi. Mit den aktuellen bin ich aber weniger vertraut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marvel Boy ()

    • Marvel Boy schrieb:

      Alix, lange ist es her, aber ich habe nur gute Erinnerung.
      Was die klassischen Frankobelgier betrifft, ich habe so ziehmlich in alle Serien damals mal reingelesen, aber habe nicht alle komplett. Heutzutage lese ich da eigentlich zu wenige davon, aber das wird sich bald wieder ändern da ich noch Kartonweise ungelesenes habe.
      Wenn du empfehlungen möchtest brauche ich da schon eine Eingrenzung deiner Lieblingsthemen oder die Liste wird unendlich. Überigens gibt es natürlich auch geniale Frankobelgier späterer Tage, ich denke da gerade nur an Sachen von Tardi. Mit den aktuellen bin ich aber weniger vertraut.
      Ich glaub ich bin ganz froh, wenn erstmal nicht so viele Empfehlugnen kommen. Will auf jeden Fall Alix weiter verfolgen und mit Valerian & Veronique starten, da hab ich fürs Erste eine Menge Material. ;)
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    • Weil’s so schön war, gleich nochmal…



      Titel: Alix Gesamtausgabe 1 – Band 2: Die Goldene Sphinx

      Verlag: Egmont (Be: Casterman)

      Format: 208 Seiten im Hardcover/Albenformat

      Inhalt: Alix der Kühne; Alix – Die Goldene Sphinx; Alix – Die Verfluchte Insel

      Autoren: Jaques Martin

      Zeichner: Jaques Martin

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Alix, Sohn eines gallischen Häuptlings, kommt als Sklave nach Rom, wo ihn ein wohlhabender Bürger adoptiert. Er erlangt die Gunst Cäsars, der ihn fortan auf abenteuerliche Missionen innerhalb und außerhalb der Grenzen des gigantischen römischen Reiches entsendet. So führen ihn seine Aufträge nach Germanien, Afrika, Mesopotamien, Kleinasien und sogar nach China. Der Elsässer Jacques Martin (1921 – 2010) schrieb und zeichnete diesen Klassiker des franko-belgischen Abenteuercomics ein halbes Jahrhundert lang. Mit Alix sind Generationen von Lesern auf Reisen gegangen. Diese Gesamtausgabe präsentiert das Werk Martins und bietet zudem umfangreiche Hintergrundinformationen zu der Entstehung eines Comic-Meilensteins.

      Just my 2 cents:
      Nachdem schon der erste Band ein ganz tolles Ende hatte
      Spoiler anzeigen
      wo Alix von Cäsar selbst an den Grenzen Galliens in seine Heimat entlassen wird, beide aber in tiefer Freundschaft verbunden bleiben wollen
      wollte ich unbedingt wissen, wie die Abenteuer des jungen Galliers weitergehen, denn Möglichkeiten, wie seine Geschichte weitergeht bot das Finale der ersten Story en masse. Und ja, ich finde unseren jungen Helden einfach unglaublich sympathisch und will unbedingt mehr von ihm lesen und mit ihm erleben. Deshalb geht es heute direkt weiter mit dem zweiten Album, das in Band eins der Gesamtausgabe enthalten ist – Die Goldene Sphinx.



      Cäsar ist es gelungen die Armee des Großen gallischen Führers Vercingetorix einzukesseln und die Häuptlinge der einzelnen Dörfer und Clans müssen sich entscheiden, ob sie sich Vercingetorix im Kampf gegen die Römer anschließen, oder lieber die Füße stillhalten und nach der vermeintlichen Niederlage besser dastehen. Eine Frage der Ehre also. In einem dieser eingeschneiten gallischen Dörfer ist gerade eine hitzige Diskussion darüber im Gange, wie denn vorzugehen sei. Häuptling Alderic will Vercingetorix seine Unterstützung verweigern, der Dorfdruide ist gänzlich anderer Meinung und argumentiert, dass der alte Häuptling Astorix nicht so feige gehandelt hätte.

      Schließlich wird entschieden, dass ein Brandopfer dargebracht werden soll. Die Farbe des Opferrauchs soll über den Zwist entscheiden. Der hinterhältige Häuptling hat sogleich ein passendes Opfer gefunden. Mit dem Tod von Vanic, dem Neffen des früheren Häuptlings Astorix, soll dessen Sippe endgültig ausgelöscht, und so der Häuptlingsstatus von Alderic gefestigt werden. In dieser Sache ist der bösartige Druide Alderics Meinung und so wird der tapfere Vanic unter den Klagen seiner Lieben durch das Dorf gezerrt und an den Opferstein gebunden. Der Opferdolch und die Fackel kommen näher, als in letzter Sekunde ein Pfeil fliegt, den Ärmel des Druiden durchbohrt, der den Dolch vor Schreck fallen lässt. Ein Fremder stürmt auf seinem Pferd heran, springt, reißt den Druiden nieder und schleudert die Fackel in den Schnee. Er verteidigt den gefesselten Vanic und schneidet ich schließlich los, bevor er sich enthüllt und jedem Zeigt wer er ist – Alix, Sohn des Astorix und wahrer Häuptling des Stammes…

      Diese Entwicklung birgt natürlich Einiges an Konfliktpotential! Wie die Situation sich aufklärt und, ob Alix die mörderische Schlacht zwischen seinem Volk und dem übermächtigen Cäsar verhindern kann, ist nur ein winziger Teil der wieder einmal vollgepackten, abwechslungsreichen und überaus abenteuerlichen Geschichte. Schließlich führt Alix sein Schicksal sogar bis nach Alexandria und weiter nach Ägypten hinein. Wie er dort seinen zukünftigen Sidekick und besten Freund Enak kennenlernt, in welche Attentate und Intrigen er verwickelt wird, was das alles mit der schon beinahe James-Bond-mäßigen Geheimorganisation um die Goldene Sphinx zu tun und hat und, wer wirklich hinter dieser verbrecherischen Sekte steckt, erfahren wir alle sauf den folgenden Seiten.

      Das alles und noch viel mehr machen diesen zweiten Band zu einem absolut fesselnden Erlebnis, das durch mehr Eigenständigkeit und Innovation im Vergleich zur ersten Geschichte glänzen kann, auch wenn selbstverständlich wieder einige Versatzstücke bekannter Motive vorhanden sind. Die Verknüpfung mit historisch verbrieften Ereignissen gibt dem ganzen noch einen schönen, historisch-realistischen Touch. Das Artwork ist erneut sehr gelungen, wirkt in den reichlich vorhandenen Actionszenen noch etwas dynamischer als im Erstling und ich bin immer wieder vom Detailgrad der kleinen Panels begeistert, besonders bei den Hintergründen im alten Ägypten. Dieses Setting liebe ich sowieso, aufgrund jahrelanger und noch heute andauernder Faszination für die Epoche und die Kultur. Meine Freude darüber, diese tollen Klassiker für mich entdeckt zu haben steigt stetig an!

      Meine Wertung: 8/10

      Andere Franko-Belgier wie Asterix und Lucky Luke erzählen ja immer in sich abgeschlossene Stories mit meist ähnlichem oder gleichem Ausgangspunkt. Alix ist bis jetzt zwar auch immer abgeschlossen, aber der Beginn dieses Bandes knüpfte nahtlos an das Ende des ersten an, die Geschichte wird also an einem roten Faden weitererzählt. Das finde ich ganz toll, da es den Eindruck erweckt, mit Alix zusammen auf einer langen Reise zu sein. Ist das bei den folgenden Bänden auch immer so, oder wird irgendwann zum puren Erzählen einzelner Geschichten übergegangen?

      VG, God_W.
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    • Zurück im (ewigen?) Eis…
      ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 12)



      Titel: Winterwelt 1 – La Niña

      Verlag: Cross Cult (US: IDW Publishing)

      Format: 120 Seiten im Hardcover

      Inhalt: Winter World La Niña

      Autoren: Chuck Dixon

      Zeichner: Butch Guice

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Brandneue Geschichten basierend auf dem Action-Klassiker von Chuck Dixon und Jorge Zaffino!

      Scully und Wynn machen sich auf die Suche nach jener geheimnisvollen Stadt am Meer, von der man sich erzählt, sie sei ein himmlischer Ort der Wärme inmitten unerbittlicher Kälte. Wynn hofft, auf dieser Reise endlich ihre Eltern zu finden. Die Stadt La Niña könnte der Ort sein, zu dem sie unterwegs waren, als sie sie als Kind zurückließen. Scully möchte nur ausreichend Treibstoff finden, um ihr neues Gefährt am Laufen zu halten. Aber werden die beiden am Ende ihres eisigen Weges das finden, was sie so sehnsüchtig suchen, oder erwartet sie zum Schluss nur der Tod …

      Der Comicklassiker über eine Erde, die zu einer apokalyptischen Hölle aus Eis erstarrt ist, feiert sein fulminantes Comeback mit den herausragenden Zeichnungen von Butch Guice und einer neuen Storyline von WINTERWELT-Schöpfer Chuck Dixon höchstpersönlich.

      Winterwelt ist eine Mischung aus The Day After Tomorrow und Road Warrior (Mad Max 2) mit einem großzügigen Spritzer Menschlichkeit.” – Comic Book Recources




      Just my 2 cents:
      Zurück in der eisigen Weite der Winterwelt. Kaum zu glauben, aber Autor Chuck Dixon hat die Winterwelt scheinbar nicht losgelassen, denn nach über 25 Jahren hat er sich höchstpersönlich wieder dran gesetzt und die Fortsetzung geschrieben. Nachdem es in der Eiswüste vergangene Woche bereits in Schwarz/Weiß ordentlich gekracht hat, lässt Cross Kult diesmal in Farbe die Eiszapfen wackeln und die Eisdecke explodieren. Fast nahtlos an die über einem viertel Jahrhundert alte Story schließt die neue Geschichte an und startet nur wenige Monate nach den Ereignissen in Winterwelt – Classic.

      Sully und Wynn sind in der Eiswüste unterwegs und da das Aufeinandertreffen mit Wynns Großvater nicht ganz so harmonisch verlaufen ist wie erhofft, sind die beiden nun auf der Suche nach Wynns Eltern, von denen Sie gar nicht sicher ist, ob sie noch leben. Ihr Schneemobils ist gerade dabei den Geist aufzugeben, und so sehen sich die beiden dazu gezwungen den Großteil ihrer Habseligkeiten zurück zu lassen und sich zu Fuß weiter zu machen., Wenigstens hat der Dachs Rahrah gute Beute gemacht und sorgt für Fleisch, das alle am Leben erhält. Zum Glück findet das Trio bald einen im Eis festgefrorenen und verlassenen Flugzeugträger. Dessen Atomreaktor sorgt noch für Strom und nach einer überraschend angenehmen Nacht macht sich das ungleiche Paar mit dem außergewöhnlichen Haustier in einer Art Ketten-Panzerfahrzeug, das in dem Hochseeschiff zu finden war, erneut auf den Weg.

      Degenerierte, animalische Halbmenschen, actionreiche Verfolgungsjagden, gefährliche Raubtiere, ein Paradies, in dem nicht alles ist wie es scheint und ein alter Feind, der vor Zorn beinahe überkocht und immer nur einen Schritt hinter unseren Helden ist. Das alles sorgt für Abwechslung, Spannung und reichlich heißer Action in der kalten Welt. Eine unterhaltsame Runde im Freitags-Actionkino, die Lust auf mehr macht, und mehr gibt es ja auch. Nächste Woche an gleicher Stelle. Doch trotz all dem Lob und der durchweg guten Unterhaltung gibt es auch ein klein wenig Kritik.

      OK, das ist jetzt ein wenig schwierig. Hoffentlich bekomme ich es hin das verständlich zu erklären…
      Ja, die ganze Story fühlt sich an wie direkt aus den Achtzigern rüber gebeamt und ja, das mag ich ungemein! Auch das Artwork ist extrem gelungen. Richtig cool und einerseits zwar schön sachte modernisiert, andererseits aber mit genug anleihen und Bezug zum Original von Jorge Zaffino, um eine schlüssige Einheit zu bilden. Es besteht durchaus Wiedererkennungswert, den Butch Dixon durch respektvolle Annäherung an die Ur-Version wundervoll stimmig erreicht hat, vor allem bei den Hauptpersonen. Auch die Chemie zwischen den Charakteren, allen voran natürlich Scully und Wynn, stimmt perfekt und macht fast noch mehr Laune als in Winterwelt Classic. Wirklich sehr harmonisch das Ganze. Dazu die teilweise beinahe ikonischen Bilder und die fette Action. Ja, das alles ist grandios, und trotzdem hat mich die Gesamtatmosphäre vergangene Woche im Original aus den 80ern doch einen Tacken mehr mitgerissen. So richtig kann ich selbst nicht erklären weshalb.

      Dennoch bleibt La Niña ein Action-Knüller erster Güte und das Endzeitsetting in einer vom Eis überzogenen Welt wurde erneut perfekt eingefangen. Wer mit dem Original auch nur entfernt etwas anfangen konnte wird auch die Neuauflage lieben, die als direkte Fortsetzung einer über 25 Jahre alten Story angelegt ist und auch so funktioniert. Noch immer die gleichen, zugegebenermaßen etwas stereotypen, aber unglaublich stimmigen Charaktere, geradlinige Action und eine schnörkellose, wenn auch manchmal etwas zu vorhersehbare Story. Aber hey, wie viele echte Überraschungen hat Euch ein Kinobesuch in einem echten Actionstreifen der 80er oder Anfang der 90er denn beschert? Und hattet Ihr deshalb weniger Spaß an der Sache? Na also.

      Meine Wertung: 7/10

      Wie hat Euch die Neuauflage der Eiswelt-Action-Hatz gefallen? Zu simpel gestrickt oder je nach Stimmung genau richtig?

      VG, God_W.
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    • Wieder mal Zeit für Constantine…



      Titel: John Constantine – Hellblazer 2: Der Rote Tod

      Verlag: Panini (US: Vertigo)

      Format: 144 Seiten im Softcover/Paperback mit Faltcover

      Inhalt: US-Hefte #175 - 180

      Autoren: Mike Carey

      Zeichner: Steve Dillon; Marcelo Frusin

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Der Beginn der offiziellen Hellblazer-Story von Star-Autor Mike Carey (Lucifer, Sandman Presents)!

      Runter nach London
      Zurück aus dem Reich der Toten (oder zumindest aus Amerika) macht sich John Constantine in seiner Heimat England daran, die Bruchstücke seines früheren Lebens zusammenzuklauben. Aber sein übliches Glück sorgt dafür, dass er schon bald nach der Ankunft knietief im schwarzen Treibgut der übernatürlichen Machenschaften eines Unbekannten watet. Und es ist wieder einmal seine Sache aufzuräumen.

      Beunruhigender als okkulte Halsabschneider findet er das Verschwinden seiner Nichte Gemma Masters. Es stellt sich heraus, dass sie ein wenig zu sehr nach Onkel John schlägt, als gut für sie ist. Sie ist nicht das erste Mädchen Nordenglands, das dem Sirenengesang Swinging Londons folgt, aber in jüngster Zeit die einzige mit Constantine-Blut in den Adern – und das ist genau das, was die Geier in London gewittert haben. Geblendet von ihrem Ehrgeiz wird Gemma ein Mittel zum Zweck, ihren Onkel zu erpressen – und sie ist ein Werkzeug, das die Interessenten am Roten Tod nur zu gern zerstören möchten.

      HELLBLAZER: DER ROTE TOD versammelt die Hefte 175-180 der Vertigo-Serie, den Beginn der meisterhaften Strecke des Autoren Mike Carey (Lucifer), der Constantine zurück zu seinen Wurzeln führt. Steve Dillon (PREACHER, The Punisher) illustrierte die Geschichte “Die Droge Leben”, während “Der rote Tod” von Marcelo Frusin, dem langjährigen Zeichner dieser Reihe, packend umgesetzt wurde.



      Just my 2 cents:
      Nach dem Spin-Off Hölle auf Erden in Band eins, geht es bei Band zwei mit der Hauptreihe weiter. Der „offizielle“ Start des Mike Carey Runs schließt direkt an das Ende des Azzarello-Runs an und wenigstens am Rande werden die Fragen aufgegriffen, die für mich am Ende von Highwater offengeblieben sind. Vielleicht folgt die endgültige Auflösung ja noch, ich bleibe gespannt.

      Constantine kommt zurück nach London, aber mit dem Schiff, da er unerkannt bleiben möchte. Scheinbar war ich doch nicht der Einzige, der sich nicht sicher war, ob er jetzt tot oder lebendig ist. Die meisten halten ihn jedenfalls für tot und John möchte gerne, dass das vorerst so bleibt. Seine Schwester ist natürlich alles andere als begeistert darüber und haut ihm erstmal eine rein, als der totgeglaubte plötzlich vor ihrer Tür steht. Allerdings gehen in dem Haus, in dem sie jetzt zur Miete wohnt seltsame Dinge vor, darunter auch überraschend viele Unfälle mit Todesfolge und die Aura des Wohnblocks, die Constantine spürt, verheißt nichts Gutes.

      Zusammen mit einer neuen Freundin, die er als Bedienung in einem Diner kennenlernt, will John sich darum kümmern. Angie Spatchcock, die Bedienung, ist noch eine Anfängerin im Magie-Metier, aber ein echtes Luder und passt ganz gut zu John. Allerdings muss auch sie schon bald feststellen, dass es nicht ungefährlich ist mit John befreundet zu sein.

      Nachdem sich John auf die ein oder andere Weise um das Problem gekümmert hat wendet er sich den Machenschaften seiner Nichte zu, denn die hat es auch Faustdick hinter den Ohren. Ihrer Mutter hat sie weisgemacht, sie wäre in Frankreich als Hilfslehrerin angestellt, doch diesen Schwindel durchschaut John sofort. Er muss feststellen, dass ihn bei weitem nicht jeder für tot hält, denn finstere Mächte haben seine Nichte geködert und wollen John jetzt dazu erpressen ihnen einen besonderen Gegenstand, eine magische Waffe, den roten Tod zu besorgen. Gleich mehrere Parteien extrem mächtiger und bösartiger Individuen sind hinter dem Dämonengeweihten, Machtverheißenden Stück her. Doch der Trickster hat bereits einen Plan, auch wenn dieser alles Andere als ungefährlich ist.

      Constantine is back in good old England und ich bin genauso begeistert wie bisher. Eine kurze Rückkehr von Steve Dillon für die erste Story des Bandes hat schon beinahe nostalgische Gefühle zutage gefördert und, dass es dann mit Frusin weitergeht ist auch schön, wenn auch nicht überragend. Ich finde ihn noch immer, gerade auch in blutig-brutalen Szenen etwas zu detailarm, aber wie immer ist das Kritik auf immens hohem Niveau.
      Mike Carey schreibt einen tollen Hellblazer, der vielleicht nicht ganz so arschlochmäßig daherkommt wie es schon ab und an mal der Fall war, aber sein Charakter bleibt dennoch klar erkennbar. Das etwas mehr Magie und Mystik einfließt als noch bei Azzarello stört mich gar nicht, im Gegenteil, ich mag die leicht übernatürlichen Aspekte, die in eine realistisch wirkende Welt eingefasst werden, und die Stimmung, die dadurch erzeugt wird wirklich sehr. Ganz tolle Atmosphäre, spannende Stories und wirklich interessante und gut geschriebene Nebencharaktere. Hellblazer wie er leibt und lebt und ich ihn liebe. Weiter so Mr. Carey!

      Meine Wertung: 8/10

      Wie ist Eure Meinung zum Start des Carey-Runs? Wie lange bleibt der eigentlich dran? Und nebenbei gefragt, hat schon jemand Erfahrungen mit Constantine bei Batman Damned gesammelt? Positiv oder negativ?

      VG, God_W.
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      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Meine zweite Runde mit Mark Millar…



      Titel: Genosse Superman: Mark Millar Collection 4

      Verlag: Panini (US: DC)

      Format: 172 Seiten im Hardcover

      Inhalt: Superman: Red Son

      Autoren: Mark Millar

      Zeichner: Dave Johnson; Kilian Plunkett

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Anfang der 50er-Jahre landet Supermans Raumschiff nicht im ländlichen Smallville in den USA, sondern mitten in der damaligen Sowjetunion. Und so wächst der letzte Sohn Kryptons in einem gänzlich anderen System auf und wird zum Streiter für Stalin und dessen Idee vom Sozialismus. Auf dramatische Weise beeinflusst er auch die Leben der amerikanischen Bevölkerung zur Zeit des Kalten Krieges und trifft sogar auf Batman, Wonder Woman und Lex Luthor…

      Dieser Band enthält die komplette, für den Eisner Award nominierte US-Miniserie Superman: Red Son, geschrieben von Megastar Mark Millar (KICK-ASS, WANTED), mit Artwork von Dave Johnson und Kilian Plunkett.

      Die MARK MILLAR COLLECTION versammelt erstmals die größten Erfolge aus der Feder des Comic-Wunderkinds und Erfolgsautors Mark Millar in edlen Hardcover-Sammelbänden mit jeweils umfassendem Bonusmaterial.



      Just my 2 cents:
      Komischerweise hat es nach Kingsman jetzt doch eine ganze Weile gedauert, bis der nächste Millar auf meinem Lesestapel nach oben gewandert war. Eigentlich unverständlich, denn mit Kingsman hatte ich immens viel Spaß und wollte mich ziemlich bald auf den nächsten Comic von Mark Millar, dem Mann der irgendwie immer gerade passend den Zeitgeist trifft, stürzen. Das soll ja bei vielen, die ihn nicht so mögen auch das Hauptproblem seiner Comics sein, dass die zum Erscheinen des Zeitpunktes gerade alle möglichen „hippen“ Themen ansprechen und extrem aktuell daherkommen, dementsprechend nach ein paar Jahren aber auch schnell überholt wirken. Genosse Superman scheint da eine Ausnahme zu sein, denn die meisten Meinungen, die ich über das Werk gehört bzw. gelesen hab waren durchweg positiv und deshalb habe ich mich auch ziemlich auf die Lektüre gefreut.

      Das Hardcover wurde von Panini wieder sehr stilvoll und schick gestaltet, passt mit dem eleganten Weiß als Hauptfarbe und den schwarzen Elementen perfekt zum Rest der Collection (alles Andere wäre ja auch kacke) und das Cover ziert natürlich der Stählerne, in einem enorm coolen Outfit und in typisch heldenhafter Pose. Mit einer Einleitung von Tom Desanto, ein paar Infos zu den Machern und einer ziemlich ausführlichen Skizzenabteilung ist der Band auch wieder schön ausgestattet.

      Also zur Story brauch ich glaub ich nicht mehr groß ausschweifen, die erzählt der Klappentext ja zu Genüge. Ein faszinierendes Grundsetting, das sich Mr. Millar da überlegt hat. Allerdings handelt es sich nicht nur um eine stumpfsinnige, actionlastige Alternativwelt-Geschichte, nein, wirklich nicht. Klar gibt es reichlich Action und die in drei Abschnitte unterteilte Story, die viele Jahrzehnte umspannt, ist von vorne bis hinten auch einfach überaus unterhaltsam und abwechslungsreich, aber das sind nicht die zwei Hauptebenen auf denen dieser Band perfekt funktioniert.



      Zum einen ist das ganze Konstrukt ein Fest für Comic-Fans, und zwar nicht nur für solche, die jeden Superman-Comic dreimal gelesen haben, oder sich seit Jahrzehnten mit allem von DC beschäftigen, sondern auch Leute wie mich, die sich noch nicht so lange mit den Comics selbst beschäftigen, aber doch die meisten Kinoauswertungen und die ein oder andere TV-Serie zum Thema verfolgt haben. Die vielen kleinen Anspielungen, der Einbau von allen möglichen Charakteren und das ganze immer in einer überaus kreativen, und im Vergleich zum Original verdrehten Art und Weise machen das ganze Buch zu einer Entdeckungsreise, bei der man sich über jedes Detail freut, dass man in abgewandelter Form wiederentdeckt. Vermutlich finden da Andere noch viel mehr als ich, aber auch ich hatte meine helle Freude daran!
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      Egal, ob es sich um die Lois Lane, aka Lois Luthor, die Ehefrau des großen amerikanischen Wissenschaftlers Lex, handelt, wie die Liebesbeziehung zwischen Wonder-Woman und Superman aufgebaut wird, oder der Einsatz des Green Lantern Corps. Die Variation der Geschichte des Daily Planet und seiner Führer, die neue Origin rund um Batman und seinen Lebenswandel als Terrorist. Oder auch der Einbau von realen Persönlichkeiten wie Stalin und JFK bis hin zur Reise in die Zukunft der Erde und ihrer Entwicklung, bis sich herausstellt, dass sich die Geschichte immer wiederholt, oder sitzen wir doch in einer Zeitschleife?


      Das zweite Standbein ist natürlich der politische Hintergrund mit dem Kampf der Systeme, wo sowohl Teile des Kommunismus, als auch die kapitalistische, westliche Weltanschauung in Frage gestellt werden. Schön distanziert, ohne für eine Seite Partei zu ergreifen gelingt Millar hier die Gratwanderung zwischen Gesellschaftskritik und satirischem Humor. Eine echt starke Leistung die schon den ein oder anderen Ansatzpunkt bietet, der zum nachdenken anregen kann. Toll geschrieben und gestaltet.

      Das Artwork von Dave Johnson und Kilian Plunkett ist ebenfalls gelungen, passt einwandfrei zum Stählernen und leistet sich keine Ausfälle, auch wenn ganz große Kunst, oder charakteristischer Wiedererkennungswert ausbleiben. Dafür werden saubere, sehr Ikonische Bilder geliefert, die den Ton der Handlung gut unterstützen. Das Fehlen von rauen Ecken und Kanten sorgt vermutlich auch dafür, dass zwischen den Kapiteln beim Zeichnerwechsel kein störender Bruch entsteht. Keine Großtat, aber doch von Grund auf solide.

      Erneut bin ich von Mr. Millar sehr begeistert. Genosse Superman bietet mit seiner Mischung von überbordender Action, abgefahrener Variationsideen, politischer Systemkritik und spannenden Charakteren einfach alles, was einen Comic-Fan glücklich macht. Auch wenn man das ein oder andere Thema etwas tiefgehender hätte behandeln können und manche Charaktere etwas blass bleiben ist es nicht schwer nachzuvollziehen, weshalb diese Story auf dem besten Weg ist ein moderner Klassiker zu werden. Vielleicht nicht perfekt, sollte aber von jedem Comicliebenden mal eines Blickes gewürdigt werden (von DC-Jüngern sowieso).

      Meine Wertung: 8/10

      Mit leichter Tendenz nach oben. Wie hat Euch Mark Millars Variation des Mannes aus Stahl gefallen? Für mich war es jetzt der zweite Band in Folge, bei dem er mich zu 100% abgeholt hat. Hab jetzt noch einen Comic von ihm hier und drei weitere auf meiner Liste, ich freu mich schon drauf!

      VG, God_W.
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    • God_W. schrieb:

      ….ziemlich bald auf den nächsten Comic von Mark Millar, den Mann der irgendwie immer gerade passend den Zeitgeist trifft, stürzen....

      Ist das wirklich so? Bin mir da ehrlich gesagt gar nicht mal so sicher. Oder anders ausgedrückt, wie bitteschön kann man nach gerade mal zwei gelesenen Comics überhaupt auf solch Pauschalaussage kommen? Würd mich wirklich mal interessieren, welch Gedankengänge so dahinter stecken mögen....
    • Karate Lothar schrieb:

      God_W. schrieb:

      ….ziemlich bald auf den nächsten Comic von Mark Millar, den Mann der irgendwie immer gerade passend den Zeitgeist trifft, stürzen....
      Ist das wirklich so? Bin mir da ehrlich gesagt gar nicht mal so sicher. Oder anders ausgedrückt, wie bitteschön kann man nach gerade mal zwei gelesenen Comics überhaupt auf solch Pauschalaussage kommen? Würd mich wirklich mal interessieren, welch Gedankengänge so dahinter stecken mögen....
      Ich habe schon von verschiedenen Leuten gelesen, dass die das so sehen. Ich selbst habe auch über die letzten Jahre schon einige Filme nach Werken von ihm gesehen, die haben auch immer zu der Zeit ganz gut gepasst, oder haben sogar einen ganzen Schwung Nachahmer losgetreten. War trotzdem oft nix, was sich jetzt über sehr lange Zeit gehalten hat. Dass das vermutlich nicht auf alle seine Werke zutrifft ist klar, ich denke das kann man aber trotzdem schon so stehen lassen. Falls Du anderer Meinung bist ist das selbstverständlich Dein gutes Recht. Wie schon mehrfach erwähnt spiegeln meine Kommentare immer nur mein Empfinden und meine Meinung wieder, dennoch werde ich nicht dazu übergehen vor jeden geschriebenen Satz "Meiner Meinung nach", "Meines Erachtens" oder Ähnliches voran zu setzen.
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