Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • Nach dem Special mit der Lady wieder zurück am Carey-Run…



      Titel: John Constantine – Hellblazer 5: Das Tier ohne Namen

      Verlag: Panini (US: Vertigo)

      Format: 164 Seiten im Softcover/Paperback mit Faltcover

      Inhalt: US-Hefte #187-193

      Autoren: Mike Carey

      Zeichner: Doug Alexander Gregory, Marcelo Frusin

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Er dachte, es würde in den Träumen kommen. Doch er hatte sich geirrt.

      Die Anzeichen hatten sich oft genug wiederholt, und sie gingen mit so viel Brutalität einher, dass man sich nicht missverstehen konnte. Etwas ungeheuer Finsteres und Fürchterliches bohrt sich einen Weg durch die Trennschichten, die diese Welt vor dem heulenden Chaos ringsum schützen. John Constantine ist entschlossen, die Bedrohung mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln abzuwenden. Mit der widerstrebenden Hilfe etlicher „Kollegen“ aus der Magie-Branche und seiner Nichte Gemma, seiner neuen Freundin Angie und dem Wesen, das Swamp Thing heißt, stellt Constantine dem mutmaßlichen Zerstörer der Welt eine Falle. Doch wer soll der Köder sein für diesen Albtraum – und wer wird sich in der Falle wiederfinden, wenn sie einmal zugeschnappt ist?

      Der vierte Band von Mike Careys Hellblazer-Strecke enthält die Storys „In Fleisch und Blut“ (illustriert von Doug Alexander Gregory) und „Das Tier ohne Namen“ (illustriert von Marcelo Frusin) aus den Heften 187-193 der Serie John Constantine, Hellblazer.

      Just my 2 cents:
      Nach dem äußerst unterhaltsamen Ausflug ins 18. Jahrhundert zur hübschen Johanna Constantine sind wir jetzt zurück am Run von Mike Carey, der mich bislang noch nicht vollends überzeugen konnte. Vielleicht gelingt ihm das ja jetzt mit den zwei in diesem Band vereinten Geschichten. Mit 164 Seiten beschert uns Panini mit Band Nummer fünf den bislang umfangreichsten der Softcover-Reihe und diese Klappcover-Ausgaben machen immer gleich einen wertigen Eindruck und liegen gut in der Hand.



      In der kleinen Story In Fleisch und Blut, mit dem der Band Startet, tritt John Constantine nur als Randerscheinung auf, im Mittelpunkt steht seine Nichte Gemma, die sich in eine beinahe schon klassische Vampir-Geschichte hineinziehen lässt. Durch die häufigen Zeitsprünge, die sich nicht so richtig zusammenfügen wollen, wirkt die Erzählstruktur zwar etwas holprig, aber im Endeffekt ist die Story doch ganz stimmungsvoll und verbreitet einen wohligen Grusel mit einem Anklang von Traurigkeit. Erwähnenswert ist auf alle Fälle noch das Artwork von Doug Alexander Gregory, das vom reduzierten Grundstil her ein wenig an Mike Mignola erinnert. Die die mich kennen wissen, dass ich nicht der größte Fan von Mignolas Zeichnungen bin, mich aber mittlerweile doch sehr gut damit arrangiert habe. So auch hier, gerade weil ich die Colorierung von Lee Loughridge dazu sehr kreativ, innovativ, modern und passend finde.



      Das Tier ohne Namen ist die Hauptstory des Bandes und nimmt auch mehr als doppelt so viele Seiten ein wie die erste Geschichte. Wie im Klappentext beschrieben versammelt der Hellblazer einen ganzen Trupp Magie-Kollegen um das Eindringen des Schattenhundes in unsere Welt zu verhindern, der selbige daraufhin gänzlich zu vernichten gedenkt. Es geht also um nichts Geringeres als den Weltuntergang zu verhindern, oder sollte der Trickster diesmal gar selbst einem Trick aufgesessen sein?
      Die Story hält wirklich einige überraschende Wendungen bereit, der Auftritt von Swamp Thing gehört zu den coolsten bislang und das Marcelo Frusin-Artwork kommt mit den gewohnten Stärken (und Schwächen) daher, setzt das ganze Treiben also stimmungsvoll in Szene. Einige Passagen erinnern entfernt an Lovecraft und es werden alptraumhafte Bilder geweckt. Trotzdem wirkt das ganze erzählerisch zu keinem Zeitpunkt rund, man kommt sich stellenweise sogar richtig verloren vor und der Erzählstrang weiß auf weiten Strecken weder zu fesseln, noch eine klare Richtung vorzugeben. Ich habe mich eher als externer Zuschauer gefühlt, statt in die Geschichte hineingezogen zu werden und durch diese gedankliche Distanz geht leider auch die Spannung gegen Null. Das Finale entschädigt zwar für Einiges, denn da geht es ordentlich zur Sache und es passieren auch unvorhergesehene Dinge, die hohe Erwartungen an die Folgebände wecken. Dennoch gehört Das Tier ohne Namen zweifellos zu den schwächsten Hellblazer-Stories, die ich bislang gelesen habe und lässt mich leider etwas enttäuscht zurück. Hoffentlich wird das bald wieder besser.

      Zusammengefasst bietet dieser fünfte Band eine kurze, knapp überdurchschnittliche Geschichte und einen größeren, eher enttäuschenden Part, die jedoch beide durch innovatives Artwork punkten können und dank des spannenden und überraschenden Finales und dem coolen Swampy-Auftritt wird der Gesamteindruck noch etwas angehoben.

      Meine Wertung: 5/10

      Mike Carey bleibt uns ja noch eine ganze Weile, also zumindest die nächsten vier Bände, erhalten. Ich bin gespannt, ob sich der Gute wieder steigern kann und es ihm gelingt diese kleine Talfahrt in Sachen Punktevergabe wieder herumzureißen.

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • Wollte auch mal ganz allgemein zum Thread beglückwünschen. Bin wirklich beeindruckt, wie viel Arbeit Du in die Rezis steckst :thumbup: (und trotzdem noch die Zeit findest, die ganzen Comics auch zu lesen 8o )

      Ich lese nicht immer alle Deine Beiträge, zum Teil, weil ich weiß, dass die Sachen "sowieso" nix für mich sind. Z. B. viele der Film-Anlehnungen (Robocop, Aliens), weil ich die Filme einfach nicht gesehen habe.
      Mit diesem Bergsteiger-Manga ist aber eine Deiner Empfehlungen auf meine "wahrscheinlich auch mal lesen"-Liste gewandert, nach der ich nie im Leben von selbst gesucht und vermutlich auch nie vermisst hätte.
      Jetzt kann ichs natürlich nicht ungesehen machen :whistling:

      Aaaalso: Auch wenn ich eher ein stiller Mitleser bin - keep up the good work!
      Iop - Agent of A.W.E.S.O.M.E.

      "The laws of physics can kiss my ass!" - Miss America Chavez
    • Iop schrieb:

      Wollte auch mal ganz allgemein zum Thread beglückwünschen. Bin wirklich beeindruckt, wie viel Arbeit Du in die Rezis steckst :thumbup: (und trotzdem noch die Zeit findest, die ganzen Comics auch zu lesen 8o )

      Ich lese nicht immer alle Deine Beiträge, zum Teil, weil ich weiß, dass die Sachen "sowieso" nix für mich sind. Z. B. viele der Film-Anlehnungen (Robocop, Aliens), weil ich die Filme einfach nicht gesehen habe.
      Mit diesem Bergsteiger-Manga ist aber eine Deiner Empfehlungen auf meine "wahrscheinlich auch mal lesen"-Liste gewandert, nach der ich nie im Leben von selbst gesucht und vermutlich auch nie vermisst hätte.
      Jetzt kann ichs natürlich nicht ungesehen machen :whistling:

      Aaaalso: Auch wenn ich eher ein stiller Mitleser bin - keep up the good work!
      :thx: !!! Klar, man pickt sich raus, was halbwegs interessant klingt oder man noch gar nicht kennt, mach ich ja auch so. ;)
      Das Gipfel der Götter Dein Interesse geweckt hat finde ich großartig und kann die Reihe nur nochmal empfehlen! Was Meister Taniguchi da abgeliefert hat ist echt der Wahnsinn, sowohl optisch als auch inhaltlich und eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

      Mit dem Lesen hab ich gar nicht so das Zeitproblem, weil das ja unglaublich viel Spaß macht und ich es kaum erwarten kann neue Geschichten zu entdecken! Zum Rezi schreiben muss ich mich manchmal allerdings schon ein wenig selbst überreden, denn die Zeit , die ich dafür brauche würde oftmals auch reichen, um einen Standard-Paperback (wie z.B. beim Hellblazer) zu lesen. :/

      Andererseits macht das Schreiben und dadurch ggf. entstehender Austausch aber auch Spaß UND man lässt das Gelesene nochmal Revue passieren, was meiner Ansicht nach das Gesamterlebnis noch deutlich vertieft und dafür sorgt, dass mehr hängen bleibt. :tipsel: :zwinker:

      Nochmal Danke fürs Lob und wie @CM! schon schreibt:

      CM! schrieb:

      Ein Like sagt mehr als tausend Worte :hutab: <3 <3 <3 <3 <3 von 5
      :ok:
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      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 20)



      Titel: Leben und Tod – 2 von 4: Prometheus

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 104 Seiten im Softcover/Paperback

      Inhalt: Prometheus: Life and Death #1-4

      Autoren: Dan Abnett

      Zeichner: Andrea Mutti

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Der furiose zweite Teil der neuen LEBEN UND TOD-Reihe!

      Eine Gruppe von Marines und Ausgestoßenen wird mit dem enigmatischen, gottgleichen Ingenieuren aus dem Kinofilm Prometheus in einen Ring geworfen! Von den Tiefen des Alls, zu einem Planeten, der von dem genetischen Beschleuniger der Ingenieure verschmutzt wurde, bis hin zu den außerirdischen Xenomorphen, müssen sich die Menschen den größten Schrecken der Galaxie stellen!

      Dort warten nicht nur weitere Ingenieure und gefährliche Aliens auf die Marines, sondern auch die Söldnertruppe um Anführer Galgo, die in der Vorgänger-Serie FEUER UND STEIN auf dem Planeten gestrandet ist. Gemeinsam mit den Söldnern und deren Verbündetem Ahab (einem Predator) starten die Marines einen verzweifelten Angriff auf das Schiff der Ingenieure.

      Basierend auf den Ereignissen der Comic-Reihe Feuer und Stein bringt Leben und Tod das Triumvirat des außerirdischen Horrors zusammen – Aliens, Predators und Ingenieure!

      Diese Story beginnt nach den Ereignissen des Comics Leben und Tod: Predator und wird mit Leben und Tod: Aliens fortgesetzt.



      Just my 2 cents:
      In Klappentexten wird der Mund ja gerne mal ordentlich voll genommen, aber hier kann ich das nur bestätigen und das Wörtchen furios trifft es ganz ordentlich. Ein spannungsgeladenes Feuerwerk wie direkt von der Kinolandwand, was das Team aus Autor Dan Abnett und Künstler Andrea Mutti uns in dem 104 Seiten starken Paperback hier auftischen. Zuerst aber kurz zur Story.

      Prometheus startet nahtlos nach dem ersten Band Predator, Captain Paget befindet sich also auf ihrem schnellen Eingreifschiff USCM Hasdrubal und einem Teil ihres Platoons ist es gelungen das Schiff der Ingenieure (oder Konstrukteure, wie man möchte) zu starten und so von LV-727 zu entkommen. Dem Platoon um Sergeant Roth ist es gelungen den letzten Predator, der es mit an Bord geschafft hatte zu eliminieren und nach einiger Tüftelei schaffen sie es sogar dem fremdartigen Alienschiff, hinreichend bekannt aus Prometheus – Dunkle Zeichen oder dem ersten Alien-Film, einen neuen Kurs einzugeben. Als das Schiff Richtung Ganymed Station startet scheint die Bergungsaktion beinahe schon erfolgreich gelaufen zu sein.

      Allerdings wurde beim Gefecht mit dem Predator eine der Cryo-Kammern beschädigt und die automatische Weckfunktion in Gang gesetzt. Als der Ingenieur erwacht endet der Versuch der ersten Kontaktaufnahme äußerst blutig, und die Marines sind schlicht Chancenlos. Ihnen bleibt nur die Flucht und der Versuch sich auf dem riesigen Raumkreuzer so lange zu verstecken, bis ihrem Captain auf der Hasdrubal etwas einfällt. Die wiederum staunt nicht schlecht, als das Schiff plötzlich einen neuen Kurs einschlägt und verschwindet.

      Nach sechst Tagen landet das Schiff und den Überlebenden des Platoons ist es tatsächlich gelungen sich dem Zugriff durch den Ingenieur so lange zu entziehen. Als dieserer den Raumer unbeaufsichtigt lässt nutzen sie die Gelegenheit sich aus dem Staub zu machen und finden sich auf einem seltsamen, unwirtlichen Planeten wieder, voll von giftigen Pflanzen und auch die Tierwelt hält noch die ein oder andere Überraschung bereit, denn wie soll es anders sein, sie sind auf LV-223 gelandet – und hier treffen Sie auf viele alte Bekannte…



      Echt ein Knaller, was Mr. Abnett hier abliefert, denn der Überlebenskampf wird auf dem neuen/alten Planeten natürlich nur noch spannender und schwieriger. Die ganze Geschichte wirkt extrem dicht und schlüssig, ständig greifen die Zahnräder exakt so ineinander, wie ich es mir gewünscht hätte. Man denkt sich oft: Oh Mann, das wäre voll cool, wenn jetzt das und das passieren würde – Und zack, dann passiert genau das. Ja, das bringt insgesamt gesehen vielleicht nicht so viele Überraschungen wie man hätte einbauen können, trifft aber genau den Ton der Filme und macht beim Lesen einfach einen ungeheuren Spaß! Scheinbar hat Dark Horse aus Feuer und Stein gelernt, wo die ständig wechselnden Autoren den ein oder anderen Holprer in den Erzählfluss gebracht haben. Abnett, der auch einige Bücher geschrieben hat, hat den großen Storybogen stets im Blick und liefert genau das, was der geneigte Fan der coolsten Weltraummonster überhaupt haben will. Freilich traut er sich aber auch nicht, mal ein paar Risiken einzugehen, es gibt halt wie immer kein Licht ohne Schatten.

      Auch das Artwork des Italieners Andrea Mutti weiß durchweg zu gefallen und setzt das Geschehen stimmig um. OK, seine Aliens sind nicht perfekt, aber zum Glück sind die ja auch nicht der Hauptfokus der Story. Alles Andere wie die Marines, Raumschiffe, fremde Welten und Umgebungen und auch Ingenieure und Predatoren hat er echt gut getroffen und mit dem richtigen Grad an Roughness auf die Seiten gebracht.

      Ich bin echt hellauf begeistert von diesem zweiten Band und kann noch immer nicht verstehen, weshalb ich die Reihe nicht besser in Erinnerung hatte. Auch die im Laufe der Geschichte geknüpften Querverbindungen zu Feuer und Stein sind perfekt gelungen und gefallen mir ungemein gut. Aber keine Angst, auch für „Neulinge“, die den ersten Vierteiler nicht gelesen haben, bleibt alles klar verständlich. Als ganz besonderes Goodie für mich als Moby-Dick-Fanatiker (siehe hierzu meine Rezis) ist
      Spoiler anzeigen
      die Namensgebung des Predators aus Feuer und Stein, der hier wieder auftritt: Ahab, welcher Name könnte passender sein für einen passionierten Jäger? Dazu kommt als Extra-Schmankerl jetzt noch der Ex-Marine und jetziger Priester namens Melville, der mit dem Platoon unterwegs ist.
      – Das muss ich ja einfach abfeiern!

      Meine Wertung: 8/10

      Und ich war echt SO kurz davor eine 9 zu geben! Aber ja, ein bisschen weniger Vorhersehbarkeit wäre schön gewesen. Aber hey, dafür gibt es einen Nervenzerrenden Cliffhanger am Ende!

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • Mit der Batman Anthologie den dunklen Ritter kennengelernt – jetzt seinen größten Widersacher…



      Titel: Joker Anthologie

      Verlag: Panini (US: DC)

      Format: 372 Seiten im großformatigen Hardcover

      Inhalt: 18 irre Schandtaten des berühmtesten Schurken der Comic-Geschichte:
      1940 – Batman 1 Batman vs. Joker
      1940 – Batman 1 Der Joker kehrt zurück
      1944 – Detective Comics 85 Das Joker-Double
      1946 – Batman 37 Der Joker zieht nach!
      1951 – Detective Comics 168 Der Mann unter der roten Maske
      1952 – Batman 73 Jokers Spezialgürtel
      1965 – Detective Comics 341 Jokers verrückte Eskapaden!
      1973 – Batman 251 Jokers fünffache Rache!
      1978 – Detective Comics 475 Der lachende Fisch!
      1980 – Batman 321 Miesen Geburtstag, lieber Joker…!
      1982 – Batman 353 Totgelacht!
      1987 – Detective Comics 570 Wer zuletzt lacht
      1990 – Detective Comics 617 Mächtige Symbole
      1994 – The Batman Adventures Annual 1 Nächtliches Gelächter
      2001 – Robin 85 Narrentränen
      2005 – Batman: The Man who Laughs Der Mann, der lachte
      2007 – Countdown 31 Die Entstehung des Jokers
      2013 – Batman 23.1 Gib dem Affen Zucker

      Autoren: Bill Finger, Dennis O'Neil, Alan Grant, Andy Kubert, Steve Englehart, Chuck Dixon, Ed Brubaker u.a.

      Zeichner: Bob Kane, Jerry Robinson, Dick Sprang, Neal Adams, Marshall Rogers, Alan Davis, Walter Simonson u.a.

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Der berühmteste Schurke der Comic-Geschichte!

      Kein Comic-Schurke ist derart populär wie der Joker- Batmans ärgster Widersacher. Er ist der „Clownprinz des Verbrechens“, der „Harlekin des Hasses“, sowohl Genie als auch kranker Irrer, dessen wahnhaftes Gelächter die Bürger der Stadt Gotham City erschaudern lässt. Seit er von dem Batman-Erfindern Bob Kane und Bill Finger 1940 geschaffen wurde, verübt der Joker seine irren Schandtaten.

      Dieses Werk beschreibt Werdegang und Entwicklung des Jokers von seinen Anfängen in den 1940er-Jahren bis heute und bietet eine Auswahl der besten Joker-Geschichten, geschrieben und gezeichnet von bekannten und mittlerweile schon legendären Comic-Künstlern wie Bobe Kane, Alan Grant, Paul Dini, Alan Davis, John Byrne, Ed Brubaker, Doug Mahnke, Andy Kubert und vielen mehr.

      Ein Muss für jeden Batman-Fan und ein eindrucksvolles Stück moderner Pop-Kultur!



      Just my 2 cents:
      Nachdem ich mir mit der Batman Anthologie einen schönen Einstieg und Überblick über die Welt und den Werdegang des dunklen Ritters durch die Jahrzehnte verschafft habe lag es natürlich nahe sich auch mit seinem erbittertsten Widersacher etwas näher auseinanderzusetzen, dem Joker. Schon die große Bandbreite an hervorragenden Schauspielern, die den Harlekin des Hasses bereits in Film, Fernsehen oder auch als Synchronstimme verkörperten zeigt, welchen Stellenwert der Clownprinz des Verbrechens in der Comic-Welt und ganz allgemein in der modernen Popkultur einnimmt. Gerade dieses Jahr steht mit Joker ja der erste Solo-Film ins Haus, in dem der bekannteste Schurke der Comic-Geschichte die alleinige Hauptrolle übernimmt. Nach Größen wie Jack Nicholson, Mark Hamill, Heath Ledger und zuletzt Jared Leto in Suicide Squad darf diesmal Joaquin Phoenix seine Interpretation von Batmans Nemesis zum Besten geben. Man darf gespannt sein, ob es Ihm und dem grünhaarigen Meisterverbrecher gelingt einen ganzen Spielfilm alleine zu tragen.

      Ich finde es nur passend, dass der Joker über die Jahre von so vielen Schauspielern mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen verkörpert wurde, denn wie in dieser schicken Anthologie überdeutlich wird war der Charakter des Jokers selbst im Laufe der Jahre auch häufigen Änderungen unterworfen. Klar, er war immer wahnsinnig, gefährlich, verbrecherisch und mit einem, sagen wir mal außergewöhnlichen Sinn für Humor ausgestattet. Aber selbst in diesem Rahmen gibt es eine unheimlich große Bandbreite von Interpretationsmöglichkeiten, die von den Autoren fleißig ausgenutzt wurde. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass der Joker, der bereits ein Jahr nach Batman seinen ersten Auftritt hatte, weit vielfältigere Veränderungen durchgemacht hat als der Mitternachtsdetektiv selbst, was den erneut äußerst umfangreichen Schinken, den Panini uns hier auftischt, enorm abwechslungsreich gestaltet. Das verdeutlicht ein kurzer Blick auf die enthaltenen Stories:

      1940 – Batman 1 Batman vs. Joker
      Schon beim allerersten Auftritt des Jokers wird schnell klar, wie tödlich gefährlich er ist und mit seinen vorhergesagten Todeszeitpunkten für berühmte VIP’s lernen wir auch gleich ein Motiv kennen, dass uns im Laufe der Jahre noch öfter begegnen wird. Außerdem darf Jokers Gift, das zu Qualvollem Tod mit einem verzerrten Grinsen auf den Lippen führt nicht fehlen.

      1940 – Batman 1 Der Joker kehrt zurück
      Schon in der direkten Fortsetzung, die in der gleichen Batman-Ausgabe veröffentlicht wurde wird dem Mann im Fledermaus-Kostüm klar, dass es nicht so einfach ist den Joker hinter Schloss und Riegel zu halten. Vielleicht mit ein Grund, weshalb diesmal einer endgültigeren Lösung entgegengestrebt wird. Als Goodie gibt’s noch die Goldenen Regeln für Robins Rasselbande, die mich freudig an die Holzhammer-Moral am Ende einer Marshall Bravestarr-Folge erinnern :hammer: .

      1944 – Detective Comics 85 Das Joker-Double
      Eine kleine Studie, die das überlebensgroße Ego des Jokers hervorhebt, denn wenn ein Anderer in seinem Namen Verbrechen verübt findet das der dauergrinsende Psychopath überhaupt nicht Lustig und setzt alles daran den Nachahmer dingfest zu machen. Spaßig wie schnell selbst einer wie der Joker in die Rolle des Verbrecherjägers stolpern kann, ob er dabei gar erfolgreicher ist als das dynamische Duo?



      1946 – Batman 37 Der Joker zieht nach!
      Ein kleines Kuriosum ist es schon, dass es heute wohl unbekannt ist, wer diese tolle Geschichte verfasst hat, in der so viele coole Ideen eingebracht werden. Joker eröffnet so etwas wie einen All-Inclusive Service für Verbrecher. Er übernimmt Planungen für Einbrüche und dergleichen und bietet sogar einen Rettungsservice an, sollte es mal brenzlig werden. Zu diesem Zweck hat er seine eigene Version des Bat-Signals an verschiedenen Orten in der Stadt installiert, wir sehen zum ersten mal seine Jokerfizierte Version des Batmobils (unglaublich trashig-charmant) und auch ein Jokerflugzeug als Pendant zum Bat-Wing gehören zum einfallsreichen Arsenal des Clowns.

      1951 – Detective Comics 168 Der Mann unter der roten Maske
      Batman hält Kriminologiekurse an der Uni und erzählt den Studenten von einem seiner alten, ungelösten Fälle, einer X-Akte sozusagen. Die rätselhafte und spannende Geschichte um Red Hood bietet erstmals die Variante einer Origin-Story für den Joker und der Mann mit der roten Haube soll uns ja auch in Zukunft noch öfter mal begegnen.

      1952 – Batman 73 Jokers Spezialgürtel
      Abgefahren lustige Story über einen Joker, der neidisch auf Batmans tollen Gürtel mit all den Gadjets ist und daraufhin selbst einen designt. Nicht umsonst wurde die Story in der 60er Jahre TV-Serie aufgegriffen und in einem tollen Zweiteiler verewigt. Extrem humorvolle und charmante Geschichte und dank des mal wieder äußerst informativen redaktionellen Beitrags weiß ich jetzt auch, weshalb Cesar Romero als Joker einen weiß überschminkten Schnurrbart hatte, der war mir nämlich vor kurzem beim Sichten der Folge zusammen mit meiner kleinen Tochter direkt ins Auge gesprungen.

      1965 – Detective Comics 341 Jokers verrückte Eskapaden!
      Eine wundervolle Hommage an die ganz großen unter den Kino-Komikern wie Charlie Chaplin und Buster Keaton, denn als diese Herren ist der Joker diesmal unterwegs, begeht Verbrechen und dreht Spielfilme dabei. Ein schöner Seitenhieb auf die Traumfabrik und dazu Batman in einem wirklich coolen Batmobil, was zu Anfang ja eher noch nicht so der Burner war.

      1973 – Batman 251 Jokers fünffache Rache!
      Die Story von Dennis O’Neil ist packend, actionreich und mit tollen Nebencharakteren angereichert und das Artwork von Neal Adams ist erneut ein wahrer Augenschmaus, der für einen Comic aus den 70ern unglaublich modern daherkommt. Ein echter Hingucker mit ikonischen Splash-Pages und einem kinoreifen Unterwasserkampf gegen einen Hai, der selbst James Bond oder Lara Croft zu Ehre gereicht hätte.

      Der mächtige Band hat wieder dafür gesorgt, dass es im nächsten Post weiter geht…
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • 1978 – Detective Comics 475 Der lachende Fisch!
      Die Geschichte von Steve Englehart und mit den Zeichnungen von Marshall Rogers ist wohl Teil eines größeren Story-Arcs, der unter Fans mittlerweile schon als Klassiker bezeichnet wird, das Ganze kann aber auch unabhängig gelesen werden. Wobei, ganz unabhängig ist das gar nicht, denn das direkte Vorgängerheft Detektive Comics 474 Querschläger war bereits in der Batman Anthologie enthalten und so haben wir hier eine schöne Verbindung zwischen den beiden Wälzern. Auch das Wiederaufgreifen der Story für die Batman Zeichentrickserie in den 90ern beweist ihre Qualität und ich selbst bin auch der Meinung, dass alle beteiligten hier einen tollen Job gemacht haben. Spannend, düster und abwechslungsreich schreibt Mr. Englehart einen Batman wie ich ihn mag und Herr Rogers macht einen grandiosen Job, auch wenn mir Neal Adams im direkten Vergleich etwas besser gefällt.

      1980 – Batman 321 Miesen Geburtstag, lieber Joker…!
      Ich liebe Autor Len Wein bereits seit ich die ersten Swamp Thing Comics gelesen habe und auch hier hat er mich nicht enttäuscht. Zusammen mit dem großen Walter Simonson, der hier für das Artwork verantwortlich zeichnet, bringen sie eine aufregende Story auf die Seiten, in der der Joker seinen Geburtstagsparty mit einer immensen Ladung Terror anreichert. Tolles Ding, auch wenn ich Wein an Swampy etwas lieber lese und der gute Walt Simonson bei anderen Werken wie Alien - Der Comic oder RoboCop versus The Terminator noch beeindruckenderes abgeliefert hat als hier.

      1982 – Batman 353 Totgelacht!
      Ein richtig bösartig-fieser Joker will sein Antlitz in seiner eigenen Variante von Mount Rushmore verewigen und ein Batman, der dank des wirklich sehr gelungenen Artworks von José Luis García-López viel mehr Mimik bekommt als üblich, sucht das natürlich zu verhindern. Hat echt Spaß gemacht.



      1987 – Detective Comics 570 Wer zuletzt lacht
      Seit ich Anfang der 90er Jahre Michelle Pfeiffer als Catwoman erleben durfte (für mich noch immer DIE Inkarnation der Figur) bin ich ein großer Fan der Katzendame. Auch die verstrickte Situation im Film, dass Bruce und Selina sich auf romantischer Ebene näherkommen, dies aber dank ihrer geheimen Identitäten nicht können, fand ich ungemein faszinierend. Genau dieses Thema wird in dieser, von Alan Davis fulminant in Szenen gesetzten Story wieder ausgerollt, als es dem hinterlistigen Joker gelingt Selina Kyle einer Gehirnwäsche zu unterziehen, die sie Ihre Zuneigung zu Bruce Wayne bzw. Batman vergessen lässt und fortan mit dem gehässigen Harlekin gemeinsame Sache macht.

      1990 – Detective Comics 617 Mächtige Symbole
      Der von vielen bei der Aufzählung oder auch bei speziellen Veröffentlichungen zu besonders begabten Batman-Zeichnen oft schmerzlich vermisste Norman Breyfogle (OK, vielleicht vermisst ihn auch nur unser lieber @Wild Bill Kelso) hat diese äußerst atmosphärische Story in exzellentem, elegantem und innovativem Stil auf die Seiten gebracht. Ich liebe die Anleihen an klassischen Gruselstreifen, die durch verschiedene Elemente, wie beispielsweise die Tarot-Wahrsager-Dame mit einbezogen werden.

      1994 – The Batman Adventures Annual 1 Nächtliches Gelächter
      Überbordender (schwarzer) Joker-Humor und der Look der berühmten 90er Jahre Animated Series zeichnen diese kleine Story aus.

      2001 – Robin 85 Narrentränen
      Ich gebe es zu, ich bin kein großer Robin-Fan. Zum Glück kann mein vierjähriges Krümelchen noch nicht lesen, sonst dürfte ich mir jetzt was anhören! Sie liebt den quietschbunten Bengel mit den überraschten Ausrufen in der Adam West Serie abgöttisch und sieht Batman lediglich als eine notwendige Randerscheinung :whistling: . In der alten TV-Serie konnte ich Burt Ward als vorlauten Sidekick aufgrund des trashigen Humors auch noch verschmerzen, aber Chris O’Donnel konnte ich in den Kinoauswertungen nicht viel abgewinnen und auch in der Zeichentrickserie war mir der dunkle Ritter als einsamer Rächer viel lieber, als im dynamischen Duo. Vielleicht konnte ich deshalb auch der Serie The Brave and the Bolt nicht allzu viel abgewinnen, weil ich den dunklen Ritter als Einzelkämpfer einfach lieber sehe. Dennoch finde ich die kurze Geschichte Narrentränen äußerst gelungen und ungemein witzig! Hier ist der Joker wirklich mal zum Totlachen und echt so toll geschrieben, dass es mich nicht wundert, dass ich auch Dixons Winterwelt - Classic viel abgewinnen konnte. Scheinbar liegt der Autor auf meiner Wellenlänge.

      2005 – Batman: The Man who Laughs Der Mann, der lachte
      Wer kennt ihn nicht, den modernen Klassiker von Ed Brubaker? Also abgesehen von mir natürlich! Die meisten werden das grandiose Stück Comic-Kunst schon ihr Eigen nennen. Ob als Hefte, als Einzelband, oder in der DC Comics Graphic Novel Collection im Verbund mit Arkham Asylum. Völlig zurecht versuchen die Verlage dieses Sahnestück unter den Batman-Comics an möglichst jeden Fan zu bringen der nicht bei drei auf dem Baum ist. Ich war sofort geflasht und es stört mich null die Bohne, dass ich die ultra-atmosphärische und düstere Story in der Batman Graphic Novel Collection zusammen mit The Killing Joke dank Abo wohl bald nochmal im Regal stehen habe.



      2007 – Countdown 31 Die Entstehung des Jokers
      Kleines Schmuckstück auf Zwei Seiten, dass die Origin vom Verbrecherclown im Stil von Nolans The Dark Knight einerseits erzählt, andererseits aber auch in vagem Ungewissen belässt. Top!

      2013 – Batman 23.1 Gib dem Affen Zucker
      Zum Abschluss nochmal ein abgedrehtes Wahnsinns-Stück, dass mit einem trainierten Kampf-Gorilla zu punkten weiß. Wer meine Rezis zu Spawn und den Heften mit Cy-Gor im Speziellen kennt weiß, das ist genau mein Ding. Dazu ein herausragendes Artwork von Andy Clarke, das den teilweise verstörenden Unterton der Story perfekt transportiert und fertig ist der gelungene Abschluss der Joker Anthologie.

      Das war also die kleine Mammut-Zusammenfassung zum berühmtesten Clown der Welt und es hat sich wirklich gelohnt! Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Anthologie im Vergleich zum Batman-Pendant mit den weitaus stärkeren Stories aufzuwarten weiß. Im Gegenzug bot die Batman Anthologie dafür häufigere „das erste mal“-Momente und der Redaktionelle Part bot ein paar mehr Überraschungen. Nicht falsch verstehen, die Infos zu den drei Großen Abschnitten und auch zu den einzelnen Geschichten sind auch diesmal wieder äußerst informativ und gut gelungen, aber wirklich überraschende Anekdoten oder Neuigkeiten fand man bei Batman halt ein paar mehr. Dafür darf positiv hervorgehoben werden, dass sich die Artikel nicht wiederholen und die Joker Anthologie somit eine perfekte Ergänzung zur Batman Anthologie darstellt, statt in den Informativen Parts lediglich die gleichen Infos nur in neuer Form aufzuwärmen.

      Die Frage, welche Batman-Story ich mir nach diesem zweibändigen Einstieg in seine Welt jetzt als nächstes vornehme wurde mir von dem großen Album auch direkt abgenommen: Der lachende Fisch, die Fortsetzung von Querschläger hat mich dermaßen beeindruckt und angefixt, dass mein Fokus jetzt erstmal auf das Werk von Marshall Rogers fällt. Da bleibt von Panini selbstverständlich die Marshall Rogers Ausgabe der Batman Collection, in meinem Fall wird es allerdings Im Zeichen des Jokers aus der DC Graphic Novel Collection werden. Das Hardcover ist einfach erheblich günstiger, auch wenn die Panini-Ausgabe im Gegenzug etwas mehr an Material zu bieten hat.

      Insgesamt bin ich der festen Überzeugung mit den beiden Anthologien zu Batman und Joker einen idealen Weg nach Gotham City gefunden zu haben und werde mich jetzt mal auf weitere Meilensteine des dunklen Ritters stürzen. Ob ich irgendwann noch die Harley Quinn Anthologie nachlege, die mehr moderneres Material enthält, habe ich noch nicht abschließend entschieden. Allerdings bin ich schon sehr auf den Sammelband mit Fokus auf einige weitere berühmte Gegner der Fledermaus gespannt, der im zweiten Halbjahr bei Panini erscheinen soll!

      Meine Wertung: 8/10

      Hat Euch die Joker-Anthologie auch so gut gefallen wie mir? Und welche Joker-Adaption außerhalb der Comics (also Film/TV/Hörspiel/Zeichentrick etc…) findet Ihr am besten und warum?

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • Marvel Boy schrieb:

      Kann ich dir nicht sagen, es gibt die deutsche Syncro nicht auf Scheibe. :wut:
      Einzige legale deutsche Möglichkeit ist meines Wissens Amazon. Die Staffeln sind auch häufiger im Angebot.
      Glossar

      • Bände: Mehrzahl von Band im Sinne von Buch
      • Bänder: Schnürsenkel
      • Bender: Figur aus Futurama
      • Bendis: Comicautor
      Vorsicht: Als Band kann auch eine Musikgruppe oder ein einzelner Schnürsenkel bezeichnet werden.
    • dhe schrieb:

      Marvel Boy schrieb:

      Kann ich dir nicht sagen, es gibt die deutsche Syncro nicht auf Scheibe. :wut:
      Einzige legale deutsche Möglichkeit ist meines Wissens Amazon. Die Staffeln sind auch häufiger im Angebot.
      Nein, ist bei Amazon leider auch nicht mehr verfügbar. Weder kostenlos, noch zum Leihen oder Kaufen. Und ich hab zu spät mitbekommen, dass es das da überhaupt gab. :cursing: :extremheul:


      Marvel Boy schrieb:

      God_W. schrieb:

      Marvel Boy schrieb:

      Kann ich dir nicht sagen, es gibt die deutsche Syncro nicht auf Scheibe. :wut:
      Das weiß ich (leider)! Ärgert mich auch extrem! Vielleicht sollten wir da mal eine Petition starten und an Warner Bros. schreiben :?:
      Da hat es wohl schon mehrere Versuche gegeben, erfolglos.
      Wenn man alles sein lässt was mal erfolglos war hätte es viele tolle Sachen gar nicht erst gegeben! Z.B. Star Trek.
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      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • @God_W.: Das ist ja blöd. Zum Glück hab ich 3 Staffeln.

      Wenn ich mich recht erinnere, gab es lange Zeit wohl rechtliche Probleme. Die, wenn es mit der Synchro zutun hatte, wohl aus dem Weg geräumt wurden, siehe Amazon. Deshalb könnte eine Petition nun Sinn machen.
      Glossar

      • Bände: Mehrzahl von Band im Sinne von Buch
      • Bänder: Schnürsenkel
      • Bender: Figur aus Futurama
      • Bendis: Comicautor
      Vorsicht: Als Band kann auch eine Musikgruppe oder ein einzelner Schnürsenkel bezeichnet werden.
    • Außerirdische Monster in einem Monster von Buch…



      Titel: Aliens Classic Omnibus

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 500 Seiten im Hardcover/Albenformat (S/W)

      Inhalt: Zehn klassische Geschichten in düsterem Schwarz-Weiss
      - Glaskorridor (1998)
      - Überleben (1998)
      - Earth Angel (1994)
      - Erlösung (1993)
      - Der Geist (1998)
      - Wiedergeburt (1997)
      - Alchemie (1997)
      - Mondo Pest (1995)
      - Mondo Heat (1996)
      - Das Nest (1992)

      Autoren: David Lloyd, John Byrne, Jay Stephens, James Vance, Dave Gibbons, John Arcudi, Henry Gilroy, Jerry Prosser

      Zeichner: David Lloyd, Guy Davis, John Byrne, Mike Mignola, Eduardo Risso, Richard Corben, Ronnie del Carmen, Kelley Jones

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Ein intergalaktischer Alptraum in schwarz-weiß!

      Genau so ein Alptraum kommt dabei raus, wenn man das beliebte Aliens-Franchise in die Hände von Comic-Stars wie Mike Mignola, Richard Corben, David Lloyd, John Byrne, Eduardo Risso und Kelley Jones gibt.

      Insgesamt zehn spannende Geschichten warten auf den geneigten Leser und geben Antworten auf Fragen wie: Wie sah die erste Alien-Invasion in den Fünfzigern aus? Sollte sich ein kaltblütiger Killer auf die Seite der Menschen stellen, um gegen die Aliens zu kämpfen? Was passiert, wenn eine Gruppe Teenager auf einem abgelegenen Hinterwädlerplaneten von Aliens überfallen wird?

      Just my 2 cents:
      Nach der Joker Anthologie steht mit dem Aliens Classic Omnibus gleich das nächste Mammutwerk ins Haus. Mit 21x28 cm sowohl höher, als auch breiter und zusätzlich noch doppelt so dick wie die Anthologie über den Clownprinzen ist der Hardcover-Brocken von Cross Cult schon ein beeindruckender Totschläger und nicht als Lektüre für unterwegs geeignet. Enthalten sind zehn Stories rund um den gruseligen Xenomorph aus dem All, die zwischen 1992 und 1998 bei Dark Horse Books erschienen sind. Die Geschichten wurde zuvor unter Aliens Classic 1-3 bereits in drei kleineren Einzelbänden ebenfalls vom Cross Cult Verlag veröffentlicht. Schnell waren die ersten beiden Bände verlagsvergriffen und so wurde recht zeitnah dieser auf 999 Exemplare limitierter Brocken nachgelegt. Ich gehe mal stark davon aus, dass die ein oder andere Story des Bandes im Original damals coloriert erschienen ist, aber das stimmige Schwarz-Weiß passt schon sehr gut zu den Aliens und ihrer creepy Ausstrahlung, außerdem gibt das dem ganzen so einen gewissen, edel wirkenden Touch.

      Das Buch selbst ist toll verarbeitet und schon ein absoluter Hingucker im Regal. Mir persönlich hätte für die XXL-Ausgabe zwar das Cover des ersten der kleinen Bände etwas besser gefallen, aber dafür erstreckt sich das des Omnibusses über Vorderseite, Buchrücken und Rückseite, ähnlich wie bei den Spawn Origins Collections. Sieht schon cool aus und macht gleich deutlich, was uns im Inneren erwartet. Apropos Inhalt, sollte der jetzt auch noch stimmen sind wir ganz schnell bei einem absoluten Must-Have für alle Alien-Fans, und da bin ich eigentlich frohen Mutes, denn bei den Namen der beteiligten Autoren und Künstler ist schon der ein oder andere Hochkaräter vertreten. Das ich selbst der Welt rund um Ridley Scotts unheimliches Wesen so Einiges abgewinnen kann sollte den meisten ja mittlerweile klar sein, ich bin als Fanboy also ein bisschen vorbelastet, wenn ich jetzt auf die einzelnen Stories noch kurz eingehe.



      - Glaskorridor (1998)
      Frank ist ein Profikiller – erbarmungslos – eiskalt. Doch bei seinem letzten Auftrag ist ihm etwas passiert, was er so noch nicht kannte. Er hat es mit der Angst zu tun bekommen, alle Selbstbeherrschung war dahin und Schweißausbrüche haben ihn geplagt. Verliert er langsam die Nerven dafür? Auf jeden Fall musste er schleunigst da weg, denn wenn man einen solchen Job versiebt sehen das die Auftraggeber gar nicht gerne und so kommt es, dass er jetzt zusammen mit einer Truppe Einwanderer auf einem heruntergekommen (Raum-)Kahn als blinder Passagier unterwegs ist. Doch der zwielichtige Kapitän und seine Mannschaft transportieren in einer Kühlkammer etwas weit Gefährlicheres als einen menschlichen Killer und als unter der Crew schließlich Streit um die Bezahlung ausbricht, das Kühlsystem beschädigt wird und etwas bösartiges erwacht muss Frank seine Nerven ganz schnell wiederfinden, wenn sie nicht alle ihr Leben lassen wollen.
      Ein richtiger Knaller den wir hier zum Auftakt aufgetischt bekommen. Richtig spannend, mit tollen Charakteren und einfach wie aus einem Guss, was wir von David Lloyd hier als Autorencomic geboten bekommen. Das Artwork finde ich großartig und gefällt mir um Längen besser als seine Arbeit an V wie Vendetta – Absolute Edition. Vermutlich haben viele hier im Forum Recht und man hätte V wie Vendetta auch bei der Absoluten Edition besser in Schwarz-Weiß belassen sollen, das steht den Zeichnungen von Mr. Lloyd vielleicht einfach besser zu Gesicht.



      - Überleben (1998)
      Autsch! Nach Zuckerbrot folgt Peitsche, oder in dem Fall vielleicht eher Augenkrebs. Sorry, aber mit dem wirren, grobschlächtigen und teilweise extrem unübersichtlichen Artwork von Guy Davis kann ich leider gar nichts anfangen. Ich habe gelesen, dass der Gute Mann bereits Eisner Awards gewonnen hat und hoffe deshalb, dass mir seine Arbeit an Mignolas B.U.A.P. mehr zusagen wird, aber das war echt nix. Dazu die sehr abstruse Story, die mir einfach aus ein paar Traumebenen zu viel besteht und fast genauso unübersichtlich daherkommt wie das Artwork. OK, von daher ist die ganze Sache vermutlich in sich stimmig – für mich nicht.



      - Earth Angel (1994)
      Knaller! In den 50ern Landet ein UFO auf auf der Erde und was finden die Einwohner des Kleinstädtchens in dessen Nähe das seltsame Gerät abgestürzt ist im Innern? Einen großen, bewusstlosen Außerirdischen. Klar ist der bewusstlos, denn an seinem Gesicht hat sich ein Facehugger festgesetzt. Wie das weitergeht und was ein Alien in den 50ern auf der Erde anrichten kann ist eine grandiose Hommage an die alten Sci-Fi Klassiker dieser Zeit und obendrein ungemein spannend, brutal und erfrischend anders.



      - Erlösung (1993)
      Man sieht es und weiß auf den ersten Blick: Es ist Mignola. Die einen hassen es, die anderen lieben alles was er Zeichnet, ich habe mich damit zumindest arrangiert bzw. bin so langsam sogar ein Stück weit in das Lager der Befürworter gerutscht. Bei dieser Robinson Crusoe-Story im Weltall sitzt der gute Mike allerdings nur am Pinsel, Autor der Story ist nämlich Dave Gibbons, der Comicfans selbstredend durch seine Beteiligung an Alan Moores Watchmen bekannt ist. Ich persönlich liebe das Adventure Beneath a Steel Sky von Revolution Software (Die Baphomets Fluch-Macher), an dem er ebenfalls mitgewirkt hat, Watchmen steht noch ungelesen im Schrank. Auf jeden Fall macht der Mann hier als Autor einen tollen Job, er und Mignola harmonieren prima!



      - Der Geist (1998)
      Eine klassische Teenie-Horror-Story, die im Wald einer alten Sage auf den Grund gehen wollen und hierfür in eine Höhle eindringen, in der ein uraltes Monster hausen soll. Wie soll es anders sein: Das Monster ist ein Alien, allerdings wirklich uralt, was man so bislang auch noch nicht erlebt hat. Echt mal was Anderes, aber irgendwie will das Sci-Fi-Monster nicht so richtig in diese Old-School Story passen, das wirkt leider ein wenig ungelenk und aufgesetzt.

      Irgendwie hab ich's die Tage mit so Mega-Bänden, deshalb wieder weiter im nächsten Post...
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