Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • Durch Valerian & Veronique wurde mal wieder die Lust auf klassische Franko-Belgier geweckt…



      Titel: Alix Gesamtausgabe 2 – Band 5: Die Schwarze Kralle

      Verlag: Egmont (Be: Casterman)

      Format: 208 Seiten im Hardcover/Albenformat

      Inhalt: Die Tiara des Oribal; Die schwarze Kralle; Die verlorenen Legionen

      Autoren: Jaques Martin

      Zeichner: Jaques Martin

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Alix, Sohn eines gallischen Häuptlings, kommt als Sklave nach Rom, wo ihn ein wohlhabender Bürger adoptiert. Er erlangt die Gunst Cäsars, der ihn fortan auf abenteuerliche Missionen innerhalb und außerhalb der Grenzen des gigantischen römischen Reiches entsendet. So führen ihn seine Aufträge nach Germanien, Afrika, Mesopotamien, Kleinasien und sogar nach China.

      Der Elsässer Jacques Martin (1921 – 2010) schrieb und zeichnete diesen Klassiker des franko-belgischen Abenteuercomics ein halbes Jahrhundert lang. Mit Alix sind Generationen von Lesern auf Reisen gegangen. Diese Gesamtausgabe präsentiert das Werk Martins und bietet zudem umfangreiche Hintergrundinformationen zu der Entstehung eines Comic-Meilensteins.



      Just my 2 cents:
      Okay, okay, es hat eine Weile gedauert bis ich mich an das nächste Alix-Abenteuer gewagt habe und ja, das könnte zum Teil auch daran liegen, dass die vorangegangene Geschichte keine Begeisterungsstürme bei mir auslösen konnte. Aber das es mich irgendwann wieder zu den bunten und abwechslungsreichen Unternehmungen des jungen Galliers hinziehen würde war klar. Dass das gerade jetzt, nach den Ausflügen quer durch die Zeit und vor allem in die Zukunft mit Valerian und Veronique der Fall ist, ist sicher kein Zufall, denn sowohl die beiden Zeitagenten, als auch der kühne Gallier sind wahre Klassiker und beinahe schon Ikonen der Franko-Belgischen Comic-Kunst. Nicht umsonst halten sich beide Serien bereits seit vielen Jahrzehnten in den Herzen der Fans und bringen noch immer neue Abenteuer hervor. Nach den tollen ersten Geschichten und dem etwas abfallenden vierten Teil geht es jetzt also weiter mit dem Rätsel um Die Schwarzen Kralle.

      Das Leben ist schön im reichen und wohlhabenden Pompeji. Der Vesuv ist ruhig, die Reichen leben in ihren prunkvollen Anwesen ein sorgloses Leben und auch dem Volke geht es gut, da der Handel floriert. Auch der von allen angesehene und hochgeachtete Petronius lebt im Überfluss und so plant er zur Begrüßung seines Vetters, der ihn besuchen kommet, ein rauschendes Fest. Doch die Vorbereitungen werden von einem schrecklichen Unglück überschattet. Einer seiner vier besten Freunde fallt einer unbekannten Krankheit zum Opfer, wird ganz steif und fällt in ein tiefes Koma. Doch die Festivitäten sind schon weit vorangeschritten und so findet die Feier dennoch statt. Als es noch während des Festes ein zweites Opfer gibt und eine Schattengestalt auf der Flucht gesehen wird ist eines klar: Es handelt sich keineswegs um eine ominöse Krankheit, sondern durch hinterhältige Attentate. Doch wer hätte ein Motiv und wer könnte das nächste Opfer sein? Der frisch eingetroffene Vetter Peronius‘ startet die Ermittlungen, und wer sollte das anderes sein als – ALIX.

      Mit List und Klugheit tragen Alix‘ Ermittlungen schnell Früchte und er macht zusehends kleine Fortschritte, doch auch der Attentäter ist auf Zack und so gibt es trotz aller Bemühungen des kühnen Galliers weitere Opfer. Im Laufe der Ermittlungen ist die Tatwaffe schnell gefunden, eine Schwarze Kralle, getränkt mit einem tückischen und seltenen Gift. Doch als Alix das Motiv für die hinterrücks durchgeführten Anschläge aufdeckt kommt ein finsteres Geheimnis aus Petronius Vergangenheit ans Licht. Eine lange verborgene Gräueltat die auch nach vielen Jahren noch ihre Opfer verlangt. Das dabei auch Unschuldige ins Kreuzfeuer geraten ist nur eine Frage der Zeit und so beginnt für Alix mit der Suche nach einem Gegengift ein langes, gefährliches und ausuferndes Abenteuer. Dschungel, Eingeborene, wilde Tiere und reißende Flüsse. Eine ganze Odyssee dürfen wir im Verlauf von Alix‘ Jagd nach dem rettenden Gegengift noch erleben.



      Eine spannende und hochdramatische Geschichte über lange vergangenes, aber niemals vergessenes Unrecht, die sich etwa ab der Mitte von einer atmosphärisch dichten Meuchel- und Detektivgeschichte wandelt in ein großes, actionreiches Abenteuer. Martin spielt hier wieder alle seine Stärken aus. Das geschickte Verbinden verschiedener Genres, ein Storytelling, das nicht nur äußerst spannend daherkommt, sondern auch so viel zu erzählen weiß, dass schon beinahe eine epische Breite erlangt wird, und ein Artwork, welches von Band zu Band immer beeindruckender, detailreicher und realistischer wirkt. Martin traut sich jetzt auch mal an größere Panels, wie bereits das Eingangsbild eindrucksvoll vermittelt (das erste von mir eingebundene Foto mit dem einzelnen Panel). Da wird direkt ein wundervoller Eindruck des wohlhabenden Pompeji vermittelt, der uns perfekt in die Geschichte einführt.

      Ja, wenn man sowas liest und abwechslungsreiche Abenteuer in dieser Qualität mit dem jungen Gallier erleben darf, fällt es leicht einmal einen nur durchschnittlichen Band, wie Die Tiara des Oribal zu verzeihen. Die Schwarze Kralle bietet historisches Abenteuer wie ich es liebe und ist einer der besten Alix-Bände, die ich bis jetzt entdecken durfte.

      Meine Wertung: 8/10

      Jetzt bin ich wieder richtig heiß auf die nächsten Erlebnisse unseres mutigen Helden. Wie so oft hatte @excelsior1166 mal wieder Recht mit seiner Aussage, dass des nach der eher durchschnittlichen Tiara mit der Kralle wieder steil bergauf gehen würde. :ok:

      Ich suche übrigens Händeringend die beiden Alix-Bände #20 (O Alexandria) und #22 (Der Fall des Ikarus). Die hat nicht zufällig jemand zu einem fairen Preis abzugeben oder weiß eine Bezugsquelle?

      VG, God_W.
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    • God_W. schrieb:

      Wer von Euch hat schon Valerian & Veronique gelesen?

      @God_W. Ich noch nicht, aber ich weiß wer daran Schuld ist, dass ich mir den ersten Band der Gesamtausgabe bestellt habe.. Du und deine Rezi nämlich :D

      Der Film hatte mir sehr gut gefallen und ich hab auch schon mal in die Gesamtausgabe geblättert. Irgendwie hatte mir der Stil gar nicht so zugesagt, aber nach deiner Rezi und den verlinkten Bildern geb ich dem ersten Band doch mal eine Chance.
    • Dergon schrieb:

      God_W. schrieb:

      Wer von Euch hat schon Valerian & Veronique gelesen?
      @God_W. Ich noch nicht, aber ich weiß wer daran Schuld ist, dass ich mir den ersten Band der Gesamtausgabe bestellt habe.. Du und deine Rezi nämlich :D

      Der Film hatte mir sehr gut gefallen und ich hab auch schon mal in die Gesamtausgabe geblättert. Irgendwie hatte mir der Stil gar nicht so zugesagt, aber nach deiner Rezi und den verlinkten Bildern geb ich dem ersten Band doch mal eine Chance.
      ^^ Hihi, das freut mich ein wenig, wenn auch nicht für Deinen Geldbeutel. ;)
      Also mir macht die Reihe bis jetzt echt Spaß! Hab gerade die letzte Story des ersten Gesamtausgaben-Bandes beendet und werde wenn's zeitlich klappr heut Abend noch was dazu schreiben. Das ist natürlich alles schon ziemlich anders als im Film und man sollte schon ein Interesse für klassische Stoffe mitbringen, wenn das gegeben ist und man ein kleines Faible für Sci-Fi hat macht das ganze echt Laune! Ich habe mir auf jeden Fall direkt mal die Bände zwei und drei der Gesamtausgabe geordert :thumbsup2: (auch nicht schön für den Geldbeutel :heul: ).
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    • Erster Teil der Kinovorlage…



      Titel: Valerian & Veronique Gesamtausgabe 1 – Band 2: Im Reich der Tausend Planeten

      Verlag: Carlsen Comics (FR: Dargaud)

      Format: 160 Seiten im Hardcover/Albenformat

      Inhalt: Schlechte Träume; Die Stadt der Tosenden Wasser; Im Reich der Tausend Planeten

      Autoren: Pierre Christin

      Zeichner: Jean-Claude Mézières

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      „Vor uns hatte niemand Abenteuer wie diese erzählt. In dieser Serie ist einfach alles möglich, und jedes neue Album bringt uns dorthin, wo wir es wollen.“ - Jean-Claude Mézières

      „Science-Fiction ist eine wunderbare Möglichkeit, der Wirklichkeit zu entfliehen.“ – Pierre Christin

      Mit diesem Band startet die Gesamtausgabe der Reihe VALERIAN UND VERONIQUE, in der alle 21 Bände vorgelegt werden. Band 1 enthält die Geschichten "Schlechte Träume", "Die Stadt der tosenden Wasser" und "Im Reich der tausend Planeten". Ergänzt werden die Geschichten mit einer ausführlichen Einleitung, in der sowohl die Autoren als auch deren Arbeitsweise vorgestellt werden.



      Just my 2 cents:
      Die dritte Geschichte um die beiden Raum-Zeit-Agenten Valerian und Veronique ist das Album #2 und zugleich der erste von zwei Bänden, die in losen Zügen Pate für Luc Bessons aufwändige Verfilmung des Stoffes standen. Wo wir gerade sowieso bei etwas komplizierten Sachverhalten sind, weshalb heißt Veronique im Film eigentlich nicht Veronique, sondern Laureline? Eigentlich ganz einfach, in Frankreich hieß die Comicreihe Valérian, agent spatio-temporel, direkt übersetzt also in etwa Valerian, Raum-Zeit-Agent. Jedoch wurde die Serie auch dort sehr schnell einfach nach den beiden Hauptcharakteren benannt, Valerian et Laureline.

      Laureline? Wer ist Laureline? Tja, daran ist mal wieder die deutsche Übersetzung schuld, denn bei uns wurde die taffe Laureline kurzerhand in Veronique umbenannt, weshalb weiß heute niemand mehr, vielleicht weil sich V&V schöner schreibt als V&L? Verwirrenderweise hat der Carlsen-Verlag dann 2017 in einer Sonderausgabe der beiden für den Film verwendeten Comics den Namen Laureline beibehalten. :S Egal, alles immer noch besser als in Schweden und Dänemark, die Menschen dort erleben nämlich die Abenteuer von Linda och Valentin! Wie auch immer, ob Laureline, ob Valentine, Hauptsache Abenteuer und Hauptsache Science-Fiction, und vor allem letzteres bekommen wir diesmal in einem Ausmaß geboten, wie es in den ersten Geschichten noch nicht der Fall war.

      Syrtis Magnificus, kurz Syrtis, ein Planet mit einem Sagenhaften Königspalast, riesigen Raumhäfen, Märkten mit vielfältigsten Waren, Handelsschiffen mit Sonnensegeln, Heimat verschiedenster Lebewesen vom einfachen Fischer über allerlei Aliens und Haustiere bis hin zu gefährlichen Seeungeheuern, deren wertvolle Haut allerdings heiß begehrt ist. Dieser Stern ist das Zentrum eines Reiches von tausend Planeten, und wo steht dieser Stern? Ganz klar, in einer weit, weit entfernten Galaxie… ;)

      Diese Galaxie ist die erste uns bekannte, in der sich eine Zivilisation völlig unberührt von Bewohnern unseres eigenen Sonnensystems entwickelt haben und so haben Valerian und Veronique diesmal eine Art Forschungsauftrag. Sie sollen sich als Besucher von einem anderen Planeten innerhalb des Reiches Tarnen und herausfinden, ob vom Reich der 1000 Planeten eine Gefahr für die Erde ausgehen könnte, oder ob es sich vielleicht sogar lohnen würde Handelsbeziehungen oder Ähnliches aufzubauen. Natürlich kommt alles anders als gedacht und neben der uralten, im Aussterben befindlichen Dynastie, die auf Syrtis herrscht bekommen es die beiden Raum-Zeit-Agenten vor allem auch mit den düsteren, unter einer Art Ritterhelmen verborgenen Kundigen, einer Art Heiler und Wahrsager zu tun, die ihr Geheimnis um jeden Preis wahren wollen.



      Ja, es ist auf den ersten Blick klar erkennbar, weshalb dieser Band der erste war, den sich Luc Besson als Vorlage für sein Kinoepos ausgewählt hat. Hier werden wir zum ersten Mal in die Weiten des Alls entführt und es wird eine völlig fremde, neue Welt erschaffen und nicht „nur“ Versatzstücke unseres eigenen Planeten kreativ zusammengewürfelt. Vieles ist in abgewandelter Form in Kinoklassikern wiederzuerkennen. Vorrangig natürlich Star Wars, aber auch an Rückkehr zum Planet der Affen habe ich mich erinnert gefühlt, genauso wie an viele klassische Abenteuergeschichten irgendwo zwischen der Odyssee oder Conan. Dazu kommen jetzt auch soziale und gesellschaftskritische Themen, wie verarmte Slums oder die Gründung einer Form von „Handelsgewerkschaft“. Das alles wieder enorm abwechslungsreichen und kunterbunten Settings vom prächtigen Palast über sagenhafte Pyramiden, überbordende Städte, Sümpfe, Ödland und Eiswelten bis in die Tiefen des Alls mit den zugehörigen Raumschiffen und, und, und…

      Abschließend bleibt zu sagen, dass mir diese Story von den bisherigen ganz knapp am besten gefallen hat und ich mich schon ungemein auf die nächsten Bände freue. Die nächsten beiden Teile der Gesamtausgabe mit den kommenden sechs Geschichten habe ich mir schon geordert. Bis mit Botschafter der Schatten die nächste Vorlage für den Kinofilm an die Reihe kommt muss ich mich allerdings etwas gedulden, das ist nämlich erst Band #6. Aber bis dahin habe mich mit den Ausgaben #3-5 bestimmt auch eine Menge Spaß. Vor allem, wenn das Artwork weiter so toll und fantasievoll bleibt! Das ist nämlich auch wieder äußerst gelungen und es gibt sogar schon Splash-Pages bzw. seitenfüllende Collagen zu bewundern:



      Meine Wertung: 8/10

      Kleiner Nachtrag zum redaktionellen Teil, der diesmal nicht ausschließlich am Anfang des Buches stattfindet. Ganz am Ende gibt es noch einen sehr schön und übersichtlich gestalteten Zeitstrahl über die gesammelten Abenteuer der beiden Raum-Zeit-Agenten. Sehr gelungen und sehr schöner Fan-Service seitens des Carlsen Verlags!



      Bzgl. Valerian und Laureline: Habt Ihr auch schöne Beispiele, wo die deutsche Übersetzung gnadenlos versagt hat? Ich finde da als Beispiel immer den alten van Damme-Streifen Red Eagle toll, der hieß im Original nämlich Black Eagle, aber da Schwarzenegger zuvor mit Red Heat recht erfolgreich war… :tick:

      VG, God_W.
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    • National Lampoons, Knaller! :lol2:

      OK, die Asterix-Variante war aber absichtlich? So ne Mundart Sache oder so?
      Weil ich ja eher Sachen suche, die damals tatsächlich ernst gemeint waren.

      Und ja, ich bin riesen Fan, aber bitte jetzt nicht alle Titel der japanischen Godzilla-Filme aufzählen! :D
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    • Kauka hatte ja nicht nur die Asterix-Ausgaben politisiert.

      Auch bei "Spirou und Fantasio" oder wie wir Älteren sie kennenlernen durften, "Pit und Pikkolo",
      hat er das ganze politisiert. Das Album "QRN ruft Brezelburg" war da für ihn eine Steilvorlage,
      da wurde auch im Text alles auf den innerdeutschen Konflikt hinweisend zurecht übersetzt.

      Trotzdem fand ich seine Übersetztung für das Marsupilami, nämlich Kokomiko, einfach toll.
    • Final Conflict auf LV-223…

      ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 23)



      Titel: Leben und Tod – 4 von 4: Alien vs. Predator

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 144 Seiten im Softcover/Paperback

      Inhalt: Alien vs. Predator: Life and Death & Prometheus – Final Conflict

      Autoren: Dan Abnett

      Zeichner: Brian Albert Thies

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Aller guten Dinge sind drei.

      Das müssen Captain Paget und ihre schwindende Einheit der Marines feststellen. Zuerst müssen sie einem Trupp interplanetarer Jäger gegenübertreten – den Predators. Danach werden sie von einem Schwarm xenomorpher Aliens angegriffen und schließlich treffen sie auf die mächtigen Ingenieure. Und bald werden sowohl Moral als auch Munition knapp.

      Während die auf LV-223 gestrandeten Marines sich auf ein letztes Gefecht mit einer Horde Xenomorphen vorbereitet, ist ihre größte Hoffnung auf Überleben ... die Alien-Königin!

      Im abschließenden Teil der epischen Sci-Fi-Saga von Dark Horse zieht Autor Dan Abnett noch einmal alle Register und serviert dem Leser einen der unerwartetsten Showdowns in der Geschichte des Franchise.



      Just my 2 cents:
      Das Finale von Leben und Tod ist gleichzeitig mein vorerst letzter Ausflug in das Franchise rund um die gefährlichen extraterrestrischen Lebensformen, die uns seit vielen Jahren einen wohligen Schauer über den Rücken jagen. Im deutschsprachigen Raum habe ich glaube ich das meiste abgegrast, was derzeit so verfügbar ist, korrigiert mich gerne, wenn ich mich irre! Schön ist, dass Cross Cult die Bände auch in digitaler Form verfügbar gemacht hat, was Neueinsteigern auch ermöglicht die komplette Story von den vier Feuer und Stein-Bänden bis zu diesem Finale der Folge-Quadrilogie zu erleben. Allerdingst kann man auch beide Vierteiler unabhängig voneinander lesen und viel Freude, bzw. Spannung und Schrecken dabei haben.

      Auch zeichnerisch schließt sich ein Kreis, da mit Brian Albert Thies, der mit Leben und Tod – 1 von 4: Predator bereits den ersten Band des Vierteilers visualisieren durfte quasi ein Veteran an Bord ist. Auch wenn sein Artwork etwas grobschlächtig daherkommt begrüße ich das eigentlich, denn wie ich in meiner kleinen Rezi zu Band eins schon erwähnte finde ich, dass sein roher Stil recht gut zur schmutzigen Welt und der actionreichen Story passt. Jetzt geht es hier zwar nicht nur um die Brutalen Predatoren und gerade bei den Aliens hätte ich mir so manches Mal ein wenig mehr Feinheiten in der Ausarbeitung gewünscht, aber man kann wohl nicht alles haben. Wie ich nach dem kleinen „Alien-Marathon“ der letzten Monate feststellen muss findet der Giger-Stil oder auch die recht großen Schleim-Mengen, die die Viecher in den Filmen so auszeichnen oft kaum oder gar keinen Einzug in die Comic-Adaptionen. Schade eigentlich. Dafür war ich mit Dan Abnett als Autor bislang ziemlich zufrieden, der zwar keine großen Innovationen bot, aber Franchise-Fans mit allem bediente, was die Filme ausmacht und den Leuten gefällt. Mal schauen, ob ihm das beim Abschluss auch gelingt.



      Wir befinden uns noch immer auf LV-223, wo die geplante Rettungsmission ziemlich in die Hose gegangen ist und sogar das Landungsschiff zerstört wurde. Die brenzlige Situation, mit der sich Captain Paget und ihre zusammengewürfelte Gruppe überlebender am Ende von Leben und Tod – 3 von 4: Aliens konfrontiert sahen, hält noch immer an.
      Spoiler anzeigen
      Auf der Flucht vor einer Horde Aliens bleibt ihnen als letzter Ausweg nur noch, sich in der Pyramide der Ingenieure zu verschanzen. Dass sie auch dort nicht wirklich in Sicherheit sind wird schnell klar und lediglich das beherzte Eingreifen von Galgo und seinem „Freund“ Ahab, dem Predator ist es zu verdanken, dass nicht alle schon kurz nach ihrer Ankunft in der vermeintlichen Zuflucht dahingeschlachtet werden.

      Allerdings hält die Wiedersehensfreude nicht lange an, denn in Chris‘ Brust wächst noch immer eine Alien-Königin heran,
      und so sendet der Schwarm gleich eine ganze Armee von Xenomorphen aus um die letzten Überlebenden abzuschlachten und zurückzuholen, was sie so dringend brauchen. Allerdings landet währenddessen gleich ein ganzer Trupp Predators auf dem Planeten. Das das die Situation weiter zuspitzt ist die Untertreibung schlechthin. Das jetzt eine große Schlacht bevorsteht ist klar, nur wie lange wird die dauern? Und für wen endet sie vielleicht schon überraschend schnell?

      Also langweilig ist dieses Finale mit seinen 144 Seiten wirklich zu keinem Zeitpunkt und man kann schon guten Gewissens behaupten, dass es Dan Abnett gelungen ist die Reihe zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Wie schon bei den vorangegangenen Bänden ist die Story wieder gespickt mit Versatzstücken aus den Filmen, was dem geneigten Fan einen hohen Wiedererkennungsfaktor beschert, aber halt auch nur wenige Überraschungen bereithält. Prinzipiell gibt es ein / zwei Passagen, die ich etwas anders gelöst hätte, aber trotzdem macht das alles viel Laune, die Action passt, die Predatoren sind von ihrer ganzen Kultur wieder mit am besten getroffen und auch die menschlichen Charaktere sind mir teilweise doch ans Herz gewachsen. Zusammen mit dem überdurchschnittlich gelungenen Artwork, dem Mörder-Cover und dem Epilog Prometheus – Final Conflict, wo Abnett noch einmal einen kurzen Knaller als Sahnehäubchen hinterherschiebt, ist dieser vierte und letzte Band von Leben und Tod ein gelungenes Finale und eine klare Empfehlung für jeden Fan der Filme.

      Meine Wertung: 7/10

      Schrammt knapp an der acht vorbei, bietet aber dennoch fast alles, was das Fanherz von Aliens und Predators begehrt. Habt Ihr die Reihe gelesen? Wenn ja, welcher Arc hat Euch besser gefallen, Feuer und Stein oder Leben und Tod?

      VG, God_W.
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    • Nächster Teil des Carey-Runs am Hellblazer…



      Titel: John Constantine – Hellblazer 6: Stationen des Kreuzwegs

      Verlag: Panini (US: Vertigo)

      Format: 148 Seiten im Softcover/Paperback mit Faltcover

      Inhalt: US-Hefte #194-199

      Autoren: Mike Carey

      Zeichner: Leonardo Manco, Chris Brunner, Marcelo Frusin

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      „In meinem Kopf sind lauter Monster.
      Und ich kenne nicht mal ihre Namen.“
      John Constantine wird aus geheimnisvollen Gründen von einem Mädchen mit einer Schere verfolgt und ein durchgeknallter Serienkiller will eine Familie umbringen, die er nicht kennt.
      Der Kette rauchende Meister des Okkulten hat sein Gedächtnis und damit seine Fähigkeiten verloren. Er sitzt fest in einem Albtraum, den er nicht versteht.
      Dies ist der Moment, auf den seine Feinde gewartet haben, denn sie wollen Rache nehmen.
      Kann der Deal mit einem seiner ältesten Feinde dem hilflosen Magier helfen, als er gegen die finstersten Dämonen der Unterwelt antreten muss? Oder droht ihm ein Schicksal, das schlimmer ist als der Tod?
      Schwarze Magie kann ihn diesmal jedenfalls nicht retten. Aber Constantine war immer dann am besten, wenn er in die Ecke gedrängt wurde. Doch nun, erschöpft und dem Wahnsinn nahe, könnte er den größten Fehler seines langen, blutbesudelten Lebens machen…

      Autor Mike Carey (Lucifer) spinnt eine makabre Geschichte aus den dunkelsten Momenten in Constantines Leben, illustriert wurde sie von Marcelo Frusin (LOVELESS), Leonardo Manco (HELLBLAZER: HÖLLE AUF ERDEN), Chris Brunner (Batman: Legends of the Dark Knight) und Steve Dillon (PREACHER).



      Just my 2 cents:
      Schon lange keinen Abstecher zum Hellblazer mehr gemacht, was sicher auch daran liegen mag, dass mich die Schreibe von Mike Carey bis jetzt immer nur teilweise abholen konnte. Zu ziellos wirkt das Ganze manchmal für mich. Ich habe wirklich nichts gegen Rätsel oder verschachtelte Erzählweisen, wo erst gegen Ende klar wird, wo die Reise hingeht, aber auch die Auflösungen seiner oftmals über lange Strecken aufgebauten Mysterien überzeugten mich bislang immer nur bis zu einem gewissen Grad. Trotzdem, auch wenn ich Careys Run bis jetzt nicht herausragend finde, wirklich schlecht war auch kein Band, und ich will natürlich wissen, wie es mit dem Trickster weiter geht. Also stürzen wir uns wieder in dämonische Tiefen und treffen unseren liebsten Magier an den Stationen des Kreuzwegs.

      Das doch ziemlich überraschende Finale des fünften Bandes beschert uns für den Start diesmal eine faszinierende, wenngleich auch für Constantine eher verzweifelte Ausgangssituation. Wie in Trance wandelt er, den meisten seiner Erinnerungen beraubt, durch die düsteren Straßen Londons. Er weiß weder wo er herkommt, wo er hinwill, noch nicht mal an seinen eigenen Namen kann er sich erinnern. Da kommt ihm die kleine Rose gerade recht. Das Mädchen hat an einem Arm schwere Verbrennungen erlitten, nimmt sich Johns jedoch an und gemeinsam werden sie in einem, aufgrund der letzten Ereignisse im Vorgängerband hoffnungslos überfüllten, Krankenhaus vorstellig.

      Doch nicht nur Hilfebedürftige haben sich im Hospital eingefunden. Ein sadistischer Killer, der es aus ganz speziellen Gründen auf John abgesehen hat, wird auf John aufmerksam und es dauert nicht lange, bis sich John gehörig in die Enge gedrängt wiederfindet. Und ist die kleine Rose wirklich das was sie zu sein scheint? Während Johns Nichte versucht ihn mit dunkler Magie aufzuspüren nimmt dieser Reißaus und findet sich voller Panik und zutiefst verängstigt auf der Flucht wieder. Um ihn herum geschehen die schrecklichsten Dinge und geradem, als er mehr und mehr Puzzleteile zusammenbekommt wird auch noch die Familie von Chas, seinem allerbesten Freund bedroht. Gerade als es kaum schlimmer könnte stolpert der Hellblazer durch einen dummen Zufall auch noch einem seiner ältesten und erbittertsten Feinde in die Arme…



      Wow! ENDLICH hat Mike Carey die Kurve gekriegt und liefert einen von Anfang bis Ende spannenden Constantine-Band ab. Klar, Johns Charakter wirkt sehr entrückt und nie zuvor haben wir einen Hellblazer erlebt, der kaum weniger arrogant und kaltschnäuzig sein könnte als hier. Wie ein verängstigter Welpe ist er zeitweise unterwegs, verschreckt von all dem Grauen, das um ihn herum passiert. Natürlich ist die ganze Situation den Umständen geschuldet, die den Trickster in diese Lage gebracht haben und das wurde ja alles gut erklärt. Von daher empfinde ich das nicht als schlimm, sondern sogar mal sehr erfrischend. Immer nur den abgeklärten, auf alles vorbereiteten und von nichts zu überraschenden obercoolen Arrogantling vor sich zu haben, kann ja auf Dauer auch langweilig werden.

      Zu dem äußerst positiven Gesamteindruck trägt für mich auch das düster, brutale Artwork von Leonardo Manco bei, mit dem der Band startet. Der darauf folgende Chris Brunner gefällt mir zwar nicht wirklich gut, dafür darf mit Marcelo Frusin ein Veteran am Hellblazer die Sache routiniert zu Ende bringen.

      Meine Wertung: 7/10

      Sogar mit Leichter Tendenz nach oben und ich freue mich schon sehr auf den siebten Panini-Paperback mit unserem Magier, denn das Finale von Stationen des Kreuzwegs ist schon ein knalliger Cliffhanger der eine immense Bandbreite von abgedrehten, oder auch abgründigen Ideen Tür und Tor öffnet.

      VG, God_W.
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      :guitar: Just my 2 Cents :kette:
    • 1954 – Neues Jahr, neues Glück?



      Titel: Hellboy Band 17 – Hellboy und die B.U.A.P. 1954

      Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

      Format: 144 Seiten im kleinformatigen Hardcover

      Inhalt: Schwarze Sonne; Das vernunftlose Tier; Geistermond; Der Spiegel

      Autoren: Mike Mignola, Chris Roberson

      Zeichner: Stephen Green, Patric Reynolds, Brian Churilla, Dave Stewart, Richard Corben

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Hellboy ist schon lange kein Anfänger mehr. Gemeinsam mit der B.U.A.P. nimmt er einen gefährlichen Auftrag nach dem nächsten an: In der Antarktis terrorisieren wildgeworden Yetis eine Forschungsstation. In amerikanischen Vorstädten suchen Phantom-Affen die Bewohner heim, und in Hong-Kong zieht ein sagenumwobenes chinesisches Artefakt furchtbare Dämonen an …

      Gemeinsam mit Chris Roberson (iZombie) und einer Gruppe von Zeichnern deckt Mike Mignola die Schrecken und Intrigen des wachsenden okkulten Konflikts im Kalten Krieg auf. Außerdem enthalten: Eine Kurzgeschichte vom legendären Zeichner Richard Corben (Ghost Rider, Swamp Thing).

      Just my 2 cents:
      Bald ist es so weit, der Kinostart des neusten Hellboy-Films rückt immer näher und wie es scheint fällt das Teil dank Regisseur Neil Marshall sogar ganz schön deftig aus, was den Gewaltgrad angeht. Ich freu mich jedenfalls schon riesig auf den Streifen. Deshalb und auch, weil ich mit Hellboy und die B.U.A.P. 1953 so unglaublich viel Spaß hatte habe ich mich dem Eintreffen des neusten Jahrgangs 1954 auch ziemlich schnell draufgestürzt. Genau wie beim Vorgänger bekommen wir wieder eine äußerst abwechslungsreiche Mischung verschiedenster Abenteuer geboten, die jeweils von wechselnden Zeichnern in Szene gesetzt wurden.

      Der Sketchbook-Teil des erneut recht schicken, kleinen Hardcovers fällt mit 14 Seiten zwar etwas magerer aus als beim Jahrgang ’53, dafür wird zwei der vier enthaltenen Stories Einiges mehr an Raum geboten. Eine Rechnung, die in diesem Fall hervorragend aufgeht. Denn auch wenn ich Hellboy in knackig kurzen Erzählungen am liebsten mag, so sind die paar Extraseiten, die zwei der Geschichten hier spendiert bekamen perfekt investiert, denn so viel sei vorab schon verraten, es gibt wieder einige echte Knaller zu erleben. Also wie gewohnt zu jeder der vier Stories eine kurze Zusammenfassung meinerseits. – Alle Angaben natürlich wieder ohne Gewähr und jedwede Einschätzung ausschließlich nach meinem selbstpersönlichen Geschmack.



      - Schwarze Sonne
      Hellboy trifft zusammen mit Doktor Woodrow Farrier in der Arktis ein, wo ein Airforce-Forschungsteam dringend um Unterstützung gebeten hat. Ein mysteriöses, unbekanntes Monstrum geht um und hinterlässt eine zerfleischte Leiche nach der Anderen. Ordentlich blutig, aber keineswegs humorlos gestalten sich die Ermittlungen bis die Truppe schließlich auf eine offensichtlich abgestürzte, fliegende Untertasse im typischen Fifties-Style stößt.
      Yeeeehaawww!!! Was für ein grandioser Knaller gleich zum Einstieg! Die blutig-brutale Eiswelt-Story versprüht von Beginn an den Charme von Klassikern wie Das Ding aus einer anderen Welt, welcher ja zu meinen All-Time Favourites gehört. Insgesamt ist die Arktis mit ihrer unwirtlichen, rauen Umgebung einfach ein Setting wie ich es liebe und als sich nach dem Fund des UFOs dann auch noch eine überraschende Wendung, hin zu einer extrem Hellboy-Typischen, herrlich übertriebenen Bedrohung vollzieht, kann ich gar nicht mehr anders, als das Teil hart abzufeiern!

      Von Zeichner Stephen Green hatte ich bislang noch nichts gesehen, aber der Gute hat mich mit seinem Stil sofort abgeholt und transportiert die Atmo der Geschichte nahezu perfekt.

      Kleiner Fun-Fact am Rande: Laut Comic landet Hellboy auf der Fletcher-Insel T-3 im Nordpolarmeer, also der Arktis. Laut Klappentext bekämpft er eine Bedrohung in der Antarktis. Da passt was nicht so ganz… :kratz:



      - Das vernunftlose Tier
      Baltimore (ob das eine Anspielung sein soll? ;) ) im Juni 1954. Hellboy und seine medial begabte Partnerin Susan Xiang machen ganz Ghostbusters-Like einen Hausbesuch bei Thomas Koestler und seiner Familie. Die werden seit dem Tod von Koestlers Bruder, der bei einem Hausbrand ums Leben kam, vom Geist von dessen Haustier, einem Affen tyrannisiert. Das hinter der Geschichte mehr steckt, als es zunächst schein ist klar…
      Die etwas zu vorhersehbare Story, irgendwo zwischen dem Thema Besessenheit und Poltergeist angesiedelt, weiß vor allem durch das mal wieder grandiose Artwork von Patric Reynolds zu begeistern. Das und die doch ziemlich effektvolle und spannende Inszenierung heben selbst diese, im Grunde altbekannte Geschichte, ganz deutlich über jegliches Mittelmaß hinaus.

      Hach, Patric Reynolds wusste mich am Hellboy mit Geschichten aus dem Hellboy Universum – Band 2 schon zu begeistern und auch an meinen Lieblingsxenomorphen hat er in Feuer und Stein – 2 von 4: Aliens ganz tolle Arbeit geleistet. Der Mann trifft einfach meinen Geschmack und ich hoffe noch viel von ihm entdecken zu dürfen!



      - Geistermond
      In der zweiten großen Story des Bandes ist Hellboy wieder mit der, bei mir mittlerweile sehr beliebten, Susan Xiang unterwegs. Die etwas abgedrehte Story in deren Verlauf Hellboy sogar auf dämonische Verwandtschaft stößt beweist es mal wieder: Man soll nicht mit Dämonen Spaßen und schon gar nicht leichtfertig mit Seelen spielen, geschweige denn diese in magischen Gefäßen Gefangenhalten. Sowas rächst sich immer, wenn man nicht damit umgehen kann – Vielleicht hätte da jemand mal lieber John Constantine zu Rate ziehen sollen? Der kennt sich ja mit sowas aus…

      Das für meinen Geschmack etwas zu Cartoon-Mäßige Artwork von Brian Churilla stört in diesem Fall wirklich nicht, denn passt wirklich gut zum etwas überzeichneten Stil der Geschichte. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie wurde bereits auf den ersten Seiten total an den charmanten Stil der Eingangssequenz von Indiana Jones und der Tempel des Todes erinnert. Das geht vermutlich nur mir so, hat dem Flic aber gleich einen dicken Pluspunkt eingebracht.

      Trotz der teilweise sehr „lockeren“ Erzählweise wird der Wechsel zu vielen ernsten Themen und auch dramatischen und tragischen Szenen mühelos und unverkrampft fertiggebracht. Insgesamt sicher die tiefgreifendste Story des Jahrgangs.



      - Der Spiegel
      Was soll ich sagen? Ein echter Creepy-Shorty-Corben. Man hasst es, oder man liebt es, viel Raum dazwischen gibt es nicht. Das Artwork des Meisters erkennt man auf den ersten Blick und kaum jemand schafft es auf lediglich acht Seiten eine dichtere Atmosphäre aufzubauen. Die Geschichte selbst bietet klassischen, europäischen Grusel in Reinstkultur, der zwar im Jahre 1954 spielt, jedoch durch den Blick in einen Spiegel einen Einblick in die Barock-Zeit des alten Frankreichs gewährt. Dieser Blick ist allerdings alles Andere als ungefährlich.

      Ja, ein echtes Brett, das Cross-Cult uns hier so kurz vor dem Kinostart des Höllenjungen nochmal beschert. Alle vier Geschichten liegen irgendwo zwischen sehr gut und Spitzenklasse, kein einziger Ausfall ist zu verzeichnen und die Vorfreude auf den neuen Kinoausflug steigt so langsam aber sicher ins Unermessliche. Also falls Cross-Cult irgendwann in ferner Zukunft die Hellboy und die B.U.A.P.-Bände auch nochmal in größeren Kompendien auflegen sollte wäre ich ja sowas von nochmal dabei! Mit 1955 steht für August bereits der nächste Jahrgang in den Startlöchern. Die Zeit bis dahin kann ich mir auf jeden Fall noch mit mehreren Bänden der Geschichten aus dem Hellboy-Universum, sowie mit dem ersten B.U.A.P.-Kompendium vertreiben.

      Meine Wertung: 9/10

      Habt Ihr den 1954er Band auch so gefeiert wie ich? Ich finde die werden echt von Ausgabe zu Ausgabe besser! Als kleines Schmankerl und zur Steigerung der Vorfreude gibt’s hier noch den Kinotrailer zum Reboot – Nicht vergessen, am Donnerstag (11.04.) ist es schon so weit!

      https://www.youtube.com/watch?v=2-j9fEBz_Pw

      Und nochmal die härtere und trashigere Variante:

      https://www.youtube.com/watch?v=hdZiTQlzk4k

      ICH FREU MICH DRAUF! :coolred:

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:

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