Just my 2 cents - Kurzreviews von God_W.

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    • Kal-L schrieb:

      Also Frank Miller kann zeichnen, oder sagen wir lieber konnte. Seine neusten Werke sind aus meiner Sicht nur noch grausam verzerrte Versionen vergleicht man sie mit Sin City oder Daredevil. Bin mal gespannt ob du nach Xerxes noch sein Artwork gut findest.
      Da bin ich auch gespannt, der liegt sein ein paar Tagen hier und von 300 war ich ja ebenfalls schwer begeistert:
      Frank Millers 300

      Wobei mir im direkten Vergleich Sin City 1 sogar noch einen Nuance besser gefallen hat. DK1 hab ich dank der Batman Collection auch schon hier und Sin City 2 und 7 ebenfalls. Kann also in nächster Zeit noch Einiges von Miller sichten.

      Marvel Boy schrieb:

      Von Sin City habe ich nicht alles gelesen. Warum? Keine Ahnung, keine Zeit, kein Geld. :D
      Was ich davon gelesen habe war genial. Ich liebe seinen Daredevil. Was ich nicht mag, frag mich mal nachdem ich was neues gelesen habe vieleicht. Bis jetzt fällt mir nichts negatives ein.
      Das klingt gut. Die nächsten Freitage werde ich (zwar nicht immer) aber zumindest öfter mal einen Sin City Band besprechen, vielleicht bekommst Du da ja Lust wieder weiter zu lesen. ;)

      Von den Werken, die er nur geschrieben hat war ich bislang nicht restlos überzeugt. Seine Variante von Robocop 2 fand ich lediglich durchschnittlich: Frank Millers RoboCop, dafür hab ich das Cross-Over mit dem Terminator extrem abgefeiert: RoboCop versus The Terminator.

      Hard Boiled steht noch auf meiner Liste, will ich irgendwann vielleicht auch mal lesen. Kann das jemand empfehlen, oder davon abraten?

      @Tom: Da decken sich unsere Meinungen mal wieder sehr! :sbro:
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

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    • God_W. schrieb:



      Hard Boiled steht noch auf meiner Liste, will ich irgendwann vielleicht auch mal lesen. Kann das jemand empfehlen, oder davon abraten?
      Lesen? Naja wenn man es so nennen mag :D
      Ich würde eher sagen du schaust dir die Bilder an. Storymäßig hat Hard Boiled noch weniger Gehalt als 300 und das will schon was heißen. Was halt rockt sind die Bilder von Geoff Darrow, das ist Massensplatter in Wimmelbild Kultur.
      Ich mags, aber ich mag so einiges :P

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
      Mein Wildstorm Leserun
    • Joe Kerr schrieb:

      God_W. schrieb:

      Hard Boiled steht noch auf meiner Liste, will ich irgendwann vielleicht auch mal lesen. Kann das jemand empfehlen, oder davon abraten?
      Lesen? Naja wenn man es so nennen mag :D Ich würde eher sagen du schaust dir die Bilder an. Storymäßig hat Hard Boiled noch weniger Gehalt als 300 und das will schon was heißen. Was halt rockt sind die Bilder von Geoff Darrow, das ist Massensplatter in Wimmelbild Kultur.
      Ich mags, aber ich mag so einiges :P
      Hmmm, dann stell ich das Teil vermutlich eher nochmal hinten an, denn mir hat schon das Artwork von Frank Millers RoboCop nicht sonderlich zugesagt...
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    • excelsior1166 schrieb:

      Hard Boiled wurde aber (wie Joe richtig schreibt) von Geoff Darrow gezeichnet, nicht von Miller.
      Ich sehe das wie Joe Kerr, gerade durch das Artwork ist der Band empfehlenswert (zumindest der erste). Zu Sin City: Meisterwerk.
      Ja, das Miller Hard Boiled nicht gezeichnet hat war mir schon klar, deshalb der Vergleich zu RoboCop, da war er ja auch nur als Autor tätig.
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    • excelsior1166 schrieb:

      Da das andere Zeichner sind, verstehe ich den Einwand bezüglich des Artworks trotzdem nicht...
      Naja, laut Joe Kerr soll das ja so Wimmelbild-mäßig sein. Das von Robocop war teilweise auch so überflutet von Details, manchmal so übertrieben, dass sich das bald bis zur Unkenntlichkeit heruntergewirtschaftet hat. Fand ich nicht so prall. Wenn dazu noch die Story nix sein soll gibt es erstmal vieles Anderes was mich mehr interessiert.
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    • Batman im klassischen Gewand…



      Titel: Batman Collection: Jim Aparo 1

      Verlag: Panini (US: DC)

      Format: 276 Seiten im Hardcover

      Inhalt: The Brave and the Bold #98; #100-102 & #104-110

      Autoren: Bob Haney

      Zeichner: Jim Aparo

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Jim Aparo zählt neben Neal Adams zu den besten und zweifellos einflussreichsten Bat-Zeichnern der Comic-Historie. Dieser Band versammelt die ersten legendären Hefte, die Aparo an der Team-up-Serie "The Brave and the Bold" schuf. Der Dunkle Ritter trifft darin auf Green Lantern, Wonder Woman, die Teen Titans, Green Arrow, Deadman, Wildcat und andere! Zeitlose Klassiker!

      Just my 2 cents:
      Mit den Anthologien zu Batman und Joker habe ich versucht, mir einen groben Überblick über die Welt des Mitternachtsdetektivs im Wandel der Zeit zu verschaffen. Das hat auch wunderbar funktioniert und da ich mir nebenbei schon einen ganzen Schwung an Bänden mit besonders gefeierten, gelobten oder auch nur kontrovers diskutierten Geschichten rund um den dunklen Ritter besorgt habe kann ich jetzt schon nahezu aus dem Vollen schöpfen bei der Auswahl meiner nächsten Lektüre mit der Fledermaus. Mit Detektive Comics 474 Querschläger und Detective Comics 475 Der lachende Fisch! war in den beiden Storysammlungen zur Fledermaus und dem Harlekin des Hasses
      Ein kleines Double-Feature enthalten, welches mir sehr gefallen hat, weshalb ich recht bald Im Zeichen des Jokers lesen möchte. In dem Band sind die beiden Geschichten nämlich in einen größeren Storybogen eingebettet, und die Zeichnungen von Marshall Rogers auch noch stimmig in Szene gesetzt.

      Dennoch habe ich mich nach einiger Überlegung dazu entschieden, zuerst dem Schaffen eines anderen Batman-Künstlers meine Aufmerksamkeit zu schenken, Jim Aparo. Der Autodidakt hat Batman in den 70er Jahren nahezu über das komplette Jahrzehnt begleitet und geprägt, was einer der beiden Gründe ist, weshalb ich den ersten der bislang vier Collections über sein Tun als nächsten Band in meinem Batman-Read auserwählt habe. Die anderen beiden sind zugleich offensichtlich wie auch logisch. Zum einen gefällt mir Aparos Artwork mit seiner Dynamik, den klaren Linien und vor allem den realistisch gestalteten Gesichtern, denen man spielend jede Gemütsregung ablesen kann, außerordentlich gut. Andererseits bietet die von ihm betreute Reihe The Brave and the Bold mit ihren von Heft zu Heft wechselnden Team-Ups die perfekte Möglichkeit für einen Newbie wie mich noch weitere, im DC-Universe häufig vertretene Charaktere kennenzulernen. Denn auch wenn Batman seine Teammitglieder in der jeweiligen Story in der Regel schon kennt, so gibt es doch immer eingestreute Hinweise, die den Hintergrund des Charakters und seine etwaigen Superkräfte kurz zusammenfassen. Gepaart mit dem enormen Umfang von über 270 Seiten bekommt man mit dem Hardcover (ebenso als Softcover erhältlich) also weitere, breit gestreute Einblicke in das gesamte DC-Universum.

      Wie schon bei der Joker- und auch bei der Batman Anthologie werde ich wieder zu jeder der elf, teils mehrteiligen Geschichten, kurz ein paar Worte verlieren. Dieser erste Band enthält Abenteuer von Batman und seinen Teammitgliedern aus den Jahren 1971 bis 1974 und natürlich geht das Ganze chronologisch voran.



      Okt/Nov 1971 – The Brave and the Bold 98: Der Hort der Höllenbrut!
      Als Roger Birnham, ein alter Freund von Batman verstirbt verspricht ihm der dunkle Ritter auf dem Sterbebett, dass er seine Frau und seinen Sohn stets beschützen wird. Das soll sich aber schon bald als schwieriger als gedacht herausstellen, denn in dem alten Herrenhaus, das geradezu einem Horror-Klassiker entsprungen sein könnte, gehen seltsame Dinge vor. Die dämonenbestückte Geschichte um Geister und okkulte Rituale versprüht den Charme alter Produktionen der Hammer-Studios oder von Universal-Klassikern, ja erinnert sogar leicht an Damien aus dem Omen und mit dem Phantom Stranger bekommt Batman Unterstützung von einem, der sich perfekt in dieses stimmungsvolle Bild einfügt. Ein grandioser Start!



      Feb/Mrz 1972 - The Brave and the Bold 100: Ein Ritter im Rollstuhl
      Batman wird angeschossen und um zu verhindern, dass die Kugel bis zur dringend erforderlichen Operation in sein Herz eindringt, ist der Mitternachtsdetektiv bis dahin an den Rollstuhl gefesselt. Gerade jetzt ist der Fledermaus aber zu Ohren gekommen, dass eine riesige Drogenlieferung in Gotham eingeschmuggelt werden soll. Um das zu verhindern muss Batman jetzt auf die Hilfe seiner Freunde zurückgreifen. Neben Alfred und Robin kommen so also auch noch Green Lantern, Green Arrow und die etwas verpeilte Black Canary zum Einsatz. Die ganze Story wirkt ganz schön an den Haaren herbeigezogen, bietet mit den vielen Co-Stars aber schöne Situationskomik und viel Spaß.



      Apr/Mai 1972 - The Brave and the Bold 101: Heisses Blei, kaltes Blut!
      Mal wieder eine Story mit einer Todesliste, die der Killer wohl beim ersten Opfer verloren hat. Allerdings ist es diesmal aber auch in Batmans Interesse, den Fall schnellstmöglich zu lösen, denn der letzte Name auf dieser Liste lautet Bruce Wayne. Mit Metamorpho bekommt Bats einen Partner zur Seite gestellt der bis über beide Ohren verliebt ist und dessen abgedrehte Fähigkeiten von Autor Bob Haney äußerst kreativ eingesetzt werden. Cooles Team in einer spannenden Story.



      Jun/Jul 1972 - The Brave and the Bold 102: Kommune der Widerspenstigen
      Eines der finanziell schlechter gestellten Viertel von Gotham soll abgerissen werden, gerade jetzt, wo sich einige junge Idealisten seit einiger Zeit dafür einsetzen, dass es in dem Viertel wieder sicherer und sauberer wird. Die Bauverwaltung will zuerst nicht mit sich reden lassen, schlussendlich einigt man sich aber doch noch auf eine letzte Frist. Bis zum Ablauf dieser müssen die Einwohner die Gegend wieder in eine erhaltenswerte Umgebung verwandeln. Als der alte Gangsterboss des Gebiets wieder aus dem Knast kommt gestaltet sich das aber schnell sehr schwierig. Da kann nur noch die Unterstützung durch die Teen Titans helfen. Nicht übermäßig spannend, aber schöner Beitrag zum Bewusstmachen sozialer Probleme in Großstädten.



      Nov/Dez 1972 - The Brave and the Bold 104: Zweite Chance für einen Toten!
      Der Titel lässt es schon erahnen, hier ist Deadman am Start! Das hat mich sehr gefreut, da ich den in einer kleinen Nebenrolle bei Swamp Thing schonmal zu Gesicht bekommen habe, hier aber ein bisschen mehr zu seinem Background erklärt wird. Außerdem ist die Story über die Schönheitsklinik für Ultrareiche und Verbrecher ein herrlicher Seitenhieb auf die High Society, schönes Ding.

      Weiter geht’s im nächsten Post…
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    • Jan/Feb 1973 - The Brave and the Bold 105: Der Tod spielt mit!
      Schöne, wendungsreiche Gangsterstory mit Wonder Woman als Batmans Sidekick. Die Dame ist erst in einem weißen Kostüm zu Gange, dass ich bislang nicht kannte (OK, ich kenn sie bis jetzt auch nur aus Film und Fernsehen) und später sogar undercover im Einsatz.



      Mrz/Apr 1973 - The Brave and the Bold 106: Verdopple den Einsatz – Und Stirb!
      Ein It-Girl das über seine Verhältnisse lebt und deshalb schon zu Lebzeiten ihr Erbe verpfändet. Die abgedrehte Idee könnte heutzutage vermutlich sogar funktionieren und war ihrer Zeit damals sicher um Einiges voraus. Jetzt ist diesmal nur Green Arrow sogar einer der Playboys, der die Dame finanziert und somit im Fadenkreuz der anderen Beteiligten der Erbengemeinschaft landet. Mit Two-Face ist dann auch noch einer meiner liebsten Bösewichte mit am Start und actiongeladene Kämpfe auf Skiern in den Bergen nach bestem 007-Stil werden ebenfalls geboten. Für mich ein Knaller des Bandes.



      Jun/Jul 1973 - The Brave and the Bold 107: Der 3-Millionen-Dollar-Flug
      Erpressung und Terrorismus sind die Kernthemen in dieser Story, bei der die Freilassung eines verurteilten Verbrechers erpresst wird, die mit einer Flugzeugentführung nebst Geiselnahme weiter geht. Ein ernstes Thema, dass durch Black Canary als Undercover-Stewardess aufgelockert wird und sich später sogar zu einer Abenteuerstory mit Western-Anklängen entwickelt.



      Aug/Sep 1973 - The Brave and the Bold 108: Die Nacht, in der Batman seine Seele verkaufte!
      Sehr geiler, abgedrehter Flic, den ich richtig feiere! Batmans Compagnon in dieser Geschichte ist der gealterte Soldat Sgt. Rock, dem schon ein Stück weit ein Kriegstrauma unterstellen kann. Dass der Gute selbst jetzt noch auf der Jagd nach Hitler ist zeigt schon in welche Richtung die hanebüchene Story geht, die aber unglaublich Laune macht und zum Schluss mit einem echt coolen Story-Twist zu begeistern weiß. Bitte mehr davon!



      Okt/Nov 1973 - The Brave and the Bold 109: Gotham Bay, sei mein Grab!
      Was hab ich mich gefreut, als ich gesehen habe wer in dieser Runde der Partner von Batman sein wird. Etrigan! Der Dämon, auf den ich auch bei Moores Swamp Thing schon des Öfteren getroffen bin, und dessen Art ich von Anfang an gerne mochte. Dazu eine Story um einen starken und zugleich tragischen Gegner und fertig wäre eigentlich der perfekte Mix. Leider bin ich nicht ganz so begeistert. Was ich sehr toll fand war, dass ich wirklich eine ganze Menge über den Dämon, seinen Hintergrund und seine Verbindung zu Merlin erfahren habe (das wusste ich überhaupt noch nicht, dass da überhaupt eine besteht! :oh: ). Allerdings wurde der Dämon selbst von Alan Moore doch um einiges besser geschrieben, als von Bob Haney hier, und auch, dass Etrigan nur ganz selten in Reimen spricht fand ich etwas schade. Insgesamt nicht schlecht, aber durch meine hohen Erwartungen leider kein Knaller – bin ich aber vermutlich selbst dran schuld.



      Dez ‘73/Jan ’74 - The Brave and the Bold 110: Ein ganz spezieller Spion!
      Zum Abschluss gab’s noch eine spannende Story über Industriespionage. Mit Wildcat ist ein weiterer Partner an Batmans Seite, den ich bislang noch nicht kannte. Den kernigen Ex-Box-Meister habe ich aber direkt ins Herz geschlossen, solche Charaktere mag ich einfach und als er sich trotz anfänglichen Widerwillens dazu gezwungen sieht den Kampfanzug wieder überzustreifen bekommen wir von ihm ordentlich Action geboten, wären der Welt bester Detektiv das leistet, was er am besten kann: Detektivarbeit.

      Das war er also, der erste Schwung der Brave and the Bold-Stories aus den 70ern von Zeichner Jim Aparo. Geschrieben wurden die Geschichten allesamt von DC-Veteran Bob Haney, dem es gelingt viel Abwechslung in die Serie zu bringen. Das liegt natürlich auch daran, dass die ständig wechselnden Begleiter und Gegner Batmans eine extrem weit gestreute Bandbreite an Möglichkeiten bieten. Das lässt das gesamte Leseerlebnis zwar niemals langweilig werden, sorgt aber auch für so manchen sehr unglaubwürdigen oder gar hanebüchenen Moment. Dem Spaß an der ganzen Sache tut das zwar keinen Abbruch, aber dass die Abenteuer der Brave and the Bold-Reihe keine epischen, tiefsinnigen Meisterwerke darstellen sollte schon jedem klar sein, der einen Blick wagen möchte. Immer mal wieder einen oder zwei der Comics aus der Sammlung zu sichten macht aber wirklich viel Freude und erweitert vor allem den Horizont im DC-Universum ungemein.

      Ich werde jetzt sicher nicht alle vier Jim Aparo-Bände am Stück weglesen, aber so nach und nach kommen die auf jeden Fall auf den Nachttisch oder mit in die Leseecke. Allgemein werde ich jetzt vermutlich noch ein oder zwei klassischere Batman-Sachen lesen, wo ich sowas hier dazuzähle, und dann immer im Wechsel auch mal modernere Bat-Stories sichten. Die Grenze ziehe ich für mich Persönlich da bei Millers Kult-Graphic Novel The Dark Knight Returns. Alles danach gehört für mich schon zu den moderneren Werken, alles davor eher zu klassischen Beiträgen zur Mythologie rund um den Flattermann.

      Eine Bewertung für so eine bunte Sammlung zusammenzuschustern finde ich immer gar nicht so einfach. Die Zeichnungen gefallen mir sehr gut, aber ich kann eben mit Klassen Stilen auch viel anfangen. Die Qualität der Stories schwankt hier schon ein wenig, auch wenn nichts dabei gewesen ist, was mir wirklich gar keinen Spaß gemacht hätte. Dafür gibt es aber auch Bonuspunkte für das schick aufgemachte Hardcover und das zwar kurze, aber dennoch informative Vorwort von Christian Endres.

      Meine Wertung: 7/10

      Ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer mit Batman, was voraussichtlich Im Zeichen des Jokers aus der DC Comics Graphic Novel Collection sein wird, und ebenso auf weitere Team-Ups mit den vielfältigen Charakteren aus dem DC-Universum im nächsten Aparo-Band. Wie hat Euch die The Brave and The Bold-Strecke von Aparo gefallen?

      VG, God_W.
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    • :kratz: Jetzt habe ich im falschen Thread geantwortet, sonst schreibe ich doch immer hier.
      Gut dann gibt es hier einfach nochmal den link dazu.

      Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

      Machst du ja auch manchmal, drüben nur einen Link reinzupacken. Finde ich überigens besser, dann weiß ich in welchem Thread ich bin und muß auch nicht einmal über alles wegscrollen.
    • Marvel Boy schrieb:

      :kratz: Jetzt habe ich im falschen Thread geantwortet, sonst schreibe ich doch immer hier.
      Gut dann gibt es hier einfach nochmal den link dazu.

      Welche Comics habt Ihr heute gelesen? (Vorsicht, Spoiler!)

      Machst du ja auch manchmal, drüben nur einen Link reinzupacken. Finde ich überigens besser, dann weiß ich in welchem Thread ich bin und muß auch nicht einmal über alles wegscrollen.
      Hehe, ja, das mach ich normalerweise, wenn es sich um eine Panini-VÖ handelt und ich das sowieso noch in den passenden Thrad mit rein packe. Das hab ich diesmal aber verpeilt, deshalb ist es sogar dreifach gemoppelt. :omg:
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    • Noch kurz zu Hard boiled vs Robocop

      Also übersichtlicher sieht das bei Darrow schon aus, bei deinem Beispiel erkenn ich echt nicht all zu viel :D

      Bubi schrieb:

      @ JoeKerr: Jetzt mal Butter bei die Fische - das war doch wahrscheinlich mit Abstand Dein schlechtester Post im Forum, oder nicht?
      "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
      Mein Wildstorm Leserun
    • Joe Kerr schrieb:

      Noch kurz zu Hard boiled vs Robocop

      Also übersichtlicher sieht das bei Darrow schon aus, bei deinem Beispiel erkenn ich echt nicht all zu viel :D
      Ja, da muss man sich schon länger mit beschäftigen um zu erkennen, was da passiert, aber ich hab natürlich auch eine der schlimmeren Seiten rausgesucht ;) .
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    • Ausklang der Undead-Reihe bei Spawn…



      Titel: Spawn: The Undead 7-9

      Verlag: Image (DE: Infinity)

      Format: Jeweils 24 Seiten in Heftformat

      Inhalt: Spawn: The Undead #7-9

      Autoren: Paul Jenkins, Beau Smith

      Zeichner: Dwayne Turner

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Spawn: The Undead #7
      Sue Uttley has an abnormal fear of escalators. When her son, John, leaves her side and ends up on an escalator, Sue must face her fears and retrieve him. Although hesitant, she is goaded by Belial and Fury in their human forms. Spawn confronts Belial for creating fear, but Belial responds that fear is his way of preparing humans for and uncertain life and an even more uncertain eternity. Sue envisions various tortures on the escalator, and feels it is leading to the gates of hell. She faces her fear for the love of her child.

      Spawn: The Undead #8
      An unusually dapper Spawn, dressed in trench coat, fedora and wingtips, sits in a diner presided over by Kerry, a waitress here for most of her life. None of the customers speak to Kerry, but she doesn't mind. One day, the nattily-dressed Spawn reveals the truth to her about her existence for the past twenty years, and she and Spawn take on the roles of each other's conscience.

      Spawn: The Undead #9
      Rumeal Lincoln is on death row, and has heard rumours of "Old Sparky." While most refer to "Old Sparky" as the name of the electric chair, Rumeal knows better. He has seen Old Sparky many times; late at night in the shadows. To Rumeal, Old Sparky appears before an execution, carefully considering the condemned men. Lately, Old Sparky has been watching Rumeal. And as Rumeal is led off the the electric chair, the shadow of the Hellspawn that he calls "Old Sparky" returns again, and tells Rumeal what he must do and feel in order to free himself.

      Deutsche Angaben von Infinity zu allen drei Heften:
      Der letzte Teil der Reihe beinhaltet drei Einzelschicksale, die wie in den Ausgaben davor von einem schattenhaften Wesen namens Spawn beeinflusst werden. Die erste Geschichte handelt von Sue Uttley, die panische Angst vor Aufzügen und Rolltreppen hat. Ihre Angst nimmt Spawn zum Anlass mit Belial (biblische Bezeichnung für den Teufel) über die Ängste der Menschen zu philosophieren und welchen Zweck sie eigentlich erfüllen sollen. Die zweite Protagonistin ist Kerry, eine Barkeeperin, die bei einem Gefecht zwischen den Streitern von Himmel und Hölle vorzeitig ums Leben kommt. Da Spawn aber ihren Tod für ungerecht hält, greift er in das Geschehen ein... Die dritte und letzte Geschichte hat ein Gefängnis zum Szenario, in dem Spawn den schwarzen Mann spielt, der die Schwerverbrecher auf ihrem letzten Gang begleitet.

      Just my 2 cents:
      Zum Abschluss der Undead-Reihe erwarten uns wieder drei einzelne, in sich abgeschlossene Stories aus der düsteren und finsteren Welt Spawns. Da der Klappentext den Inhalt der Geschichten ja schon zu Genüge verdeutlicht, und ich heute swieso nicht so viel Zeit habe, lasse ich nur kurz meine Meinung zu den drei abgründigen Erzählungen da.



      Spawn: The Undead #7
      Das Spiel mit den in uns allen in irgendeiner Form verankerten Urängsten, die sich bei manchen Menschen in waschechten Phobien manifestieren und das Herz in eisigem Griff umklammert halten steht hier im Zentrum. Das selbst eine solche Banalität wie die Nutzung einer Rolltreppe waschechte Todesangst auslösen kann ist schon faszinierend. Dennoch, auch wenn man schon von ähnichen Fällen gehört hat, finde ich die Story wenig gehaltvoll und das von Dwayne Turner mal wieder meisterhaft auf die Seiten gebrachte Artwork stellt ganz klar das Highlight dieses Heftes dar.



      Spawn: The Undead #8
      Kurz vor dem Ende der Strecke beschert uns Paul Jenkins mit A Day in the Life nochmal ein wahres Kleinod. Eine sehr traurige, kleine Geschichte um eine gute Frau, die ein einfaches, aber zufriedenes Leben führt und in Ihrer Arbeit in einem kleinen Diner ausreichend Erfüllung findet. Die Tragik über das Schreckliche, das dieser unschuldigen Seele widerfährt offenbart sich erst mit der Zeit, und schafft es wirkliches Mitgefühl zu wecken. Ganz tolle Arbeit!



      Spawn: The Undead #9
      Das ausgerechnet dieser Band die Abschluss-Story der Undead-Strecke mit sich bring ist zum einen sehr passend, aber auch ein Stück weit ironisch. Begleiten wir doch den Farbigen Rumeal Lincoln auf seiner letzten Meile, dem Weg zum elektrischen Stuhl. Wie er uns erzählt, dass er als einer wenigen in den Todeszellen nicht zu den Bösen gehört und wir erst nach und nach erfahren wie es dazu kam, das ist schon echt nicht schlecht geschrieben und von Turner auch wieder hervorragend inszeniert. Das sich das Ganze dann aber auch noch zu einem intensiven Trip in die abgründigen Tiefen der menschlichen Seele, und ihrer Facetten bezüglich Selbstwahrnehmung entwickelt gibt der Geschichte wirklich einen Finalwürdigen Touch.

      Die Spawn: The Undead-Reihe war ein intensives Erlebnis für mich und kann jedem Spawn-Fan, der auch mal eine gewisse Zeit ohne Humor auskommt, wärmstens empfohlen werden. Der teils schwarze Humor oder abgedrehte Witz der Hauptreihe, oder auch von Sam & Twitch ist hier wirklich nirgends zu finden. Es sind neun durchweg intensive, aber bierernste Geschichten. Teils brutal, teils abgründig, oft tragisch, unheilvoll oder traurig. Für so etwas sollte man schon ein gewisses Faible mitbringen, meine persönliche finstere Seite haben die Erzählungen und die Art ihrer Inszenierung sehr angesprochen.

      Dennoch kann ich sagen, dass ich auch ein Stück weit froh bin, dass nach dem neunten Band Schluss gemacht wurde, denn ich glaube, dass das Konzept auf Dauer nicht gut funktionieren kann, da es halt keinerlei roten Faden gibt. Klar taucht hier und da an einer Ecke oder im Hintergrund der Spawn am Rande mal auf, oft hat er aber nur marginal etwas mit der Story zu tun, die Hauptdarsteller wechseln also mit jedem Heft, was dem Ganzen nach einer gewissen Zeit halt auch einen Hauch von „Beliebigkeit“ verleiht. Bleiben für mich insgesamt neun gute bis sehr gute Stories, aber auch gut, dass zu einem Zeitpunkt ein Ende gefunden wurde, als sich das Konzept noch nicht „tot“-gelaufen hatte.

      Meine Wertung: 7/10

      Habt Ihr die Undead-Reihe gelesen und wie fandet Ihr sie? Ich würde einen schicken Sammelband auf Deutsch, so in der Art der Origins Collection ja sehr begrüßen und sicher auch noch kaufen! Allerdings würde das bei der düsteren Thematik in schickem Schwarz, also wie bei Curse of the Spawn, noch besser passen. Gehört Panini? Macht da doch mal was :!: ;)

      VG, God_W.
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    • Die Lady macht sich Selbstständig…

      ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 25)



      Titel: Lady Killer 2

      Verlag: Panini (US: Dark Horse)

      Format: 128 Seiten im Softcover/Paperback

      Inhalt: Lady Killer 2 #1-5

      Autoren: Joëlle Jones

      Zeichner: Joëlle Jones

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      Mörderische Hausfrau

      Florida in den 60er-Jahren. Der amerikanische Traum wird im ganzen Land in vollen Zügen gelebt und genossen. Die schöne Josie Schuller etwa ist eine Bilderbuch-Hausfrau, die sich liebevoll um ihre beiden Töchter und ihren Gatten kümmert. Aber das ist nur eine ihrer Seiten! Denn Josie ist zugleich eine eiskalte, knallharte Berufskillerin, die ohne Skrupel mordet, bis zu den Ellenbogen im Blut steht und ihre Opfer auch schon mal zersägt. Josie und ihre Familie sind nach Cocoa Beach umgezogen, wo die tödliche Mutter und Ehefrau neuerdings auf eigene Faust operiert. Doch es dauert nicht lange, bis sich ein alter Bekannter als neuer Partner aufdrängt und die Dinge noch blutiger und komplizierter werden…

      Der zweite Band der ebenso stilsicheren wie brutalen Krimi-Serie, geschrieben und gezeichnet von Ausnahmekünstlerin Joëlle Jones (Fables, Supergirl).

      „Stark, spannend, blutig und mit hervorragenden Zeichnungen.“ – Splashcomics

      „Joëlle Jones ist auf der Höhe ihres kreativen Schaffens.“ - ComicCrusaders




      Just my 2 cents:
      Band eins war für mich ja eine kleine, unverhoffte Entdeckung, die ich gar nicht so recht auf dem Schirm hatte. Restlose Begeisterungsstürme wurden durch die Story bei mir zwar nicht entfacht, aber dennoch hatte ich eine wirklich schöne Zeit mit der charmanten Lady, ihrer skrupellosen Art und vor allem dem tollen Artwork von Joëlle Jones. Sehr gute und kurzweilige Unterhaltung war allemal geboten und über die ein oder zwei kleinen Wermutstropfen konnte ich locker hinwegsehen. Deshalb wollte ich auch unbedingt wissen, wie es mit der hübschen Killerin und Hausfrau im Amerika der 60er Jahre weiter geht, denn das Ende des Erstlings hatte schon ein Stück weit durchblicken lassen, wo die Reise hingehen könnte.

      Das Softcover mit Klappenbroschur enthält alle fünf Ausgaben von Lady Killer 2 und wer es lieber etwas härter mag kann sogar zum ebenfalls von Panini angebotenen Hardcover greifen. Statt Jamie S. Rich hat diesmal Joëlle Jones sogar selbst das Story-Heft fest in der Hand, wir haben es hier also mit einem waschechten Autorencomic zu tun. Mal schauen, was Miss Jones draus gemacht hat.

      Tupperware-Nachmittag in einem spießigen Haushalt, wo sich die beiden garstigen Gastgeberinnen im Seniorenalter das Maul über eine ihrer Gäste zerreißen. Wie kann es das schamlose Ding nur wagen ihrer Einladung zu folgen und in ihr Haus zu kommen, wo sie doch erst vor Kurzem geschieden wurde! Ein skandalöser Fauxpas in den spießigen 60ern. Irgendwann ist die Tupper-Party vorbei und als alle Gäste gegangen sind zieht das ältere Geschwisterpaar weiter über die Gäste her während die Tupper-Tante noch die letzten Sachen einräumt. Aber Moment, kennen wir die elegante Dame nicht irgendwoher? Klar, spätestens als sie die Tupperdosen zur Seite legt und einer der älteren Damen die spitze Seite eines Hammers in die Schläfe treibt sind wir wieder mitten drin, in der Welt der Josie Schuller, auch genannt Lady Killer.
      Nach dem kleinen Eklat auf der Weltausstellung in Seattle kommt Josie Schuller der Umzug ins sonnige Cocoa Beach, vermutlich aufgrund des Jobs ihres Mannes, gerade recht. Ihrer ehemaligen Arbeitgeber hat sie sich ja auf höchst radikale Weise erledigt und hat beschlossen fortan auf eigene Rechnung, als selbstständige Auftragskillerin zu arbeiten. Weniger Vorgesetzte, weniger Probleme. Allerdings gibt es jetzt auch kein Team mehr, dass sich um die ganzen drumherum anfallenden Arbeiten kümmert. So muss sie selbst den Cleaner spielen und hat nach dem äußerst blutigen Ableben der beiden alten Damen alle Hände voll mit der Entsorgung selbiger zu tun. Schnell sieht sie sich mit den praktischeren Problemen ihres Geschäftes konfrontiert, wenn sich Sägeblätter verbiegen und Fleisch auflösende Säuren nicht zufriedenstellend funktionieren.

      Aber man muss auch mal zu improvisieren wissen. Das ist der Haushalt älterer Damen, was findet sich denn da so: Ah! Ein Elektromesser! Und was habe ich zu Genüge dabei? Stimmt! Tupperdosen! Also auf ans Werk…
      Eine riesige Sauerei, die dann schließlich auch noch beseitigt werden will, aber Lady Schuller ist eine fleißige Dame und macht auch die weniger angenehmen Seiten ihres Nebenjobs höchst professionell. Nebenbei immer die perfekte Hausfrau und Mutter, so auch beim Barbecue mit dem neuen Boss ihres Mannes und dessen Frau. Nur mit der Schwiegermutter gibt es reichlich Probleme und die Lage spitzt sich dahingehend immer weiter zu, da Mutter Schuller auf der Weltausstellung viel mehr mitbekommen hat, als gut gewesen wäre.

      Als Josie bei der Beseitigung der Leiche ihres nächsten Jobs auf einen alten Bekannten trifft, der ihr anbietet diesen für sie ungeliebten Teil der Arbeit gegen ein gewisses Entgelt zu übernehmen, scheint sich zumindest eines ihrer Probleme gelöst zu haben. Zu allem Überfluss bekommt Sie von einer größeren Organisation, die ebenfalls an der Küste tätig ist das lukrative Angebot mit einzusteigen und soweit besser bezahlte Aufträge an Land ziehen zu können. Alles scheint wunderbar zu laufen, aber wie das im Leben so spielt, wenn alles zu gut läuft ist meistens etwas faul.



      Klasse! Unglaublich makaber und lustig inszeniert Joëlle Jones mit leichter Hand eine weiterführende Story um die Killer Lady, die den Charakteren viel mehr Tiefe und Background verleiht als noch im ersten Teil und in Sachen Kreativität und Brutalität bei den Tötungsszenen, und vor allem bei der nachfolgenden „Reinigung“, noch eine gehörige Schippe drauf legt. Das alles von sicherer Hand in ein enorm ansprechendes, stimmungsvolles und wunderschönes Artwork gegossen, das mich wirklich in die 60er Jahre entführt, zumindest wie ich sie mir gerne vorstelle, und eine wahre Augenweide darstellt.

      Gleich von Beginn an hat man das Gefühl, dass Mrs. Jones bei Band eins noch nicht vollends von der Leine gelassen wurde. Jetzt hat sie das Ruder selbst in der Hand und hat jeglichen Bremsklotz abgeworfen und die Handbremse gelöst. Dynamischer, freier und ideenreicher wirkt sowohl die komplette Story, als auch der Aufbau einzelner Szenen. Klar, da sind schon einige bekannte Versatzstücke des Genres verarbeitet, aber in kreativer und sehr hübscher Art und Weise. Zwischen schockierend brutal und aufreizend sexy liegen hier oft nur wenige Panels, jedoch wirkt das niemals billig oder aufgesetzt, sondern irgendwie immer elegant und detailverliebt. Dieses Auge für Details, das Frau Jones hier mal wieder bewiesen hat wird auch im kleinen Sketchbook-Teil im Anhang nochmals aufgegriffen, was meine Bewunderung für das Artwork nochmals verstärkt hat, auch wenn mich die häufige Schwarz-Darstellung des Blutes noch immer ein wenig stört.

      Mir persönlich hat Band zwei nochmal deutlich besser gefallen als der erste und wenn Joëlle Jones auf dem Cover steht werde ich fortan öfter mal einen Blick riskieren. Ganz toll was die Dame hier abliefert! Würde mich freuen, wenn die Serie eine weitere Fortsetzung bekommt, eine Möglichkeit hierzu wird am Ende offengelassen.

      Meine Wertung: 8/10

      Habt Ihr die Lady auch gelesen? Welcher Band hat Euch besser gefallen und warum? Und ist Euch Joëlle Jones als Zeichnerin auch schon positiv aufgefallen?

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von God_W. ()

    • Ich habe letzte Woche auch den Band 2 der "Lady" gelesen und schliesse mich da deinem Urteil voll an @God_W. :Der ist wirklich noch mal eine Klasse besser als Band 1, der ja auch schon nicht schlecht war.

      Er hat einfach mehr Substanz und die Autorin hat sich da so einiges einfallen lassen und hat wirklich einen bitterbösen Sinn für Humor :D

      Was mich selber überrascht hat : Die ganzen Tötungsszenen und die Beseitigung der Folgen derselben haben mich ziemlich kalt gelassen, als dann aber am Schluss Mrs. Schuller selber relativ leicht verletzt wird
      Spoiler anzeigen
      ihr wird ein Finger abgeschossen
      hat mich das im ersten Moment direkt ein wenig geschockt. Ein sicheres Indiz dafür, dass sie mir schon richtig ans Herz gewachsen ist und ich bin sicher das wird den meisten so gehen, die die beiden Bände gelesen haben :)

      Der einzige Nachteil an den Comics ist für mich, dass die Serie wohl nicht fortgesetzt wurde. Ich konnte leider weder auf deutsch noch auf englisch weiteres Material finden.

      Schade, aus dem Stoff hätte man sicher noch einiges rauskitzeln können :)


      Freunde des klassischen Swamp Thing, die sooooooooooo gerne schöne Neuausgaben hätten und von einem deutschen Omnibus träumen :D