Thor (2019) Serien Thread - Band #1 & Neu: #2: Gefallene Götter (mit Spoilern)

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    • Bei Thor hätte ich nach dem grandiosen & sehr emotionalen Finale der letzten Sonderband-Reihe nicht gedacht das dies nur Ansatzweise zu toppen sei und hatte deshalb im Grunde keine so hohen Erwartungen an diesen ersten Band. Aber da lag ich ordentlich falsch, Jason Aaron überrascht hier wieder mit einer Flut an neuen Ideen, baut seinen Run weiter konsequent auf und liefert neben ordentlich Action wie immer auch schöne Charakter-Momente & nun sogar etwas Humor.

      Neu-Leser sollten sich aber bewusst sein dass sie mitten in einen schon längeren Run einsteigen und das der neue Haupt-Zeichner Mike del Mundo doch eher speziell ist (siehe das Cover, das ist sein Stil, ich mag ihn aber). Vielleicht also vorher mal zur Sicherheit in den Band reinblättern oder Paninis Leseprobe ansehen ...
      Wer hier zu wenig Bilder von Comics sieht, einfach mal auf meiner Instagram Seite vorbei schauen:
      CD&C ist - Sir Acer - Sammler aus Leidenschaft!
    • Bucky schrieb:

      Dann noch diese Wendung einfach die beiden Rivalen zu verheiraten, das löst das Problem ja immer.
      Wird im Forum demnächst auch so gemacht. Bubi macht Online den Priesterschein. Sobald er ihn hat werden die Streithähne hier einfach verheiratet und fertig.


      Zu dem Comic:
      Ihr Kunstbanausen!
      Del Mundo sieht doch klasse aus. Farbenfroh und abstrakt. Passt perfekt zu dem Stil der Geschichte, welcher ja auch mit seiner Kombination aus Mythologie und Heavy Metall-Cover-Fantasie abstrakt und bunt ist.
      Klar, liest sich das nicht so einfach weg, wie Parkers Paul schon sagte. Aber das ist ja nicht automatisch negativ. Wenn man mal etwas auf einer Seite verweilen kann, dann hat das doch auch was.

      Schlimmer fand ich zum Beispiel die Seite um Future-Thor. Da war das Artwork jetzt nicht hässlich, aber furchtbar laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig!
      Da kämpft Thor im All gegen den letzten Sternen-Hai - und wie sieht das Vieh aus? Wie ein arschnormaler Hai. Nix kreatives, nix was auf All oder Sterne hindeutet. Einfach nur ein Grauer Fisch aus der Konserve. Ich habe mich über diesen Mangel an Kreativität richtiggehend geärgert.

      lg Task

      Jones schrieb:

      Wenn ich mir mal einen Hund zulege, wird's ein Dobermann...und ich nenne ihn Taskmaster.


    • Kal-L schrieb:

      Also ich habe da weder Mad Max noch Rantanplan im Comic finden können und auch keine Figuren die sie so bescheuert sind wie die Töle aus Lucky Luke.
      Keine Beleidigungen gegenüber des Sohnes des großen Mannit.


      Aber zum Heft
      gibt mir jemand ein Juggernaut spoiler? Seine Erwähnung ist der einzige Grund warum ich überlege, dass heft zukaufen.
    • Zu „Thor – Rückkehr des Donnerers“ habe ich auch einige Gedanken.

      Zur Geschichte

      Jason Aaron spinnt eine große Erzählung weiter, die vor vielen Heften begonnen wurde. Vieles wurde damals schon angelegt, wie z.B. der wiederkehrende Ausblick auf den Thor der Zukunft und es ist spannend und ideenreich, wie unvorhergesehene Wendungen die Geschichte vorantreiben. Ich mag es, wie Jason Aaron die Figuren und deren Beziehungen untereinander, die schon seit ewigen Zeiten existieren, beleuchtet und alte Ideen mit neuen Betrachtungsweisen angeht. Dies wird an manchen Stellen auch humoristisch umgesetzt.

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      So werden uns die teilweise aus der Edda überlieferten Verwandschaftsbeziehungen der Charaktere untereinander plastisch vor Augen geführt, was eine gewisse Ironie erzeugt, wenn z.B. Onkel Thor auf seinem Neffen Fenris reitet. Ein weiteres Stilmittel insbesondere der Thor-Comics ist die Thematisierung des Aufeinandertreffens von Menschen und Göttern, was auch hier für Komik sorgt, wenn die Rollen vertauscht werden und Rosalind Solomon sichtlich gestresst Flüchtlinge aus Asgard und den anderen Welten auf der Erde unterbringen muss. Dies erinnerte mich an den Run von J. Michael Straczynski (ebenfalls „Die Rückkehr des Donnerers“), wo ein kleiner Ort auf der Erde plötzlich die Asen als Nachbarn hatte und sich mit diesen arrangieren musste.
      Ferner drängt sich eine kleine Reminiszenz an Gollum und den Einen Ring aus dem "Herrn der Ringe" auf, als Jane Foster Thors Hammer berühren möchte, was ebenfalls humoristisch aufgelöst wird.


      Weniger gelungen erscheinen mir jedoch einige Stellen, die bemüht heiter sein sollen.
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      So z.B. der erschrockene Ausruf Tyrs, dass man ihm doch nicht den Schnauzer abrasieren möge, oder einige Ausrufe von Thori.


      Aber es finden sich neben den komischen Elementen auch viele ernste Töne. Wir bekommen, insbesondere zu Beginn, einen zornigen, zerstörerischen, sarkastisch zynischen Thor präsentiert, der wenig vom Edelmut, Optimismus und Leichtigkeit vergangener Tage erkennen lässt. Dies ist folgerichtig, da Malekith den Krieg der Welten vorantreibt. Thors Ton und Ansprache ist also rauer und seine ehemals getragenen Äußerungen sind harten Worten gewichen. Doch an einigen Stellen klingt der Ton früherer Zeiten an.
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      So in der Szene, wo Thor mit Heimdall spricht, oder in einem anrührenden Abschnitt, wo der Gott Thor in der Zukunft mit seinem auf dem Sterbebett liegendem Geschöpf, der Frau Jane, spricht, die, nach dem sie ihren Mann Steve überlebt hat, nun auch dahinscheidet. (Wie in „Thor – Gott des Donners: Die letzten Tage von Midgard“ nachzulesen, gibt Thor in der Zukunft dem Leben auf Neu-Midgard Namen aus vergangenen Zeiten und ehrt somit z. B. Jane Foster oder Steve Rogers).


      Zur künstlerischen Gestaltung

      Die Zeichenstile und Farbgebungen der vorangegangenen Thor Comics von Coipel, Ribic oder Dauterman haben mir gut gefallen und passten gut zum Ton der Geschichte. Den Stil von Del Mundo, Ward und D‘Alfonso finde ich hingegen gewöhnungsbedürtig. Die Farbpalette weist viele blau-grün Töne auf, mit denen verblasst oder verwaschen wirkende Flächen gestaltet werden. Ich mag es, wenn Licht und Schatten dadurch erzeugt werden, wenn man innerhalb einer Farbe dunklere und hellere Nuancen einbringt. Hier wird jedoch mit unterschiedlichen Farben gearbeitet, so dass Gesichter fleckig erscheinen. Nun ist dies, wie einige hier schon bemerkt haben, eine Frage des Geschmacks. Ich habe mich aber darüberhinaus gefragt, unabhängig davon, wie ansprechend ich das finde, ob der gewählte Stil den Inhalt unterstreicht. Ich finde, dass eine gewisse Trostlosigkeit, durch diese Farbgebung durchaus ausgedrückt wird und damit irgendwie zum Inhalt passt. Im Abschnitt um den Thor der Zukunft ist der Stil mit einer anderen Farbpalette umgesetzt und spricht mich dort auch mehr an.


      Fazit

      Der Storybogen bleibt für mich weiter spannend und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, wäre aber mit einer anderen künstlerischen Gestaltung auch glücklicher.
      "Wer immer diesen Hammer hält, der besitzt, so er/sie denn würdig, die Macht von Thor." :thor:
      - Inschrift auf Mjölnir -

    • Thor (2019) #2: Gefallene Götter (mit Kriegerischen Spoilern)



      Der Krieg der Welten steht unmittelbar bevor und Malekith spinnt weiter seine intriegen genauso wie auch Loki! Doch zunächst gibt es in den 7 US Ausgaben mehrere kurze Geschichten...

      Alte Götter und Midgards Todeskampf (US: Thor (2018) #5-6) Artwork von Christian Ward

      Die Zukunft das Reich von König Thor und dem neuen Midgard was er erschaffen hat doch Wolverine der mittlerweile die Kraft des Phönix besitzt will dem ganzen ein Ende bereiten weil er das ganze als riesigen Fehler ansieht und dann kehrt auch noch Doom auf der einige neue Kräfte... Dazu noch der Kampf von Ego der Nekrowelt gegen einen lästigen "Wurm"!

      Die leiden des jungen Thor (mit Artwork von Tony Moore)

      Eine Geschichte aus der Vergangenheit und wie sich Odin und Thor entzweien, weil er zu viel Zeit auf Midgard verbringt geht Odin einen Handel mit Loki ein der etwas manipuliert. So das Thor eine starke Wikingerin verliebt und nur noch mehr Zeit auf der Erde verbringt was den All-Vater noch wütender macht... doch Loki hat noch ein Ass im Ärmel?

      Gefängnis der Engel (Artwork: Mike Del Mundo)

      Thor und Angela geraten in Gefangenschaft im Reich der Engel wo sie Hilfe suchen wollten im Kampf gegen Malekith, nur sind sie auf dessen Seite und sie haben eine Vorliebe ihre Gefangenen zu Foltern...

      Die Frau mit dem Vibranium-Colt (von Del Mundo)

      Roz Solomon die ehemalige Agentin von S.H.I.E.L.D. bekommt einen neuen Jom als Agentin für Wakanda und den Black Panther. Neben Kämpfen in denen sie immer wieder ihr leben gegen Eisriesen und Trolle riskiert, trifft sie sich mit Dario Ager der sie um Hilfe gebeten hat....

      Der Junge und sein All-Vater

      Odin hat erfahren das Melekith mit einem eigenen Bifröst zwischen den Welten reist, etwas was er auch Thor sagen müsste doch als er im zerstörten Asgardia eintrifft kommt es nur zum Streit weil Odin einfach ein sturer Bock ist der sich nicht überwinden kann seinem Sohn zu sagen was er für ihn empfindet...

      Die Ruhe vor dem Sturm (Artwork: Lee Garbett)

      Thot versucht immer wieder Überreste von Mjolnir aus der Sonne zu bergen, und immer wieder scheitert er. Er braucht erst seine Muter Freya die ihm zeigt auf was es ankommt und das er dafür den Hammer nicht braucht. Und andernorts führt Malekith seine Truppen durch den dunklen Bifröst nach Midgard...

      Meinung: Eine perfekte Einstimmung auf den War of the Realms die nnoch mal zeigt warum der Run von Jason Aaron so gut ist. Geschichten die etwas von alten Sagen haben, Action aber auch Einblicke in das Seelenleben der Charakte besonders Roz Solomon in ihrer Story, Thor wie er seine erste Liebe findet und
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      sie durch Lokis Machenschaften wieder verliert
      Odin der mit sich selbst nicht im reinen ist... Großartige Unterhaltung jede Story auf ihre Art, am besten gefallen hat mir aber die Geschichte "Die leiden des jungen Thor. Insgesamt gibt es 8 von 10 Punkte :thor:
      Der Spider-Man Komplett Lesemarathon (Leseliste, Teil 1 im Link) Und auf Seite 41, 46 [Post 909] & 78! :twip:
    • Ein großartiger Band!! Unglaublich, wie es Aaron hier schafft auf 3 Ebenen zu erzählen und dabei immer die Fäden in der Hand zu behalten. Es hatte zunächst den Anschein, als wäre es ein Sammelsurium aus Kurzgeschichten, bis man dann merkt, dass alles doch irgendwie mit der Kontinuität verbunden ist. Echt stark gemacht!
      Auch die Mischung aus Ernsthaftigkeit, Action, wohl dosiertem Humor aber auch anrührenden Episoden (z. B. die Story mit der Wikingerin oder die Suche nach Mjolnir) ist hier sehr ausgewogen.
      Der Konflikt mit Odin, der seine Gedanken mit dem Leser teilt aber seinem Sohn gegenüber ganz anders handelt, ist auch stark in Szene gesetzt. Typischer Vater-Sohn-Konflikt.. :whistling: Oder auch der Austausch mit seiner Mutter während der Suche nach Mjolnir ist sehr gut beschrieben. :ok: Danke Jason Aaron!! SO will ich Thor lesen!! :love:
      Mit Del Mundos Stil habe ich mich auch angefreundet, fand aber auch die anderen Zeichner sehr gut! :thumbup:
    • Ja. Band 2 hat mich wieder versöhnt. Die Leiden des Jungen Thor sind ganz einsame Klasse. Das Treffen mit der Roten Erika und das Besäufnis im Langhaus von Ulfar Blutbart sind Asgard-Geschichten wie ich sie mag. Auch die ersten Seiten mit Wolverine taugen mir. Nach dem Schleudertrauma auf der Regenbogenbrücke in Band 1 wurde die richtige Spur wieder gefunden und jetzt freue ich mich schon auf den Winter und die Frostriesen.