Spawn Origins Collection - Band 7

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    • Spawn Origins Collection - Band 7

      Kann Band 7 die guten Ansätze zum Ende des Vorgängers aufgreifen?



      Titel: Spawn Origins Collection – Band 7

      Verlag: Panini (US: Image)

      Format: 332 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: US-Hefte #76-87

      Autoren: Todd McFarlane; Brian Holguin

      Zeichner: Greg Capullo

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      1992 ließ der legendäre Autor und Zeichner Todd McFarlane seinen Kult-Antihelden Spawn auf die Welt los – danach war nichts mehr so wie zuvor.

      Al Simmons, ein Agent der Regierung, war von einem Kollegen getötet worden. Nachdem er in den Tiefen der Hölle wieder zum Leben erweckt worden war, kehrte er als Spawn-Krieger auf die Erde zurück und beschützte fortan die Obdachlosen in den dunklen Gassen New Yorks, immer auf der Suche nach Spuren seiner Vergangenheit. Allmählich lernte er, die außergewöhnlichen Kräfte zu bändigen, über die er nun verfügte, und gleichzeitig begann er zu begreifen, worauf er sich eingelassen hatte – und was er dafür aufgeben musste.
      In Spawn Origins 7 dreht sich alles um eine rätselhafte Mordserie. Doch je mehr Hinweise Spawn, Cogliostro und die Polizisten Sam und Twitch erhalten, desto stärker weist alles auf einen Mann hin, den man für tot gehalten hat. Doch nicht alle, die zur Hölle fahren, bleiben auch dort. Diese bittere Erfahrung hat Simmons schließlich am eigenen Leibe gemacht…

      Auch dieser Band enthält wieder exklusives Bonusmaterial und sämtliche Cover.

      Just my 2 cents:
      Ja, Band fünf hatte einige kleine Schwächen, die bei Band sechs noch viel deutlicher hervortraten, aber das Finale machte mir wieder Hoffnung. Neuer Autor, frischer Wind, ich hoffe ab jetzt geht es wieder aufwärts. Das Doppelcover von Meister Capullo ist mal wieder top und lässt schon erahnen, wer aus dem Reich der Toten zurückkehrt um New York erneut zu terrorisieren. Mit 332 Seiten ist das große Hardcover wieder gut bestückt und auch wer sich (wie ich) gerne möglichst an die empfohlene Lesereihenfolge im Spawn-Universum hält, kann das Teil in einem Rutsch weglesen, denn diesmal gehört nichts zwischenrein. Einige Anmerkungen vom Toddster persönlich und natürlich alle Cover, sowie ein ganzer Schwung Bonusmaterial, sind wieder mit an Bord. Jetzt aber zum hoffentlich gelungenen Inhalt den ich, auch wenn es keine Unterbrechungen durch andere Hefte gibt, versucht habe in thematisch sinnvolle Häppchen zu unterteilen.



      US-Heft #76
      Los geht’s mit einem kleinen One-Shot, der (teilweise) als Abschluss mit, oder zumindest Pause von der Vergangenheit gesehen werden kann. Das nimmt die Ganze Story um Wanda und den damit einhergehenden Dreh- und Angelpunkt von Spawns Dasein erstmal ein Stück weit aus dem Spiel und schafft Platz für Neues. Eine, wie ich finde, sehr gute Entscheidung, die in dieser äußerst Gefühlsbetonten Episode ganz toll erzählt wird. Eine zentrale Rolle in der Geschichte nimmt die blinde Oma Blake ein, die ich sowieso schon lange ins Herz geschlossen habe. Wie bekommen einen tiefen Einblick in die Vergangenheit der liebevollen, aber taffen Lady, den Greg Capullo, wie übrigens den gesamten Band, absolut grandios in Szene gesetzt hat. Der Mann hat‘s einfach drauf und ich feiere seinen Stil und auch die Entwicklung, die er im Laufe der Collection bislang gemacht hat einfach unglaublich ab. Im Fokus steht hier aber ganz klar die Story, die für einen Spawn-Comic ungewöhnlich warmherzig daherkommt und von Oma Blake zu einem wehmütigen, aber dennoch schönen Ende gebracht wird. Jetzt kann Spawn sich erstmal anderen Dingen widmen.



      US-Hefte #77-85
      Ihr seht es schon an der Nummerierung, ab jetzt erwartet uns ein großer Storybogen, der sich bei Erscheinen immerhin über ein dreiviertel Jahr erstreckt hat. Wenn ich mir überlege, wie gefesselt ich von der Story war und es streckenweise vor Spannung kaum aushalten konnte, wäre ich vermutlich halb wahnsinnig geworden, wenn ich nach jedem Issue einen Monat hätte warten müssen!

      Es tut sich Einiges in den Gassen von Rat City. Cogliostro offenbart Spawn einige Erkenntnisse, die dieser sich nicht mal im Traum hätte ausmalen können. Derweil nimmt sich eine junge, idealistische Sozialarbeiterin einiger Obdachloser an und versucht, diesen wieder auf die Beine zu helfen. Währenddessen ist Sam noch immer sauer auf Spawn, da er ihn respektive Al Simmons, für den Verlust seines Jobs und natürlich auch Twitchs verantwortlich macht. Als die beiden den Höllensporn in den Gassen aufsuchen wollen eröffnet plötzlich jemand das Feuer und es kommt zur Katastrophe!
      Spoiler anzeigen
      Kopfschuss für Twitch!!!




      Im Krankenhaus lernt Sam die Sozialarbeiterin kennen und verliebt sich in sie. Eine äußerst humorvolle Romanze entwickelt sich zwischen den beiden, während sich in der Stadt bestialische Morde häufen, die augenscheinlich erstmal in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Doch nach und nach liefern die gemeinsamen Ermittlungen von Sam, Twitch und Spawn Ergebnisse und es wird klar – ich denke das ist kein Spoiler, denn er ist ja groß und breit auf dem Backcover zu sehen – Billy Kincaid, der perverse Kindermörder ist zurück! Zurück aus dem Reich der toten und mächtiger als je zuvor, denn scheinbar ist nicht zur Spawn in der Lage einen Pakt mit dem Teufel zu schließen.

      Ein absoluter Knaller, bei dem so viel passiert, dass ich es hier gar nicht bis ins Detail ausführen will, aber wir bekommen es mit allerlei krassem und auch heute noch aktuellem Material zu tun. Amoklaufende Teenager, Zwangsneurosen und Psychosen, brutale Folter, Verstümmelung, Besessenheit, Amokläufe im „Allgemeinen“ oder einfach simpler Hass und Rachegefühle. Dazu werden immer wieder persönliche Bezüge mit eingebunden, die das Alles für die Protagonisten noch viel traumatischer und verzweifelter gestalten und mich wirklich mit fiebern lassen. Nebenbei hat auch Jason Wynn wieder einen größeren Auftritt, der die Welt auch für seinen Charakter grundlegend verändert und wir dürfen uns bis zum Ende fragen, was es mit diesem seltsamen, scheinbar ebenfalls psychisch labilen Schriftsteller/Reporter auf sich hat, der Spawn plötzlich nachspürt. Eine nervenzerrende Achterbahnfahrt, wie ich sie die letzten Bände nicht erleben durfte, über die ich mich jetzt aber umso mehr freue!



      US-Hefte #86-87
      Zum Ausklang sieht sich Spawn in Heft #86 mit sich selbst konfrontiert, wo er gezwungen ist einen noch dickeren Schlussstrich zwischen sich und seinem früheren Leben zu ziehen, bevor wir im abschließenden Issue #87 noch mehr mit dem zwielichtigen Schreiberling zu tun bekommen. Beide Hefte zusammen bilden auch nochmals ein, diesmal aber wirklich sehr gelungenes, Resümee, das die Vergangenheit von Spawn zwar wieder für alle Neulinge am Höllengezücht beleuchtet, was mich aber zu diesem Zeitpunkt in keiner Weise stört. Das wurde diesmal so toll aufbereitet, dass ich mich richtig gefreut habe zu lesen, dass so mancher Charakter, der seit einiger Zeit in der Versenkung verschwunden ist, wohl doch nicht gänzlich von den Autoren vergessen wurde und sicher zu gegebener Zeit wieder auf den Plan tritt. Auch die Interviewszenen, die der Reporter mit den verschiedensten Leuten der Gegend führt, die in irgendeinem Zusammenhang mit Spawn stehen oder standen, haben einen ganz eigenen Charme. Genau das Richtige, um nach so einem aufwühlenden Mittelteil wieder langsam herunterzufahren und die Geschichte ausklingen zu lassen.

      Mannomann, was freu ich mich, dass es mit diesem Band wieder steil bergauf ging! Jetzt heißt es aber erstmal Abschied nehmen. Nein, natürlich nicht von Spawn. Das wäre ja Bullshit gerade jetzt tschüss zu sagen, wo es doch wieder richtig Laune macht, ordentlich Spannung aufkommt und fette Action am Start ist. Dazu im ein oder anderen Heft die richtige Dosis Feingefühl und fertig war ein Spawn-Band wie ich ihn liebe. Bye bye sagen wir deshalb fürs Erste nur zur Origins Collection, denn nach der, von mir häufig erwähnten, EMPFOHLENEN LESEREIHENFOLGE dauert es jetzt eine ganze Weile bis ich zu Band 8 komme. Jetzt geht es nämlich erstmal mit dem Rest des zweiten Bandes von Curse of the Spawn weiter, dann folgt noch ein ganzer Schwung Sam & Twitch und auch Spawn The Undead will nicht außer Acht gelassen werden. Theoretisch könnte man dann auch noch das Ein oder Andere lesen, was auf Deutsch gar nicht, oder nicht so easy zu beschaffen ist, aber das lass ich einfach mal weg. So wichtig wird das alles nicht sein, denn prinzipiell funktioniert die Origins Collection ja auch alleine ganz gut, die Autoren wiederholen sich schon recht häufig bzw. bringen Rückblenden, sodass es auch den Quereinsteigern problemlos gelingt dem Plot zu folgen. Für Dauerleser ist das zwar manchmal etwas ermüdend, aber das muss man schon verstehen. So, genug geplappert, jetzt mal Tacheles zur Spawn Origins Collection – Band 7:

      Meine Wertung: 8/10

      Seid Ihr auch der Meinung, dass Band sieben wieder deutlich mehr Licht als Schatten mit sich bringt und richtig fesselnd daherkommt? Und versucht hier noch jemand sich – zumindest grob – an die Lesereihenfolge zu halten?

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette: