Curse of the Spawn - Band 2

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    • Curse of the Spawn - Band 2

      Finale in der verfluchten Welt des Spawns…



      Titel: Curse of the Spawn – Band 2

      Verlag: Panini (US: Image)

      Format: 372 Seiten im Hardcover Albenformat

      Inhalt: Spawn: Curse of the Spawn US-Hefte #15-29

      Autoren: Brian Haberlin, Alan McElroy

      Zeichner: Clayton Crain, Dwayne Turner

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      EINMAL QUER DURCH DIE FINSTERE SPAWN-MYTHOLOGIE

      Der Engel Abdiel wird auf geheime Mission in die Hölle entsandt, um Malebolgia zu vernichten – und trifft auf die verführerische Lilith! In New York steht der Mafioso Antonio Twistelli mit dem Rücken zur Wand, was ihn zu einem äußerst gefährlichen Mann macht, zumal auch Cog und Jason Wynn involviert sind. In der Antike schwört der Hellspawn Raenis dem göttlichen Vater Zeus Rache, während in der Gegenwart ein Selbstmörder in einer grotesken Welt landet, die von Zombie- Spawns beherrscht wird. Unterdessen ist die Geschichte des gequälten Cyborgs Overt-Kill noch nicht zu Ende, und Al Simmons Bruder Marc jagt denselben Serienkiller wie Sam und Twitch…

      Ein krasser Trip durch die reichhaltige Historie von Todd McFarlanes legendärem Antihelden! Dieser Sammelband enthält die US Hefte Spawn: Curse of the Spawn 15–29, inszeniert von Alan McElroy (Autor des Spawn-Films), Brian Haberlin (SPAWN, WITCHBLADE), Dwayne Turner (Spawn – The Undead) und Clayton Crain (SAVIOR).

      Just my 2 cents:
      Genau wie bei Band eins habe ich mich auch mit dem zweiten, und finalen Sammelband der Curse of the Spawn Reihe über einen längeren Zeitraum beschäftigt. Denn wieder ist das fette Hardcover mit verschiedenen, meist mehrteiligen Stories gefüllt, die man am besten zu unterschiedlichen Zeiten in der Abfolge der Spawn-Mythologie einschiebt. Jetzt, nach dem Ende von Spawn – The Undead und bevor mit dem achten Band der Origins Collection der Run bis zur magischen #100 startet, war es so weit, die letzte Story aus Curse of the Spawn war an der Reihe und so kann ich jetzt endlich meine Meinung zu den enthaltenen Geschichten hier lassen. Besprechen werde ich die wieder in der Reihenfolge, wie sie damals erschienen sind, werde aber immer kurz anmerken, an welcher Stelle des Spawn-Mythos die jeweilige Story am besten reinpasst. Aber ganz ehrlich, soo wichtig ist das auch wieder nicht, denn im Großen und Ganzen stehen die Beiträge aus der Curse-Reihe für sich und sind auch unabhängig vom Rest gut lesbar.

      Optisch passt die Aufmachung des dicken Wälzers perfekt zum ersten Teil und auch zur Origins Collection, hat also wieder die gleiche Größe und Aufmachung des Buchrückens. Schicke Erweiterung der Reihe im Regal. Das informative Vorwort von Christian Endres rundet das Gesamtpaket stimmig ab. Jetzt lasst uns aber endlich eintauchen in die verfluchte Welt des Höllengezüchts.



      Heft #15+16
      Tief in der eisigen Kälte des Alls. Ein karges Asteroidenfeld. Ein unwirtlicher, unbedeutender Ort – zumindest für die Meisten. Doch was ist das für ein Lichtschein? Ein goldenes, einladendes Leuchten. Eine Leuchtreklame mit der passenden Aufschrift „Badlands“. Eingeweihte wissen, dieses Etablissement ist vielleicht kein Restaurant, aber die Kneipe am Ende des Universums! Der Ort, an dem sich alle Punkte des Universums kreuzen, vereinen und eins über den Schädel kriegen.

      Ha! Schon das Intro auf der ersten Seite versprüht einen Charme und schafft eine Atmosphäre, die mir aus Anhieb zu gefallen weiß. Auch wie es weiter geht trifft bei mir einen Nerv, der sofort Lust auf mehr macht. Der vorlaute Bengel, der in den Laden gestolpert kommt, sich ziemlich respektlos verhält und nach vielen Warnungen den härtesten Drink des Universums bestellt ist eine humorvolle Rahmenhandlung, die direkt einem Spencer&Hill-Streifen entsprungen sein könnte. Das ist allerdings nur die Verpackung für eine knallharte, von Verrat durchtränkte und actiongeladene Sage um den größten Krieger aller Engel, der in Ungnade fällt, in der Hölle landet und schließlich zu einem Hellspawn wird.

      Ein richtig starker Einstieg, der am besten direkt im Anschluss an den ersten Curse of the Spawn Band gelesen wird, also zwischen Curse of the Spawn #14 und 17.



      Heft #17-19
      Der Dreiteiler ist eine der längsten zusammenhängenden Stories des Bandes, und das ist gut so, denn die Geschichte, die in bester Mafia-Manier beginnt hat Einiges zu bieten! Alles beginnt in der Tradition von Klassikern wie dem Paten. Der Sizilianer Vito Gravano hat es in Amerika zu etwas gebracht, er ist der Kopf einer der größten Mafia-Organisationen von New York City. So ist es keine Überraschung, dass die große Hochzeitsfeier im Kreise der „Familie“ auf Long Island, vom FBI überwacht wird. Allerdings werden DIE wiederum von einem Killerkommando überwacht – und schließlich auch ausgeschaltet. Der Killer hat jedoch nicht vorrangig auf die Bundesagenten abgesehen, nein er will die Hochzeit crashen. Wie verflucht sadistisch die Welt des Spawns tatsächlich ist wird klar, als der abgebrühte Neece seinen Plan in die Tat umsetzt. Nein, da wird nicht drauf los geballert. Er schnappt sich einen kleinen Jungen, Joey, von der Feier, verpasst ihm einen Bombengürtel und schickt ihn zurück…

      Ganz harter Tobak, der sich fortan durch die Geschichte zieht wie ein roter Faden, oder besser wie blutiges Gedärm. Vito hat Gravano hat überlebt und was jetzt folgt zieht sich über düstere Rache und brutale Folter, macht einen Zwischenstopp bei bleihaltigen Schießereien und blutigen Enthauptungen und gipfelt schließlich in einer abgedrehten Action- und Gewaltorgie, bei der sogar der altbekannte Curse mitmischt.

      Das abwechslungsreiche, spannende und im positiven Sinn extrem überdrehte Stück Curse of the Spawn zieht man sich am besten direkt im Anschluss an die vorangegangene Engels-Story rein. Hinterher geht’s laut der offiziellen Lesereihenfolge witzigerweise mit Curse of the Spawn #1-4 weiter. :S



      Heft #20+21
      Wer gedacht hat das Finale der obigen Story wäre etwas freaky geraten, der soll sich mal lieber gut anschnallen. Die Hölle wird zum Tartaros, die Titanen wollen sich erheben, Zeus ist davon gar nicht begeistert, aber die meisten seiner Götter-Kollegen können den arroganten Arsch gar nicht leiden! Der Höllenhund Kerberos kämpft gegen einen Spawn, der Auswüchse hat, die denen der Medusa ähneln, aber Moment, die Gorgonin selbst ist ja auch am Start! Und nicht nur die…

      Spawn meets Olymp! In diesem Abgefahrenen Stück Comic wird die Mythologie beider Welten zu einem wilden Nektar zusammengerührt, wie ihn die Götter lieben – und ich auch. Ja, das ist schon alles äußerst hanebüchen, aber ich liebe die griechische Mythologie ebenso wie meinen Spawn und die respektlose Mischung aus beidem macht einfach unheimlich viel Spaß! Offiziell soll man das gute Stück nach dem Ende der neunteiligen Spawn – The Undead Reihe lesen, aber ganz ehrlich? Das ist sowas von Sch…-egal. Das Ding macht Spaß und hat Null Bezug zum Rest, also wenn Ihr Bock drauf habt, zieht es Euch einfach rein.



      Heft #22
      Ein kleiner One-Shot für Metal-Fans! Der mittelmäßige Schüler Ryan Hatchett mag Wrestling, Akte X und vergöttert die Band KISS. Doch er fühlt sich ungeliebt und stürzt sich von der nächstbesten Brücke. Noch im Fall wird er allerdings von einem seltsamen Blitz getroffen und SCHWUPPS! Er erwacht inmitten eines postapokalyptischen New Yorks. Allerdings handelt es sich nicht um eine X-beliebige Apokalypse, nein, Ryan hat den Joker gezogen, eine Zombie-Apokalypse! Und nicht nur das, der Freak mischt auch noch mit!

      Ein weiterer, abgedrehter Storyflic, reich an Blut, Gore, Zombies und mittendrin eine vollbusige Schönheit mit zerfetztem Kleid. Ein wahr gewordener Männer-Traum, der eigentlich an jeder beliebigen Stelle gelesen werden könnte, offiziell aber nach Heft #87 der Hauptreihe, als direkt nach dem siebten Origins-Band.

      Fortsetzung im nächsten Post…


    • Heft #23+24
      In der Eiswüste Nordgrönlands arbeitet der geniale, aber monströse Wissenschaftler Dr. Eylan Hessman an etwas grauenhaftem. Etwas brutalem. Teils Fleisch, teils Maschine, 100% Monster und Tötungsmaschine. Etwas das einmal sein Bruder war. Mehr will ich über die Origin von
      Spoiler anzeigen
      Overt-Kill (und auch über die von Pandemic)
      gar nicht erzählen, weil das zu stark spoilern würde. Aber es sei erwähnt, dass hier im Vergleich zu den echt spaßigen Stories vorher, jetzt wieder ziemlich ernste und stellenweise sogar tragische Töne angeschlagen werden. Dieses Wechselbad der Gefühle quer über Curse of the Spawn verteilt finde ich sehr gelungen.

      Da hier Charaktere aufgegriffen werden, die aus der Hauptreihe ja bereits bekannt sind macht es ggf. sogar Sinn den Platz in der Lesereihenfolge einzuhalten. Habe ich zwar nicht geschafft, weil ich die Curse-Bände zu spät entdeckt habe, ist aber auch nicht wirklich schlimm. Im Nachgang etwas über die Vorgeschichte eines Charakters zu erfahren ist ja auch mal ganz schön. Eigentlich liest man die beiden Hefte nämlich wohl zwischen den Heften #7 und #8 der Hauptreihe, also noch während der ersten Origins Collection!



      Heft #25
      Der One-Shot über innere Dämonen und wie es schlimmstenfalls ausgehen kann, wenn wir sie an die Oberfläche brechen lassen ist sicher im gesamten Band der Beitrag mit dem höchsten visuellen Gewaltgrad. Sollte sich jemand mal dieses Heft zugrunde legen und einen Teenie-Slasher danach drehen, es würde Freddy, Jason, Michael und auch Ghostface zu Ehre gereichen!

      Spannendes Teil für Fans von Gore und den Filmreihen mit oben genannten „Helden“, das man direkt nach der Zombieland-Story aus Curse of the Spawn #22 einschieben kann.



      Heft #26-28
      Direkt im Anschluss an das Horrorfilm Best-Of kommen wir zu einem klassischen „Cops jagen Serienkiller“-Szenario. Travis ist ein einfacher gestrickter Mann. Ein Mann der gerne Sachen repariert. Vor allem repariert er kaputte Seelen, oder zumindest die, die er dafür hält. Das Problem ist, dass die Frauen die er sich dafür aussucht diese Prozedur in der Regel nicht überleben. Die Leichen sehen eher aus, als wären sie von Krokodilen zerfleischt worden, was ihm in der Presse den Namen „Krokodilkiller“ eingebracht hat. Leider haben die Cops, und auch Sam & Twitch nicht den Hauch einer Spur, weshalb aus Washington ein Profiler angefordert wird. Er ist einer der Besten, sein Name ist Dr. Marc Simmons. Was? Schonmal gehört? Richtig, Marc Simmons ist der Bruder von Al Simmons, unserem allerliebsten Hellspawn und was meint Ihr wie Sam & Twitch das finden, dass ein dahergelaufener „Polizeipsychologe“ fortan ihre Ermittlungen leiten soll?

      Spannende Mörderjagd mit einem bedrohlichen Killer und einigen Twists, aber vor Allem natürlich mit Sam & Twitch! Kann ja nur gut sein. Dass das Ganze dann jedoch noch eine Wendung nimmt und Suture, aus den Curse of the Spawn Heften #5-8 zurückkehrt, um zum finalen Rachefeldzug auszuholen, das habe ich nicht erwartet und schon beim Gedanken daran bekomme ich ja beinahe Gänsehaut. Vielleicht kann sich so mancher noch erinnern, wie intensiv ich die Origin der Dame empfunden habe, zumindest hatte ich versucht das in meiner Rezi zu Spawn - Curse of the Spawn – Band 1 zu verdeutlichen. Hier schließt sich ein Kreis und bringt die Reihe zu einem für mich krönenden Abschluss.



      Heft #29
      Abschluss? Ups, da hätte ich doch beinahe noch diesen kleinen, mystisch angehauchten One-Shot unterschlagen, der nicht nur der Letzte in diesem Band, sondern auch das Finale der gesamten Curse-Reihe darstellt. Da wandelt eine undurchsichtige Gestalt über die Erde und bringt die Menschen dazu sich Schreckliches anzutun, doch was hat es mit dem mysteriösen Gesellen auf sich? Und kann der Engel der ihn verfolgt ihn aufhalten?

      Das war er also, der komplette Ausflug in die entlegensten Winkel der verfluchten Teile der Welt des Spawn und ich muss sagen, bei diesem zweiten Band gab es viele Höhen und nur wenige Tiefen. Das Artwork von Dwayne Turner und Clayton Crain ist stets irgendwo zwischen sehr gut und überragend angesiedelt. Wer Spawn liest steht einfach auf überbordende Gewalt und ikonische Splash-Pages, die kein blutiges Detail auslassen, und genau das bekommt man hier geboten. Die grandiosen Zeichnungen kann man kaum genug loben. Die innovativen Blickwinkel mit den teils extremen Close-Ups, die Liebe selbst zu den kleinsten Details ebenso wie der Einsatz von Effekten wie Unschärfe und nicht zuletzt die lebendige Dynamik machen das Werk zu einem absoluten Hingucker, auch für Leute, die mit den finsteren Erzählungen nicht so viel anfangen können. Durchgehend in düsterer Atmosphäre begeben wir uns auf eine Reise aus dem Herzen des brutalen New Yorks bis in die eisige Kälte des Alls. Durch alles verzehrendes Fegefeuer und fremde Dimensionen zurück auf unsere Welt, die manchmal der fremdeste all dieser Orte sein kann.

      Ja, ich geb’s zu, nach so einer geballten Ladung menschlicher Abgründe kommt man schnell mal in theatralisches Schwafeln, aber hey, wenn es der Band geschafft hat mich für eine gewisse Zeit in seine Welt und diese Stimmung zu entführen hat er doch alles richtig gemacht! Jetzt freue ich mich aber trotzdem wieder zur Hauptserie zurückkehren zu können, denn im achten Band der Spawn Origins Collection geht es scharf auf die #100 zu.

      Meine Wertung: 8/10



      Hat Euch der zweite Band auch noch eine Spur besser gefallen als der erste? Oder konntet Ihr mit Curse of the Spawn so gar nichts anfangen? Falls doch, welche Story hat Euch am meisten abgeholt?

      VG, God_W.

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