Spawn Origins Collection - Band 11

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    • Spawn Origins Collection - Band 11

      Was hat Stephen King mit Spawn zu tun?



      Titel: Spawn Origins Collection – Band 11

      Verlag: Panini (US: Image)

      Format: 340 Seiten im großformatigen Hardcover

      Inhalt: US-Hefte #126-138

      Autoren: Todd McFarlane; Brian Holguin

      Zeichner: Angel Medina

      Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
      1992 ließ der legendäre Autor und Zeichner Todd McFarlane seinen Kult-Antihelden Spawn auf die Welt los – danach war nichts mehr so wie zuvor.

      Al Simmons, ein Agent der Regierung, war von einem Kollegen getötet worden. Nachdem er in den Tiefen der Hölle wieder zum Leben erweckt worden war, kehrte er als Spawn-Krieger auf die Erde zurück und beschützte fortan die Obdachlosen in den dunklen Gassen New Yorks – immer auf der Suche nach Spuren seiner Vergangenheit. Allmählich lernte er, die außergewöhnlichen Kräfte zu bändigen, über die er nun verfügte, und gleichzeitig begann er zu begreifen, auf was er sich eingelassen hatte – und was er dafür aufgeben musste.

      In Spawn Origins 11 tauchen viele Geister aus der Vergangenheit auf und machen Al Simmons das Leben schwer. Zum Glück ist die Hexe Nyx an seiner Seite, die ihm ihre Hilfe anbietet. Doch Nyx hat ihre eigenen Probleme. Probleme, die ein neuer mächtiger Gegner Spawns ausnutzen will, um den Ex-Soldaten der Hölle in die Finger zu bekommen.
      Die Spawn-Saga revolutionierte in den 90ern die Comic-Welt. Ohne sie gäbe es heute kein The Walking Dead. In der Spawn Origins Collection wird die finstere Antihelden-Saga in XL-Hardcovern chronologisch neu aufgelegt.

      Just my 2 cents:
      Band 10 der Origins Collection war eine richtig coole Nummer, also war es klar, dass ich auch bald an Band 11 ran muss. Das Rundum-Cover von Greg Capullo sieht wieder richtig fett aus, und auch der Band selbst ist mit 340 Seiten wieder ein dickes Teil geworden. Ich habe wieder versucht die 13 enthaltenen Hefte in sinnvolle Häppchen aufzuteilen, was gar nicht mal so viele geworden sind, weil das schmucke Stück wie aus einem Guss daherkommt und kaum Brüche im Erzählfluss auszumachen sind. Das ist meines Erachtens ein sehr gutes Zeichen und sorgt für noch mehr Spaß am Lesen. Natürlich schafft man es im Gegenzug halt auch kaum den Band aus der Hand zu legen, nehmt Euch also für den Tag an dem Ihr anfangt (oder auch noch den darauffolgenden) nichts Anderes vor. ;)



      US-Hefte #126-129
      Mit Heft #125 – Gefährliche Träume 1. Teil – wurde in der Origins Collection 10 ja ein weiterer Mehrteiler gestartet, der sich bis Heft #129 erstreckt und somit zu Beginn dieser elften Ausgabe der Origins Collection fortgesetzt wird. Bis zum fünften und letzten Teil führen uns Als wahnhafte Träume in verschiedene Stationen seiner Vergangenheit. Nicht alles was mir da offenbart wird gefällt mir so richtig, denn es werden schon auch einige Schatten auf das strahlende Andenken von Al Simmons geworfen. Andererseits macht es den Mann menschlicher und den Charakter an sich vielleicht sogar ein Stück glaubhafter. Ich bin dahingehend ein wenig hin und hergerissen. Spawns Verbindung mit der Hexe Nyx, die weiter vertieft wird, wenn er nicht gerade in fiebrigen Alpträumen unterwegs ist, gefällt mir hingegen außerordentlich gut! Nicht nur, dass die Frau gut aussieht, nein, in der hübschen Hülle wohnt auch ein wirklich spannender Charakter inne, der enormes Potential hat Spawn zu unterstützen. Gegen Ende bekommen auch Sam & Twitch wieder Screentime und vor allem letzterer wird wohl in den folgenden Heften noch etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen. Gut so!



      US-Hefte #130-131
      Der mit zwei Teilen relativ kurze Storybogen gehört zu meinen absoluten Favoriten bislang und das Cover des ersten Heftes, also Nummer 130, ist für meine Begriffe ein Musterbeispiel, wie ein nahezu perfektes Cover aussehen kann, deshalb werde ich das am Ende meiner Rezi mal als Foto einfügen. Über die Story mit den Siebeneinhalb Geistern im abgelegenen Gruselhaus will ich gar nicht allzu viel verraten, weil ich die einfach großartig finde und niemandem die Überraschung verderben will. Ein paar Eckpunkte kann ich aber wohl dennoch nennen, ohne zu viel zu Spoilern. Neben Spawn selbst haben Twitch Williams und dessen Sohn Max die Hauptrollen, was ich per se ja schon als absoluten Pluspunkt ansehe. Das Ganze dann aber auch noch in so einem alten Gemäuer anzusiedeln, dass einem klassischen Gruselstreifen entsprungen sein könnte finde atmosphärisch allererste Sahne und trifft eben exakt meinen Geschmack. Dass die Bude dann auch noch in der Marston-Street angesiedelt ist und das Horror-Haus aus Stephen Kings Vampir-Klassiker Brennen muss Salem das Marsten-Haus genannt wird, ist für mich als King-Fan natürlich ein schönes Schmankerl.



      US-Hefte #132-138
      Die darauffolgenden zwei Einzelhefte zähle ich eigentlich nicht als One-Shots, denn die führen direkt in den finalen Mehrteiler mit fast schon epischen Ausmaßen. Welcher Bösewicht in „Stadt der Clowns“ im Zentrum steht könnt ihr Euch sicher denken. Kleiner Tipp: Der Joker ist es nicht. Aber zuvor schlägt die OFFIZIELLE EMPFOHLENE LESEREIHENFOLGE noch einen Break vor, deshalb…

      - - - STOP - - -
      Nach Heft #132 und vor Heft #133 könnt Ihr gemäß der Empfohlenen Lesereihenfolge den zweiten Franko-Belgischen Beitrag zum Spawn-Verse einschieben. Spawn- Architekten der Angst wurde von Panini zusammen mit Spawn – Das Gewand im gleichnamigen Paperback Spawn – Architekten der Angst veröffentlicht. Eine kurze Rezi dazu folgt in Kürze, gelesen habe ich das grandios bebilderte Schmuckstück schon. Der Storyline der Hauptreihe selbst bringt dieser kleine Zwischenstopp nicht viel, kann von daher also auch weggelassen werden, oder auch zu einem anderen, nahezu X-beliebigen Zeitpunkt vor- oder nachgeholt werden. Ob es sich dennoch lohnt erfahrt Ihr bald an Dieser Stelle. Jetzt aber weiter im Kanon.
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      Der Violator wird also mal wieder auf die Straßen New Yorks losgelassen, aber die Art und Weise wie das diesmal von statten geht ist schon sehr geil, wenn auch ganz schön bei einem damals aktuellen Kino-Blockbuster geklaut. Sogar so offensichtlich, dass ich erstmal das Erscheinungsdatum des selbigen gegoogelt habe um meine Theorie zu bestätigen und das scheint ganz gut hinzuhauen. Aber wie heißt es doch so schön, besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht. Wer sich die Überraschung nicht verderben will lässt den Spoiler einfach zu.
      Spoiler anzeigen
      2003 stürmt mit „Reloaded“ der lang erwartete zweite Teil der Matrix-Trilogie die Kinos und im November des gleichen Jahres flimmert auch schon das Finale über die Leinwände. Im Frühjahr 2004 infiziert der Violator halb New York, breitet sich wie ein Virus über die Stadt aus verwandelt einen nach dem anderen in blaugesichtige Verbrecherclowns. Eine Armee ultrabrutaler Clowns flutet also die Straßen der Stadt. Ein Schelm wer da an Hugo Weavings Agent Smith aus Matrix denkt…
      Aber egal, ob die Idee jetzt auf Brian Holguins Mist gewachsen ist, oder vom Toddster selbst eingestreut wurde, umgesetzt wurde das schon famos. Echt spannend, brutal, actionreich und auch der Voilator-typische schwarze Humor darf an mancher Stelle durchblitzen. Bevor das große Finale mit Knalleffekt den Band abschließt bekommen wir (seit wirklich langer Zeit!) endlich mal wieder ein paar satirisch anmutende Newsflashs zu lesen, Sam & Twitch dürfen mitmischen und immer mehr wächst mir die taffe Nyx ans Herz, die viel Background bekommt, selbst auch so manch schweres Päckchen auf der Seele zu schleppen hat und von allen beteiligten die wohl schwierigsten Entscheidungen zu treffen hat.

      Wow, wieder ein wahrer Knaller, dieser elfte Band der Origins Collection und mit einem Finalen Fünfteiler der sich wahrlich sehen lassen kann! Aber auch davor gibt es kaum Ausfälle zu verzeichnen. Mit Nyx wird ein frischer, unverbrauchter und toller Charakter eingeführt, meine beiden Lieblingsbullen dürfen öfter vorbeischauen als zuletzt und auch die kleineren Zwischenstories sind durchweg gelungen. Alle Cover mit und ohne Farbe sowie ein Schwung Skizzen sind an Bord und der Toddster lässt ein paar Zeilen zum ersten enthaltenen Heft verlauten. Wie gesagt bin ich mit dem einleitenden Mehrteiler nicht ganz zufrieden und was mir jetzt nach längerer Zeit mit Angel Medina am Zeichenstift wirklich klar wird ist, dass mir Greg Capullo doch eine Kante besser gefallen hat. Das ist zwar jammern auf enorm hohem Niveau, denn auch Medina liefert einen tollen Job ab, aber manche seiner Panels wirken mir zu unübersichtlich, die Proportionen der Figuren finde ich nicht immer gelungen, auch wenn das alles sehr dynamisch wirkt, und der vereinzelte Charaktere, leider vor allem Al wenn er nicht im Spawn-Suite steckt und Wanda trifft er meines Erachtens nach nicht so gut bzw. drückt ihnen halt seinen eigenen Style auf. Alles nicht schrecklich und nur kleine Wermutstropfen, vielleicht gewöhne ich mich ja auch noch dran. Als nächstes gibt es jetzt sowieso erstmal die beiden französischen Beiträge, die optisch in eine ganz andere Richtung gehen. Man darf gespannt sein!

      Meine Wertung: 8/10



      Wie findet (oder fandet) Ihr Angel Medina an Spawn? Und ist Euch die Parallele zu auch so stark aufgefallen?

      VG, God_W.
      :!: Ich freue mich immer über Besuch und netten Austausch in meinem Rezi-Thread :!:

      :guitar: Just my 2 Cents :kette: